Bitte um objektive Bewertung einer Produktidee

  • Hallo zusammen,




    ich selber bin kein Fischer, sondern ein Hobby-Erfinder und würde alle
    erfahrenen Fischer hier im Forum um ihre Meinung/ Bewertung einer
    Erfindung bitten bzw. ob diese einen Nutzen bringen würde:




    Es handelt sich um ein kleines, kompaktes Bauteil, welches von der Größe
    her in etwa einem schweren Wurfblei entspricht und auch anstelle eines
    solchen bei einer Montage für das Grundangeln verwendet werden würde
    (Hauptschnur - Bauteil - Vorfach - Haken). Das besagte Bauteil enthält
    eine komplexere Mechanik, welche bei Zug am Vorfach (bei Biss eines
    Fisches) dieses ruckartig einzieht und aufgrund der eigenen
    Masseträgheit den Fisch hakt oder den Haken zumindest so weit eintreibt,
    dass der Fisch durch den Fluchtreflex sich selber hakt. Die
    Empfindlichkeit des Auslösers und die Federkraft können dabei frei
    variiert werden und die Form des Bauteils wäre ebenfalls aerodynamisch,
    also auch für weite Auswürfe geeignet. Dass der Auslöser zu früh durch
    die Kräfte beim Auswurf ausgelöst wird kann nicht passieren. Eine
    Anwendung in modifizierter Ausführung wäre evtl. auch beim Posen- und
    Oberflächenangeln denkbar.




    Was haltet Ihr davon? Würde dieses Gerät das Angeln erleichtern,
    zmindest unter bestimmten Bedingungen? Könntet Ihr Euch vorstellen, so
    etwas zu kaufen oder dass vl. weniger erfolgreiche Angler sich für so
    etwas interessieren könnten? Bin sehr gespannt auf Eure Meinungen!




    Liebe Grüße


    Mister X

  • Hallo Mister X,


    Zitat

    komplexere Mechanik


    Wie komplex wäre es denn bzw. wie schätzt du denn den Preis von dem Produkt ein? Zwischen "feine Sache" und "nicht zu dem Preis" ist ja oft ein schmaler Grat... zumal es hier um "unter bestimmten Bedingungen" geht...


    Witterungs- und verschmutzungsbeständig?


    Bin gespannt auf User-Feedbacks.


    Viele Grüße,


    Stefan

  • Hallo Stefan,


    Danke für Deine Antwort, preislich wäre es m. E. im verträglichen Bereich, für auf jeden Fall unter 30 Euro pro Stück zu kaufen. Witterungs- und verschmutzungsbeständig ist es auch, da die Mechanik durch ein Gehäuse geschützt ist und alle Teile aus seewasserbeständigem V4A-Edelstahl bestehen.

  • Meine Meinung als Angler:


    Uns wird monatlich immer wieder das 'Ultimative / Innovative' Hitech Zeugs um die Ohrn geschmissen, dass 100%ig fängig ist!


    Am Ende haben wir viel Geld ausgegeben und nix ist passiert.



    Von daher bin ich extrem vorsichtig, was angebliche 'Neuerungen' angeht.


    Wenn deine 'Erfindung' funktioniert, biete sie im Bereich der kommerziellen Fangindustrie an.


    Ich bin Angler und möchte den Fisch überlisten. Auswerfen und nix mehr tun, ist für mich kein Angeln mehr.

  • Moin..



    .. mein Senf dazu;

    Diese Art von "Mechanik" bzw. Selbst-Hak-Methode erfüllt jedes Feeder- oder Karpfen-Rig.


    Diese Feeder-/ Karpfen-Rigs stellt man auch anhand versch. Komponeneten auf die Beislaune der Fische ein.
    Trotzdem fängt sich nicht jeder Fisch selbst und man muß versch. Methoden mit kurzen/langen Vorfächern; versch. Köder und dergl. verwenden.


    Das mit dem Auslöser glaub ich nicht :-) .. Begründung: .. je nach Köder und Distanz treten enorme "Zugkräfte" beim Wurf, am Haken auf
    und du kannst keine "Mechanik"
    auf "sanft" einstellen, wenn die Beschleunigungs-werte beim auswerfen schon auf über 50g ansteigen (Boilie; Köderfisch; Hartmais; Tigernuß; Kartoffel; Wurm (aufgezogen),..).
    Enweder sanft, dann funktioniert das auch bei feinsten Bissen; funktioniert aber dann NICHT bei Distanzwürfen mit entspr. "schweren" Ködern;
    oder hart, dann kann man zwar weit auswerfen, der Fisch muß jedoch am Haken (hart) zerren.



    Der verwendete Begriff "schweres Wurfblei" entspricht Angel-Methoden für starke Strömungen oder Gewichten wie beim Brandungsangeln.
    I.d.R. angelt die Mehrheit der Süßwasserangler aber mit feinen Methoden und die Überschrift dafür könnte man mit "so fein wie möglich" benennen.
    D.h. aber auch.. feines Fischen mit feinen Schnüren und die haben nicht die Tragkraft für "schwere Wurfbleie".



    Alles was unter Wasser "arbeitet" ist nie "Witterungs- und verschmutzungsbeständig";
    selbst wenn die Dichtungen super sind und eine gewisse Zeit halten.


    Das Gewicht "wie ein schweres Wurfblei" könnte ich hier an keinem der Gewässer einsetzen,
    da das Ding nach dem auswerfen im Sediment verschwindet und der große "Platscher" dabei eher Fisch vergrämt als anlockt.


    Das schwierigste Verkaufs-Argument wird jedoch sein;
    erklär einem Angler,
    daß es sich lohnen soll, 20-30€ als Montage "blind" ins Wasser zu werfen.
    Jeder Ast, Steine, Unterwasserpflanzen, sonstige Hindernisse und jeder
    Fehlwurf übers Ziel hinnaus, die kosten Geld bez. "neuer Montagen"

    Schau dir an wie die Preise für Haken, Posen, Grundbleie, (Feeder-/Karpfen-)Rigs, Feederkörbchen, Wirbel, Kunstköder (Blinker, Spinner, Gummiköder,..) sind.
    Da kommen selten 5€ pro Montage bzw. 10€ pro Montage zusammen. Wenn eine 7€ Pose mal im Baum landet oder eine 8€ Feedermontage an einem Unterwasserhindernis
    abgerissen wird; dann sind die meisten Angler schon mal richtig sauer, weil i.d.R. die Montagen günstiger ausfallen ;-)


    Ich will dir hier echt kein Geschäft vermasseln!


    .. wieso baust du dieses "Anschlag-Wunder" nicht so um;
    daß man am es am Ufer "aufbaut";
    da (wie auch sonst üblich) die Schnur spannt,
    diese in dein Bauteil einhängt und es dann seinen Job erledigt?

    Man könnte es direkt montiert (montierbar) auf einem Rutenhalter (bank stick, rod holder) verkaufen.

    Damit kannst du die Probleme mit;
    - dem Gewicht für feinstes Angeln umgehen;
    - dem untersch. Wasserdruck ausweichen;
    - jedem feinstem Dreck ausweichen;
    - die Feinjustierung/Hublänge jederzeit am Ufer nachregulieren;
    - den Preis anderst "Gestalten" (weil es weniger offensichtlich verloren gehen kann)
    - etc.




    Gruß rüdl


  • Hallo,


    es gibt ja schon "Automatische Angelrutenhalter" die durch
    Schnurabzug ausgelöst und durch Federkraft angetrieben mit einer eingelegten
    Angel einen selbstständigen Anschlag durchführen. Die Weiterentwicklung wäre
    dann ein E-Motor mit Rutschkupplung (Ähnlich von E-Rollen) der dann
    selbstständig den Fisch an Land drillt. Technisch ist das nicht schwer zu
    realisieren.
    Haui006

  • Hallo rüdl,


    vielen Dank für deine Antwort, aber bei ein paar Dingen müsste ich nochmal "nachhaken" ;) :


    Diese Art von "Mechanik" bzw. Selbst-Hak-Methode erfüllt jedes Feeder- oder Karpfen-Rig.

    Diese Feeder-/ Karpfen-Rigs stellt man auch anhand versch. Komponeneten auf die Beislaune der Fische ein.
    Trotzdem fängt sich nicht jeder Fisch selbst und man muß versch. Methoden mit kurzen/langen Vorfächern; versch. Köder und dergl. verwenden.

    Ist das aber nicht recht kompliziert bzw. aufwändig und erst einmal mit Fehlbissen verbunden, bis man den Dreh raus hat und Fische fängt? Meine Erfindung wäre auch für Angler gedacht, die nicht so viel Erfahrung haben bzw. sich nicht so intensiv mit der Thematik beschäftigen wollen/können, sondern einfach ihren eigenen Fisch mit nach Hause bringen und essen wollen. Ein passionierter Vollblutangler wie du kommt früher oder später immer ans Ziel ;)



    Das mit dem Auslöser glaub ich nicht :-) .. Begründung: .. je nach Köder und Distanz treten enorme "Zugkräfte" beim Wurf, am Haken auf
    und du kannst keine "Mechanik" auf "sanft" einstellen, wenn die Beschleunigungs-werte beim auswerfen schon auf über 50g ansteigen (Boilie; Köderfisch; Hartmais; Tigernuß; Kartoffel; Wurm (aufgezogen),..).
    Enweder sanft, dann funktioniert das auch bei feinsten Bissen; funktioniert aber dann NICHT bei Distanzwürfen mit entspr. "schweren" Ködern;
    oder hart, dann kann man zwar weit auswerfen, der Fisch muß jedoch am Haken (hart) zerren.

    Dieser Problematik war ich mir bewusst, hier kannst du mir vertrauen, der Auslöser kann sehr fein eingestellt werden und trotzdem einem Distanzwurf mit hohen Kräften standhalten. Die Lösung dafür ist sehr einfach und sicher, bleibt aber erst einmal mein Geheimnis ;)



    Der verwendete Begriff "schweres Wurfblei" entspricht Angel-Methoden für starke Strömungen oder Gewichten wie beim Brandungsangeln.
    I.d.R. angelt die Mehrheit der Süßwasserangler aber mit feinen Methoden und die Überschrift dafür könnte man mit "so fein wie möglich" benennen.
    D.h. aber auch.. feines Fischen mit feinen Schnüren und die haben nicht die Tragkraft für "schwere Wurfbleie".

    Damit ein ausreichender Hakeffekt eintritt halte ich ein Gesamtgewicht der Vorrichtung von etwa 60g für den Süßwasserbereich für absolut ausreichend, da die in der Vorrichtung verbaute Feder bei deren Auslösung zu einer hohen Beschleunigung der Masse der Vorrichtung führt und Kraft = Masse x Beschleunigung. Die Kraft, mit der der Haken gegen das Fischmaul sticht, ist also um einiges höher als z. B. bei der Selbsthakmethode mit Haar und 60g Festblei. Und dort hab ich gelesen sollen mind. 80g verwendet werden.


    Woher kommt dieses "so fein wie möglich"? Kommt man den dann mit feinen Montagen auch weit raus? Wenn man die Vorrichtung mit 60g nicht so weit auswirft, halten doch auch dünnere Schnüre her oder?




    Alles was unter Wasser "arbeitet" ist nie "Witterungs- und verschmutzungsbeständig";
    selbst wenn die Dichtungen super sind und eine gewisse Zeit halten.

    Meine Vorrichtung hat keine Dichtungen, die Funktionseinheiten bzw. das Gehäuse läuft mit Wasser voll, aber es kommen keine größeren Verschmutzungen wie Ästchen, Pflanzen hinein, die die Funktion blockieren könnten. Alle Teile können dabei aus salzwasserfestem Edelstahl bestehen.



    Das Gewicht "wie ein schweres Wurfblei" könnte ich hier an keinem der Gewässer einsetzen,
    da das Ding nach dem auswerfen im Sediment verschwindet und der große "Platscher" dabei eher Fisch vergrämt als anlockt.

    Gegen die großen Platscher kann ich tatsächlich nichts tun, aber gegen das Verschwinden im Sediment kann es eine Ausführung geben, die Elemente mit Auftrieb besitzt, wodurch das Gewicht im Wasser deutlich sinken kann. Aber ich gebe zu, hier gibt es bestimmt gewisse Einsatzgrenzen.




    Das schwierigste Verkaufs-Argument wird jedoch sein;
    erklär einem Angler,
    daß es sich lohnen soll, 20-30? als Montage "blind" ins Wasser zu werfen.
    Jeder Ast, Steine, Unterwasserpflanzen, sonstige Hindernisse und jeder Fehlwurf übers Ziel hinnaus, die kosten Geld bez. "neuer Montagen"

    Ja das könnte wirklich ein Problem sein...





    Schau dir an wie die Preise für Haken, Posen, Grundbleie, (Feeder-/Karpfen-)Rigs, Feederkörbchen, Wirbel, Kunstköder (Blinker, Spinner, Gummiköder,..) sind.
    Da kommen selten 5? pro Montage bzw. 10? pro Montage zusammen. Wenn eine 7? Pose mal im Baum landet oder eine 8? Feedermontage an einem Unterwasserhindernis
    abgerissen wird; dann sind die meisten Angler schon mal richtig sauer, weil i.d.R. die Montagen günstiger ausfallen ;-)

    Ich will dir hier echt kein Geschäft vermasseln!

    .. wieso baust du dieses "Anschlag-Wunder" nicht so um;

    daß man am es am Ufer "aufbaut";
    da (wie auch sonst üblich) die Schnur spannt,
    diese in dein Bauteil einhängt und es dann seinen Job erledigt?
    Man könnte es direkt montiert (montierbar) auf einem Rutenhalter (bank stick, rod holder) verkaufen.

    So etwas gibt es schon falls ich dich richtig verstanden habe:


    https://www.ebay.de/itm/Neu-Ha…m:mRRL3rFCxBfKgWDHkTAxDvQ




  • Moin ...


    ...

    Ist das aber nicht recht kompliziert bzw. aufwändig
    und erst einmal mit Fehlbissen verbunden, bis man den Dreh raus hat und
    Fische fängt? Meine Erfindung wäre auch für Angler gedacht, die nicht
    so viel Erfahrung haben bzw. sich nicht so intensiv mit der Thematik
    beschäftigen wollen/können, sondern einfach ihren eigenen Fisch mit nach
    Hause bringen und essen wollen. Ein passionierter Vollblutangler wie du
    kommt früher oder später immer ans Ziel ;)

    "Kompliziert" ist das Angeln mit Feeder- oder Karpfen-rig's nicht;
    hat man erstmal begriffen, daß man nach dem Einwurf die ganze "Strecke"
    von der Rolle über die Rutenspitze -> über die Hauptschnur -> incl. Blei oder Futterkörbchen -> bis hin zur Hakenspitze aurichten ("spannen") muß;
    dann bekommt man auch die Resonanz bei einem Zupfer / Anbiss ;-)
    Streckt man nach dem Auswurf diese Strecke nicht, dann kriegt man oft die Zupfer am Köder gar nicht mit oder der Haken
    wird vom Fisch verschluckt und sitzt nicht wie gewünscht, vorne am Maul.

    Die Montage auf der Schnur einfach reinwerfen und nach x-Stunden wieder raußziehen kann bedeuten,
    daß man einen leer-ge-lutschten Haken vorfindet und seit x-Stunden einen blanken Haken "badet";
    oder man hat 10min. nach dem auswerfen schon einen Kleinfisch am Haken gehakt,
    jedoch hängt der da schon seit x-Stunden, weil keine Resonanz an der Rute/Pieper etc. ankam.

    Das sind dann die sogen. "Nichtfänger"/ "Zufalls-fänger, die du gerne mit deiner Erfindung ansprechen willst ;-)
    Aber,
    .. wenn man mit 22-200cm Vorfach-längen angelt,
    dann ist die "Streck-erstmal-die-Schnur-bis-zum-Haken"-Methode erfolgreicher,
    als einfach reinwerfen und abwarten.
    Ein Fisch muß bei der "Reinwerfen-und-Fertig-" Methode den Köder solange durch das Wasser kauen/lutschen/schieben,
    bis das Vorfach endlich gestreckt ist;
    .. erst dann kann man eine Biss-Resonanz (über den Stopper/Wirbel/Blei/Futterkorb/dergl.)
    bis an/in die Hauptschnur bringen und dann zBsp. die Rutenspitze wackeln lassen; den Pieper ertönen lassen.
    Liegt ein 70 oder 120cm Vorfach ungestreckt im Wasser; dann rechne mal aus, wieviel Spielraum der Fisch (nach Aufnahme des Hakenköder) hat; da kann sich ein Weissfisch lange drin aufhalten; mit dem Köder spielen und denselben zerlegen,
    ohne daß man auch nur die kleinste Spitzenaktion an einer Winkelpicker sehen kann.


    Beim Karpfen(grund)angeln werden die Rig's (Haken mit indirekter Köderpräsentation am sogen. Haar) per Gegengewicht (ca. 60-140g Blei für die Trägheit) angeboten
    und der Karpfen hakt sich selbst .. die Vorfächer sind i.d.R. sehr kurz (ca. 20-25cm)
    Beim Feederangeln kommen je nach Gewässerbeschaffenheit; Jahrezeit; Beißlaune; Fischart Vorfächer von 22-200cm zum Einsatz.
    Dabei werden Futterkörbchen von 10-ca.100g eingesetzt oder die Method-Feeder mit Kunststoffschalen und eingepresstem Futter (pellets) angewandt.
    Also mal 5-10g Futterkörbchen (Teelöffel voll Futter) mit feinster Schnur bsp. 0.14 oder
    auch mal Futterkörbe die eine Basis-be-bleiung von 80g haben + x-gramm Futter und langer Distanz.
    Beim Posenfischen angelt man mal mit 0,5g Tragkraft-Posen und mal mit 10g Waggler oder 6g Pose.


    Will dir hier auch nicht die Ohren vollsingen, das ganze Geschreibsel ist nur für das Verständnis der Thematik.


    Beim Feederangeln dient das Blei am Korb nur dafür, daß die Montage nach dem "auflösen" des Futters, aus dem Korb,
    an Ort und Stelle liegen bleibt;
    d.h. bis auf wenige Angeleien in Strömung oder Distanzen über 50m brauche ich in den Stillgewässern hier selten mehr als
    20-30g Bleigewicht am Futterkorb.

    Dieser Problematik war ich mir bewusst, hier kannst
    du mir vertrauen, der Auslöser kann sehr fein eingestellt werden und
    trotzdem einem Distanzwurf mit hohen Kräften standhalten. Die Lösung
    dafür ist sehr einfach und sicher, bleibt aber erst einmal mein
    Geheimnis
    ;)





    Damit ein ausreichender Hakeffekt eintritt halte
    ich ein Gesamtgewicht der Vorrichtung von etwa 60g für den
    Süßwasserbereich für absolut ausreichend, da die in der Vorrichtung
    verbaute Feder bei deren Auslösung zu einer hohen Beschleunigung der
    Masse der Vorrichtung führt und Kraft = Masse x Beschleunigung. Die
    Kraft, mit der der Haken gegen das Fischmaul sticht, ist also um einiges
    höher als z. B. bei der Selbsthakmethode mit Haar und 60g Festblei. Und
    dort hab ich gelesen sollen mind. 80g verwendet werden.




    Diese 60g wären mir zu schwer wenn es beim feinen Grundangeln auf Brassen; Güstern; Rotaugen; Aaland geht..
    und zu leicht, wenn der Bolie auf 60-80m Entfernung sein Ziel erreichen soll (Schnurmenge im Schlepptau auf 0.32-0.38mm Monofile gerechnet)



    Woher kommt dieses "so fein wie möglich"? Kommt man den dann mit feinen
    Montagen auch weit raus? Wenn man die Vorrichtung mit 60g nicht so weit
    auswirft, halten doch auch dünnere Schnüre her oder?




    .. dieses "so fein wie möglich" ist das Ergebnis von Erfolg und Niederlage;
    Bsp.; wenn der "Platsch-angler" mit der 10g Pose und einem 16er Haken immer weniger fängt,
    als der Kollege mit der 2g Pose und demselben 16er Haken (gleiche Köder);
    dann hat der mit der 2g Pose die bessere Methode gefunden.
    Bsp.; .. kriegt der Kollege mit derselben Methode/Köder/Haken, mit einer 0,14mm Haupt-Schnur dauernd bessere Fangergebnisse,
    dann schmeißen die anderen Kollegen ihre 0,25mm Hauptschnur runter und kriegen auch mehr Fisch zu sehen ;-)
    Bsp. .. wenn der Karpfenangler sein Lockfutter und seine Montage per "Futterboot" an die von ihm ausgesuchte Angelstelle bringt,
    dann sinken Futter und Blei einfach von der Wasseroberfläche zum Gewässergrund ab.
    .. "schießt" der Karpfenangler seine Montage ( Bsp. Rig + 100g. Blei + 8 Lock-Bolies im PVA-Netz ) mit der Rute auf den Angelplatz,
    dann gibt das einen ordentlichen Platscher und das Blei (
    Kraft = Masse x Beschleunigung) wirbelt viel weiches Sediment auf und dringt
    in den Gewässer"boden" ein.
    Da die Karpfen-rigs das Gegengewicht (Blei) für die Selbsthak-Methode brauchen,
    ist hier das
    "so fein ruhig wie möglich" über ein Futterboot gelöst.
    Das Blei dient der Selbst-Hak-Methode und sorgt dafür, daß die 80 bis 200m ausgelegte Angelschnur,
    nicht durch Strömung oder Winddruck vom Angelplatz gezogen wird.


    Meine Vorrichtung hat keine Dichtungen, die
    Funktionseinheiten bzw. das Gehäuse läuft mit Wasser voll, aber es
    kommen keine größeren Verschmutzungen wie Ästchen, Pflanzen hinein, die
    die Funktion blockieren könnten. Alle Teile können dabei aus
    salzwasserfestem Edelstahl bestehen.



    Greif mal bitte in einen Wassergraben, der keine Steinchen/Sand am Grund hat;
    diese feinsten Schlammteilchen dringen überall ein,
    da setzt sich sogar ein hochvernadeltes Vlies zu.


    Gegen die großen Platscher kann ich tatsächlich
    nichts tun, aber gegen das Verschwinden im Sediment kann es eine
    Ausführung geben, die Elemente mit Auftrieb besitzt, wodurch das Gewicht
    im Wasser deutlich sinken kann. Aber ich gebe zu, hier gibt es bestimmt
    gewisse Einsatzgrenzen.




    Auftrieb ist zu problematisch; denn bei Wassertiefen von 20cm bis ca. 20m (im Hafen) gibt das zuviel Gefummel.
    Da ist es einfacher "Flügel" oder dergl. Platte Bau-Formen zu nutzen, damit sich das Ding AUF den Grund legt.


    Ja das könnte wirklich ein Problem sein...








    .. wieso baust du dieses "Anschlag-Wunder" nicht so um;

    So etwas gibt es schon falls ich dich richtig verstanden habe:




    https://www.ebay.de/itm/Neu-Halterung-Au…xBfKgWDHkTAxDvQ



    Sorry, aber so ein Konstrukt ist etwas für Angler, die nur Aalruten haben und sich dauernd neue kaufen. :rolleyes:
    Das System ist zu "gefixt"; einseitig auf kurze Ruten ausgelegt.
    Bei Wind und langen Ruten ab 3-3,3m wackelt dieses Ding mehr rum als ein Lämmerschwanz.
    Lange Ruten ab 4m-7m kann das Ding gar nicht tragen/auslösen; zuviel Hebelwirkung, vor allem auf leichten Böden mit wenig Halt.
    Allein die Nähe zum Längs-Metall (Kratzer/Stöße beim Ruten ablegen bzw. aufnehmen..)
    und die ausschließliche Belastung des Rutenblank vor dem Rollenhalter sind nicht allround-tauglich.
    Überall verschraubte Stellen; Muttern; Kanten; Federn; also alles Stellen,
    wo sich jederzeit die Schnur verfangen/beschädigen kann;
    so eine Konstruktion ist absolut nicht praxisnah/alltagstauglich ausgeführt.


    Auch dieses System löst nur aus, wenn der Fisch die Strecke "Hauptschnur bis Haken" gestreckt hat und dabei
    die Entfernung zur Rutenspitze vergrößert. Für "Fallbisse"; also das Angeln am anderen Kanal-Ufer ungeeignet.



    Du wirst "den Anglern" nicht ihre bisherigen erfolgreichen Methoden "mal eben" ausreden können- Fakt! ;-)
    Ebenso kannst du nicht für jede Angelart; Gewässereigenschaften; Fischart etwas anbieten- Fakt!
    Also lass jedem seine Methoden / Montagen / Wurfgewichte / Ruten-Ablagemethode / etc. und
    biete das Anschlagwunder für dort an, wo der Umstand "fast" immer gleich ist;
    .. also der Umstand .. "da sitzt ein Angler
    am Ufer" neben seinen Ruten und wartet auf den "Ruck" :-)



    Wenn Du deine Anschlag-Konstruktion so umbaust;
    daß man die Rute vom Ufer aus (wie sonst auch .. mit der üblichen Montage !) ins Wasser werfen kann;
    danach die Rute ablegt .. ( egal ob auf Rod-Pot; Bank-Stick; Feederablage-Arm einer Kiepe; Erdspeer; 2 Rutenhalter, die 60-80-od.120cm weit auseinander stehen können/DÜRFEN !)
    .. "die Schnur-Strecke bis zum Haken" einmal streckt

    und als letzten Handgriff, die Haupt-Schnur deiner Konstruktion anvertraut;


    .. dann kannst du das DING fast für jede Angelart / Methode verkaufen
    denn "Anschlagen" muß man auch bei den Selbst-Hak-Methoden.


    Die anderen Vorteile für eine Anbringung am Ufer, wie keine Verluste durch Abriss der Montage etc.
    keine "Platscher" mehr, hab ich im letzten Posting genannt.

    Bring' dein DING von UNTER-Wasser auf Über-wasser, neben die Ruten und du wirst genug Abnehmer finden :gut


    Gruß rüdl

  • Hallo Mister X!
    Die von dir hier sehr grob beschriebene Technik -gibt es in jeden Staubsauger (Schnureinzug) oder Kfz. Sicherheitsgurt -also nicht unbedingt Neues.
    Be den Preis von 30,- Euro she ich auch keine Chancen - wer schmeißt schon blind 30,- Euro ins Wasser.


    Gruß Oldman

    Wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist,
    wirst du feststellen das man Geld nicht essen kann.

  • Für mich würde ich keinen Sinn zum kaufen eines solchen Hilfsmittels sehen, weil:


    - ich mit der Wahl des eingesetzten Bleis
    . Gewicht des Bleis
    . einsetzten des Bleis als Laufblei
    . Verwendung eines Krallenbleis



    - ich mit einem Laufblei und dem gewählten Gewicht beeinflussen kann ob sich der Fisch
    selbst anschlägt,
    außerdem sehe ich über die Rutenspitze (je nach sensibilität der Spitze) die Aktion


    - beim Krallenblei kann ich eine Vorspannung aufbauen, bei einem entsprechenden Biss schlägt
    sich der Fisch selbst an



    Aber wie hier schon genannt bin ich Angler und möchte meine Fähigkeiten erhalten, entwickeln usw.
    denn das macht ja gerade den Kick aus und das verstehe ich unter angeln.
    Sonst wäre die Alternative wirklich die Plasteflasche wie im Link von Wollebre :D:D:D
    Alles künstliche ist nicht mein Ding und ich versuche es zu vermeiden wo es nur geht.


    Aber es finden sich immer Abnehmer für alles. Versuche Dein Glück.


    Gruß Olaf

  • Selbst wenn das 1a funktionieren würde (woran ich nicht glaube, da du selber kein Angler bist und wirklich mitreden könntest)


    Todesurteil Nr.1 dafür:


    der Preis, da verangel ich doch lieber 20 Bleie wie einmal reinfeuern und durch nen banalen Hänger verlieren


    Todesurteil Nr.2 und zu dem Preis nicht in Kleinserie zu verhindern:


    absolute Dichtheit und Rostschutz



    Immerhin reden wir ja dabei, das Ding für bestimmte Zeit ins feuchte Nass zu legen.
    Schonmal gesehen wie simple Aalglocken nach paar mal Benutzung aussehen? Und die lagen nichtmal ansatzweise im Wasser :rolleyes:



    Aber mal davon abgesehen, wäre das wie angeln mit Autopilot.
    Will das wirklich einer der diesem Hobby fröhnt?
    Genau das reizt uns Angler doch dabei, sehen wie die Pose tuckelt und abtaucht, wie die Schnur von der Grundrute läuft...und ja, selbst den Moment des Anschlags bestimmen.
    Natürlich klappt das nicht immer, selbst nach jahrzehntelanger Erfahrung nicht, aber auch das macht nunmal angeln aus.
    Genauso wie überall woanders auch.
    Man lernt nunmal aus Fehlern und versucht sie beim nächsten Mal eben nicht mehr zu machen.
    Sicher wirds da immer wieder Situationen geben, wo man ganz sicher wieder nen alten Fehler machen wird, ist aber auch nur menschlich.
    Stell dir ähnliches mal beim Fussball vor, meinst da würde noch irgendwer das ansehen geschweige ins Stadion gehen, wenn es keine Überraschungen (Eigentore, Platzverweise, Torwart tunneln etc.) mehr dabei gibt ?
    Wenn alles immer zu 100% klappen würde wären wir Maschinen ohne inneren Antrieb und Seele.


    Wenn jemand zu 100% Fisch haben will sollte er besser die Knüppel in die Ecke stellen und sein Geld im nächsten Fischladen lassen, Erfolgschance garantiert. :-P



    EDIT: Nur mal für alle Beteiligten, es geht um sowas hier.


    Sofern du nicht selbst der Patentrechteinhaber bist, kann das sogar sehr teuer werden für dich. Im idealfall verdienste vielleicht ein wenig dran wenn du Großabnehmer begeistern solltest. Bei Kleinserien brauch man gar nicht drüber nachdenken. Da ist selbst Bleigießen oder Spinnerbau lukrativer

    Was ist der Unterschied zwischen Latein und Anglerlatein? Latein ist eine tote Sprache, im Anglerlatein wachsen die Fische aber noch.

    Einmal editiert, zuletzt von Eelcatcher ()

  • Nicht nur das.


    Schaut man sich das mal genauer an, wird jeder Angler schnell merken, das es so nicht funktionieren wird.


    Es basiert ja darauf, das die Schnur gespannt ist.
    Schön, aber was macht derjenige, welcher den Bügel offen lässt? :rolleyes:


    Die andre und sehr reale Sache ist, das nicht jeder Biss gleich abläuft, nicht jeder Fisch schießt gleich mal los und vor allem nie und nimmer mit gleich starken Zug.
    Was mach ich dann? Jedes mal neu justieren bringt ja nix, das Teil liegt im Wasser während der Biss kommt.
    Bei Fallbissen würde das Teil völlig versagen, das zeigt jeder simpelste Einhänger glasklar an..ja selbst Silberpapier.


    Beim Angeln gibt es nunmal soviele Variablen die man unmöglich in, wenn wirs mal mathematisch betrachten, 1 und 0 einstufen kann.
    Dazwischen gibt es tausende Nachkommastellen, die vor allem immer dann auftreten, wenn man felsenfest sicher ist, das läuft schon. ;-)

    Was ist der Unterschied zwischen Latein und Anglerlatein? Latein ist eine tote Sprache, im Anglerlatein wachsen die Fische aber noch.