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floste

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Freitag, 2. Oktober 2009, 11:03

Boilies selbst rollen - so funktionierts

Da das Thema in letzter Zeit recht oft diskutiert wurde
und ich sowieso mal wieder n paar Kugeln rollen musste,
dachte ich mir, ich mach mal ne Anleitung für alle Karpfen-
und Boilieneulinge.
Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen.

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Also zuerst mal zu den Zutaten:
Wichtig ist, dass der Mix ausgewogen ist, also dass sowohl
Proteine, Kohlenhydrate und Fette enthalten sind.
Außerdem sind Zutaten mit grober Struktur wichtig, da
sie dafür sorgen, dass die Lockstoffe später besser aus
dem Boilie ausgespült werden.
Genaue Rezepte oder das Rezept was ich benutzt habe
werde ich nicht schreiben, das sollte jeder für sich selbst
rausfinden.
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So, nun kommen wir zum Wie:

Als erstes sollten alle Zutaten "einsatzfähig" gemacht werden,
also z.B. eventuell Getreide oder Ähnliches klein geschrotet
werden.


Dann werden die Zutaten je nach Rezept abgewogen und in ein
geignetes Gefäß gefüllt, jedoch sollte man darauf achten zuerst
alle trockenen Zutaten gut zu vermischen, bevor man die flüssigen
dazu gibt. Falls flüssiger Lockstoff verwendet wird, sollte dieser zuerst
gut mit den Eiern vermischt werden, ansonsten wird dieser nicht
gleichmäßig auf den Mix verteilt und man erhält am Ende sehr stark
riechende und kaum riechende Boilies.
Danach sollte alles ordentlich durchgeknetet werden. Wer dazu die
häusliche Küchenmaschine missbrauchen kann, spart sich ein wenig
Arbeit, aber es geht auch von Hand.





Wenn der Teig gut geknetet ist, wird er zu Würsten gerollt. Wer im
Besitz einer Baitgun ist, spart auch hier ein wenig Zeit. Man sollte
darauf achten, dass die Würste in etwa den gleichen Durchmesser
haben wie die Boilies später haben sollen.


Danach werden die Würste in den Boilie-roller gelegt und zu Kugeln
gerollt. Wer keinen Boilie roller besitzt kann die Würste auch in
geeignete Stücke zerschneiden und von Hand rollen. Dafür sollte
man jedoch ne ordentliche Stange Zeit mitbringen...


Anschließend werden die Kugeln in kochendes Wasser geworfen.
Wichtig ist dass man nicht zu viele auf einmal reinwirft, da das
Wasser sonst aufhört zu kochen. Nach kurzer Zeit kommen die
Boilies dann an die Oberfläche. Dann brauchen sie noch 2 Minuten,
bis sie fertig sind. Wer oft und in großen Mengen Boilies macht,
kann zum Kochen eine alte Friteuse verwenden, da diese leistungs-
stark ist und man auch größere Mengen auf einmal reinwerfen kann,
ohne dass das Wasser aufhört zu kochen. Außerdem haben Friteusen
ein Sieb, das das Herausnehmen nach dem Kochen erleichtert.






Als letztes werden sie zum Trocknen ausgelegt und ab und an mal
gewendet.
Zum Trocknen kann man Backpapier oder Alufolie verwenden
(von Zeitungspapier würde ich abraten, außer man hat es auf
Karpfen abgesehen die besonders am Zeitgeschehen interessiert
sind).
Eine weitere Möglichkeit zum Trocknen ist ein Gerüst aus
Holzlatten und Hasendraht.
Nach dem Trocknen kann man sie direkt verwenden, salzen oder
einfrieren. Meiner Meinung nach ist Einfrieren die beste Lösung.


Anmerkung:
Bei der Herstellung von Boilies (insbesondere bei fischigen Mixen)
können sehr unangenehme Gerüche enstehen.
Um Ärger mit den Eltern oder der Frau zu entgehen sollte man
seine Boilies am Besten im Freien oder in der Garage/Keller
kochen.

Ich hoffe es war verständlich und hilft ein paar von euch weiter.

GRuß
Floste
"Wer fischen will muss freundlich sein!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »floste« (2. Oktober 2009, 18:35)


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