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März Braune

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1

Dienstag, 6. November 2012, 01:26

Drei Forellen im Vergleich

Moin Leute,

leider kein neues Rezept, aber ein Geschmacksvergleich stand an. In Dänemark lief es wieder super mit dem Ostseesilber (Mefo). Die vorgestern, am Sonntag gefangene Mefo war unmöglich zu zweit zu bewältigen, daher luden wir Bekannte aus dem Dorf zum Forellenessen ein. Nun hatten die aber gerade ihre erwachsenen Kinder, die wir auch kannten, zu Besuch. Kurzerhand wurden sie mit eingeladen und ich kam auf eine Idee. Im Kühler lagen noch Forellen aus dem Schwarzwald und eine 52 iger aus einem dänischen FoPu. So gingen eine Mefo, eine BaFo und eine ReFo in den Backofen, alle drei waren gleichmäßig gewürzt.
Mit nunmehr 7 Personen begann der Geschmacksvergleich. Bei einem leichten Weißwein und Petersilienkartoffeln mit ausgelassener Butter wurden alle zu reinsten Forellenverkostern.
Einhellige Meinung, die ReFo aus dem FoPu schmeckte so wie man es von Forellen aus dem Fischgeschäft kennt. Bei der BaFo aus dem Schwarzwald kam man ins schwärmen, es fielen Worte wie " so etwas habe ich noch nie gegessen ,super. Bei der MeFo war es genau so. Es ging hin und her, ein Happen von der MeFo dann ein Happen von der Bafo aus dem Schwarzwald. 3 Peronen konnten keinen Unterschied zwischen MeFo und BaFo feststellen. Eine halbe ReFo blieb unbeachtet liegen, sie geht heute noch in einen Auflauf mit Blumenkohl und Käse.
Gruß Klaus.

Flunder

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2

Dienstag, 6. November 2012, 12:13

@Klaus,

schön, wenn für eine solche Gelegenheit stets Fisch in der Kühltruhe hat.
Aber du hast das so Klasse beschrieben,daß mir das Wasser im Munde
zusammenläuft.

Ich bin momentan auf Zander aus.

Mit Petri Heil
Flunder (Jürgen)
Watt wär`n wa ohne Wattwurm?

SAV Kanalfreunde Kiel e.V.

Der Müll muß mit !!

war super

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Flunder« (6. November 2012, 12:16)


Haui006

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3

Dienstag, 6. November 2012, 13:45

ReBa schlägt ReFo

Regenbogner die etliche Jahre im Wildwasser, Bach, See oder Brackwasser frei gelebt haben, gewinnen auch zunehmend an Geschmack und Fleischfarbe.

Gruß Haui006

März Braune

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4

Dienstag, 6. November 2012, 16:21

Regenbogner die etliche Jahre im Wildwasser, Bach, See oder Brackwasser frei gelebt haben, gewinnen auch zunehmend an Geschmack und Fleischfarbe.

Gruß Haui006

Hi Haui,
da stimme ich zu. Ich glaube nicht, dass es einen großen Geschmachsunterschied zwischen Forellen gibt. Die Unterschiede entstehen, wie Du auch schreibst, durch Nahrung und Wasserqualität. Kurz noch zur Färbung. Das intensivste Rosa wiesen Mefos auf, mag wohl an den Garnelen liegen, die sie mit Vorliebe fressen. Die Forellen aus der Wiese im Schwarzwald haben alle eine eierschalenfarbigen Färbung. Mag sein, dass der Bachflohkrebs dort nicht so stark vorkommt.
Gruß Klaus.

5

Dienstag, 6. November 2012, 16:41

Der Mensch ist was er isst ! (und der Fisch ebenso !!)


Aber du hast das so Klasse beschrieben,daß mir das Wasser im Munde
zusammenläuft.


mir geht es genau so :-D

bei den Salmoniden ist mir aber ein Geschmacksunterschied zwischen Seesaiblingen und Forellen aufgefallen (beides wilde aus dem gleichen Bergsee)

Schönes Thema (sabber)

Gruess
Cedi

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6

Dienstag, 6. November 2012, 20:19

In meiner Kindheit hatten wir einen schönen Forellenweiher, der mit Bach- und Regenbogenforellen besetzt war. In dem Weiher wurde über Jahre nicht gefüttert, so dass die Bachforellen und die ReBos eigentlich die gleichen Voraussetzungen hatten. Trotzdem fand ich immer, dass die beiden Sorten unterschiedlich geschmeckt haben. Ich fand, dass die ReBos etwas grobfaserigeres und trockeneres Fleisch hatten.

Kürzlich hatte ich mal wieder die Gelegenheit, den direkten Vergleich zu machen, muss aber zugeben, dass die Forellen in dem Weiher gefüttert werden. Meines Erachtens nehmen ReBos Futter zwar besser an als Bachforellen, deshalb kann der Geschmacksunterschied tatsächlich am Futter gelegen haben. Jedenfalls wurde meine Erfahrung aus der Kindheit bestätigt, die Bachforellen schmeckten feiner und saftiger.

Mit MeFos hab ich noch keine Erfahrung. Allerdings haben wir seit einiger Zeit auch Bachsaiblinge. Die finde ich nochmals anders im Geschmack und der Konsistenz. Auch sehr lecker.

Ein schönes Thema hast Du da aufgegriffen. Wird Zeit, mal wieder den Grill anzuwerfen... :)

März Braune

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7

Dienstag, 6. November 2012, 22:33

Danke,

wird mein nächstes Ding sein. Habe noch vom September aus der Wiese was eingefroren. Eine Regenbogenforelle, zwei Bachforellen und ein Bachsaibling alle um die 36 cm. Da werde ich mir die Chance nicht entgehen lassen, drei Arten aus dem selben Gewässer zu vergleichen. Mir persönlich schmeckte die MeFo am besten, aber die war frisch, die anderen beiden Forellen holte ich aus der Truhe.
Gruß Klaus.

HAVÖRED

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8

Mittwoch, 7. November 2012, 17:47

Hallo Klaus,

ohne das ich deinen Bericht fertig gelesen habe, hätte ich auf dieses Ergebnis getippt.

Da sich Bafo und Mefo ja genetisch ziemlich ähnlich sein sollen, konnte ich mir bei Fischen aus Naturgewässern nicht vorstellen, das diese große geschmackliche Diverenzren aufweisen würden.

Bei der Rebofo aus dem Sabo liegt es an der Abstammung aus dem Zuchtteich und dem damit verbundenen Futter, sowie der Stillwasserqualität aus den Teichen sebkst in denen Sie gefangen wurden. Da diese Teiche meisten s künstlich angelegt sind und somit auch die Forellen nicht in diesen aufgewachsen sind und meistens ( bis auf ganz wenige Ausnahmen) schnell wieder rausgefangen werden, schmeckt man noch das Zuchtfutter und den doch recht eingeschränkten Bewegungsbereich.

Bei aus Zuchtteichen entwischene Rebofo, welche schon länger im offenen Meer lebten, so konnte ich vor Jahren, nachdem irgendwelche militanten Tierschützere eine Forellenzucht abgelassen hatten, in dem Sie die Abläufe aller Zuchtteiche öffnetne bai Nacht und Nebel, fast ein Jahr später wunderschön gezeichnete Rebofo an Strand fangen, welche geschmacklich nicht von einer Mefo zu unterscheiden waren, oder nur geringfügig. Liegt aber daran, das sie sich jetz selbst Futter suchen mussten und sich ahc mehr bewegen mussten als vorher.

Es geht doch nichts über frisch und vor allen Dingen selbstgefangen Fisch der direkt nach dem Fang gut versorgt wurde. Auch wenn dieser aus dem Eis kommt, ist er mir zigmal lieber als gekaufter Fisch.

Jetzt wünsch ich dir und Birgit guten Appetit für den Rest der Rebofo.



GvH Rainer
Gut das nicht alle Fische an einer Leine ziehen.


Fehmarn 2018 ist Vergangenheit, 2019 ist Zukunft und schon in Planung :P

freierfisch

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9

Samstag, 15. Dezember 2012, 00:01

Ich denke, letztlich spielt die Zubereitung eine sehr wichtige Rolle, da schmeckt jeder Fisch schonmal etwas anders. Auf jeden Fall danke für diesen Vergleich, bei der Zubereitung von Fisch kann man eine Menge richtig und eine Menge falsch machen.

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