• Ja genau degl,

    vor 48 Jahren habe ich die Sportfischerprüfung gemacht, danach immer die Fischereischeine gelöst. Anfangs 20 Jahre, danach ging nur 5 Jahre. Man konnte in Ruhe Angeln gehen ohne langes und lästige Verwaltungskram. Und heute hat der Staat das Angeln und Jagen so erschwert, dass einem die Lust vergeht. Das ist wohl in derem Sinne. Schade :(

  • Wenn immer mehr verboten wird, gibt es kaum noch Erlaubtes.
    All das, was Freude macht, wird eingeschränkt.
    Ist es da ein Wunder, dass die Aggressivität unter der Jugend immer mehr steigt?
    Früher hatten wir Spielzeugpistolen mit Knallpatronen. Damit haben wir Räuber und Gendarm gespielt. Waren bis die Straßenlaternen angingen draußen im Dreck.
    Wir spielten Cowboy und Indianer... Hatten Flitzebogen und Pfeile mit Gummipfropfen, und natürlich auch die Revolver mit der Rolle Knallpapier.
    Keiner von uns war aggressiv oder hat wirklich jemanden den Tot gewünscht... alles nur gespielt, Krimis im TV waren viel schlimmer.
    Aber es gab ja kaum TV. Erstes, Zweites, Drittes und DDR1!
    Und auch damals waren wir angeln. Es interessierte keinem. Aber es wurde genausoviel oder wenig Unfug getrieben. Meist weniger, weil man mit all den Freiheiten viel ausgelasteter war... Man kam gar nicht auf dumme Ideen.
    Aber natürlich haben wir auch Blödsinn gemacht... gehört dazu und lässt lernen.

    Dennoch: Das was verboten ist, reizt mehr, als das Erlaubte!

    Diese ganzen Verbote, Einschränkungen, Verordnungen, etc pp verursachen immer mehr Unzufriedenheit...
    Man muss sich dann nicht wundern, wenn rechte Ideologien -auch wenn es hohle Phrasen sind- immer mehr Anhänger finden!

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Addi, dass sehe ich und sicherlich andere (in unserer Altersgrupp) genauso. Leider ist die Welt durch das Internet und dessen schnelle Verbreitung bei negativen Nachrichten stündlich im Fordergrund. Wie sollen die jungen Menschen noch auf realistische und fernünftige Gedanken kommen, wenn stündlich dieser Mord- und Totschlag als normal bezeichnet wird. In unserem Alter hat es niemand interessiert, ob in China ein Sack Reis geplatzt ist, oder ob es einen Überfall mit Toten in Amerika gab. Das alles wird heute binnen Sekunden per sozial Medien an den Empfänger gesendet. Da kann doch keiner mehr positiv Denken und die Welt und seine Mitmenschen mit Vernunft sehen.

    Wir hatten noch die Gunst dieses zu erleben.

  • .....als uns vor 30 Jahren die "zukünftige Medienwelt" vorgestellt wurde, hab ich mit allem gerechnet, aber nicht damit, das so einige Multimilliardäre daraus erwachsen werden und uns alle damit "Dominieren" können.........doch stelle ich fest, das ich das Buch "1984" wohl nur überflogen hatte, denn "Big Brother is watching you" ist bittere Realität geworden und sogar noch perfider und freiwilliger, wie in jenem Buch beschrieben8-o8-o8-o


    gruß degl

  • Ich glaube, wir sollten lieber Angeln gehen und diese düsteren Gedanken und Prognosen anderen überlassen. Seht es positiv.

    Ein Sprichwort sagt:" Man lebt nur ein mal", aber es ist falsch interpretiert. Richtig wäre: "Man stirbt nur ein mal und lebt jeden Tag"

    Also wir werden es nicht ändern und dürfen uns unsere Gedanken an diese negativen Ergebnisse nicht messen.

    Last uns wieder über unser wunderschönes Hobby reden.:)

  • Addi Oh ja, das erinnert mich total an unsere Nachmittage draußen, Hütten bauen mit ein paar Brettern . Wir haben unsere Regeln selbst gemacht und Streit allein gelöst, und genau so Verantwortung gelernt. Heute ist vieles stärker geregelt, aber die Mischung aus Freiheit und Rahmen bleibt wichtig. Bei einem Familienwochenende haben wir sogar Ideen für mehr Zusammenhalt gesucht, z. B. abgestimmte Outfits entdeckt in einem Shop für gemütliche, abgestimmte Partner simpel, aber sorgt sofort für ein gemeinsames Gefühl.

    Einmal editiert, zuletzt von Mia99 (6. Februar 2026 um 10:04)

  • Mia99,

    Verantwortung entsteht durch soziale Lerneffekte, wobei Fehler gemacht und vermieden werden. Dies kann aber nur entstehen, wenn es gewisse esetzliche Einshränkungen, Bevormundung und selbdterkläende Verbote vermieden werden. Diese ständige Kontrolle und Einschränkungen seitens des Staates bewirkt genau das Gegenteil.

    Es gibt viele, die gerne einfach nur Angeln möchten, jedoch schon an vielen Vereinen mit irrsinigen Regelungen scheitern. Probeweise, Vereinszugehörigkeit, Jahresbeitrag, Arbeitsstunden usw. Sie wollten einfach nur mal versuchen zu Angeln. Anstatt diese Menschen an die Hand zu nehmen und mit ihnen die ersten Stufen zu erklimmen, werden sie mit Gesetzen, Verordnungen und Finger hoch von ihrem Interesse im Vorfekd abgewürgt. Leben und Leben lassen, Verständnis und ehrliche Kommunikation sind der Schlüssel zum Erfolg, was in unserem Land verloren geht.

  • Das Blöde: Es sind Wenige, die mit ihrem Verhalten dafür sorgen, dass am Ende Alle drunter leiden.
    Daher entstehen immer mehr Verbote, weil ein paar unvernünftig sind.

    Und was die Apps angeht: Die Jugend kennt bald kein Papier und Schreiber mehr. Wie lese ich auch oft von meiner Krankenkasse:
    eRechnung... weniger Papier, der Umwelt zu liebe!
    Das die Rechenleistungen mehr CO2 verursachen wird leider verschwiegen!
    Wichtig ist doch nur, dass wenn etwas elektronisch vorliegt, braucht man nur noch Personal, dass ggf auf Enter drückt, um einen Vorgang abzuschließen.

    Ich werde es nicht mehr erleben, aber die LebensberechtigungsApp ist in Arbeit.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948