Gedanken Zu Den 2-Unleids-AnglerThemen!

  • @ AOT-Onlineteam; @ AOT-Moderatorenteam; @ ALL!
    1. Da ich nicht genau weis, wohin mit diesem Thema; packe ich es mal
    in den Stammtisch! Bei Bedarf bitte verschieben; bei möglichem Foren-
    verstoss, die ausdrückliche Bitte um Löschung!
    2. Mit diesen; durch mich formulierten Gedanken; möchte ich ausdrücklich
    weder Stellung beziehen; noch die zurecht befürchteten Diskussionen um
    diese Unleidsthemen vom Zaune brechen! Ganz im Gegenteil; ich hoffe das
    dadurch der Eine oder der Andere einmal seine Signatur überdenkt, oder
    aber einmal seine Einstellung zum Angeln und somit zur Kreatur Fisch revidiert;
    ebenso natürlich auch die Einstellung zu den Gesetzen und zu dem
    Respekt, welchen man anderen Menschen schuldet; welche mittel- oder
    unmittelbar durch das Ausüben des Angelns berührt werden!
    3. Meiner-Einer hatte in einem anderen Thread angekündigt, zu diesen Themen
    einmal etwas zu Verfassen! Da der zeitliche Abstand zu diesem Thread nun
    gross genug ist; und somit auch die nötige emotionale Ruhe eingekehrt ist;
    werde ich die Gelegenheit nutzen!


    Es geht zum Einen um das Hick-Hack mit C&R; und zum Anderen um das
    Schwarzangeln!
    Es gibt mehr als 100 Gutachten Pro und Contra in Bezug auf das Schmerz-
    empfinden der Fische! Bei gut 80% dieser Gutachten fällt sofort auf, dass es sich
    hierbei um ein sogenanntes Ausschlussgutachten handelt; und dies in beiden
    Richtungen! Für die, die vielleicht nicht wissen, was ein Ausschlussgutachten ist
    = Das Ergebnis steht von Anfang an fest; nach dem Motto: Wessen-Brot-Ich-Ess;
    Dessen-Lied-Ich-Sing! Ebenso spielt natürlich auch der Lobbyismuss = Eigen-
    Interesse eine Rolle!
    Wo Meiner-Einer noch zur Schule ging, gehörten eine Vielzahl von Experimenten
    zum Biologieunterricht. Vor diesen Dingen konnte man sich zu damaliger Zeit
    nicht drücken; die Teilnahme war Pflicht, über Sinn und Unsinn wurde nicht diskutiert!

    EXPERIMENT!!!


    Man nehme also eine Fischart, welche allgemein dafür bekannt ist, dass sie in Gefan-
    genschaft sehr zutraulich wird. Darunter fallen z.B. alle Karpfenartigen. Diesen Fisch
    gewöhne man zuerst an die Hand, dann an einfache Berührungen. Im Anschluss
    steigert man den Berührungsdruck soweit, dass er dem Ausstreifdruck gleichzusetzen
    ist. In aller Regel hat man nun einen handzahmen Fisch, welcher auch einen etwas
    derberen Umgang nicht als unangenehm empfindet. Nun wird es für den Fisch etwas
    unangenehmer, da er nun mit einem Streichholz und einer Stecknadel in Kontakt ge-
    rät. Die Stecknadel treibe man der Länge nach durch das Streichholz; und zwar so-
    weit, dass ca. 0,5-1,0mm der Stecknadelspitze aus dem Streichholz schauen (Schieb-
    lehre benutzen!). Dann gehe man mit dem Miniatur-Pikser an den im Wasser befind-
    lichen Fisch und pikse ihn. Der Fisch findet dieses so toll, dass er diese Person nicht
    mehr aushalten kann. Mehrere Wochen kann sich diese Person auch nicht mehr dem
    Aquarium nähern, ohne dass der Fisch panisch flieht. Kann sich also auch erinnern.
    Andere Personen können diesen Fisch nämlich weiterhin streicheln/berühren, somit
    ist dies nicht nur eine einfache Verknüpfungshandlung.
    Weiterhin geben es ja auch genügend Angelzeitschriften mit DVD. Da gab es einmal
    einen Redakteur, welcher einen Zander und einige Plötzen/Rotaugen in einem Aqua-
    rium hielt. Der Untergrund bestand aus extrem feinem Kies, welchen der Zander bei der
    bodennahen Nahrungsaufnahme mit abschluckte. Resultat = Plötze ausgespuckt und
    schmerzhafte Erstickungsanfälle seitens des Zanders; weiterhin nahm der Zander an
    dieser Bodenstelle/Untergrund keine Plötze mehr an, egal ob lebend oder tot! Selbiges
    lässt sich z.B. bei Hechten und Barschen als Nahrung beobachten: einmal negativer
    Kontakt mit Barsch = nie mehr Barsch! Diese Beispiele lassen sich stundenlang weiter-
    führen. Deshalb nur noch eines, bezogen auf Bachforellen und das receptorische
    Seitenlinienorgan. Hierdurch kann eine Bachforelle solche Schmerzen erleiden, dass
    sie nicht mehr dazu zu bewegen ist, bachaufwärts zu ziehen, um abzuleichen. Dies
    geschieht überall dort, wo fehlerhaft gebaute, künstliche Tosbecken vorhanden sind.
    Hierbei handelt es sich nicht um eine durch Überreizung ausgelöste Fehlorientierung,
    welche den Fisch daran hindert seinen Weg zu finden; sondern um einen kreatürlichen
    Schmerz, welcher die Forelle dazu bringt, bei Erstkontakt mit einer solchen Örtlichkeit
    am Tosbeckengrund sich seiner Milch/dem Rogen zu entledigen! Im nächsten Jahr
    versuchen sie dann an einem tiefer gelegenen Fluss-/Bachabschnitt dem Laichgeschäft
    nachzugehen. Erst beim 3-4 Aufstieg nach dem Erstkontakt mit solchen Örtlichkeiten,
    versuchen sie als Fehlsteiger andere Laichgewässer zu finden.Dies ist auf der einen
    Seite zwar gut für die genetische Vielfalt, auf der anderen Seite fehlt allerdings für bis zu
    4-Jahren die natürliche Nachkommenschaft!

    Schwarzangeln!!

    Einige Mitglieder und auch meine Person, haben schon des öfteren darauf hingewiesen,
    dass es in diesem, unserem Lande keinerlei Grund und somit auch keinerlei Rechtver-
    tigung für das Schwarzangeln 1. von Kindern, welche altersbedingt noch nicht der
    Jugendfischereischeinpflicht unterliegen gibt. Eine Vielzahl der Bundesländer sieht
    hierfür, im Rahmen einer Sonderfischereiverordnung, Sonderregelungen vor. Damit
    sollte man sich einmal als denkendes Wesen beschäftigen. Die Einzigen, die sich damit
    etwas schwerer tun, dass sind in aller Regel Angelvereine. handelt es sich bei den
    Vereinsgewässern um Pachtungen aus kommunalem Eigentum, so ist dies; kleiner Tip;
    sogar einklagbar. Anders sieht es aus, wenn diese Gewässer Eigentum des Vereins,
    oder einer anderen natürlichen Person sind.
    2.Auch eine Person, welche entweder schon der Jugendfischereischeinpflicht, oder aber
    der vollen, uneingeschränkten Fischereischeinpflicht unterliegt, kann in den meisten
    Bundesländern als Helfer/Hilfsperson mitgenommen werden. Auch hier selbiges hin-
    sichtlich Angelvereine. Was allerdings zu beachten ist; diese Person darf einen Fisch
    weder Töten, noch darf diese Person den Fisch abködern ( Beamtendeutsch), also
    abhaken. Diese Person darf allerdings einen, durch einen Fischereiausübungsberech-
    tigten abgeköderten/abgehakten Fisch aufbrechen und ausnehmen = versorgen.
    Weiterhin darf diese Person auch den Fisch bei der Anlandung durch den Fischerei-
    ausübungsberechtigten Keschern, da der Fischereiausübungsberechtigte ja die Angel
    hält/den Fisch drillt. Einige wenige Bundesländer gestatten sogar das Angeln in der
    Form, dass die Begleit-/Hilfsperson alle Tätigkeiten des aktiven Angelns ausüben darf,
    mit Ausnahme des Abköderns/Abhakens und des Tötens des Fisches. Ansprechpartner
    für solche Thematiken sind die Landesfischereiverordnungen und die betreffenden
    Unteren Fischereibehörden/Ordnungsämter. Fast alle Bundesländer verfügen über
    entsprechende Landesfischereisonderverordnungen und auch; nochmals kleiner
    Tip; Sonderfischereischeine. Also sich damit vielleicht einmal ernsthaft auseinander-
    setzen. Nicht nur immer die gleichen/selben ermüdenden Beiträge/Fragen/Rechtfertigungen verfassen; oder aber Personen, welche es gut mit einem meinen, beleidigen oder als
    rechthaberisch/besserwisserisch bezeichnen. Man sieht also, es gibt viel zu Tun, also
    lassen wir es liegen; sonst artet das noch in Arbeit aus! Fest steht allerdings, dass
    Schwarzfischerei sich weder lohnt, noch das diese nötig ist!

    In-Diesem-Sinne ... Bis-Dahinne ...
    Grüsse; Petri; Schnur-Und-Rutenbruch ...
    Lasst-Leine-Fliegen ... Ihr-Schnur-Schnieper!!!

    p.S. Natürliche, in freier orthographisch - gramattikalischer Wildbahn auftretende Fehler
    dürft Ihr alle gerne C&R-len, oder aber einer sonstigen Verwertung zuführen!!!

    Angeln für die Pfanne/ für den Kochtopf !!!

    Einmal editiert, zuletzt von Der Fehlerteufel (17. März 2009 um 17:53)

  • Hallo Fehlerteufel,

    trotz Deiner einleitenden Worte ist mir nicht klar geworden, was Du hiermit denn bezwecken willst.

    Eins siehst Du richtig: Eine C&R-Diskussion werden wir hier nicht aufkommen lassen.

    Zu den Themen Fischgerechtigkeit (Ethik), und Gesetzestreue vertrittst Du eine Meinung, die der meinigen durchaus nahe kommt.

    Nur: Vor ganz kurzer Zeit hat sich das Forum sowohl über Schmerzempfinden als auch über das Schwarzangeln in epischer Breite ausgelassen. Beides Themen, in denen grundsätzlich in einem offenen Forum keine Einigkeit erzielt wird - und auch nicht erzielt werden muss. Ein Thread läuft sogar noch.

    Ich denke, Deine Gedanken sind durchaus ehrenwert; aber sollen wir wieder von vorn anfangen, weil du ein Elaborat verfasst hast?

    Die Antworten werden´s zeigen.

    MAX

  • Richtiger Gedanke,aber verschwendete Zeit,da diese Themen schon 100 mal durchgekaut sind.Du wirst zu diesen Themen keine 5 einheitliche Meinungen erhalten.Gruß und ein dickes Petri Oli

    Leidenschaftlicher Raubfischangler

  • @ einssiebzig! & hallo ALLE!
    Hallo erst einmal! Erreichen will ich dadurch eigentlich nur,
    dass die Betroffenen einmal NACHDENKEN anstatt DISKU-
    TIEREN / RECHTFERTIGEN / BEGRÜNDEN; wo gar kein
    Bedarf besteht, solches zu tun, da es ja eine klare und allgemeine
    Sachlage = staatliche Regelungen gibt! Meine Einlassung möchte
    ich somit im günstigsten Falle nur als Hilfestellung / Denkanstoss
    im privaten, geistigen Kämmerlein verstanden wissen, da es im Grunde
    nichts zu BEGRÜNDEN / DISKUTIEREN / RECHTFERTIGEN gibt; ausser
    man möchte gerne nach dem Motto Leben; dass ein jeder Tun und Lassen
    soll, was er will ... nur niemand das, was er soll!

    Grüsse; Petri; Schnur-Und-Rutenbruch ...
    Lasst-Leine-Fliegen ... Ihr-Schnur-Schnieper!!!

    Angeln für die Pfanne/ für den Kochtopf !!!

  • Hallo Leute, hallo Fehlerteufel,
    erstmal vorweg, in puncto Schwarzangeln stimme ich dir voll und ganz zu! Obwohl man das für die "Zielgruppe" auch etwas einfacher hätte formulieren können... ;)

    Dann was grundsätzliches zum anderen Thema, ich habe mich mit dem Thema schon sehr intensivst beschäftig und manche Nacht dran rumgegrübelt das mir schon oft der Kopf geraucht hat... :rolleyes:

    Es gibt 3 Gruppen, die extremen pro und anti C&R Aktivisten, beide sind fast unbelehrbar und eine sehr kleine Gruppe die den "gesunden Kompromiss" sucht, dazu gehöre ich auch!
    Die beiden erstgenannten Gruppen haben es leider immer noch nicht begriffen, ich will sie mal als starrköpfig bezeichnen. Beide haben noch nicht begriffen das sie nicht ohne einander "existieren" könnten. Da kann ja jetzt jeder selbst drüber nachdenken was ich damit meine... ;)

    Zum "Experiment", ich könnte dir jetzt hunderte, auch unabhängige Experimente nennen bei denen das Ergebnis in die andere Richtung ging, besonders bei der "Schmerzuntersuchung" bei Fischen, z.B. im Bereich der Mäuler, usw...
    Meiner Meinung nach werden den Fischen mehr Fähigkeiten zugesprochen als sie eigentlich haben, sie werden quasi schlauer gemacht als sie eigentlich sind. Außerdem werden sie "vermenschlicht", man spricht ihnen quasi menschliche Züge und Verhaltensweisen nach, die aber keine sind, der selbe Fehler wird alzu oft in der Haustierhaltung gemacht... :rolleyes:
    Andererseits frage ich mich dann, wenn "Kochtopfangler" mit dem "Schmerzempfinden" argumentieren und mit Experinenten die du genannt hast, wie kann man es denn dann noch über Herz bringen nem Fisch auf den Kopp zu kloppen... ;) :D
    Mal ein "Gegenexperiment" von mir selbst: Ich sass mit mehreren Angelkollegen (Karpfenangler) an einem See, ein Freund von mir fing einen 14Pfündigen Karpfen. Ich traf darauf eine Absprache mit dem Fisch, wenn er so viele Fähigkeiten hat wie einige behaupten sollte er mich auch verstehen:" Hallo Fisch, wenn dir der Fang gerade nicht allzu viel ausgemacht hat und du jetzt nicht in einen manischen Starrezustand fällst, aufgrund deiner minimalen Maulverletzung, sei doch bitte so lieb und beiß auch noch an meiner Rute an." :D ;)
    Leider ging das Experiment schief, er hatte mir wohl nicht richtig zugehört ?-( , er biss nicht an meiner Rute an, sondern 2 STunden (!!!) später an der Rute meines anders Angelkollegen... :rolleyes:
    Soviel also zur "Klugheit" der Fische -> Sie können nichtmal richtig zuhören! :D ;)
    In diesem SInne...

    Gruß
    Lücke

  • moin zusammen,
    ich persönlich halte inzwischen sämtliche Diskussionen zu den von Fehlerteufel genannten Themen für völlig überflüssig, weil es dazu ganz klare und recht eindeutige Regelungen gibt. Sowohl bundesweit geltend als auch für die jeweiligen Bundesländer.
    Dabei tritt immer wieder das Problem auf, dass hin und wieder der Inhalt von Gesetzen und Verordnungen für den Normalbürger nicht verständlich sind. Dies deshalb, weil das Juristendeutsch nun einmal eben nicht so einfach verständlich ist.

    Will damit sagen; eigentlich genügt es , sich an die Gesetze zu halten und dann gibt es auch keine Diskussionen.

    persönliche Anmerkung zur Intelligenz von Fischen und Schmerzempfinden- und Verhalten:
    lieber Luecke, ich kenne genug Menschen, die sehr wohl über ein Schmerzempfinden verfügen und sich dennoch prügeln oder sich gar an allen möglichen und unmöglichen Stellen piercen lassen. Sind sie deshalb weniger intelligent ? Oder tun sie das, weil sie es wollen und den Schmerz hinnehmen ? ( ist ja nur vorübergehend)

    Die von Fehlerteufel angeführten Beispiele beweisen aus meiner Sicht nur eines. Man kann im Grunde jedes Lebewesen trainieren, Affen, Papageien, Hunde Katzen oder auch Fische. Man trainiert ihnen Vorgänge an, was jedoch nicht gleichzeitig bedeutet, dass diese Tiere dadurch irgendwie an Intelligenz gewinnen. Nein es wird ein Mechanismus antrainiert. Nicht mehr und nicht weniger.
    Geschieht dann etwas, was den gewohnten Gang nicht entspricht, wird das Tier selbstverständlich reagieren. Geht man zum antrainierten Vorgehen wieder über, wird sich das Tier auch wie antrainiert verhalten. Ich finde das normal. Eine "bewußte" Handlung im Sinne menschlcihen Denkens und Empfindens sehe ich da allerdings nicht.

    Gruß
    Osmar

  • Hi

    Was das Thema Schwarzangeln angeht -und ich denke, Fehlerteufel nimmt Bezug auf den entsprechenden Thread- so meine ich, dass die User hier ganz klare antworten gegeben haben und das Thema somit astrein beantwortet worden ist.

    Was C&R und die klare Gesetzeslage angeht:

    C&R heißt: Das gezielte Angeln auf Fische mit dem von Anfang an gefassten Vorsatz, diese wieder zurück zu setzen!


    Wie Lücke bereits in seiner Signatur den Link zum Angelverband anfügt, der Stellung bezieht.
    Im Schlusswort wird dort gesagt:

    Zitat

    Der DAV erklärt deshalb noch einmal ausdrücklich seinen Standpunkt zum catch and release. Wir gehen angeln, um Fische zu fangen und zu verwerten, behalten uns jedoch weiterhin das Recht vor, Fische auch zurückzusetzen!

    WEnn ich einen großen Brassen fange, dann wäre es blödsinnig, diesen zu töten, wenn ich ihn nicht verwerten mag. Ich habe auf Aal angesessen und ein Brassen schmeckt mir nicht. ICh wollte ihn weder an der Rute haben, noch möchte ich ihm auf dem Teller sehen! Ein Zurücksetzen sehe ich nicht als ein Verstoß, da ich den Fisch nicht mit dem Vorsatz gefangen habe, ihn zurückzusetzen!

    Die Fraktion der KArpfenangler, die es darauf abgesehen haben, möglichst Kapitale zu fangen, um sie zu wiegen und zu vermessen und dann wieder ins Wasser geben, um anschließend die Rute für einen möglichst noch größeren Fisch wieder auswerfen, dass sind die, die uns Probleme bereiten.

    Denn das Fangen zwecks persönlicher Freude halte ich für Tierquälerei. Egal, welche wissenschaftliche Erkenntnis ihm Recht geben mag. Denn keiner MUSS auf solche Fische angeln. Angel wegen der persönlichen Statistik geht m.E. gar nicht!

    Das Gesetz verbeite C&R. Doch wie willst du kontrollieren, ob jemand C&R betreibt oder nicht? Du musst den Vorsatz nachweisen.

    Eine Lösung wird es hier wohl nie geben. Ich für meine Begriffe, kann mich mit ruhigem Gewissen ans Ufer setzen. Aber es nervt schon, wenn ein selbsternannter 'Umweltengel' kommt und mir Vorhaltungen macht, nur weil ich Angler bin und von diesem Überschlauen in eine Kiste gepackt werde, die er sich selbst zurechtgesägt hat!!!!

    Gruß
    Udo

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Zitat

    Ich sass mit mehreren Angelkollegen (Karpfenangler) an einem See, ein Freund von mir fing einen 14Pfündigen Karpfen. Ich traf darauf eine Absprache mit dem Fisch, wenn er so viele Fähigkeiten hat wie einige behaupten sollte er mich auch verstehen:" Hallo Fisch, wenn dir der Fang gerade nicht allzu viel ausgemacht hat und du jetzt nicht in einen manischen Starrezustand fällst, aufgrund deiner minimalen Maulverletzung, sei doch bitte so lieb und beiß auch noch an meiner Rute an."
    Leider ging das Experiment schief, er hatte mir wohl nicht richtig zugehört , er biss nicht an meiner Rute an, sondern 2 STunden (!!!) später an der Rute meines anders Angelkollegen...
    Soviel also zur "Klugheit" der Fische -> Sie können nichtmal richtig zuhören!

    Hi Luecke :)
    Ich glaube auch nicht daran, dass Fische nach einem Fang in eine tagelange Schockstarre verfallen.
    Persönliche Erfahrungen lassen mich daran stark Zweifeln.

    So habe ich 1996 in Irland innerhalb von 45 Minuten dreimal den gleichen Hecht gefangen!
    Er war eindeutig an einer charakterisch geformten Schwanzflosse zu identifizieren.
    Der Hecht war mit Sicherheit kein "Anfänger", denn er hatte 89cm!
    Die beiden Kollegen dachten auch, sie wären im falschen Film, als ich ihn zu dritten mal
    an meinem Mepps Aglia Longue Rainbow Gr.5 aus dem Wasser holte!

    Vor ein paar Jahren am Schluchsee fischten wir mit der Matchrute nahezu fast vor unseren Füßen auf Rotaugen.
    Es wurde gleich tief dort und ist ein prima Platz für große Rotaugen.
    Ich fing ein Rotauge mit ca. 20cm, das deutliche, vernarbte Spuren eines Raubfischangriffes zeigte.
    Nach dem Narbenbild muss es ein kleinerer Zander gewesen sein, aber wie gesagt, gut verheilt.
    Der Fisch ging zurück ins Wasser...und wurde innerhalb 20(!) Minuten noch zweimal von meinen beiden Kollegen gefangen.

    Ein Kollege von mir fischte mit Blinker vom Boot aus das Ufer ab.
    Es biss ein Hecht um die 50cm.
    Der Fisch wurde vom Haken gelöst und zurück gesetzt.
    Der Blinker baumelte dabei an der Rute über Bord ca. 30cm tief im Wasser.
    Der Hecht hatte nichts anderes zu tun, als nach dem Zurücksetzen sofort ne Kurve zu schlagen
    und den baumelnden Blinker anzugreifen!

    Sind diese Fische pervers und stehen auf Schmerzen oder ist die ganze Diskussion über
    Stress und Quälerei vielleicht doch ein wenig übertrieben?
    Es soll sich jeder sei eigenes Bild davon machen...ich habe meins durch eigene Erfahrungen gemacht.


    Gruß
    Norbert

    Es gibt zwei Dinge, die man nicht ändern kann: Die Frauen und das Wetter.
    Also warum darüber aufregen?

    Fehmarn vom 11.12.2022 - 15.01.2023:thumbup:

  • Hi an alle,

    Also erst einmal möchte ich sagen, dass ich Fehlerteufels Beitrag nicht verkehrt finde. Er hat seine Meinung kundgetan und dass steht ihm im Forum zu. Gut es hätte nicht geschadet diese Meinung bei den betreffenden Threads zu verfassen aber so ist es auch gut.
    Toll finde ich aber, dass bis jetzt die Antworten in diesem Thread sehr hilfreich und auf einem tollen Niveau sind. Also ich meine wenn man es mit ein paar Antworten aus dem anderen Thrad zum Thema Schwarzangeln vergleicht. Bis jetzt wurde niemand angegriffen und sachlich und verständlich diskutiert. Eigentlich vorbildlich. Auch wenn wir uns bezüglich den Forumsregeln bei C&R auf schmalem Grad bewegen. (aber denke immer noch im grünen Bereich.
    Zum Thema Schwarzangeln habe ich im anderen Theama meine Meinung ausführlich beschrieben, sie deckt sich im Prinzip mit der von Fehlerteufels und dem Grundtenor bis jetzt hier.

    Zum C&R habe ich bereit in einem anderen Thema mal erläutert dass das absolute Verbot bzgl. dem zurücksetzen so gar nicht stimmt, da der Gesetzeswortlaut eindeutig ist. Es heisst nämlich, "Das Zurücksetzen gefangener Fische ist i.d.R. zu unterlassen, wenn diese nicht aktuell durch die Schonzeit oder Mindestmaß geschützt sind." Genauer gesagt handelt es sich nicht um ein Gesetz sondern um eine Bestimmung. (Selbstverständlich kann die von Verband zu Verband unterschiedlich sein, da muss sich dann jeder bei seinem Verband selbst informieren)

    i.d.R. also "in der Regel" ist kein direktes Verbot zum zurücksetzen.
    sonst würde es heissen, das Zurücksetzen gefangener Fische ist zu unterlassen (oder ist verboten). Ausnahmen bilden Fische, die nicht aktuell durch die Schonzeit oder Mindestmaß geschützt sind. Also bedeutet i.d.R., das ohne besonderen Grund, die Fische mitgenommen werden müssen. Wenn es wichtige Gründe dafür gibt sie nicht mitzunehmen, dann sieht das anders aus.

    Z.B verstößt Udo beim zurücksetzen der Brasse nicht gegen dass Gesetz.

    Zitat

    Original von Addi Hit
    WEnn ich einen großen Brassen fange, dann wäre es blödsinnig, diesen zu töten, wenn ich ihn nicht verwerten mag. Ich habe auf Aal angesessen und ein Brassen schmeckt mir nicht. ICh wollte ihn weder an der Rute haben, noch möchte ich ihm auf dem Teller sehen! Ein Zurücksetzen sehe ich nicht als ein Verstoß, da ich den Fisch nicht mit dem Vorsatz gefangen habe, ihn zurückzusetzen!

    Gruß
    Udo


    Sein Grund, dass er nicht auf Brassen ging und diese nicht verwerten würde müsste als besonders anerkannt sein.

    Dagegen ist Udos Beispiel von den Anglern, die nur fürs Foto die größten Fische rausholen wollen um sie dann wieder zurückzusetzen, also von Anfang an vorhaben nichts zu verwerten und nur aus Statistikgeilheit fischen, sicherlich kein besonderer Grund und daher verboten.

    Der Standpunkt des DAV den Udo als Zitat angefügt hat, dem stimme ich persönlich zu. Würde mich aber über eine einheitlichere, verständlichere Regelung, zugunsten der heiischen Fischwelt, bezüglich dieses Themas freuen.

    Gruß Schmitti

    --- Wir können alles außer Hochdeutsch ---

  • @ Addi Hit ; Hallo Alle!
    Sehr wohl nehme ich auch Bezug auf das Thema "Schwarzangeln";
    welches ja nun nicht ganz klar und astrein beantwortet worden ist!
    Mit wenigen Ausnahmen von Usern/ Mitgliedern dieses Forums,
    welche eine klare Aussage treffen = Gesetze/ Verordnungen/ Vor-
    schriften sind einzuhalten; meinen alle Anderen, dass dieses doch
    unnötig sei, suchen Ausflüchte oder Begründungen für "Negativverhalten".
    Des weiteren bin ich sicherlich kein "selbsternannter Umweltengel"; welcher
    andere in"selbstgezimmerte Kisten/Schachteln packen will". Sinn meiner
    Einlassungen war ja nun darzulegen; wie z.B. durch Osmar zitiert und von
    mir auch so dargestellt, dass solche Diskussionen und deren Weiterführung
    sinnlos/ überflüssig sind! Weiterhin sollte man Zitate von Angelsportvereinigungen
    inhaltlich richtig wiedergeben; und nicht nur Formulierungen! Der Vorbehalt des
    Zurücksetzens von Fischen bezog sich auf untermassige und in Schonzeit
    befindliche Fische! Hat der gute Vorsitzende nämlich flux im Fernsehen gerade-
    gebogen; denn in ALLEN Landesfischereiverordnungen/Durchführungsverord-
    nungen steht; dass nicht untermassige und nicht der Schonzeit unterliegende
    Fische entnommen werden müssen! Welcher Art die weitere Verwertung ist;
    obligt der aneignungsberechtigten Person! Ausnahmen betreffend Verfügungen/
    Verordnungen treffen die entsprechenden Behörden!
    Bestimmt also keine Landesfischereivereine/Verbände; deshalb auch die nachträg-
    lichen Klarstellungen einiger Verbände in Presse und Fernsehen; da für einige der
    Status der Gemeinnützigkeit und der Status anerkannter Tierschutzorganisation
    auf dem Spiele stand!

    Weiterhin leben/ sterben alle empirischen Experimente/ Forschungen/ Statistiken
    von der Aussage, "die Ausnahme bestätigt die Regel"! Es gibt sehr wohl die
    SELTENEN Fälle des wiederholten Anbeissens/ Mehrfachfangs von ein und dem
    selben Fisch; hat fast ein jeder Angler schon einmal selbst erlebt. Die Zahl der
    vergrämten/ verangelten Fische ist allerdings deutlich, deutlich höher.

    Nun bin ich aber der Meinung, dass das Thema/ Die-2-Themen wunderbar von ALLEN
    durchgekaut worden sind; und dies in ALLEN Richtungen. Ein Mitglied im Forum hat
    so eine echt tolle Signatur; diese passt ausgesprochen gut: "ABHAKEN ... UND
    WEITERMACHEN!!!"
    Also werde ich mich daran halten und fleissig in den Forenthemen lesen!

    In diesem Sinne ... Grüsse; Petri; Schnur-Und-Rutenbruch ...
    Und-Lasst-Leine-Fliegen ... All-Ihr-Schnur-Schnieper!!!

    Angeln für die Pfanne/ für den Kochtopf !!!

    2 Mal editiert, zuletzt von Der Fehlerteufel (18. März 2009 um 14:20)

  • Zitat


    Dem schließe ich mich an, und schlage vor, das Thema nur noch bis morgen offen zu lassen, und dann "abzuhaken"

    Ja Großer,

    das ist eine gute Idee (ich ernenne Dich dafür zu 171). Dieser Trött wird uns sonst Wochenlang begleiten, ohen das es was bringt.

    Wie Du richtig schreibst, ist es ein schmaler Grad auf dem wir uns hier bewegen.

    Und da es zu der Thematik leider (schön wäre es ;-)) doch keine so allgemein für jeder Mann verständliche klare und allgemeine Sachlage = staatliche Regelungen gibt, wie es weiter oben irgendwo steht, wird sich jeder auf eigen Kappe schlau machen müssen.

    Und dabei leider feststellen müssen, dass die Stellen, die eigentlich wissen müssen, wie, was, wo oder wann rechtlich nach Landesfischereigesetzgebung anzuwenden oder möglich ist, leider auch sehr häufig mit Ihren Aussagen nur sehr unverbindlich sind und sich selbst erst schlau machen müssen. Und auf die Antwort wartet man dann .....

    So frage ich mich dann, wie der Ottonormalverbraucher die Verordnungen und Gesetzte zum Teil richtig umsetzen, verstehen und richtig anwenden will.

    GvH
    Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel

    Einmal editiert, zuletzt von HAVÖRED (18. März 2009 um 18:43)