Hi würde gerne in dänemark ein boot ausleihen. Würde gerne wissen ob ich dafür irgendwelche bootsscheine brauche ?
thx Exaf
Hi würde gerne in dänemark ein boot ausleihen. Würde gerne wissen ob ich dafür irgendwelche bootsscheine brauche ?
thx Exaf
Hej Exaf,
in der Regel kannst Du eine Boot in Dänemark, ohne irgendwelche Führerscheine und Vorkenntnisse ausleihen. Je nach Größe des Bootes erhälst du eine Enweisung in den Gebrauch, oder auch nicht, das liegt bei dem Verleiher. Also solltest du dich schon mit der Materie auskenne.
Wichtig zu wissen ist, dass du für das ausgeliehen Boot voll und ganz verantwortlich bist. Hier solltest du nicht deiner Haftpflicht Versicherung vertrauen, da diese nicht für geliehen Gegenstände haftet, also wenn was passiert zahlst du aus eigener Tasche.
Dann verlangt der Bootsverleiher immer eine Sicherheit, die du zurück erhälst, wenn das Boot in einwandfreiem Zustand zurück gegeben wird.
Bei größeren Booten muss du dem Verleiher in der Regel unterschreiben, dass du haftest und dass du das Boot nach internationalen Seefahrtsregeln benutzt. Sei da bitte vorsichtig, auch wenn der Verleiher dir sagt, das ist nur proforma.
Sollte etwas passieren, bist du dran und kannst dich dann nicht darauf berufen, dass du etwas nicht wusstes. Also solltest du dich auch hier auskennen. Zum Beispiel mit den Vorfahrtsregeln auf dem Wasser, mit den Seekarten, die Auskunft darüber geben wo du ankern darfst und wo nicht, wo das Schleppen verboten und wo erlaubt ist, zum Beispiel. Unwissenheit schützt auch in Dänemark nicht vor erheblichen Strafen.
Wenn du ein Fereinhaus buchst und das Glück hast, das dort ein Boot dazugehört, kannst du dies in der Regel auch nutzen.
Worauf die Dänen auf jeden Fall achten, ist das bei der Ausfahrt alle Personen auf dem Boot einen Rettungsweste tragen, egal wie gut oder schlecht das Wetter ist.
Solltest du bei der Ausfahrt zum Beispiel von einem Boot der Fischereikontrolle aufgebracht werden und es trägt jemand keine Rettungsweste, ist damit die Tour vorbei. Ihr werdet von dem Boot in Schlepptau genommen und in den nächsten Hafen geschleppt, wobei dieser nicht unbedingt der nächste Hafen zu Deiner Unterkunft sein muss. Dieser Abschleppeinsatz wird dir auch noch recht teuer in Rechnung gestellt.
Apropo schlechtes Wetter, sollte das Wetter schlecht sein, nebelig, diesig, regnerisch, oder gar windig, verzichte lieber auf eine Ausfahrt auch wenn es unter den Nägeln brennt. Da es dann oft sehr schnell geht bis das Wetter richtig kippt und die Ausfahrt dann zu einem lebensgefährlichen Unternehmen werden kann.
Auch hier wird es sehr teuer, wenn du aus Seenot geborgen wirst, da verstehen die keinen Spaß und das ist ja auch richtig so. Wer durch eigenes verschulden, oder Dummheit in Gefahr gerät muss auch blechen.
Denk immer adran, die See ist kein Tümpel, an dem auf jeder Seite gleich eine Anlegemöglichkeit ist. Sehr oft enden Ausflüge und nicht nur auf der Nordsee tödlich, weil der Hobbyskipper nicht auf ausreichende Sicherheit geachtet hat.
Wenn ich für meinen Teil auf der See, in der Regel Ostsee, mit dem kleinen Motorboot (15PS Motor) unterwegs bin, sehe ich immer zu, das ich das Land in Blickweite habe und mache mich sofort auf den Rückweg, wenn die Wellen aufbauen, bzw wenn der Wind zunimmt.
Wenn du ein Haus mit Boot bekommst und ein Motor liegt in der Hütte, erkundige dich auf jeden Fall verbindlich beim Vermieter, ob der Motor über Nacht wieder in die Hütte zurück muss. Früher war es kein Problem die Motore wochenlang an den Boot am Strand hängen zu lassen, leider hat sich dies in den letzten Jahren geändert. Bei uns am Strand wurden vor 5 Jahren in einer Nacht sämtliche Außenbord Motoren geklaut, die an den kleinen Booten dran waren, seit dem entfernen wir die Motore immer und schleppen die ins Haus, leider.
Wenn Du noch Fragen hast, raus damit.
GvH
Rainer
Moin Exaf,
jedermann/frau darf Freizeitboote
mit Motor bis 15m Länge ohne Befähigungsnachweis
führen.
Ausnahme sind „Speedboote.
Alles andere hat dir Havöred schon "verklickert".
Mit Petri Heil
Flunder