• Das Tenkara - Angeln ist eine alte Form des Fliegenfischens aus Japan (800 - 900 v. Ch.). Wie auch beim Fliegenfischen benutzt man als Köder in erster Linie Nassfliegen / Trockenfliegen und Nymphen. Beim Angeln mit der Tenkararute wird keine Rolle benutzt, sondern die Hauptschnur, eine traditionelle geflochtene oder spezielle monofile Tenkaraschnur an die Vorrichtung (Lillian) der Rutenspitze montiert. Die übliche Vorfachstärke bei dieser Angelart beträgt etwa 0,15 - 0,20mm. Das Einsatzgebiet dieser Angelmethode ist das Angeln auf Forelle & Co. an kleineren Bächen.

    Die Tenkara - Ruten haben eine Länge von 3,3 - 4,5m und sind sehr leicht. Nach meinen Recherchen in diversen Shops haben beispielsweise moderne 3,6m lange Ruten ein Gewicht von nur etwas über 60g - knapp 90g. Der Griff hat in der Regel eine Zigarrenform. Diese Ruten gibts mit verschiedenen Aktionen. Weichere / langsame Ruten haben einen Aktionsindex von 5:5 -6:4 Bei härteren / schnelleren Ruten beträgt dieser 7:3 - 8:2. Tenkara - Ruten sind teleskopisch und haben eine sehr geringe Transportlänge.


    Bei Interesse ergänzen und / oder ins Lexikon verschieben :)


    LG

  • Der Vorteil des Tenkarafischens ist es, dass der Kontakt zum Fisch direkt erfolgt. Es ist eine gepaarte Art aus Stipp- und Fliegenfischen, jedoch mit der Eigenschaft sehr leichte Köder wie Wurm, Made, Pinkys sowie Trocken, Nassfliegen und Nymphen gezielt dem Fisch vor die Nase treiben zu lassen.

    Wie auch beim Centrepin Angeln wird hier eine Art Trotting Methode genutzt, wobei die Wurfschnur schwerer wie das Vorfach ist um den Köder gezielt auswerfen zu können. Der Köder wird durch ein leichtes aufsetzen mit der Vorfachspitze dem anvisierten Fisch auf die Wasseroberfläche präsentiert. Der Biss erfolgt meist sehr schnell, wobei der Augenmerk auf der Schnur gelegt werden sollte.

    Bei leichten unregelmäßigkeiten der Schnur, Vorfach sollte ein Anschlag gesetzt werden. Wichtig ist die Wasserstrukturen genauestens zu lesen. Auch die derzeitige vorkommenden Insektenarten wie Eintagsfliegen, Libellen, Mücken usw. zu erkennen um dem Fisch eine natürliche Präsentation des Köders zu ermöglichen.

    Zum Tenkarafischen benötigt man sehr wenig Material und hat somit viel Freiheit ohne Behinderungen zum Angeln. Die Ausrüstung besteht aus einer Tenkararute, kleiner Kescher (Watkescher), Köderbox mit Trockenfiegen, Nympfen und Nassfliegen. Eventuel Lebendköder Kleine Würmer, Maden, Pinkis, Grashüpfer usw. Dadurch ist man sehr Flexibel unterwegs. Eine Tasche für den Fang sollte nicht vergessen werden.

    Tenkarafischen ist ein Erlebnis das es ermöglicht sehr gute Fänge zu erziehlen ohne den Druck auf die zu beangelten Fische zu erhöhen.

    Viel Spaß und Petri

    LG Stefan

    Gruß Stefan

    Wenn einer eine Ansprache hält, müssen die anderen schweigen - das ist deine Gelegenheit. Missbrauche sie.

    (Kurt Tucholsky (1890 - 1935 dt. Schriftsteller)

    Einmal editiert, zuletzt von Ruli (16. August 2026 um 11:09)