Verlandung unseres Angelgewässers

  • Moin Moin


    Mensch lange ist es her das ich hier im Forum mal was geschrieben habe, oder mich auch nur eingeloggt habe.
    Ja mir hat einfach die Zeit zum Angeln gefehlt... die Arbeit war einfach Schuld..


    Nun war heute Gewässerrundgang vom Verein aus gewesen.
    Ich war erschrocken wie sich der Zustand unseres Gewässers verschlechtert hat.


    In den Kurven haben sich große Schlickbänke gebildet... Die Wassertiefe liegt zwischen 50cm und 1m...


    Ausbaggern ist nicht, da Landschaftschutzgebiet und vom Landkreis nicht gewollt..
    Hab euch mal ein paar Bilder angehängt.


    Der Wasserstand ist nicht niedriger als sonst auch gewesen...


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  • Hallo Passatdriver, schön mal wieder von dir zu hören.


    Ich vermute, der Fluss enthält viele Schwebstoffe, die sich an den Außenkanten der Kurven ablagern. Mangels genügend Fließgeschwindigkeit, werden sie nicht fortgetragen.
    Da die Reststelle aber immer enger wird, wird hier auch die Fließgeschwindigkeit höher. Das tut dem Flüsschen (sprichst du von der Oste?) sicher gut.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Hallo Passatdriver,


    ich gehe mal davon aus, das auch ein ausbaggern auf Dauer da nicht viel helfen würde.


    Da wie Udo schon oben schrieb, Partikel (Sand-Schlamm-Algen-Schwebstoffe) sich gerne in der Außenkurve anschwemmen und sich dort ablagern auf Grund der niedrigeren Fließgeschwindigkeit.


    Das ist hier bei uns im Rhein auch so. Dafür wird es auf der gegenüberliegenden Seite an der Innenkurve des Gewässers durch die dadurch entstehende höhere Fließgeschwindigkeit tiefer.


    Aber schön, dass du auch mal wieder die Zeit gefunden hast, dich hier im Forum zu melden.


    Hast du denn inzwischen ein neues Auto?


    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


  • Hallo,


    nennen wir den Niederungsbach mal SCHWINGE. Er mündet in die Elbe, die ja
    bis über Hamburg hinaus Gezeiten hat. Der Schwinge hat man das schon frühzeitig
    ausgetrieben, immer dieses hoch und runter mit dem Wasserstand und dann auch
    noch immer wieder diese Überflutungen der ganzen Nutzflächen (Polder?). Dem ist
    wie den meisten ähnlichen Bächen ein Sperrwerk vorgeschoben worden. Manche nur
    mit Schleusen aber auch mit Schleusen und Pumpwerken um das dahinter liegende
    Land trocken zu halten wenn wieder einmal die Elbe bis hoch an den Deich steht.
    In Stade ist dann auch noch eine Staustufe (Kommandantendeich) zur
    Stromerzeugung zu erkennen. Der Norddeutsche hat es auch ganz gern warm in
    seinem Stübchen, also muss etwas zum Heizen her. Torf ist nicht so der große
    Bringer und recht mühsam in der Gewinnung. Nachwachsen will es auch nicht so
    recht. Dort stand aber gestern noch ein Baum an der Schwinge, wo ist der hin?
    Hatte der nicht zusammen mit seinen Nachbarbäumen die Schwinge beschattet und
    so den Pflanzenwuchs im Bach gebremst ,zusätzlich zu dem Gezeiten
    bedingten Wasserstands Wechsel. Sind nicht vielleicht auch einige Nutztiere
    mehr bei den Bauern in den Ställen? Gülle und anderer Dünger fällt da sicher
    auch etwas mehr als früher an. Was alles auf den Feldern landet. Das Futter
    kommt aus Nord-und Südamerika, Die Schweine gehen nach Afrika, China, Polen und
    Russland. Die Gülle bleibt aber der Region und erhöht den Nährstoffeintrag in
    die Bäche.


    Dann ist dann noch die Sache mit dem mäandernden Bach oder Fluss. In der Außenkurve,
    dem Prallhang erfolgt Abtragung und in der Innenkurve dem Gleithang erfolgt die
    Ablagerung. Gibt es auch schöne Bilder dazu die alle geschützt sind.

  • Hallo Passatdriver,


    das ist nun mal der Lauf der Zeit. Wo der Mensch nicht eingreift,
    macht die Natur was sie will. Und das ist gut so.


    Was meinst, wenn die Elbe nicht ständig ausgebaggert würde, wäre
    Hamburg nur noch mit Schlickrutschern zu erreichen.


    Mit Petri Heil
    Flunder

    Watt wär`n wa ohne Wattwurm?


    SAV Kanalfreunde Kiel e.V.


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    Wieder auf der Insel: neuer Anlauf: 24. 10. 2020 bis 31. 10. 2020

    Der Müll muss mit !!!



  • Moin,


    wollte auch schon schreiben, dass sowas halb so schlimm ist. Für Angler natürlich, die an der Kurve angeln wollen etwas ungünstig, aber ich denke den Fischen ist das egal. Die geringe Tiefe muss auch nicht immer ein Nachteil sein. Ich denke für Weissfische und Aal ist sowas ein Paradies.


    LG

  • Moin,..


    .. da isser ja mal wieder :gut ;-)



    Zum Thema "verlandung"..


    .. ich sehe das gar nicht als "schlimm";
    denn genau in solchen Ecken hat man mehr Leben als im Rest des Bachbett's ..
    .. meist sind es genau solche "Sandbankecken", die bei Normal-Wasser-Stand nur ca. 5-15cm Wasser
    über dem Sediment haben und genau deswegen Massenhaft Brutfische beherbergen;
    also sehr dienlich für die Aufzucht und beim Schutz des Nachwuchs ;-)



    .. würde man Wasserbaupfähle genau zwischen "Sandbank" und tieferes Wasser kloppen und
    dazwischen Buschfaschienen bis knapp unter die Wasseroberfläche einbinden,
    dann würde ich der Kurve wieder Schilf und andere wichtige Wasserpflanzen aufkommen..


    .. damit würde sich (angewendet auf viele solcher Kurven) die Wassergeschwindigkeit etwas erhöhen und
    Sedimente besser ab-trans-portieren, damit quasi die Tiefe des restlichen Bachbett's "sauber" (auf Tiefe) halten..
    .. die aufkommenden Pflanzen in den Kurven würden zum einen als Laichhilfe dienen und
    die Vermehrung von Insektenarten ankurbeln, welche letzendlich auch wieder zur Ernährung der Fische beitragen..
    UND.. :-D .. in eine Solche "Schlammkurve" traut sich mind. 10 Jahre lang kein Trekker rein-zu-fahren geschweige zu mähen :-)



    Macht was possitives drauß, das "Kapital" liegt schon in den Kurven. ;-)


    [Blockierte Grafik: http://www.asv-hagen.de/images/stories/Stroemungsabweiser_2009/6948_06_2009.jpg]


    .. hier dazu ein Beispiel aus unserem Gewässer ..


    [Blockierte Grafik: http://www.asv-hagen.de/images/stories/Stroemungsabweiser_2009/6936_06_2009.jpg]


    .. auf der gegenüber liegenden Seite werden gerade Strömungsabweiser eingebaut, damit die Kurve
    sich nicht weiter Ackerland einverleibt; auf der rechten Seite die Sedimentbank, selbige ist auf der
    hier sichtbaren Seite ca. 50m lang und erstreckt sich weiterer 30m um die Kurve .. .. mehr
    Kleinfisch als auf genau diesem flachen Gewässerstreifen findet man auf den ca. 10km
    Gewässerstrecke nirgends .. im tieferen Wasser stehen hier das ganze Jahr über Barsch und Zander,
    denn nirgends ist es leichter Beute zu machen ;-)


    [Blockierte Grafik: http://www.asv-hagen.de/images/stories/Stroemungsabweiser_2009/6947_06_2009.jpg]


    .. das ist alles feinstes Sediment; d.h. ein Versuch mit der Wathose da rein zu laufen würde
    mit einer Rettungsaktion enden.. man sinkt wie bei Treibsand.. :rolleyes:




    Gruß rüdl

    .. ich hätte angeln gehen sollen ..

    2 Mal editiert, zuletzt von rüdl ()

  • Ein Eldorado für Muscheln, Schnecken, Würmer und anderes Getier. Zig Vögel finden hier ihre Nahrung. Bringe man noch in die Engstelle ein paar große Steine und schafft eine Art Wehr und bringt darunter ein Kiesbett aus, ist das ideal, um Meerforellen anzusiedeln. Kehren sie hier zurück, finden sie genau dort sauerstoffreiches Wasser, um ihr Rogen abzulegen.


    Ideal für ein Angelverein oder Verband i.V. mit dem Umweltamt oder dem Bezirk, hier nachhaltig für den Naturschutz tätig zu werden.


    Da kann so manche selbsternannte Naturorganisation nie mithalten!

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Ja genau.. es handelt sich bei dem Gewässer um die Schwinge..

    Gülle ausbringen ist der an der Schwinge nicht so einfach... der Großteil der Flächen liegt brach, da einfach zu Nass zum Bewirtschaften.
    Desweiteren darf auch in dem Bereich der Landschaftschutzgebiet ist nur Grünland sein, also kein Mais usw.


    Meerforelle und Lachs haben wir, deshalb haben wir auch schon das ein oder andere Kiesbett angelegt, die werden auch angenommen...


    Ja nen neues Auto habe ich mittlerweile... habe mir vor kurzem einen 3 Jahre alten VW Passat gekauft...


    Ja fürs Angeln ist wieder mehr Zeit.. Bin bei uns im Verein als Jugendwart tätig und habe den Posten jetzt auch bei uns im Kreisanglerverband übernommen..

  • Hallo Passatdriver,


    schön mal wieder von dir etwas zu hören...........


    Ich kann dir die Renaturierungsprojekte von Jens Salva empfehlen, mit dem haben wir vor 5 Jahren am Holtorfer Bach zusammen gearbeitet.


    Der ist Biologe bei Weser-Ems und hat echt was auf der Pfanne.........schreib ihn doch einfach mal an.......Geh einfach mal auf die Home-Page von Weser-Ems und stöber mal in der Rubrik Renaturierung herum, da wird genau das beschrieben, was rüdl im vorigen Bericht erwähnt hat.


    Denn de Pöhl mut setten............bloß nach 8 Stunden hatte ich solche Kreuzschmerzen und Arme wie Schwarzenegger........ :D


    Der gute Mann kann dir auch erzählen, wie du an die Geldtöpfe kommst........zum Bsp. über die Umweltlotterie Bingo........die fördern nämlich solche Projekte.


    Wenn du Telefonnummern oder E-Mailadressen brauchst schreibe mich bitte über PN an, dann helfe ich dir.




    Gruß Jürgen

    Ich grüße alle Angler die nach Fisch stinken und sich Schwimmhäute zwischen den Fingern wachsen lassen !

  • Moin,..


    Thema:


    Zitat

    "Der gute Mann kann dir auch erzählen, wie du an die Geldtöpfe
    kommst....
    ....zum Bsp. über die Umweltlotterie Bingo....
    ....die fördern
    nämlich solche Projekte."

    .. die Geldtöpfe sind nicht das Problem;
    seit die EU beschlossen hat, daß die Gewässer renaturiert werden (müssen) und für JEDES Gewässer eine Art Schutz gilt
    gibt es randvolle Töpfe, die man ausschöpfen kann /( könnte ) ..


    .. das "Ding" ist hierbei nur die Eigenleistung die erbracht werden muß;
    - entweder in Form von %-tualem finanziellen Anteil (irgend wie bei 20%)
    - oder als Ersatz in Form von geleisteten Stunden, die mit a' 15€ (?) angerechnet werden (.. erinnere mich wage, aber man sprach von 15,-€/h)



    Bsp.: .. eine Kies-bett-einbringung für eine Renaturierung kostet 10.000,-€;
    dann wäre die Eigenleistung hierbei 2000,-€ oder Ersatzweise 134 Stunden Arbeitsleistung a' 15€;
    ( .. wären für 10 Mitglieder a' 13h Arbeitszeit; oder für 18 Mitglieder einen Tag mit 7,5h Arbeitszeit..)



    Näheres ist auch bei der zuständigen (unteren) Wasserbehörde zu erfahren; die haben i.d.R. schon
    Erfahrungen mit den EU-Anträgen; wie lange das dauert..; wie der Antrag aussehen sollte.. ; etc etc. ;-)
    Auch der Wasser- und Bodenverband "saugt" aus den EU-Töpfen und kennt sich betreff der Förderanträge
    gut aus.. ;-)



    Wo der Haken an der Sache ist .. ? ..
    .. naja, EINER muß das Zepter in die Hand nehmen und eine Menge Zeit opfern
    (ohne auf zu geben !)
    und das Projekt von Anfang bis Ende im Auge behalten ;-)
    Projekt --> Namen verpassen ..
    Ort --> Wo soll Was passieren und Warum ..
    Wem gehört das Grundstück/das Gewässer auf/an dem man arbeiten/d'rauf fahren möchte --> Einverständniserklärungen einholen ..
    Vorhaben --> Materialbedarf errechnen .. --> Kostenvoranschläge einholen ..
    etc etc etc .




    Gruß rüdl

  • Moin zusammen,


    ich habe mich gerade mal hier angemeldet, um Kontakt zu Euch aufnehmen zu können! Ich sitze, wie viele andere, gerade sehr viel zu Hause. Und da habe ich mich mal im Netz umgesehen, ob es andere Angler gibt, denen ähnliche Dinge wie mir am Herzen liegen. Ich stamme aus Stade und bin an der Schwinge und an der Alten Schwinge aufgewachsen. Darum auch mein Username. Heute wohne und arbeite ich in Hannover, bin dort im Fischereiverein Hannover und bin Jugendwart und damit auch Vorstandsmitglied. Nun aber zu meinem Anliegen!!! Ich konnte als Jugendlicher sehr schön in der Alten Schwinge angeln, mein Elternhaus steht in nächster Nähe. Nach der Schule konnte ich mir meine Angelsachen schnappen und konnte 10 Minuten später meine Ruten auswerfen. Ich bin heute noch sehr oft und gerne in Stade, bin aber nicht mehr Mitglied im SAV. Mir hatte mein alter Verein aber sehr gut gefallen. Wenn ich aber einen Blick auf mein ehemaliges Lieblingsgewässer werfe, die Alte Schwinge, dann kommen mir die Tränen und ich werde wehmütig. Nach meinen Infos Infos soll und darf die Alte Schwinge nicht ausgebaggert werden, weil es dort geschützte Teichrosen gibt. Das ist mir wirklich unverständlich. Wenn es dort bald kein Wasser mehr gibt, dann können dort über kurz oder lang auch keine Teichrosen mehr existieren. Oder sehe ich das falsch? Als ich 15 Jahre alt war, konnte man in der Alten Schwinge sehr gut angeln, wenn das Wasser auch damals schon sehr flach war, maximal 50 bis 100cm. Im Frühjahr fanden sich dort schnell alle Weißfischarten ein, um bald dem Laichgeschäft nachzugehen. Und damit war dort auch alles zu Hause, was von den Weißfischen und der Brut/dem Rogen lebt. Das Gewässer war super für jede Art von Weißfisch, für mittlere Karpfen, Schleie, große Karauschen, gute Aale usw. usw. Und heute bietet sich dort ein (zeitweise stinkendes) Dilemma. Aber eben kein einziger Fisch mehr. Das Gewässer ist so flach, dass bestenfalls die Wurzeln der Teichrosen unter Wasser liegen. Auch die Kleinfische können mit so wenig Wasser nicht mehr existieren. Das Gewässer hat um den 1. Mai herum, also pünktlich zum jährlichen Anangeln, gebrodelt vor Leben und Fisch!

    Ich habe in dieser Sache auch schon mal Kontakt zum Anglerverband Niedersachsen gesucht, aber von Hannover nach Stade ist es weit. Allein kann ich da wohl auch nichts erreichen. Wenn es im Stader Anglerverein ein paar Verbündete gäbe, mit welchen man wenigstens mal das Gespräch mit dem AVN suchen könnte, dann würde ich mich sehr gerne für die Sache engagieren und mitarbeiten. Termine mit dem AVN kann ich dazu problemlos vereinbaren. Ich kenne die Kollegen dort recht gut!

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch hier wenigstens mal melden würdet!



    Viele Grüße, stramme Schnüre und Petri Heil, Jens Matyschok

  • Das mit dem Verlanden kann ich an unserer Au ebenfalls beobachten.........im letzten Jahrtausend galt sie wohl noch als Schiffahrtstrasse und wurde alle ca. 20 Jahre mal "entschlammt"......seit 20 Jahren ist das wohl nicht mehr so(müsste die Gemeinde machen) und so wird sie immer flacher.


    Und Willkommen im Askariboard......


    gruß degl

  • Moin, ...


    Zitat

    Nach meinen Infos Infos soll und darf die Alte Schwinge nicht ausgebaggert werden, weil es dort geschützte Teichrosen gibt.
    Das ist mir wirklich unverständlich.
    Wenn es dort bald kein Wasser mehr gibt, dann können dort über kurz oder lang auch keine Teichrosen mehr existieren.

    Äh... DAS halte ich für "Quatsch" ;-)

    Für Gewässer - Renaturierungs - Maßnahmen spielt der Landschafts-Schutz eine untergeordnete Rolle,
    sofern der "olle Wassergraben" diese Landschaft erst zu dem macht, was sie "darstellen" soll bzw. so erhaltenswert macht.

    Teichrosen sind immer "Boden-Sammler", d.h. die Verwirbelungen an den Stengeln sorgen dafür, daß Schwebstoffe sich zwischen den Seerosen ablagern und quasi den Boden dadurch anheben.

    Da Niemand diese Seerosen "killen" will, sondern man eventuell die "Biester" sogar auf-teilt und
    an mehreren (geeigneten Stellen) für "MEHR" Seerosen sorgt; so spricht da aus Naturschutz-blablabla nichts

    gegen "possitive Veränderungen" (bsp.w. bachbett-anpassung / rückbau auf "anno 19??) .



    "Wenn es dort bald kein Wasser mehr gibt" ...

    .. die Wassermenge wird sich vermutlich kaum verändert haben,

    ( außer in so beschi**en trockenen Sommer wie '18/'19 )

    jedoch wird das ursprüngliche Bachbett durch Ufereinbrüche/ Ausschwemmungen und dergl. viel breiter geworden sein.

    Eine Renaturierung mittels Bachbett-Einengung dürfte diesem "Sommer-"Problem Einhalt gebieten.
    Dabei wird nur dafür gesorgt, daß auch im Sommer die Fließgeschwindigkeit (mind. Wassertiefe) erhalten bleibt /erhöht wird;
    diese Maßnahmen sorgen auch in flauen Monaten mit wenig Niederschlägen, für einen verbesserten"Abzug" der feinen Sedimente/Schwebstoffe. Weniger abgesetzter Schlamm erhöht damit auch die Gewässer-Reinigungsleistung und verbessert den Sauerstoffeintrag.



    Oft reden die Verantwortlichen mit den zuständigen "Behörden" als wollten sie eine Turnhalle oder eine Autobahn bauen.
    Was ich damit sagen möchte; man sollte nicht zuerst das Wort BAGGER im Dialog verwenden
    oder so tun als ob man alles mit Maschinen umkrempeln will und dies dann alles besser macht.

    Bach-bett-ein-engungen mit Faschinen, Pfählen, Kies etc. sind eine wirksame Methode gegen die ausgespühlten und viel zu breit gewordenen Bäche / Flußläufe / (Fliesgewässer) ..

    A B E R .. ein Bagger sollte immer nur als Hilfsmittel für derlei Verbesserungen eingesetzt werden
    und nicht als "Heilmittel" aller Probleme benutzt werden.

    Viele Firmen haben auf Bio-Hydraulik-Öle umgestellt und sind sich ihrer Verantwortung bei Arbeiten im/am/nahe der Gewässer bewußt; andere kleben nur eine Bio-Hydraulik-Öl-Aufkleber an den Bagger und denken damit ist dann alles i.O. ... .


    Leider ist es aber generell schon so ausgeartet;
    daß man erstmal ein Gutachten anstreben muß;
    dann folgt das leidliche Diskutieren mit allen "dem Gewässer da-zugehörigen Besitzern / Nutzern /angrenzenden Parteien";
    ( Bsp. zuständiger WaBo; Landwirte; Gemeinde, Privatanlieger; betroffene Landschaftsgärtner, Firmen, untere Naturschutzbeh. etc. .)

    .. dannach wird dann irgend etwas beschlossen ...


    Hier denkt man "eigentlich", WOW !! ,
    bei soviel EU-Geldern, die genau dafür bereit stehen
    müsste man das Projekt ja zügig und locker angehen können .. .. ..


    *Puste-Kuchen* ..


    .. am Ende dauert es meist noch viele Jahre,
    bis sich überhaupt eine Firma findet,
    die diesen Beschluß (für alle) sinnvoll umsetzen kann / will.

    Ja genau "WILL", denn die Auflagen sind teilweise schlimmer als "bekloppt";


    .. der Erste Hersteller,
    der "schwebende" Bagger herstellt wird ein Vermögen machen ;)


    Gruß rüdl

  • Hallo rüdl,

    vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung. Es freut mich außerordentlich, dass sich jemand auf mein Anliegen gemeldet hat! Leider geht bei Deinen Kommentaren einiges durcheinander, was aber wohl daran liegt, dass Du nicht wirklich ortskundig bist. Woher stammst Du?

    Was ich zur Alten Schwinge beschrieben habe, bezieht sich auf einen Altarm eines Flusses. Die Schwinge ist vor vielen Jahren teilweise begradigt worden. Seitdem ist die alte Schwinge ein einseitig angeschlossener Altarm. Das Wasser läuft bei hohem Wasserstand in den Altarm und bei niedrigem Wasserstand wieder heraus. Da dieser Gewässerabschnitt oberhalb einer Schleuse liegt, gibt es nur noch sehr wenig Bewegung beim Wasserstand. Nur beim Winter- oder Frühjahrshochwasser führt der Altarm wirklich etwas mehr Wasser. Der Hauptstrom des Flüsschens Schwinge könnte durchaus als Bächlein bezeichnet werden. Um diesen Hauptstrom ging es bei der ursprünglichen Diskussion. Dort ist die Fließgeschwindig auch nicht besonders hoch. Daher könnten die von Dir beschriebenen Maßnahmen teilweise sinnvoll sein. Bei dem von mir beschriebenen Altarm ist das irrelevant!
    Die Gesamtwassermenge in diesem Altarm hat während der letzten 25 Jahre sogar enorm abgenommen! Das ist ja das Elend.

    Auch die Teichrosen zu teilen ergibt hier keinen Sinn, da nahezu die komplette Oberfläche des Gewässers mit Teichrosen bedeckt ist!

    Der ausschlaggebende Haken bei der Alten Schwinge ist meines Wissens die untere Naturschutzbehörde, welche die Ausbaggerung (sorry, dass ich das böse Wort wieder verwende) verhindert. Und damit wird der Landkreis Stade wohl nicht tätig. Die Naturschutzbehörde möchte, dass das Gewässer so flach bleibt, weil es ein natürlicher Vorgang sei, dass das Gewässer verlandet. Das ist aus meiner Sich schon im Ansatz unsinnig, denn es war ja kein natürlicher Vorgang, den Abschnitt halbseitig vom Hauptstrom des Flusses abzutrennen.


    Ich würde mich nach wie vor freuen, wenn der eine oder andere Gleichgesinnte sich auf meinen Beitrag melden würde!



    Viele Grüße, Alte Schwinge

  • Hm..


    .. stimmt, ich hab von der genauen Lokalität überhaupt keine Ahnung.





    .. wen das Problem dennoch interressiert;
    hier die Bestimmungen zum Landschafts-schutz-gebiet "Schwinge" von 2010 ..


    https://www.nlwkn.niedersachsen.de/download/76604


    .. interressant sind hierbei die Bemerkungen zu den Lachsartigen;
    das könnte auch der "Hebel" für weitere Gewässer-verbesserungen werden ;-)




    .. und hier .. :

    https://www.google.de/maps/dir….4357749!2d53.5721544!1m0


    .. findet ihr die Schwinge von Anfang Rinnsal bis zur Mündung in die Elbe

    beim Schiffsanleger Stadersand vorbei an der Reederei von Ahn ..


    ----------- -------------- ----------- ------------ ------- -------

    Zitat


    Ich würde mich nach wie vor freuen, wenn der eine oder andere Gleichgesinnte sich auf meinen Beitrag melden würde!

    .. dazu müsste man im weitläufigen www zumindest einen eigenen Themenbaum für die Suchmaschinen erstellen
    der zBsp. mit der Überschrift
    " Die Schwinge",
    oder
    "Der Altarm der Schwinge",
    oder
    " Verlandung der alten Schwinge" beginnt. ;-)
    Wie soll eine Suchmaschine sonst einen verschachtelten Beitrag liefern
    wo sich event. andere Interressierte / Anwohner / Betroffene anhängen können ?




    Gruß rüdl