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Passatdriver

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1

Sonntag, 11. März 2018, 19:33

Verlandung unseres Angelgewässers

Moin Moin

Mensch lange ist es her das ich hier im Forum mal was geschrieben habe, oder mich auch nur eingeloggt habe.
Ja mir hat einfach die Zeit zum Angeln gefehlt... die Arbeit war einfach Schuld..

Nun war heute Gewässerrundgang vom Verein aus gewesen.
Ich war erschrocken wie sich der Zustand unseres Gewässers verschlechtert hat.

In den Kurven haben sich große Schlickbänke gebildet... Die Wassertiefe liegt zwischen 50cm und 1m...

Ausbaggern ist nicht, da Landschaftschutzgebiet und vom Landkreis nicht gewollt..
Hab euch mal ein paar Bilder angehängt.

Der Wasserstand ist nicht niedriger als sonst auch gewesen...




Addi

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2

Montag, 12. März 2018, 05:42

Hallo Passatdriver, schön mal wieder von dir zu hören.

Ich vermute, der Fluss enthält viele Schwebstoffe, die sich an den Außenkanten der Kurven ablagern. Mangels genügend Fließgeschwindigkeit, werden sie nicht fortgetragen.
Da die Reststelle aber immer enger wird, wird hier auch die Fließgeschwindigkeit höher. Das tut dem Flüsschen (sprichst du von der Oste?) sicher gut.
Gruß
Udo


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HAVÖRED

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3

Montag, 12. März 2018, 13:10

Hallo Passatdriver,

ich gehe mal davon aus, das auch ein ausbaggern auf Dauer da nicht viel helfen würde.

Da wie Udo schon oben schrieb, Partikel (Sand-Schlamm-Algen-Schwebstoffe) sich gerne in der Außenkurve anschwemmen und sich dort ablagern auf Grund der niedrigeren Fließgeschwindigkeit.

Das ist hier bei uns im Rhein auch so. Dafür wird es auf der gegenüberliegenden Seite an der Innenkurve des Gewässers durch die dadurch entstehende höhere Fließgeschwindigkeit tiefer.

Aber schön, dass du auch mal wieder die Zeit gefunden hast, dich hier im Forum zu melden.

Hast du denn inzwischen ein neues Auto?

GvH Rainer
Gut das nicht alle Fische an einer Leine ziehen.


Fehmarn 2018 naht mit großen Schritten :P

Haui006

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4

Montag, 12. März 2018, 14:43

Hallo,

nennen wir den Niederungsbach mal SCHWINGE. Er mündet in die Elbe, die ja
bis über Hamburg hinaus Gezeiten hat. Der Schwinge hat man das schon frühzeitig
ausgetrieben, immer dieses hoch und runter mit dem Wasserstand und dann auch
noch immer wieder diese Überflutungen der ganzen Nutzflächen (Polder?). Dem ist
wie den meisten ähnlichen Bächen ein Sperrwerk vorgeschoben worden. Manche nur
mit Schleusen aber auch mit Schleusen und Pumpwerken um das dahinter liegende
Land trocken zu halten wenn wieder einmal die Elbe bis hoch an den Deich steht.
In Stade ist dann auch noch eine Staustufe (Kommandantendeich) zur
Stromerzeugung zu erkennen. Der Norddeutsche hat es auch ganz gern warm in
seinem Stübchen, also muss etwas zum Heizen her. Torf ist nicht so der große
Bringer und recht mühsam in der Gewinnung. Nachwachsen will es auch nicht so
recht. Dort stand aber gestern noch ein Baum an der Schwinge, wo ist der hin?
Hatte der nicht zusammen mit seinen Nachbarbäumen die Schwinge beschattet und
so den Pflanzenwuchs im Bach gebremst ,zusätzlich zu dem Gezeiten
bedingten Wasserstands Wechsel. Sind nicht vielleicht auch einige Nutztiere
mehr bei den Bauern in den Ställen? Gülle und anderer Dünger fällt da sicher
auch etwas mehr als früher an. Was alles auf den Feldern landet. Das Futter
kommt aus Nord-und Südamerika, Die Schweine gehen nach Afrika, China, Polen und
Russland. Die Gülle bleibt aber der Region und erhöht den Nährstoffeintrag in
die Bäche.

Dann ist dann noch die Sache mit dem mäandernden Bach oder Fluss. In der Außenkurve,
dem Prallhang erfolgt Abtragung und in der Innenkurve dem Gleithang erfolgt die
Ablagerung. Gibt es auch schöne Bilder dazu die alle geschützt sind.

Flunder

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5

Montag, 12. März 2018, 18:41

Hallo Passatdriver,

das ist nun mal der Lauf der Zeit. Wo der Mensch nicht eingreift,
macht die Natur was sie will. Und das ist gut so.

Was meinst, wenn die Elbe nicht ständig ausgebaggert würde, wäre
Hamburg nur noch mit Schlickrutschern zu erreichen.

Mit Petri Heil
Flunder
Watt wär`n wa ohne Wattwurm?

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Der Müll muß mit !!

leider vorbei

rockon85

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6

Montag, 12. März 2018, 19:11

Moin,

wollte auch schon schreiben, dass sowas halb so schlimm ist. Für Angler natürlich, die an der Kurve angeln wollen etwas ungünstig, aber ich denke den Fischen ist das egal. Die geringe Tiefe muss auch nicht immer ein Nachteil sein. Ich denke für Weissfische und Aal ist sowas ein Paradies.

LG

rüdl

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7

Dienstag, 13. März 2018, 10:18

Moin,..

.. da isser ja mal wieder :gut ;-)


Zum Thema "verlandung"..

.. ich sehe das gar nicht als "schlimm";
denn genau in solchen Ecken hat man mehr Leben als im Rest des Bachbett's ..
.. meist sind es genau solche "Sandbankecken", die bei Normal-Wasser-Stand nur ca. 5-15cm Wasser
über dem Sediment haben und genau deswegen Massenhaft Brutfische beherbergen;
also sehr dienlich für die Aufzucht und beim Schutz des Nachwuchs ;-)


.. würde man Wasserbaupfähle genau zwischen "Sandbank" und tieferes Wasser kloppen und
dazwischen Buschfaschienen bis knapp unter die Wasseroberfläche einbinden,
dann würde ich der Kurve wieder Schilf und andere wichtige Wasserpflanzen aufkommen..

.. damit würde sich (angewendet auf viele solcher Kurven) die Wassergeschwindigkeit etwas erhöhen und
Sedimente besser ab-trans-portieren, damit quasi die Tiefe des restlichen Bachbett's "sauber" (auf Tiefe) halten..
.. die aufkommenden Pflanzen in den Kurven würden zum einen als Laichhilfe dienen und
die Vermehrung von Insektenarten ankurbeln, welche letzendlich auch wieder zur Ernährung der Fische beitragen..
UND.. :-D .. in eine Solche "Schlammkurve" traut sich mind. 10 Jahre lang kein Trekker rein-zu-fahren geschweige zu mähen :-)


Macht was possitives drauß, das "Kapital" liegt schon in den Kurven. ;-)



.. hier dazu ein Beispiel aus unserem Gewässer ..



.. auf der gegenüber liegenden Seite werden gerade Strömungsabweiser eingebaut, damit die Kurve
sich nicht weiter Ackerland einverleibt; auf der rechten Seite die Sedimentbank, selbige ist auf der
hier sichtbaren Seite ca. 50m lang und erstreckt sich weiterer 30m um die Kurve .. .. mehr
Kleinfisch als auf genau diesem flachen Gewässerstreifen findet man auf den ca. 10km
Gewässerstrecke nirgends .. im tieferen Wasser stehen hier das ganze Jahr über Barsch und Zander,
denn nirgends ist es leichter Beute zu machen ;-)



.. das ist alles feinstes Sediment; d.h. ein Versuch mit der Wathose da rein zu laufen würde
mit einer Rettungsaktion enden.. man sinkt wie bei Treibsand.. :rolleyes:



Gruß rüdl
.. ich hätte angeln gehen sollen ..

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »rüdl« (13. März 2018, 10:30)


Addi

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8

Dienstag, 13. März 2018, 16:42

Ein Eldorado für Muscheln, Schnecken, Würmer und anderes Getier. Zig Vögel finden hier ihre Nahrung. Bringe man noch in die Engstelle ein paar große Steine und schafft eine Art Wehr und bringt darunter ein Kiesbett aus, ist das ideal, um Meerforellen anzusiedeln. Kehren sie hier zurück, finden sie genau dort sauerstoffreiches Wasser, um ihr Rogen abzulegen.

Ideal für ein Angelverein oder Verband i.V. mit dem Umweltamt oder dem Bezirk, hier nachhaltig für den Naturschutz tätig zu werden.

Da kann so manche selbsternannte Naturorganisation nie mithalten!
Gruß
Udo


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9

Dienstag, 13. März 2018, 20:39

Ja genau.. es handelt sich bei dem Gewässer um die Schwinge..

Gülle ausbringen ist der an der Schwinge nicht so einfach... der Großteil der Flächen liegt brach, da einfach zu Nass zum Bewirtschaften.
Desweiteren darf auch in dem Bereich der Landschaftschutzgebiet ist nur Grünland sein, also kein Mais usw.

Meerforelle und Lachs haben wir, deshalb haben wir auch schon das ein oder andere Kiesbett angelegt, die werden auch angenommen...

Ja nen neues Auto habe ich mittlerweile... habe mir vor kurzem einen 3 Jahre alten VW Passat gekauft...

Ja fürs Angeln ist wieder mehr Zeit.. Bin bei uns im Verein als Jugendwart tätig und habe den Posten jetzt auch bei uns im Kreisanglerverband übernommen..

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10

Donnerstag, 15. März 2018, 19:40

Ja genau.. es handelt sich bei dem Gewässer um die Schwinge..

Gülle ausbringen ist der an der Schwinge nicht so einfach... der Großteil der Flächen liegt brach, da einfach zu Nass zum Bewirtschaften.
Desweiteren darf auch in dem Bereich der Landschaftschutzgebiet ist nur Grünland sein, also kein Mais usw.

Meerforelle und Lachs haben wir, deshalb haben wir auch schon das ein oder andere Kiesbett angelegt, die werden auch angenommen...

Ja nen neues Auto habe ich mittlerweile... habe mir vor kurzem einen 3 Jahre alten VW Passat gekauft...

Ja fürs Angeln ist wieder mehr Zeit.. Bin bei uns im Verein als Jugendwart tätig und habe den Posten jetzt auch bei uns im Kreisanglerverband übernommen..
Hallo Passatdriver,

schön mal wieder von dir etwas zu hören...........

Ich kann dir die Renaturierungsprojekte von Jens Salva empfehlen, mit dem haben wir vor 5 Jahren am Holtorfer Bach zusammen gearbeitet.

Der ist Biologe bei Weser-Ems und hat echt was auf der Pfanne.........schreib ihn doch einfach mal an.......Geh einfach mal auf die Home-Page von Weser-Ems und stöber mal in der Rubrik Renaturierung herum, da wird genau das beschrieben, was rüdl im vorigen Bericht erwähnt hat.

Denn de Pöhl mut setten............bloß nach 8 Stunden hatte ich solche Kreuzschmerzen und Arme wie Schwarzenegger........ :D

Der gute Mann kann dir auch erzählen, wie du an die Geldtöpfe kommst........zum Bsp. über die Umweltlotterie Bingo........die fördern nämlich solche Projekte.

Wenn du Telefonnummern oder E-Mailadressen brauchst schreibe mich bitte über PN an, dann helfe ich dir.



Gruß Jürgen
Ich grüße alle Angler die nach Fisch stinken und sich Schwimmhäute zwischen den Fingern wachsen lassen !

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rüdl

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11

Freitag, 16. März 2018, 10:50

Moin,..

Thema:

Zitat

"Der gute Mann kann dir auch erzählen, wie du an die Geldtöpfe
kommst....
....zum Bsp. über die Umweltlotterie Bingo....
....die fördern
nämlich solche Projekte."
.. die Geldtöpfe sind nicht das Problem;
seit die EU beschlossen hat, daß die Gewässer renaturiert werden (müssen) und für JEDES Gewässer eine Art Schutz gilt
gibt es randvolle Töpfe, die man ausschöpfen kann /( könnte ) ..

.. das "Ding" ist hierbei nur die Eigenleistung die erbracht werden muß;
- entweder in Form von %-tualem finanziellen Anteil (irgend wie bei 20%)
- oder als Ersatz in Form von geleisteten Stunden, die mit a' 15€ (?) angerechnet werden (.. erinnere mich wage, aber man sprach von 15,-€/h)


Bsp.: .. eine Kies-bett-einbringung für eine Renaturierung kostet 10.000,-€;
dann wäre die Eigenleistung hierbei 2000,-€ oder Ersatzweise 134 Stunden Arbeitsleistung a' 15€;
( .. wären für 10 Mitglieder a' 13h Arbeitszeit; oder für 18 Mitglieder einen Tag mit 7,5h Arbeitszeit..)



Näheres ist auch bei der zuständigen (unteren) Wasserbehörde zu erfahren; die haben i.d.R. schon
Erfahrungen mit den EU-Anträgen; wie lange das dauert..; wie der Antrag aussehen sollte.. ; etc etc. ;-)
Auch der Wasser- und Bodenverband "saugt" aus den EU-Töpfen und kennt sich betreff der Förderanträge
gut aus.. ;-)


Wo der Haken an der Sache ist .. ? ..
.. naja, EINER muß das Zepter in die Hand nehmen und eine Menge Zeit opfern
(ohne auf zu geben !)
und das Projekt von Anfang bis Ende im Auge behalten ;-)
Projekt --> Namen verpassen ..
Ort --> Wo soll Was passieren und Warum ..
Wem gehört das Grundstück/das Gewässer auf/an dem man arbeiten/d'rauf fahren möchte --> Einverständniserklärungen einholen ..
Vorhaben --> Materialbedarf errechnen .. --> Kostenvoranschläge einholen ..
etc etc etc .



Gruß rüdl
.. ich hätte angeln gehen sollen ..

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