Vorbereitungslehrgang - es geht los

  • Guten Morgen,

    am kommenden Samstag startet der neue Vorbereitungslehrgang, ausgerichtet vom Verein, Prüfung natürlich dann von der ansässigen Behörde am 11. Dezember.
    Angemeldet sind meine bessere Hälfte sowie einer meiner besten Kumpels.

    Ich habe mich entschlossen, mit von der Partie zu sein, aus Spaß an der Materie, aus Begleitungsgründen und vielleicht kann man ja mal etwas Rede und Antwort stehen, denn meine Prüfung war 1994, ebenso der Kurs.
    Die Themengebiete Allgemeine Fischkunde, Spezielle Fischkunde, Gerätekunde, Gewässerkunde und Gesetzteskunde sind immernoch vorhanden, lediglich ein Thema "Naturschutz" scheint hinzugefügt worden zu sein, welches sich aber aus der damaligen Gewässerkunde abgeleitet bzw. abgespalten hat, so sehe ich das jedenfalls anhand der Fragen.

    Die Inhalte habe ich mir schon angesehen, klar, das meiste ist für uns selbstverständlich geworden nach etlichen Jahren am Wasser.. jedoch gibt es doch Defizite, speziell die Gesetzteskunde und die Spezielle Fischkunde.

    Wie würde es Euch ergehen? Würdet ihr Euch zutrauen, ohne mit der Wimper zu zucken durch die Prüfung zu kommen.. Theorie wie auch die Praxis?
    Ich denke, ich würde es schaffen, allerdings nicht ganz ohne Probleme oder Finger knabbern bei der Auswertung in der Prüfung.

    Zumal die Gerätekunde doch einige Antworten zu Gerätezusammenstellungen parat hält, welche man am Wasser nicht unbedingt so anwenden würde.. denn auch eine Stippe zum Beispiel würde ich persönlich nicht ohne Wirbel ins Wasser hängen..

    Bin gespannt auf Eure Antworten und ich freue mich jedenfalls auf die Termine...

    Gruß

    der Ralf

    Fange nie an aufzuhören, und höre nie auf anzufangen!

    Einmal editiert, zuletzt von Schischi (27. Oktober 2010 um 10:30)

  • Also bei mir ist es wie mit der Führerscheinprüfung (gemacht 1989)...
    ich weiß nicht ob ich die ohne weiteres nochmal so ohne Probleme
    schaffen würde, dergleichen wird es mit der Fischereischeinprüfung sein.
    Und mir wird es so wie Schischi gehen, allgemeine Fischkunde oder Gerätekunde sind ja noch
    o.k., aber Gesetzeskunde, oder gar Fischkrankheiten ist man oft
    überfragt.

    VG Carsten

  • Hey !

    Also ich habe meine Prüfung vor ca. 13 Jahren bestanden ! Das ich sie heute ohne Probleme schaffen würde bezweifel ich !
    Du hast oben geschrieben Theorie und Praxis ! Das es eine Praktische Prüfung gibt ist mir neu ! Sowas hat es bei uns nicht gegeben ! Was muss man denn da machen ?-( Wurfübungen und so???
    MfG Sascha

  • Hi Sascha,

    nene, so schlimm ist es dann auch nicht.
    In der Gerätekunde werden die verschiedenen Ruten, Rollen, Schnüre und so weiter besprochen und gezeigt.
    10 verschiedene Arten, von unberingeter Stippe über leichte und schwere Grund- oder Spinnangeln, Fliegenrute bis hin zur Pilk und Brandungsrute, jeweils mit entsprechender Rolle, Schnur, Montage, Köder.
    In der praktischen Prüfung stehen alle Geräte einzeln dort.. 10 Ruten zusammen, 10 Rollen, 10 Schnüre etc...
    Dann ziehst du eine von 10 zugedeckten Karten... die darauf notierte Rute, Beispiel "schwere Grundrute zum Fang von Karpfen und Aal"... dann marschierst du durch die Reihen mit ausgestrecktem Zeigefinger und sagst "tipp tipp diese Rute" "tipp tipp diese Rolle".. Schnur, Wirbel, Bebleiung,Vorfach oder Haken, Köder.. und vorallem die Geräte die mit müssen, Kescher, Messer, Hakenlöser, Zange oder Gaff, Maßband, Knüppel..
    ... es soll auch Ämter geben die bei den Prüfungen die Ruten sogar montieren lassen.. ich musste nur draufzeigen.

    mfg
    Ralf

    Fange nie an aufzuhören, und höre nie auf anzufangen!

    Einmal editiert, zuletzt von Schischi (27. Oktober 2010 um 12:35)

  • Praktische Prüfung gab es bei uns auch nicht.
    Ich weiß aber, als meine Freunde und Verwandten in Hamburg die Prüfung gemacht haben, gab es tatsächlich Übungen im Umgang mit der Angelrute, d.h. Überkopfwurf, Seitenwurf usw. in ein abgestecktes "Zielgebiet".

    VG Carsten

  • Ich meine, dass Vieles in der Prüfung nicht unbedingt notwendig ist.

    So hätte ich z.B. Probleme die Rotfeder vom Rotauge zu unterscheiden.
    Auf dem Prüfungsbogen waren ja nur die beiden Fische abgebildet und die Unterschiede konnte man sich leicht einprägen. Das Kreuz wanderte auf einen Blick ins richtige Feld.
    Hätte ich jetzt zwei Fische in der Hand, müsste ich überlegen, denn sie sehen in Natura doch anders aus, als auf dem Bild.

    Doch ist die Unterscheidung dieser beiden Fische, die nirgends unter Schutz stehen, so wichtig?

    Natürlich sind in unterschiedlichen Bundesländern auch unterschiedliche Fische geschont.
    Doch zusammen sind es auch nicht so viele und diese sollte man unbedingt kennen.

    So ist der Kaulbarsch in Hamburg nicht geschont, dafür der 'Donau-Kaulbarsch'!

    Kennt jemand den Unterschied und kann das an einem Kaulbarsch, von dem er nicht weiß zu welcher Gattung er nun gehört genau erkennen???

    Wie ich schon erwähnte: In Natura sehen die Fische immer anders aus.
    Wenn ich ein eingefleischter Weißfischangler wäre, würde mir das Thema Rotauge / Rotfeder sicher keine Probleme bereiten.

    Auch die Gerätekunde ist sicher nicht uninteressant, aber bei der Führerscheinprüfung lernst du auch nicht das Auto genau kennen.

    Wer lernt schon in der Prüfung, wie man einen Reifen wechselt???


    Gut, hingt etwas, aber das man nicht mit einer Pilkrute zum Spinnfischen geht, sollte man von der Logik schon kennen.

    Ich finde, dass der Bereich des Umweltschutzes und der Gewässerpflege vernachlässigt wird.
    Das Thema: Sauberkeit am Angelplatz sollte zwar jedem klar sein, doch wenn man sich umschaut, wird man täglich mit dem Dreck anderer Konfrontiert. Ich finde, dass dies stärker aufgenommen werden sollte.

    Auch das Anfüttern....
    Da gibt es Spezies, die schmeißen 5 Kilo Lockfutter ins Wasser, nur um mit stolzgeprellter Brust anzugeben, sie hätten 50 Fische an Land gezogen.
    Nur mal so....schwimmen wieder!!!!

    Dass dieses Lockmittel für das Gewässer nachteilig ist, interessiert nicht!

    Nun mag es sicher auch Unterschiede geben, was die Lehrgänge von den einzelnen Vereinen für Prioritäten setzen, aber hier in HH ging man bei mir stupide das Prüfungsbuch durch.

    Und da muss ich einfach sagen, dass unheimlich viel davon überflüssig war.


    Richtig angeln lernt man nur in der Praxis.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Mich würde auch noch mal interessieren ob es in anderen Bundesländern Pflicht ist an den Unterrichtsstunden teilzunehmen ?
    Bei uns war es so das man am Anfang seine Unterlagen bekommt zum lernen aber wo man lernt war egal ! Hauptsache man erscheint zur Prüfung und besteht sie !
    MfG Sascha

  • Richtig Sascha, diese Frage hatt eich auch an einen der "Dozenten" vor einigen tagegn gestellt.
    Die Teilnahme am Unterricht ist nicht verpflichtend, lediglich die Prüfungsinhalte müssen erlernt sein.
    Wie aber beirets oben erwähnt, ist es für den hiesien Praxisteil schon Voreil, zumindest bei der Gerätekunde anwesend zu sein, denn die im Unterricht vorgestellten Geräte sind die selben wie sie nachher bei der prüfung gestellt werden..

    Fange nie an aufzuhören, und höre nie auf anzufangen!

  • Moin,

    letztes Jahr hat der Kumpel von mir seine Prüfung abgelegt der bis dato immer als Beisitzer beim Karpfenangeln dabei war, so das ich doch noch mal mit der Materie in Kontakt gekommen bin.

    Den Theorie-Teil hätte ich immer noch recht locker geschafft.

    Fischkunde wäre schon kniffeliger geworden, aber immer noch gut schaffbar.

    Bei der Gerätekunde bzw. zusammenstellung hätte ich total versagt...

    Mfg

    Daniel

  • Ich glaube, ich würde die Prüfung wohl nicht mehr bestehen. Meine Prüfung ist über 20 Jahre her.
    Ist wie mit der Prüfung für einen Führerschein. Beantwortet mal aus Spass so einen Bogen. Und dann schön die Fehlerpunkte zählen. :D

    Schreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Belustigung :)

  • Hallo!

    Hier in NRW gibt´s auch ne Menge Fragen zu Gewässerpacht, Aufsichtsbehörden, Organen der Verbände etc.

    Habe ich damals "nur gelernt", und da es mich nicht weiter interessiert hat, würde ich wohl durchfallen, wenn ich jetzt geprüft würde.

    Grüße an Schischi´s Regierung & Kumpel: NRW hat eine vergleichsweise leichte Prüfungsordnung. Bayern, z. B., wäre da viel umfangreicher, mit ganz nickligen gewässerbiologischem Kram, Stichwort Sauerstoffsättigungsgrade und dergleichen :rolleyes:

    MAX

  • Hallo zusammen,
    meine bessere Hälfte ist schon ein paar Wochen beim Lehrgang dabei. Ich war echt erstaunt wieviel Stoff das ist. Der Spass dauert vom 13.09 bis zum 16.11 und verteilt sich auf 44 Stunden inclusive praktischer Teil.
    Ich persönlich finde das leicht überzogen, aber ich bin ja nicht der Gesetzgeber :D
    Für mich ist das so ein bisschen wie den Führerschein neu zu machen. Manchmal werde ich Sachen gefragt die ich erfolgreich verdrängt habe oder einfach nicht (mehr) weiß.
    Des wird schon........
    Gruß
    Ralf

    Delirant isti Romani

    Danke Jungs auf die nächsten 50

  • Hallo,


    meine Prüfung ist zwar erst, ein Jahr her, aber schaffen würd ich sie nicht mehr..

    Aber was interessiert mich der Unterschied zwischen Forelle A und Forelle B und der Unterschied von Fisch A und Fisch B?


    Wenn ich in einem Gewässer angele, in denen geschütze Fischarten gefangen werden können, schau ich ins Internet bzw. Buch und schau mir ein Bild des Fisches an!


    Gruß Domi

  • Zitat

    Original von fussballhummer15
    Ich persönlich finde das leicht überzogen, aber ich bin ja nicht der Gesetzgeber :D

    Hallo Hummer, & alle!

    Ja, darüber kann man trefflich diskutieren!
    Das haben wir schon mehrmals getan, aber nichts spricht dagegen, sich mit unserer aktuellen "User-Besetzung" darüber auszutauschen.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass ein gesundes Basiswissen über den Angelsport auf keinen Fall verkehrt sein kann. Ein Kursus, der, wenn man Glück hat, über 2 Monate oder mehr von einem guten Praktiker abgehalten wird, schafft m. E. eine gute Grundlage für den Einstieg in das Anglerdasein.
    Verschiedene Mitglieder haben hier berichtet, dass Vorbereitungskurse - Prüfung hin oder her - eine gute Vorbereitung auf die Praxis waren. Aber klar: Angeln muss jeder selber...

    Viele von Euch wissen - die anderen erfahren es jetzt - ich bin im Grunde immer noch definitiv FÜR die Fischerprüfung, weil ich nicht möchte, dass Hinz & Kunz unvorbereitet auf Fische und deren Umwelt losgelassen werden. Ich kenne auch die Gegenrede, die da heißt, dass auch der "geprüfte Angler" sich mitunter aufführen kann wie die letzte S..
    Unterm Strich möchte ich aber den Prozentsatz derer, die das Vermittelte aufnehmen und dann auch weiterleben, nicht missen!

    Also gute Miene zum bösen(?) Spiel, liebe Neueinsteiger: Lehrgang besuchen => Prüfung machen => Feddich!

    Was meint Ihr? Selbstverständlich kann es andere Sichtweisen geben, die gehört und bewertet werden woillen.

    MAX

  • Moin Max,

    ich stimme dir zu, ich finde den Lehrgang und auch das Abfragen des Wissens mehr als sinnvoll.. und vergleiche es mit dem Führerschein... Niemand dürfte auf die Straße wenn er "nur" die Praxis erlernen würde.
    Zu einer Tätigkeit, egal welcher, gehört Theorie.. das "How To" und vorallem "Was geht und was geht nicht, was darf ich und was darf ich nicht" ist wichtiger als wohl so mancher denkt.
    Schnell ist man ins Fettnäpfchen getreten, auch wenn es nicht böswillig ist "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe".. ist so, war immer so, und wird auch immer so bleiben, nicht nur beim Angeln.

    Allerdings ist es am Wasser oft so dass man denkt, der Kollege den man trifft hat nie einen Kurs besucht.. da finden sich unerlaubte Montagen, oder es werden Brassen am Wasser geschuppt dass es aussieht als wäre Winter, oder man findet einen Eimer mit lebenden Plötzen... vieles wird mit der Hand abgewunken als "Ach, das macht doch jeder"... auch wenn im Kurs deutlich auf verbotenes hingewiesen wird..

    Deswegen.. ich bin dafür, jeder zum Kurs, gerne auch die Jungfraktion.. es schadet nicht, im Gegenteil... und ich bin mehr als gespannt was ich noch weiß. Oder sollte ich lieber gespannt sein auf das, was ich alles vergessen habe?

    Gruß
    Ralf

    Fange nie an aufzuhören, und höre nie auf anzufangen!

  • Oh shit! :rolleyes:
    Setz mich in die Sportfischerprüfung und in ein Fahrschulauto mit Prüfer.
    Ich wäre hinterher Fussgänger und würde mir das neue Hobby "Filigranklöppeln" zulegen :D
    Ich würde wahrscheinlich in beiden Prüfungen schlecht aussehen...

    Nachdenkliche Grüße
    Norbert

    Es gibt zwei Dinge, die man nicht ändern kann: Die Frauen und das Wetter.
    Also warum darüber aufregen?

    Fehmarn vom 11.12.2022 - 15.01.2023:thumbup:

  • Hallo Schischi,

    unterstütze dein Weibchen bei der Prüfungsvorbereitung mit aller Kraft und Leidenschaft die du aufbringen kannst.
    Egal wie die dann ausfällt, du willst ja noch angeln gehen.
    Entweder sie angelt auch ( du wirst ja auch mal an die Erhaltung der Menschheit denken) oder sie duldet wenigstens deine Vorliebe und ist nicht ständig von Eifersucht geplagt wenn du sagst:


    Ich gehe jetzt Angeln.

    Haui006