Seebrücken-immer ein Thema

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Angelfreunde,

    lest euch mal den beiliegenden Zeitungsausschnitt
    durch.
    http://www.ln-online.de/nachrichten/32…-die-rote-karte

    wieder einmal wird auf (fast) alle eingedroschen.Wenn das Verhalten
    einiger "Angelkollegen" sich nicht ändert,wird wohl bald ein
    Angelverbot erfolgen.
    Auch das paßt irgendwie zum Müllthema.

    Mit Petri Heil
    Flunder

    Watt wär`n wa ohne Wattwurm??

    SAV Kanalfreunde Kiel e. V.

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    Wieder auf der Insel: ... gebucht vom 24. 04. 21 bis 30. 04. 21

    wir haben abgesagt.

    Der Müll muss mit !!!


  • Ja, das zum Thema MÜLL.
    Aber auch wenn es nervt, leider ist es nicht nur bei den Anglern so.

    Ob es nun der Autofahrer ist, der mal eben "Gas" gibt wo es nicht gestattet ist,
    ob es der Radfahrer ist, der mal eben durch die Fußgängerzone heizt,
    Ob es der Häuslebauer ist , der mal eben seinen Müll verscharrt.....seine Kippe auf den Fußweg wirft oder den Hundhaufen nicht weg macht.l

    Was auch immer und wer auch immer.... es ist leider so, das es überall schwarze Schafe gibt. Auch in den o.g. Urlaubsgebieten am Strand gibt es "Ferkel" die nach dem Sonnenbad ihren Müll zurück lassen. Nun gut, da wird wohl nicht ein allgemeines Strand, Badeverbot von dern Ostseegemeinden ausgesprochen... oder?

    Wie gesagt, schwarze Schafe gibt es überall. - LEIDER !
    In allen Bereichen.... nicht nur bei den Anglern.
    Da ist Rücksichtnahme gefordert. - Weniger Egoismus.

    Kurz, einer schiebs auf den Anderen.... die wenigsten fassen sich an die eigene NAse.

  • Hallo,
    ohne mich vorgestellt zu haben, möchte ich etwas zu Thema sagen. Meine Vorstellung wird folgen, sobald ich es bewerkstelligen konnte, ein Bild von mir zu laden.
    Zum Thema Müll am Angelplatz habe ich mir auch viele Gedanken gemacht. Anfänglich war ich der Meinung, der gemeine Angler steht im sozialen Verhalten eben auf einer anderen Ebene als ein Golfer, Tennisspieler, Handballer, Fußballer oder Saunabesuchers. Viele weitere Freizeitaktivitäten wären aufzuzählen, eines ist jedoch augenscheinlich, kaum ein anderer Hobbybetreiber begibt sich weiter Abseits vom Beobachter als der Angler.
    Die vermeidliche Beobachtung beeinflusst das Verhalten jedoch erheblich und entlastet die angegriffene Klientel.
    Ein Kaffeeautomat wurde errichtet, aus dem man seinen Kaffee ohne Bezahlung entnehmen konnte. Es wurde nur durch ein Schild darum gebeten den Kaffee zu bezahlen. Die Kasse war am Abend meist fast leer. Zum Test brachte man ein großes Foto am Automaten an. Das Foto zeigte eine Person die einen anschaute. Das Resultat war verblüffend, wesentlich mehr Leute bezahlten ihren Kaffee, obwohl nur ein Foto eine unterschwellige Beobachtung vermittelte.

    Dies ist nun keine Entschuldigung für so manchen Müllliegenlasser, gibt aber Anlass zum Nachdenken.
    Auch bei diesem Thema unterscheide ich, wie bei vielen negativen Nachrichten, zwischen Täter und Verursacher. Das soziale Verhalten wird in der frühen Kindheit geprägt und nur das strafende Auge des Betrachters veranlasst so manchen Golfer oder Tennisspieler seinen Müll mit vom Platz zu nehmen.

  • Moin Klaus und herzlich willkommen.

    Du hast natürlich recht: Je weniger man sich beobachtet fühlt, desto eher neigt man zu Handlungen, die man in der Öffentlichkeit nicht macht.

    Beim auf die Straße werfen der Zigarettenkippe hingegen stört die Beobachtung kaum jemanden, weil es einfach zu Viele machen und man dann in der Masse weniger auffällt.

    So gibt es Länder und Kulturkreise, in denen es einfach so üblich ist, seinen Dreck in der Natur zu hinterlassen. Entweder haben sie genug Natur, wo es sich verteilt, oder es machen alle und es ist somit normal.

    Ohne eine Nationalität jetzt schlecht reden zu wollen, ist es mir in Urlaubsländern häufig aufgefallen.
    In der Türkei habe ich auch manchen Wandel miterlebt:
    Geht man hinter die Restaurants / Geschäfte etc., dann ist dort nichts weiter als 'Grandacker'!
    Hier findet man Berge von Müll, während vor dem Geschäft oft jemand mit dem Gartenschlauch steht und Staub und Dreck in die Straßenrinne spült.

    Ich war vor über 15 Jahren in Kumköy (kurz vor Side) und die Geschäfte, bzw. einfachen Verkaufsbuden bildeten an einfachen Straßen, teils ohne richtigen Gehwegen eine Einkaufsmeile. Überall lag Müll herum. Papier, Kartons, leere Dosen oder Wasserflaschen.

    Irgendwann hatte der neue Bürgermeister hier eine Modernisierung vorangetrieben.
    Die Buden wurden abgerissen und es gab Betonbauten, die alle ein einheitliches Bild hatten. Die Gehwege wurden gepflastert und zwischen Weg und Straße gab es Anpflanzungen. Und alle 50 m war ein Papierkorb.

    Hinter den Buden sah es immer noch verdreckt aus, aber vorn war alles sauber.

    Ein Anreiz muss also da sein.

    Gut, die Einkaufsmeile wurde edler und damit teurer!


    Auf Teneriffa war ich in der Hauptstadt Santa Cruz.
    Auch hier war ich überrascht. Auf einem großen Platz mit einem künstlichen See war alles Blitzeblank. Kein einziger Kippen im Wasser, kein Kronenkorken oder Papier oder Glasscherben...
    Vielleicht wird dort der Touristen wegen auch täglich immer wieder sauber gemacht. Aber auch in den Straßen war es sauber.

    Fährt man aber durch die Wahllachei, so sieht man überall Müll herum liegen.
    Dort wo man also nicht unter Kontrolle ist, entledigt man sich seines Unrats.


    Vielleicht sollten wir an den Angelplätzen auch Schilder mit Gesicht und erhobenem Finger aufstellen! :D

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Ja Jürgen,

    das passt zu dem Müllbeutel Thema der letzten Tage 1:1

    Wenn man dann die Kommentare unter dem Bericht ließt:

    Schuldzuweisungen von und wieder, gegen und für, da mach ich mir schon so meine Gedanken darüber.

    Ok ein Angelverbot auf Seebrücken im Hochsommer Juni bis September von 8:00 bis 19:00 Uhr, da kann man als Angler wohl mit leben. Dieses oder ähnliches habe ich auch schon in der einen oder anderen Gemeinde gehört oder gar gelesen, die eine solche Seebrücke ihr Eigentum nennt.
    Und gestört hat es mich bei meinen herbstlichen Ausflügen an die Ostsee bislang auch noch nicht.

    Denn mal ehrlich, wer von uns hat schon Lust und Laune an einem sonnigen Juli Nachmittag auf einer Seebrücke seine Angeln auszuwerfen? r.

    Was wir aber als Folge von dem Fehlverhalten solcher dummen Schweinen, ich möchte hier nicht von Anglern reden, nicht übersehen dürfen; ist erst mal der Anfang gemacht, wird es vielen Gemeinden leichter fallen zuerst die Seebrücken für uns Angler komplett zu sperren, später dann die Strände und zum Schluss das gesamte Angeln an der See zu untersagen.

    Und dem müssen wir eine Riegel davor schieben.

    Sei es etwa durch ein konsequentes Anzeigen, oder das herbeirufen der Ordnungsbehörde, der Schweine, die durch ihr nicht zu verstehendes und auch nicht zu tolerierbares Verhalten uns alle in Verruf bringen und auf Dauer durch die folgenden Verbote uns das Angeln vermiesen werden.

    Auch wenn mir diese Art von Tun nicht zusagt oder liegt, aber wir sollten solches Verhalten nicht durchgehen lassen. Wenn wir dabei sind wie jemand sich so daneben benimmt, sollten wir auch Konsequenzen ergreifen. Das sollte bei auf Seebrücken angelnden Schweinen doch wesentlich einfacher sein, als bei einem der Schweine, die versteckt an der Ecke weit ab vom Schuss am verlassenen Angelgewässer ihren Müll liegen lassen, oder sich fehl verhalten.

    Was aber nicht in den Griff zu bekommen sein wird, dass wird die Unvernunft der Kollegen sein, die ungeachtet ob Menschen hinter, oder neben Ihnen stehen, ihre Angeln rücksichtslos über den Kopf herumschwenken und dann auswerfen um noch zwei cm weiter heraus zu kommen. Und damit eine Gefahr für alle in der Nähe stehenden darstellen. Hier bin ich bei manchen Ausfahrten auf dem Kutter schon übelst angemacht worden, wenn ich die Kollegen darauf hin ansprach, doch etwas Vorsicht walten zu lassen. Es ist zwar besser geworden, aber die Dummen sterben halt nie aus.

    Und hier muss man ganz klar auch als Angler Abstriche machen, wenn man an solchen Punkten wie einer Seebrücke angelt. Die Seebrücken sind für alle da, es heißt auf die Mitmenschen, egal ob Kinder oder Erwachsene Rücksicht zu nehmen.


    Eine andere Alternative wäre es doch einmal die Kurverwaltungen und Stadtverwaltungen an der Küste mal gesammelt anzuschreiben. Entweder durch den, oder noch, die Verbänden. Oder aber durch ein Sammelschreiben mit Unterschriftenliste von uns Anglern über die diversen Foren. Um den vom Tourismus abhängigen Städtchen an der Küste aufzuzeigen, wie viele ihrer Einnahmen, Kurgelder, Übernachtungen etc. etc. von Anglern und deren Familie stammen.

    Da würde so manch einem Kurdirektor die Augen aufgehen und er würde die Zielgruppe der Angler mit ganz anderen Augen sehen.

    stellt Euch doch mal vor, alle Angler würden von Fehmarn wegbleiben, da müsste uns Jochen sich doch eine Arbeit in Bayern suchen, Heiligenhafen, würde umgetauft in Totenhosenhafen,Beispiele gibt es davon genug. ;)

    Und wenn sich eine Stadt in irgendeiner Form gegen den Angler ausspricht sollte man diese Stadt dann auch als Urlaubsort konsequent meiden. Dies aber dem dortigen Verantwortlichen unter Beifügung einer Aufstellung, was man in den letzten Jahren an Geld dort gelassen hat auch mitteilen.

    Mir hat es schon in einigen Hotels geholfen, so daß ich dort, als ich mit dem Besitzer sprach und ihm mitteilte, da ich oder auch meine Leute, wegen den Knack und Backbrötchen nicht mehr dort übernachten werden. Schon am nächsten Tag waren frische Bäckerbrötchen auf dem Tisch. Man muss nur sagen was man nicht akzeptiert, wenn man gutes Geld dafür bezahlt.

    Gerade an der Küste Ost, sind ein Großteil der Touristen doch irgendwie Angler, denn die Sonnenanbeter die fliegen doch lieber in den Süden.

    Es wird Zeit das wir uns alle auf die wirtschaftliche Stärke besinnen die wir haben und vielleicht auch mit der einen oder anderen Aktion über die diversen Foren selbst tätig werden, den auf die Verbände setzen, naja... Da ist in den letzten Jahren was die Öffentlichkeitsarbeit betrifft "Pro Angler", nicht so recht viel positives passiert, man hat sich da eher nach dem Wind gedreht, statt sich mal den Wind ins Gesicht blasen zu lassen.

    GvH
    Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel

  • Hallo Klaus,

    zuerst einmal herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

    Zu deinem Trööt gibt es nicht viel hinzuzufügen. :gut :gut :gut :gut

    Überhaupt der Satz mit der Prägung der frühesten Jugend, dem kann ich nur zustimmen.

    Was eigentlich fehlt ist genau, das strafend blickende Auge, dieses ist leider in den Ecken, in denen wir Angler uns aus Angst vor der Öffentlichkeit ;) gerne rumtreiben nicht allgegenwärtig.

    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel

  • Das mit der Unterschriftenliste halte ich für wenig erfolgversprechend, weil mit Sicherheit auch die Schweine ihre Unterschrift drunter setzen.
    Sind sie dann in einem unbeobachteten Moment, schmeißen sie ihren Dreck wieder hin!

    An vielen Seebrücken befinden sich doch auch Webcams!!! ;)

    Diese Cams auf die Plattform gerichtet, um das Treiben der Touristen mit aufzunehmen, könnte aber auch den einen oder anderen Schmutzfinken abschrecken.

    Hinweisschild, dass die Bilder von Schmutzfinken gegen Belohnung ins Internet gestellt werden, wirkt vielleicht wunder!!!! :P

    Man muss die Schweine bloß stellen, sie müssen das Gefühl haben, jederzeit ertappt zu werden. Zumindest auf den Seebrücken.

    Die Pflicht, eine Mülltüte auszulegen zeigt den anderen Leuten aber auch: Ahh...da sammelt jemand seinen Müll.


    Aber das will hier ja niemand.

    Und obwohl es ein Leichtes wäre, auch auf den Seebrücken einen großen, modern aussehenden Edelstahl-Müllbehälter aufzustellen, den jeder nutzen kann, tun es die wenigsten Gemeinden. Diese Behälter sind teuer und müssen täglich geleert werden.
    Das dadurch weniger Müll umher fliegt, der Touristen schreckt und teurer ist, aufzusammeln, interessiert die Kurtaxeneintreiber am Ende wenig!!!


    Außer den verstärkten Kontrollen, die von vielen gefordert werden, obwohl sie unrealistisch sind (lieber 20 Leute, die die Taxe eintreiben, als einen Kontrolleur), sollte man sich wirklich realistische Maßnahmen / Möglichkeiten überlegen, als zu sagen, dass es eh nichts bringt, weil wir die Schweine nie los werden.

    Denn am Ende sind wir die Leidtragenden und haben keine Angelplätze mehr, bzw, dürfen uns nur noch wenige Plätze mit den Schweinen teilen!

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • moin Addi,

    Zitat

    Die Pflicht, eine Mülltüte auszulegen zeigt den anderen Leuten aber auch: Ahh...da sammelt jemand seinen Müll. Aber das will hier ja niemand.

    langsam machst Du Dich bei mir etwas lächerlich :-D; das ist ein Verhalten , wie von einem Kleinkind, das seinen Willen nicht durchgesetzt bekommt. Akzeptiere doch einfach einmal, dass nicht alle Deine Idee mit der Mülltüte als das "Non Plus Ultra" ansehen. Dann wird Dir auch wieder leichter ums Herz :cheers:

  • Zitat

    Original von Addi
    Das mit der Unterschriftenliste halte ich für wenig erfolgversprechend, weil mit Sicherheit auch die Schweine ihre Unterschrift drunter setzen.
    Sind sie dann in einem unbeobachteten Moment, schmeißen sie ihren Dreck wieder hin!

    Denn am Ende sind wir die Leidtragenden und haben keine Angelplätze mehr, bzw, dürfen uns nur noch wenige Plätze mit den Schweinen teilen!


    Hallo Udo,

    und selbst wenn es so wäre das dort auch ein paar Schweine mit unterschreiben, es geht doch in erster Linie darum, die Leute wach zu rütteln. ;)

    Damit genau das nicht passiert, was du mit deinem letzten Satz angedeutet hast. :bad

    Und das auf Unterschriftenlisten immer wieder Leute unterschreiben, die genau das Gegenteil denken, tun oder verwirklichen das ist doch normal. Hauptsache eine Unterschrift mehr, die eventuell bewirkt das eine Sache umgesetzt, oder zumindest überdacht wird. ;)


    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel

  • Sind auch viele Urlauber, Fahrradfahrer und Sparziergänger unterwegs. Sind auch Fotographen unterwegs, welche sich des schönen Panoramas annahmen und einen Hamburger aus der nächsten Bude dabei hatten. Ich empfinde es nicht für gut, einen zweiten abgegrenzeten Personenkreis als mögliche Übeltäter hinzustellen.

    Bei dieser Thematik stört mich Eines zunehmend. " Können wir nicht mehr zulassen, dass Menschen Spuren ihres Darseins auf diesem Planeten hinterlassen? Wie steril haben wir die Erde zu erhalten? Wie weit dürfen die Zwänge, die wir uns selbst setzen, oder uns gesetz werden, noch gehen?

    Selbstverständlich gehört unser Müll in die Tonne, wenn sie denn vorhanden ist.
    Wo ist aber die Grenze?

    Nun rauche ich zwar filterlos, aber die Unbefangenheit, welche noch in Talkshows der 90iger und im Bundestag von Wehner, Strauß und Schmidt vermittelt wurde verpüre ich nicht mehr.

    Als Raucher und somit einträglicher Steuerzahler fühle ich mich zunehmend kriminalisiert. Wenn wir uns über drei Zigarettenstummen am vorgefundenen Angelplatz aufregen, sollten wir uns mal fragen, in wie weit wir noch wir selbst sind, oder in wie weit wir zu Duckmäusertum der Regeln unserer Gesellschaft geworden sind.

    • Offizieller Beitrag

    All,

    Zitat

    Zitat März Braune:
    Wenn wir uns über drei Zigarettenstummen am vorgefundenen Angelplatz aufregen, sollten wir uns mal fragen, in wie weit wir noch wir selbst sind, oder in wie weit wir zu Duckmäusertum der Regeln unserer Gesellschaft geworden sind.

    die uns manchmal auch noch von Minderheiten aufgezwungen
    werden.
    Über drei Kippen am Angelplatz regt sich doch kaum einer auf.
    Was für Ärger sorgt,sind doch die großen "Schweinereien".Dazu
    zähle ich auch abgezogene,weggeworfene Angelschnur.

    Mit Petri Heil
    Flunder

  • Da gebe ich dir vollkommen Recht. Eine Angelschnur wurde schon oft die Todesfalle für so manches Lebewesen.
    Der Kern meiner Aussage sollte sein, dass wir mündige Bürger sind und nicht jede Hinterlassenschaft als Müll deklarieren, welche einem Schwein zuzuordnen ist. Ein Kippen ohne Filter ist im nächsten Regen weg und ein abgegessener Apfelkripsch ist Nahrung für so manches Tier in der Nacht. Auch ein Papier wird sich zersetzen. Dem Unbelerbaren trage ich auch schon einmal eine liegengelassene Plaktiktüte, oder Maisdose weg. Bei aller Kritik an unseren Mitmenschen sollten wir aber am Boden bleiben und zuweilen auch Nachsicht üben, denn sie sind echt arme Schweine, die es eben in ihrer Kindheit nicht anders gelernt haben.

  • Moin Klaus

    Du hast recht, es wird niemals so sein, dass es nicht Leute gibt, die ihren Dreck einfach dort hin werfen, wo es nicht hin gehört.

    Aber was wird wohl eher passieren?
    Das man die Seebrücke ganz für Angler sperrt, wenn einige es einfach nicht fertig bringen, ihren angeltypischen Dreck weg machen?
    Oder das man Schilder aufstellt: Essen auf der Seebrücke verboten, weil man Tüen von Mäk Doof findet???

    Man sieht auch überall Kippen. Können jedem gehören. Aber wenn man sie an einem Angelplatz findet und dann noch zuhauf, dann weiß man, dass dies von einem Angler stammt.

    Den angeltypischen Dreck kann man eben einer Personengruppe zuordnen. Von daher stehen wir eben im Fokus.

    Oder man findet in einer Grünanlage leere Zündkerzen (Boonekamp), Haufen von Kronenkorken, Kippen, pp.
    Man kann es auch einer Personengruppe zuordnen. Entweder es ist die Trinkerszene oder es sind Jugendliche.
    Dort wird niemals ein Schild stehen: Für Jugendliche und Trinker verboten!!!!!

    Da wir die Schmutzfinken unter uns, die Schnur, Haken und all den anderen Dreck wie z.B. Fischabfälle liegen lassen, der eben auf die Angler hindeutet, stellt sich die Frage, ob wir dies einfach als gegeben hinnehmen oder etwas unternehmen.


    Wie ich oben schon erwähnte, wird es wohl darauf hinaus laufen, dass die Seebrücken am Ende ganz gesperrt werden.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Beim nochmaligen Überfliegen meiner Beiträge stelle ich fest, dass ich mehr auf den Müll als auf das Angeln von der Seebrücke eingegangen bin. Wenn ich mich nun gedanklich vom Angler fortbewege und einmal versuche mich in die Rolle eines Kurdirektors einer Gemeinde rein denke, stellt sich das Angeln in einem anderen Licht da.
    Seit 16 Jahren betreibe ich ein Geschäft in Niendorf / Ostsee. So manche Aussage über das Aufkommen von Touristen in der Lübecker Bucht kann ich also machen. Und an dem Aufkommen der Urlauber und den belegten Betten wird ein Kurdirektor gemessen. Ende der 90iger ist der Tourismus in der Lübecker Bucht stark eingebrochen. Die Berliner blieben aus, Meck- Pomm hatte aufgerüstet und die neue Küste wurde immer interessanter. Glücklicher Weise verblieben uns die Hamburger, welche die nahegelegene Küste für einen Wochenendtrip weiterhin nutzen. 2005 erfolgte jedoch der nächste Kracher, um Timmendorfer Strand herum entstand eine zeitlich nicht enden wollende Baustelle. Die von der EG beschlossenen Küstenschutzmaßnahmen wurden durchgeführt. Auf die Millionen der EG legten die Gemeinden weitere Millionen, um im Zuge des Küstenschutzes auch die Promenaden aufzupolieren.
    Seebrücken werden als Anziehungspunkt für Urlauber und als erweiterte Promenade verstanden. Somit wird von den Gemeinden jede störende Kleinigkeit im Auge des Urlaubers als contra produktiv im Sinne des Fremdenverkehrs verstanden. Eine Hinterlassenschaft, die am Vereinssee zur Nahrung der nachtaktiven Tiere dient, ist auf einer Seebrücke Müll und kann für mein Dafürhalten nicht geduldet werden.
    Man bewegt sich als Angler auf einer Seebrücke, mal schlank daher geschrieben, als Gast der Urlauber eines Ostseebades. Solange kein Fisch zappelt ist die Welt meist in Ordnung, aber wehe wenn der Angler Erfolg hat.- Mama, was macht der Mann da?- Der angelt-. Frag ihn doch mal welche Fische es hier gibt? Mama, jetzt hat er einen gefangen, was macht der Mann jetzt? Macht er den Fisch tot? Komm, Papa ist schon weiter gegangen, wer ihn zuerst einholt hat gewonnen!
    Stellen wir uns doch einmal einen Urlaub mit Kleinkindern auf dem Bauernhof vor. Am Nachmittag beginnt der Bauer vor den Augen der Kinder drei Hühner zu schlachten. Für den Bauern wird es wohl schwierig die Gäste für einen weiteren Urlaub im nächsten Jahr zu begeistern.
    Durch die unterschiedliche Interessenlage der Beteiligten wird so mancher Ort zu einer recht sensiblen Räumlichkeit, wenn dann noch störender Müll dazukommt wird der Knall nicht ausbleiben, denn es ist zu bedenken: Auch ohne liegengelassenen Müll bewegt sich der Angler auf einer Seebrücke auf dünnem Eis.

    • Offizieller Beitrag

    All,

    Zitat

    Zitat März Braune:
    Stellen wir uns doch einmal einen Urlaub mit Kleinkindern auf dem Bauernhof vor. Am Nachmittag beginnt der Bauer vor den Augen der Kinder drei Hühner zu schlachten.

    na und? Das war in meiner Kindheit Gang und Gebe.Wenn geschlachtet
    wurde haben wir Kinder damals zugeschaut.
    Wurde ein Tier getötet,gab es auch was zu essen.So war das damals.
    Heute wird ja alles ,was mit Töten und Blut zu tun hat,von den Kindern
    ferngehalten.Alles soll rein und sauber sein,eben heile Welt.
    Die Tiere sind "vermenschlicht" worden.
    Den Vorgang vom töten bis zum küchenfertigen Produkt kriegen die
    Kinder ja garnicht mehr mit.Selbst viele Erwachsene können damit nicht
    mehr umgehen.
    Kopf abschlagen,Federn rupfen,ausnehmen--wer will schon mit dem Dreck
    zu tun haben?
    Allerdings--heute ist es in unserer verstädterten Welt ja kaum noch
    möglich Viehzeug zu halten.
    Heute liegt alles in der Kühltruhe bereit.Deckel auf und schon liegt das
    Produkt küchenfertig da.
    Aber jetzt kommt noch hinzu--manche haben eine richtige professionelle
    Küche.Nur nichts schmutzig machen,nur keine üblen Gerüche.
    Es gibt Leute in meiner Bekanntschaft, die Braten z.B. keine Fische mehr
    in ihrer Küche.
    Oft hatte ich den Nachbarn Heringe mitgebracht.Doch nachdem sie immer
    mehr Ansprüche stellten, wie entschuppen, ausnehmen usw.
    habe ich es sein lassen.Wer essen will,der muß auch was dafür tun.
    Seit einiger Zeit fange ich nur noch für meine Familie.

    Was meint ihr,was hier los war als ein Lehrer vor der Klasse (im Schul-
    hof) ein Kaninchen schlachten ließ ??

    klaus,

    als Angler bewegt man sich in der Öffentlichkeit immer auf dünnem Eis.
    Auf blöde Fragen,kann man auch blöde Antworten geben.Aber man ist
    ja tolerant und höflich.

    @Leute,

    wir weichen vom eigentlichen Thema immer wieder auf Nebenschauplätze
    aus.
    Für uns Angler gilt:

    Der Müll muß mit !!

    Mit Petri Heil
    Flunder

  • Flunder.

    Was meint ihr,was hier los war als ein Lehrer vor der Klasse (im Schul-
    hof) ein Kaninchen schlachten ließ ??

    Wie ging es aus ?.

    Gruß

    Leben heißt auch Risiko, große Ziele, große Opfer, Garantien gibt’s nirgendwo.
    Keiner, ist besser als der andere, denn der Tot wartet aufjeden....


  • Moin Jürgen,
    genau das ist bei uns hier im Hafen auch das Problem und so verschwindet ein guter Angelplatz nach den anderen.

    Seine Notdurft wird hinter irgendwelchen Containern oder Paletten stapeln verrichtet. Das Ende vom Lied, die Firmen machen ihr Gelände, für uns Angler dicht.

    Ich grüße alle Angler die nach Fisch stinken und sich Schwimmhäute zwischen den Fingern wachsen lassen !

  • Kann ich nicht Nachvollziehn, so einen Lehrrer hätte ich mal gern Gehabt, der einen die Grund prinzipien des Lebens real darstellte.

    Leben heißt auch Risiko, große Ziele, große Opfer, Garantien gibt’s nirgendwo.
    Keiner, ist besser als der andere, denn der Tot wartet aufjeden....