Ich musste gestern noch eine Deckenlampe verpacken, da ich sie als Reklamation zurückschicken muss. Nun haben wir im Treppenhaus einen Karton, wo die ganze Werbung rein geht, auch unsere Wochenblätter. Ich also los und sammle die Dinger ein, weil ich was zum Auspolstern brauchte.
Lag da doch so eine 'Hochglanzbroschüre' von der Naturschutz-Organisation dabei (anstatt die Spendengelder der Natur zukommen zu lassen!!!).
Aber Neugierig, wie ich nun mal bin, schaue ich nach.
Titel –ganz klar zeitgemäß- die Eier zu Ostern etc. pp.
Nun, das tangiert mich nicht, da ich als Atheist Ostern keine Bedeutung beimesse und Eier gibt es auch nicht extra!
Aber es war noch etwas in der Broschüre und das betrifft u.a. auch uns…
Man will durchsetzen, dass die Art, wie Tiere abgetötet werden, im Tierschutzgesetz genauer verifiziert wird.
Hierbei bewertete man es als Erfolg, dass das Schächten, also das Schlachten von Tieren für koscheres Fleisch (im jüdischen und islamischen Glauben vorgeschrieben), bei dem die Kehle ohne Betäubung durchgeschnitten wird, inzwischen eingeschränkt wurde. Die islamischen Religionsführer sehen es nicht als Verstoß an, wenn die Tiere zuvor durch einen Stromschlag betäubt werden müssen. An sich ist das Schächten zwar eine relativ humane Tötungsmethode, doch der Gesetzgeber (oder die Tierschutzorganisationen (die sowieso)) befürchtet, dass das Tier bei unsachgemäßer Schächtung zu großen Leiden erfährt.
Dies als Vorgeschichte, denn jetzt will man auch, dass der Angler und die gewerblichen Kleinfischer ihren Fang nicht mehr durch einen Schlag auf das Nachhirn betäuben, sondern ebenfalls mit einem Stromschlag, wie er bereits in der Fischindustrie Gang und Gebe ist.
Angeblich sei festgestellt worden, dass viele Fische durch den Schlag nicht ausreichend betäubt werden. Insbesondere die gewerblichen Kleinfischer würden aufgrund des Zeitdrucks diese Betäubung nicht ausreichend durchführen und die betäubten Fische bis zur Schlachtung liegen lassen.
Da ein ähnliches Verhalten auch bei Anglern, insbesondere beim Heringsfang und teilweise auch an Forellenseen beobachtet worden sei, will man hier eine einheitliche Vorschrift erzwingen.
So soll das Betäuben mit dem Schlagholz nur in Ausnahmefällen noch anzuwenden sein, die Betäubung mit elektrischem Strom jedoch auch hier zur Vorschrift werden!!
Ein Stromschlag von 100 000 Volt würde den Fisch in eine sofortige Starre versetzen. So stellt man sich vor, dass jeder eine Art 'Elektroschocker' (Elektro-Impulsgerät) bei sich führt. Zwei Elektroden, die links und rechts den Kopf des Fisches berühren und dann durch Knopfdruck einen Stromstoß hindurch jagen. Diese Geräten seien mobil und für den Menschen ungefährlich.
Grundsätzlich halte ich diese Idee für vertretbar.
Ich bin aber der Meinung, dass man da einen Denkfehler macht.
Ich habe nämlich schon mir Leuten gesprochen (und es war auch schon im TV zu sehen), die sich von diesen ‚Tasern‘ haben beschießen lassen. Also die Waffen, die zwei Pfeile an zwei Drähten auf einen Körper schießen und wo dann ein Strom fließt, der den Getroffenen Bewegungsunfähig macht.
Diese Leute haben alle gesagt, dass sie alles bewusst mitbekommen haben. Der Krampf war schmerzhaft, sie hatten das Gefühl, als würden ihre Sehnen und Muskeln zerreißen.
Obwohl dieser Krampf nur wenige Sekunden anhielt, hatten sie das Gefühl, als sei es eine ganze Minute!!!
Dieser Stromschlag hat also nicht zu einer Betäubung geführt, sondern nur zur Bewegungsunfähigkeit. Geistig haben sie alles mitbekommen!
Ob dies bei Fischen genauso ist?
In den Fabriken kann ich mir vorstellen, dass hier ein Strom fließt, der die Fische tötet. Einen solchen Strom mit einem ‚Schocker‘ zu erzielen, ist sicher möglich. Aber ist das dann auch noch sicher???
Ich frage mich immer: Warum erstmal irgend einen Scheiß veröffentlichen, bevor die Machbarkeit geklärt ist????