Große Köder=große Fische ????

  • Dieses Jahr will ich es testen ob große Köder nur große Fische bringen.
    Zielfisch:Hecht,Zander.
    Köder:Wobbler 15cm bis 20 cm bzw Gummifische 15cm bis 20 cm beim Spinnfischen
    Weißfische 15 cm bis 30 cm beim Stellfischangeln
    Testbeginn: Mai 2013
    Ergebnis Stand Oktober 2013
    Mit einer "Standertspinnrute" lassen sich Köder bis 20 cm problemlos und ermüdungsfrei angeln. Bei größeren Ködern ist stärkeres Gerät nötig und man bekommt Rückenschmerzen.Also werden Köder von 15 bis 20 cm verwendet. Das Ergebnis
    ist verblüffend Hechte von nur 40 cm stürzten sich auf diese Köder und wurden gefangen. Selbst Zander machten vor solchen Riesen nicht halt. Alle Fische waen sauber in der Oberlippe geharkt. Dei Fehlbissrate ging nach oben,obwohl ein Angstharken verwendet wurde. Ich vermute das diese Fehlbisse untermaßige Fische waren.Das selbe gilt für angeln mit Köderfisch
    Welche Erfahrung habt ihr gemacht?
    Gruß Zandy

  • Bei uns ist es eher so, da Zander einen Bogen um ü12cm machen.


    Bei Hechten ist es "fast" egal - die Besten Ergebnisse hatte ich bei 12 - 15cm großen Ködern.


    Fehlbissrate extrem gering.


    Ledliglich bei ner Grundmontage mit Köderfisch gehen Hechte auch auf 18cm - bei ner Fehlbissrate von fast 0!
    Ich montiere immer Blitzhaken an Stahlvorfach und zieh es vom Kopf her durch die KöFis - die Haken sitzen also genau am Kopf und ziehen Richtung Schwanz raus - einmal im Maul geht da nix mehr raus.

    Öhmmm ... Auf der Himalaya-Salz-Packung steht: 250 Mio. Jahre altes Salz. - Haltbar bis 2017 -
    Welch ein Glück, dass es rechtzeitig abgebaut wurde.

  • Hallo Zusammen,


    Pixelschubser deine Theorie mit den Zandern und "großen" Köfi´s kann ich ebenso bestätigen. Ich fange meine Zander (bis 75 cm) in der Regel mit Köfi´s ca. 7 cm, alles was über 10 cm geht wird gerne mal Links liegen gelassen...


    Mit den Hechten ist es da bei uns etwas anders, wir haben eine 11 ha großen See voll mit Seerosen und Kraut (von oben ein Fußballfeld), kurz das perfekte Hechtgewässer, indem es auch Welse gibt. Beim Ansitzen auf Wels hängen wir in der Regel Brassen und Co. mit 40 cm + an die Haken, erstaunlicherweise gibt es regelmäßig Fehlbisse von Hechten mit höchsten 50 cm (Bisswunde im Köfi ca. 5-7 cm). Ein extremes Beispiel war, dass wir ein ca. 30 cm Wels auf nen 25 Rotauge gefangen haben... Ich glaube die Hechte beißen gerne mal auf gut Glück in etwas und überschätzen sich dabei.


    Bei Gelegenheit berichte ich drüber

  • moin..



    .. große Köder = große Fische stimmt dann,
    wenn man selektiv, mit den großen Köder,
    die kleinen Raubfische ausschließen möchte.


    Bsp.: Auf einen 10cm Köfi, kann von 25 - xx cm jeder Raubfisch beißen.
    ...... auf einen 25cm Köfi (hochrückig) beisst kein 25 - 50cm Zander.
    D.h. so ist das auch nicht ganz richtig; drauf beißen kann er,
    aber er wird ihn wieder "schwimmen" lassen,
    weil er den Köfi nicht weiter ins Maul rein kriegt. ;-)


    Angel seit Jahren mit Köfis (Rotaugen/Brasse/Güster) zwischen 18-24cm auf Zander.


    Ein 68cm Zander schlürft eine 20cm Brasse ohne Probleme ein.
    Wer bei der Jagd auf Zander immer gleich,
    an winzige Köderfische denkt, der ist auf dem Holzweg!



    Wieso sollte ein Raubfisch auf einen großen Happen verzichten und sich mit Kleinkram abgeben?
    Jede Jagd kostet Energie und schneller satt heisst,
    schneller aufer faulen Haut liegen; ausruhen und Gewicht zu legen ;-)



    An das Märchen, dass ein Zander nur kleine Köfis nimmt,
    glaub ich anhand der eigenen Erfahrungen (Fänge) schon lange nicht mehr.


    Dieses eingerostete Bild vom Fressverhalten des Zanders ist lange überholt;-)


    Seit meine Köfis nie kleiner als 18cm (Brasse) sind,
    fang ich auch keine Zander mehr, die unter 65cm sind.


    Die Angst, dass man vielleicht 3 mal weniger häufig,
    einen Zander an der Angel hat,
    diese ist mit großen Ködern sicher begründet;-)


    Die Angst, es gäbe zu große Köderfische ist jedoch ein Märchen ;-)


    In vielen Gewässern werden die großen Raubfische nur deswegen nicht
    an den Haken gelockt, weil die Beute am Haken für sie zu klein ist und
    sie sich deswegen nicht bemühen werden, dafür den Turbo ein zu schalten ;-)


    gruß rüdl



    Ps.:


    .. wer wieder denkt, "erzäl du mal", der kann sich
    zBsp. hier:


    Hecht Zander Barsch im XXl Aquarium Runde II


    https://www.youtube.com/watch?v=VB5Uoie72XE&hd=1

    .. vom Gegenteil überzeugen lassen; das Fressverhalten ist sichtbar anderst und
    auch dem zander ist es erstmal wurscht, wie groß der Köder ist ;-)



    Hecht Zander Barsch im Aquarium Runde III

    https://www.youtube.com/watch?v=gM262VK3F8o&hd=1

  • Hallo Rüdel
    Große Köder nur dann an den Harken hängen,wenn mann kleine Raubfische ausschließen möchte. Das heißt ja, daß man Fänge von untermaßigen Fische ausschließt bzw. diese so gut harkt, sodaß mann diese mit hohen Überlebungschancen zurück setzen kann. Als Nebeneffekt angelt man freiwillig waidgerechter mit der Chance einen guten Fisch für die Pfanne zu angeln. Mir persönlich ist es 10000 mal lieber ich gehe als Schneider nach hause, als wenn ich ein untermaßigen Fisch töten muß, weil der Harken vom kleinen Köder tief geschluckt wurde.
    Was ist eigentlich so schlimm,wenn paarmal hintereiander Schneider bleibt. Ich finde nichts. Sicher man versucht die Ursachen zu finden, aber sich deswegen unter Druck setzen. Nee das muß ich mir nicht geben. Irgendwann kommt der Tag an dem die Pose untergeht, die Rolle kreischt und der Meterhecht vor meinen Füßen liegt. Einmal durfte ich das erleben und irgendwann passiert es ein zweitesmal.
    Gruß Zandy

  • Zandy - perfekt geschrieben!


    Lieber zehn Schneidertage am Wasser als einen Sofatag vor RTL II... *zwinker*


    Ich geh meist eh mit nem Spezl zum Fischen - also ist auch ein Schneidertag ewig lustig und gemütlich.

    Öhmmm ... Auf der Himalaya-Salz-Packung steht: 250 Mio. Jahre altes Salz. - Haltbar bis 2017 -
    Welch ein Glück, dass es rechtzeitig abgebaut wurde.

  • Moin,


    habe in Sachen Zander auch schon diverse Ködergrößen durch und musste feststellen das die Zander hier Köder um die 10cm bevorzugen. Nicht jedes Gewässer bringt viele gute Zander ü 70 hervor.


    Es ist auch so das größere Zander auch kleine tote Köderfische nehmen...die sammeln die einfach auf und müssen nicht hinterher jagen. Der Zander verbraucht daher kaum Energie. Besonders im Sommer fressen Zander viel Kleinfisch....oft habe ich schon größere Zander gefangen deren Mägen eigentlich schon randvoll gefüllt waren. Überlistet habe ich sie mit kleinen Köfis....einen großen Köder hätten die wohl nicht mehr genommen. Ich bin ehrlich gesagt auch nicht sonderlich daran interessiert besonders große / kapitale Zander mit Köfis ü 20 nachzustellen. Wenn ich mir vornehme beim Angeln einen Zander zu fangen und es mir gelingt einen Zander in Küchengröße (50 - 60cm) zu fangen bin ich völlig zufrieden. Das reicht für mich alleine.


    Lieber einen Küchenzander fangen, wenn ich ihn brauche, als 10 Schneidertage und dann vielleicht mal nen 90er erwischen. Das ist meine Einstellung.


    In diesem Jahr musste ich 2 oder 3 Zander zurück setzen, das war kein Problem. Alle schwimmen wieder (nicht mit dem Bauch nach oben) ;) Es kommt ja auch nicht nur auf die Ködergröße an, sondern auch darauf einen Biss eines kleinen Zanders zu erkennen und dann recht schnell anzuschlagen, damit er den Köder nicht bis zum A einsaugt ;)


    LG

  • moin..


    Rockon, mit deiner Erfahrung bez. große Zander und dem Magen voller Kleinfische hast du recht ;-)


    In einigen Gewässern findet man Unmengen an Weißfisch-nachwuchs, aber kaum
    einen nennenswerten Bestand an adulten (älteren) Weißfischen ..
    .. d.h. proportional zum Nachwuchs, bleiben zu wenig größere Futterfische für den Raubfischbestand übrig.


    Meiner Erfahrung nach, bietet fast jedes fließendes Gewässer mit einem ordentlichen Brassenbestand
    ausreichend Futter für die Raubfische. Die von dir beschriebenen Probleme treffen vorwiegend auf
    Teich /See (Stillwasser) zu. Besonders auffällig sind hierbei Teiche, die kaum Flachwasser-zonen haben und
    mehr wie eine "Badewanne" von der Bodenstruktur her aussehen.
    Dort kriegt man kaum einen ausreichenden Friedfischbestand hoch (Weißfische; Rotaugen, Brassen, Güstern,..)


    Beobachten kann man hier Unmengen an Winzlingen aus dem Nachwuchs, aber die Population
    an mittleren Größen (10-25cm) fehlt fast völlig. Fängt man in solchen Tümpeln einen Weißfisch,
    dann ist der meistens obere Liga; Brassen mit 1,5-4kg, Schleien 2-4kg, Rotaugen 25-30cm; Aaland 2-? kg.
    Selbst wenn man alles auf Kleinfisch umstellt, bleiben Fänge von 12-15cm großen Weißfischen einfach aus.


    Wir haben (leider) auch solche Gewässer und
    da ist von einem Weißfisch-Besatz nach kurzer Zeit nichts mehr übrig.
    Hecht, Barsch und Co. sind da einfach klar im "Über-"Vorteil und mampfen alles was
    an Nachwuchs aufkommt weg.
    Später im Jahr reduzieren sie ihren eigenen Nachwuchs, weil mangels passender Futterfisch
    nur der Nachwuchs "ausreichend" zur Verfügung steht (Jungbarsche; Kleinhechte;..)



    Versuche mit Besatz, weitere großer Weißfische (Brassen ab 1,5kg+++) brachten auch nichts,
    bezüglich der fehlenden mittleren Größen an Weißfischen. Was man beobachten konnte,
    es gab noch mehr größere Barsche.


    Meiner Meinung nach fehlt diesen "Badewannen" einfach die nötige Flachufer-Gesellschaft,
    mit all ihren Verstecken und den Pflanzen. Die Gewässerstruktur ist eben doch eine sehr
    wichtige Sache, welche dem Gewässer eher den Fischbestand-Charakter verleiht,
    als jede Art von korrigierendem Fischbesatz. ;-)



    .. nichts-desto-trotz; auch an solchen Gewässern gibt es große Raubfische;
    kann jedoch sein, dass dort jeder 20cm Barsch eher genommen wird, als
    ein "wunderlich" auftauchendes 20cm Rotauge am Haken ;-)


    gruß rüdl

  • denke das hängt immer vom jeweiligen Gewässer ab und kann das nicht verallgemeinern.


    Im Süßwasser keine Erfahrung mehr da ich seit vielen Jahren nur noch Meeresangeln betreibe. Aber hier bestätigt sich, das große Köder größere Fische fangen. Bin gerade von drei Wochen Malediven zurück und da war es nicht anders. Kleine Wobbler nur kleine Bonitos oder beim Grundangeln kleine Riffbarsche. Große Rapala Magnum beim Schleppen und schon kamen die großen Wahoos und Barakudas bis gut 150 cm. Haie (alle released) und Hundszahn hauten sich ganz einfach 3kg schwere Köderfische rein. Alles was darunter war scheint wohl nicht interessant genug gewesen zu sein.


    Erinnere mich aber immer gern als vor gut zwanzig Jahre auf Köderfische gestioppt wurde, und mein größter Zander von 96 cm auf eine Made gegangen ist. War netter Drill an 10er Schnur. War aber wohl mehr ein Beißreflex als beim Auswerfen die Made dem Zander direkt vors Maul gesunken ist.

  • Moin
    5 Jahre beschäftige ich mich schon mit der Studie " Große Köder = große Fische
    mit dem Ergebniss das dieses voll stimmt. Selbst Zander machen vor große Köder
    nicht halt. Ganz im Gegenteil auch Zander saugen sich 20 cm Gummis und Wobbler
    ein. Also Freunde wagt mal was. Beim nächsten Angeln ruhig mal ein Joker
    mit einem handlangen Köfi auslegen.


    Gruß Zandy

  • DAs eine schließt das Andre nicht aus.....



    Ich erinnere mich noch an einen Angeltag vor mehreren Jahren.
    HH-Hafen, Anleger Norderelbstraße.
    Ich angle dort immer mit einem oberen und unteren Haken. Unten Wurm für Aal, oben Fetzen oder Köfi für Zander.
    Zwischen den Pontons konnte man Jungstinte Keschern, nur wenige cm lang.
    Ich köderte diesen an den oberen Haken.
    Irgendwann dann der Biss..und was für einer...


    Ein Zander von bestimmt 80 cm, wenn nicht sogar noch mehr...


    Leider war mein Kescher damals zu klein und ich bekam ihn nicht ins Netz. Er schlitze dann aus...


    VIelleicht war der Zander auf Diät! ;-)

  • Hallo Zandy,
    auch umgekehrt funktioniert es, wie ich gestern wieder feststellen musste.


    Grösse Köder kleine Fische.


    Egal welche Grösse mein Köder hatte, es bissen nur kleine Meerforellen an.


    Zuerst fischte ich mit der Fliegenrute. Nachdem da eine Handlange Meefo Einstieg, wechselte ich die Rute und begann mit einem längeren, schlanken Blinker den Versuch auf grössere Exemplare.
    Aber auch das scheiterte. Eine knapp 25 cm kurze Meefo war das Ergebnis. Auch der daraufhin verwendete noch längere schlanke Bornholmwobbler, brachte wieder nur eine etwas über Handlange Meefo.
    Gut das ich vorher bei den Einzelhaken, die Wiederhaken abgesetzt hatte. Somit könnte ich die Zwerge schnell zurück setzen.
    Momentan habe ich die Angelei erst mal aufgegeben, da keine grössere Meefos in den letzten Tagen gefangen wurden.
    Und Kindermörder, neh Danke.


    GvH Rainer