Osmar
Forenurgestein
  

Dabei seit: 11.05.2007
Herkunft: Mac-Pom Bevorzugter Angelstil: Meeresangeln (Brandung)
 |
|
| Angeln mit der Feederrute |
Angeln mit der Feeder-Rute
Das Angeln mit der Feederrute weckt immer größes Interesse. Hier gebe ich einige Grundinformationen sowie einige Tipps und Tricks zum Angeln mit der Feederrute.
Die Feederrute kommt beim Angeln auf größere Distanz zum Einsatz. Sie ist aber auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen, wie starker Wind und Wellengang, eine gute Möglichkeit, die Bisse trotzdem gut zu erkennen.
Im Prinzip ist das Feedern nichts anderes als eine Art des Grundangelns, wobei die Spitze der Rute als Bissanzeiger fungiert. Das Anlockfutter liegt dabei mit Hilfe eines Futterkorbes maximal der Vorfachlänge entsprechend vom Köder entfernt. Das ist ein wesentlicher Vorteil zum Stippfischen. Beim Angeln mit der Feederrute kommt es, um immer wieder die gleiche Futterstelle zu erreichen, auf das richtige Werfen an.
Dabei ist zu unterscheiden, ob man in stehenden oder fließenden Gewässern fischt. In stehenden Gewässern ist es relativ einfach. Um immer in die gleiche Richtung zu werfen, fixiert man beim Werfen einen markanten Punkt (Baum, Strauch, Ausbuchtung) am gegenüberliegenden Ufer an.
Um die entsprechende Weite immer wieder zu erreichen bedient man sich der Hilfe des Schnurklipses an der Rollenspule. Das kann zum Problem werden, wenn man große Fische wie Karpfen erwarten darf. Dann ist nicht immer gewährleistet, dass während des Drills die Schnurreserve ausreicht.
Bei fließenden Gewässern muss die Strömung mit berücksichtigt werden, um immer wieder den Futterplatz zu erreichen. Probewürfe, immer ein Stück weiter Stromaufwärts sind unerlässlich, dienen dazu die Futterstelle genau gegenüber des Angelplatzes, also den Fangplatz auf kürzestem Weg vom Platz der Angelstelle zu erreichen. Dadurch wird gewährleistet, dass selbst feine Bisse an der Rutenspitze angezeigt werden. Dabei sollte die Rute möglichst immer im rechten Winkel zum Futterplatz aufgebaut werden. Bisse sind so besser zu erkennen und die Distanz von Rute und Köder ist am geringsten, was wichtig für einen erfolgreichen Anschlag ist.
In stehenden oder sehr langsam fließenden Gewässern empfiehlt es sich, die Rutenspitze dicht über den Uferbereich oder den Wasserspiegel zu stellen. Dadurch werden Reaktionen der Spitze und Schnurr auf Wind vermieden. Bei starker Strömung sollte die Rutenspitze steiler stehen. Die Angriffskraft der Strömung und die daraus folgende Spitzenbewegung wird so wesentlich verringert und undeutliche Bewegungen der Spitze vermieden.
Die Montage zum Angeln mit der Feederrute ist vergleichsweise einfach. Auf die Hauptschnur wird ein Seitenarm aufgezogen und am Ende der Hauptschnurr ein Wirbel befestigt.In diesen Wirbel wird das Vorfach mit Haken eingehängt. In den Wirbel am Seitenarm wird ein Futter- oder Madenkorb eingehängt.

Die Weiten beim Wurf lassen sich durch unterschiedliche Gewichte des Futterkorbes einstellen. Bei stark strömenden Gewässern ist ein entsprechend schwerer Futterkorb erforderlich, um ein Rollen des Korbes über dem Grund zu vermeiden.
Weitere Montagevarianten


Am Anfang eines erfolgreichen Angeltages sollte der Futterplatz mit ausreichend Futter versorgt werden. Dazu ist es am einfachsten die Montage ohne Vorfach und Haken jedoch mit gefülltem Futterkorb mehrmals auszuwerfen. Danach kann man den Futterkorb absinken lassen und die Entfernung mit dem Schnurklip einstellen. Unter mehrmaligem, Rucken an der Angelrute wird nun die Montage eingeholt. Damit wird das Futter an der Angelstelle gut verteilt. Jetzt wird das Vorfach mit Haken eingehängt und das Angeln kann losgehen.
Nach Absenken des Futterkorbes muss die Schnur auf Spannung gebracht werden. Dazu wird die Schnurr soweit eingerollt, bis sich die Spitze der Rute leicht in Richtung des Futterplatzes krümmt. Der Biss lässt sich durch mehr oder weniger kräftiges rucken der Rutenspitze erkennen. Manchmal sind die Bisse allerdings sehr fein, dass man die Spitze genau im Auge haben sollte. Beim Anschlag ist darauf zu achten, dass die Schnurr unter Spannung bleibt, damit der Fisch sicher gehakt werden kann. Bei häufigen Fehlbissen muss die Montage entsprechend verändert werden. Gerade wenn die Bisse sehr fein sind, ist das Vorfach schrittweise zu verlängern, bis die Fische sicher gehakt werden. Die Vorfachlänge beim Feedern ist entscheidend für den erfolgreichen Fang.
In stehenden Gewässern sollte spätestens nach 10 bis 15 Minuten der Futterkorb wieder eingeholt und neu ausgeworfen werden. Das deshalb, um ständig den Futterplatz mit Futter zu versorgen und zur Kontrolle darüber, ob die Montage sich nicht verwickelt hat oder der Futterplatz richtig erreicht wurde.
In stark fließenden Gewässern ist ein kürzerer Abstand erforderlich, da das Futter mit der Strömung fortgetrieben wird. Ein kurzes Einrollen der Schnurr von ungefähr 1-2 m kann zusätzlich zu Erfolg führen. Das Futter wird aufgewirbelt und eventuell erst dadurch der genaue Futterplatz erreicht.
Dem Futter kommt ebenfalls eine bedeutende Rolle beim Feedern zu. Für Weitwürfe sollte es ausreichend fest sein, wiederum so locker, dass es sich im Wasser gut löst und am Futterplatz verteilt wird. Gries als Bindemittel verhindert in der Regel ein Herausfallen des Futters. Das Futter darf auch nicht zu nass angemischtsein. Beim Wurf löst sich dann das Futter aus dem Futterkorb und beim Eintritt in das Wasser. Es erreicht so nicht den Grund und damit den Fangplatz.
Brassen, Rotaugen und Barsche gehören zu den häufigsten Fängen. Als Köder steht die Made somit an erster Stelle. Auch Kaster, Mais und Wurm können eingesetzt werden.
Osmar
__________________ Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt:
Heute. Hier. Jetzt.
Dieser Beitrag wurde editiert, zum letzten Mal von Osmar: 22.08.2010 18:45.
|
|