• Hallo Forengemeinde,

    angeregt durch eine Diskussion würd mich mal folgendes interessieren:

    Kann es sein, dass es unter Anglern weniger Leutz gibt, die beruflich studiert haben ? Allgemein ist mir aufgefallen, dass wenig Ärzte, Rechtsanwälte oder Bibliothekare angeln gehen. Ich denke die Entscheidung, Angler zu werden, fällt bei den meisten doch eher früher, als die Berufswahl.

    Ist Angeln eher der Sport der Handwerker und Praktiker ? Ich möchte hier darauf hinweisen, dass ich mit diesem Thread keinen Berufsstand beurteilen möchte, sondern dass mir das schon in die Richtung gehend aufgefallen ist.

    Wenn das so ist, an was könnte das liegen ? Sind naturverbundenere Menschen eher weniger unter Intellektuell interessierten zu finden ? Können Proffessoren dem Fische ausnehmen nichts abgewinnen ?

    Beim studieren meinte ich aber eher solche, die ned ein Handwerk studieren, da das bei mir eher als berufliche weiterqualifikation anzusehen ist ;o))

    Sollte ich jemandem mit diesem Thread zu nahe treten, ich hätt da noch einen strauss rosen als entschuldigung zum weiterreichen *fg*

  • Hallo,
    ich vermute es liegt daran, das viele "Studierte" in ihrem Beruf sehr stark eingebunden sind und einfach nicht mehr die Zeit zum Angeln finden. Ich kenne ein paar (Ärzte, Lehrer, u.ä.) und die kommen nur selten ans Wasser.
    Viele haben halt keinen 8Stunden Arbeitstag (außer vielleicht Lehrer ;) ) und auch kein richtiges WE, wenn ich da mal Ärzte als Beispiel nehme.

    Gruß
    Lücke

  • Hallo,
    ich denke das luecke es auf den Punkt gebracht hat,mangels Zeit wird der Hauptgrund sein,allerdings geht die studierte Obrigkeit häufig Jagen,Golfspielen oder besitzen eine Yacht oder verbringen die Zeit mit der Familie etc.

  • Besonders Jetzt während dieser Finanzkrise kann ich mir vorstellen wie zum beispiel ein Bänker oder so die Kurse genaustens verfolgt um kein kleines vermögen zu verlieren!!

    Angeln heißt nicht Fische greifen!!

  • Also ein Bänker würde dann sein iPhon mit zum See nehmen und wäre durchgängig informiert, wenn er denn 'Kapfen' angelt! :D

    Ich gebe auch Luecke recht.
    Angeln nimmt Zeit in Anspruch; Zeit, die Vielbeschäftigte nicht haben.
    VIele Selbstständige müssen an ihren freien Tagen die Geschäftsbücher mani....auf Vordermann bringen....! :D

    Und als Studierter, der dann auch einen Job in höheren Kreisen gefunden hat, bewegt sich in Bereichen, wo das Angeln als das Jagen des armen Mannes gilt! Man geht -wie es schon erwähnt wurde- lieber zur Jagd.
    Gut, hier muss man nicht überlegen, man setzt an und ballert los!

    Das ein Hobby bereits in der Kindheit oder Jugend sich entscheidet....nun ja. Aber im Laufe der Zeit kann man sich ja ändern.
    Wer von uns hat sich als Kind nicht all die Dinge vorgestellt, die er jetzt nicht mehr auslebt!

    Aber man fällt bei solchen Diskussionen auch leicht in ein Klischee ab.
    Vielleicht gibt es genug 'studierte', sie prahlen jedoch nicht darüber, was sie sind!

    Und außerdem: Unter Anglern sind wir alle gleich!!!

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

    • Offizieller Beitrag

    Addi,

    Zitat

    Und außerdem: Unter Anglern sind wir alle gleich!!!

    bist du dir da sooo sicher?
    Übrigens mein Orthopäde ist Angler.
    Mit Petri Heil
    Flunder

    Watt wär`n wa ohne Wattwurm??

    SAV Kanalfreunde Kiel e. V.

    7564-logo2021aa-png

    Wieder auf der Insel: ... gebucht vom 24. 04. 21 bis 30. 04. 21

    wir haben abgesagt.

    Der Müll muss mit !!!


  • Moin Jürgen

    Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!!! :D :D

    Manche sind halt gleicher (oder wollen es sein!).

    Am Ende jedoch ist es den Würmern egal. Ihnen schmeckt der arme Schlucker genauso, wie ein Studierter!

    Oder anders gesagt: Wollen wir angeln oder unser Dasein zur Schau stellen?
    Wer mit Fotos am Gwässer erscheint: Meine Rute, Meien Rolle, Meine Gute, meine Olle!!! der wird sicher bald allein angeln!!!

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • klischee............. jepp das hab ich auch gedacht, drum hab ich das thema mal zur diskussion gestellt.

    Auch ist mir aufgefallen dass die genannte spezis wenig in foren und chats anzutreffen ist.

    zeitmangel........... ja okay lass ich gelten, allerdings wenn ich z.b. sehe wie oft mein hausarzt im jahr urlaub hat nur bedingt ^^

    Bei rechtsanwälten denk ich mir, gibts auch bürozeiten und auch wochenenden. Klar haben die keine 35 std woche wie unsereins.
    Aber Germanistik Studenten, Biologie Studenten etc. die sich bisweilen dann bei greenpeace engagieren oder politisch engagieren.......... hm

    Mal schaun, vielleicht outet sich ja noch ein forenmitglied als studierter angler ;)

  • oweiha,

    hier fliegen die Klischees aber ganz schön um die Ecken.

    @Udo;

    Zitat

    Und als Studierter, der dann auch einen Job in höheren Kreisen gefunden hat, bewegt sich in Bereichen, wo das Angeln als das Jagen des armen Mannes gilt! Man geht -wie es schon erwähnt wurde- lieber zur Jagd.

    na, na alter Haudegen - das geht ja denn mal ein bisserl zu weit. Bitte niemals andere Hobbys unterschätzen. Ein Jäger muß, wie ein Angler, auch allerhand lernen und wissen.

    Mal eine Frage ? Welches Studium zählt eigentlich ?

    Ich oute mich dann auch mal als Studierter. Mit gleich zwei Studien !!

    Im Übrigen; ich kenne auch genug Nichtstudierte, die mit dem Angeln nichts am Hut haben.


    Gruß
    Osmar

  • Moin Osmar,

    Wie schon geschrieben, ich dachte eher an Nicht-Technische Studienberufe. Ein Studierter Maschinenbauer z.b. würde ich dann eher in die sparte berufliche weiterqualifikation stecken.

    Sag einfach ma was du studiert hast, dann schaun ma ob ma dich gelten lassen *lol*

    @ all

    Jägerprüfung: Sollte da wer der meinung sein, dass die nur ansatzweise was den stoff betrifft, was mit unserem sachkundenachweis zu tun hat, is aber ma mächtig aufm Holzweg ;)
    Das, das jagen was für die oberen 10 000 is, ist wohl auch scho a bisserl her, und wenn überhaupt, dann wohl eher wirtschaftlich gesehen ;o)

    Klar, möglich kann sein, dass prozentual mehr "unstudierte" leutz angeln, da die prozentual auch stärker vertreten sind.
    Aber wir haben BWL studenten dass die schwarte kracht, und ich kenn aber ned einen der angelt ;o))

  • Hi All,


    meine Erfahrung zeigt das es doch ganz ausgeglichen ist. Wir haben sogar Professoren im Verein.
    Wobei man sagen muss dass die eine hälfte sehr aktiv angelt und die andere sich politisch sehr engagiert.
    Die wiederum weniger angeln.
    Aber es gibt auch Handwerker die kaum angeln.
    Außerdem ist der Faktor Zeit ist denke ich nicht zu unterschätzen.

    Petri Maik

  • Moin,

    also ich kenne eigentlich mehr studierte als z,B. Handwerker die angeln.
    Bei den Studierten ist es eher so dass die sogar mehr Zeit zum Angeln haben als z.B. ein Handwerker. Mal abgesehen von den Handwerkern die ganz untenn in der Nahrugskette stehen. Die reißen meisst ihre 40 Stunden die Woche ab und damit bleibt noch genug Zeit zum Angeln.

    Ich selbst bin Handwerker und als Meister und Bauleiter in der mittleren Führungsebene. Ein 12 bis 14 Stunden- Tag ist für mich eher die Regel als die Ausnahme. Wenn ich mal pünktlich Feierabend mache bzw. nur eine Überstunde am Tag weil ich mal zum angeln will, hab ich schon ein schlechtes Gewissen. Da kann man sich dann ausrechnen wie oft meine studierten Bekannten im vergleich zu unserereins am Wasser sind.


    Gruss

    Jan

  • Nuja....... also pauschalisieren darf man da sicher ned. Wenn ich bei uns die oberärzte im KH sehe, was die für stundenschichten fahren , mit bereitschaft und allem....... da reichen 14 std nirgends hin......Am wochenende dann noch notarztdienste zum die kasse a bissl aufbessern...... ne also wirklich viel zeit haben die ned......

    Zitat

    Mal abgesehen von den Handwerkern die ganz untenn in der Nahrugskette stehen.

    ..... geiles statement *lol*

    Vielleicht liegts aber an meinem umfeld, dass ich wenige studierte kenn ^^
    oder am umfeld jedes einzelnen ;o)

    Wenn ich mir teilweise vereinsbeiträge von 1000€ anschau, wunder ich mich ned wenn in solchen vereinen dann auch nur kleine Dr. Mangs angeln gehen *lach* aber in den kreisen verkehr ich nicht.

    Ich hätt gedacht, dass wenigstens einer hier sich outet ;o) aber da wär ja die bilanz dann scho sehr deutlich *sfg*

  • "Mal abgesehen von den Handwerkern die ganz untenn in der Nahrugskette stehen"

    Geld allein macht nicht glücklich...

    Harry.

    Ich kenn fast nur Brummis die Angeln und hier einpaar mit denen man Kontakt hat mehr brauch ich auch nicht kennen.

    Obwohl, einen Student kenn ich, aber mit ihm Angeln nur wenn ich Orupax hab ):-P

    Leben heißt auch Risiko, große Ziele, große Opfer, Garantien gibt’s nirgendwo.
    Keiner, ist besser als der andere, denn der Tot wartet aufjeden....

  • so ein wenig habe ich das Gefühl, dass das Ding hier irgendwann in eine falsche Richtung laufen könnte. So nach dem Motto; "Studierte gehören automatisch zu den "Oberen" und haben mit dem sogenannten"einfachen Mann" nichts am Hut".

    Also ich habe Finanzökonomie studiert.Wenn es denn möglich wäre, könnte ich mich mal als Bundesfinanzminister bewerben. Tue ich aber nicht, weil ich mit der ganzen Parteien-Kacke in Deutschland nichts zu tun haben möchte.
    Dann habe ich noch ein Sonderstudium abgelegt im Bereich Sozialversicherung. Das würde man heute einen Betriebsverwaltungswirt nennen.

    Ja Perfusor, also nichts, was in die technische Richtung geht.
    Und da sogar wir beide miteinander auskommen, gehe ich mal davon aus, dass ich völlig normal bin :D
    Aber eigentlich stimmt das mit der Normalität ja gar nicht, weil alle Angler, egal ob sie studiert haben oder nicht, irgendwie ein Rad ab haben.

    Gruß
    Osmar

    Einmal editiert, zuletzt von Osmar (30. Dezember 2008 um 23:15)

  • Moin osmar,

    also dass der thread ausm ruder läuft, find ich nicht ;o) dass in dem Thema potential steckt is mir bewusst, aber ich denk wir sind alle soweit erwachsen, dass wir damit keine wertung verbinden (ich zumindest nicht)

    Dein studienberuf ist doch jetzt mal genau das, was ich gemeint habe. Das wir mitnander auskommen hat nichts damit zu tun, dass du normal bist, sondern ich tolerant bin ):-P

    Vielleicht besteht auch die möglichkeit, dass z.b. viele akademiker in der jugend viel fürs fischen übrig hatten, aber das irgendwann eingeschlafen ist, vielleicht auch aufgrund zeitmangel ;o)

    Ich nenne angeln immer ähnlich einem virus..... entweder man hat ihn oder man hat ihn ned ;o)) Vielleicht isses drum für mich ned so ganz nachvollziehbar wenn einer unser hobby hinten lässt......

  • ach Harry,

    Zitat

    Das wir mitnander auskommen hat nichts damit zu tun, dass du normal bist, sondern ich tolerant bin

    auf jeden Fall bist Du schlagfertig und das gefällt mir ganz gut.

    Ich denke, dass viele Studierte zunächst, wie ich übrigens auch, das Angeln, wie viele Außenstehende, als etwas total langweiliges ansehen.
    Dazu kommt auch noch das Vorurteil der Tierquälerei etc.

    Ich erlaube mir mal etwas aus meiner HP hier reinzukopieren:

    Das Hobby Angeln jemandem zu vermitteln, der noch nie geangelt hat, ist eine schier unlösbare Angelegenheit. Dem Nichtangler stellt sich der Angler als ein Typ dar, der irgendwo an einem Bach-, Fluß,- See-oder Strandufer gelangweilt steht oder auf einem mehr oder weniger bequemen Sitzutensil stundenlang verharrt und seine Angel anstarrt, als gäbe es nicht Besseres in der Freizeit zu tun. Dem Außenstehenden wird man nie verständlich machen können, was in einem Petrijünger vorgeht, wenn der Anbiß des Fisches erfolgt ist und nach einem gelungen Drill der Fisch eingeholt wird. Für den Angellaien ist der Angler ein blutrünstiger Fischmörder, der keinerlei Mitleid mit der Kreatur Fisch empfindet und nur seiner Jagdlust nachgeht. Diesen Menschen ist nicht bewußt, dass Angler das ganze Gegenteil davon sind. Sie sind naturverbundene Menschen, die ständig bemüht sind ihr Wissen um die Beute Fisch und der damit verbundenen natürlichen Verhältnisse zu erweitern. Ausdruck findet dieser Respekt in vieler Hinsicht. Durch den Erwerb des Fischereischeines, wo theoretische Grundlagen geschaffen werden, die Mitgliedschaft in Vereinen und Verbänden, die sich mit der intensiven Hege und Pflege der Fischbestände beschäftigen sowie das waidgerechte und umweltbewußte Handeln am Angelplatz. ....

    Studierte sind eben auch nur Menschen.


    Gruß
    Osmar

  • Zitat

    Original von Osmar
    Studierte sind eben auch nur Menschen.
    Osmar

    Hallo Ihr!

    Nee, aus dem Ruder läuft hier schon nix - außer vielleicht die Betrachtungsweise... Was, z. b., sind "Studierte" ???

    Der Harry hat z. b. die Techniker, Maschinenbauer etc., schon mal ausgenommen. Sind halt Praktiker, aber studieren mussten sie trotzdem.

    Vielleicht sind eher die Geisteswissenschaftler gemeint - und dann würde ich Euch recht geben: Mangelware, oder die outen sich nicht.

    Ein Vorurteil gilt es aber auszuräumen: Ein Hochschulstudium garantiert noch lange, lange lange nicht den Zugang zu gut bezahlten Jobs, ich meine, richtig gut bezahlt. Nix mit Arzt im Praktikum (3000 € ) oder angestellter Architekt im Halsabschneiderbüro (2500 €) oder die ganzen BWLer: Kriegen heute weniger, als ein alter Fuchs mit einer soliden Kaufmannsausbildung.

    Zur Frage selbst: Wer "an der Sonne" ist, der genießt. Der angelt auch, notfalls für 5000 Ocken im Jahr. Oder "Big Game", auf aussterbende Marline. Egal, man kann sich´s leisten. In einem Angelforum triffst Du "den" nicht...

    Ansonsten: Herr Notar von nebenan und Firmenchef XY angelt bestimmt auch, hängt das aber an keine Glocke.

  • Zitat

    Mal abgesehen von den Handwerkern die ganz untenn in der Nahrugskette stehen.

    *lol*, in welchen Höhlen wollte manch einer studieren wenn die Handwerker nicht wären? Bestimmt in Tropfsteinhöhlen, da bekommt man das Naturwissen direkt auf die Plautze. Und die Bänker lernen das zählen und rechnen wenn se laufend gegen Stalakmiten und Stalaktiten rennen.

    MfG Krabat