Irgendwie läuft es verdammt zäh dieses Jahr

  • Moin
    Dieses Jahr läuft bis jetzt so zäh mit den Fängen wie selten zuvor! Noch nie war ich so oft am Wasser wie dieses Jahr mit mäßigen Erfolg.
    Wie läuft es bei euch? Könnt ihr an euren Fängen von den letzten Jahren anschließen oder gar überbieten?
    Für mich ist das kein Frustfaktor, wenn es mal nicht so rund läuft, aber irgendeine Ursache muss es ja haben. Fisch ist genügend da und
    überangelt ist das Gewässer auch nicht. Ist das jetzt ein allgemeines Problem?? Bin gespannt auf euer Feedback.


    Gruß Zandy

  • Hallo Zandy


    Seit meinem selbst gewählten, öffentlichem Rückzug, sitze ich gerne an meiner "Erfolgs-Strecke" ohne Rute. Wichtig ist für mich mur noch das Geräusch des fließendes Gewässers.


    In diesem Sinne


    Gruß Hans

    Ein Freund ist ein Mensch, bei dem man auch laut denken darf.

  • Moin,


    was Forelle betrifft habe ich mich in diesem Jahr mit den beiden ü 50, einer 38er und 36,5er klar selbst überboten.


    Letztes Jahr wars nur eine etwas ü 35er und 42er, Rest kleiner. Das Jahr davor war die größte Forelle "nur" 35. Mitte und Ende der Saison läufts wie üblich immer etwas schleppend mit den maßigen Fischen.


    Zander lief einigermaßen, wobei ich verglichen zu den letzten Jahren eher selten los war. Barsch war Anfang des Jahres auch ok am Kanal, am kleinen Bach sogar recht gut (mehrere dicke, deutlich ü 30).


    Sonst habe ich im Frühjahr noch relativ gut Schleie gefangen...eigentlich fast immer als ich am Schleiengewässer war. An anderen Gewässern (außer an dem neuen Bach, wo ich Anfang des Jahres ein paar mal war) habe ich eigentlich auch immer was gefangen. Schneidertage insgesamt gesehen vielleicht 10%. Wird aber erfahrungsgemäß noch zum Jahresende etwas schwieriger werden mit den Fängen.


    Bisher kann ich mich nicht beklagen, will jetzt noch einen dicken Barsch oder kapitales Rotauge und eine schöne Barbe (um die 70 wär gut) fangen und dann bin ich dieses Jahr völlig zufrieden.



    LG

  • Hallo Zandy,


    bei mir ist es auch so wie bei dir. (einige werden sagen, dass ist ja normal bei dir :-D )


    Ich habe dieses jahr noch keinen Hecht überlisten können, selbst die Karpfen spielen nicht mit.
    Zwei kleine forellen von 35 cm waren bis jetzt das einzige.


    Der eine schiebt es auf das wetter, der andere auf die wassertemperatur, der andere sagt es wird zu
    wenig neu besetzt, der nächste sagt es wir zuviel kleinfisch rausgefangen und zu frikadellen verarbeitet.


    Da wir hier sehr unterschiedliche und täglich wechselnde Wasserstände haben,
    bedingt durch dass ablassen des Wassers in den Talsperren, könnte es auch noch ein grund sein.


    Sucht euch etwas aus.....


    Ich sitze aber gerne so am Wasser, eisvögel, gänse, bisamratten und co. sind eine entschädigung
    für nichtfänge.


    lg. mattes

    lg. mattes


    Wenn das die Lösung ist, hätte ich gern mein Problem zurück! :thumbsup:


    Fehmarn 3.5. bis 8.5.2020 wegen Corona ausgefallen.


    Fehmarn 25.10. bis 30.10.2020 wegen Corona ausgefallen. ;(:(


    Alle guten Dinge sind 4. Neuer Versuch...Fehmarn 2022 oder 2023 :-)) :gut:gut:gut


    photo-3368-4a061f4f.png

  • Hallo Zandy,


    zu Anfang der Campingsaison habe ich gut gefangen. Meist Plattfische.
    Dorsche machten sich von Anfang an rar. Je wärmer das Wasser wurde,
    um so mehr gingen auch die Plattenfänge zurück.
    Es kann nur besser werden.
    Obwohl beim Dorsch der Schwund in der westlichen Ostsee fast zur
    Katastrope wird.


    Mit Petri Heil
    Flunder

    Watt wär`n wa ohne Wattwurm??


    SAV Kanalfreunde Kiel e. V.


    7564-logo2021aa-png


    Wieder auf der Insel: ... gebucht vom 24. 04. 21 bis 30. 04. 21

    wir haben abgesagt.


    Der Müll muss mit !!!



  • Moin Leute


    Bei mir waren es die Monate Mai und Juni wo es richtig gut lief. Juli war mäßig und der August war komplett fürn A....! Heute hatte ich zwei gute Hechte im Vereinsgewässer wovon mir einer entwischt ist. Den anderen konnte ich sicher landen. Das war heute mein elfter Hecht für dieses Jahr.


    In den letzten wochen war es meiner Meinung nach einfach zu warm. Da sind selbst die Fische ohne große Motivation. Man konnte zwar Karpfen beim Sonnenbad beobachten aber das war es dann auch schon.


    Der Herbst lässt nicht mehr lange auf sich warten und dann wird es wieder spannend an unseren Gewässern.


    LG Olli

  • :D ... Moin ... :rolleyes:


    .. also ich kann nichts von dem gedanklichen Unsinn bestätigen :rolleyes:



    .. ich brauche auch gar nicht selbst am Gewässer sitzen,
    aber jedesmal wenn irgendwo einer sitzt,
    dann hat der Kollege auch meistens was gefangen ;-)


    Egal ob Karpfenspezi; Hecht"profi" oder Allround-"Fänger" :-)



    Das Wetter dieses Jahr glich oft einem "durchgehenden April";
    dauernde Wechsel von warm-kalt-nass-trocken etc. ..
    .. das hat mit Sicherheit viele Angelausflüge "verhindert",
    denn es sind nicht viele unter uns, die auch bei "Sauwetter"
    die Angelsachen packen und zum Angeln gehen ;-)


    Vergleiche ich alle Veranstaltungen (Intern/Extern) der letzten Jahre mit denen von 2016,
    dann ist da kein Unterschied; die Fangmengen entsprechen dem Durchschnitt. :gut


    Vielleicht sollten die Skeptiker mal "Buch führen"; ???
    .. also Angeltag eintragen
    .. die Zeit, von wann bis wann geangelt
    .. Gewässer und WOooo da geangelt ( Uferstreifen; Kante; flache/tiefe Stellen; .. ..)
    .. welches Futter und wieviel
    .. Pose, Feeder oder was auch immer für eine Methode
    .. welche Köder; welche Haken
    .. ab-laufendes/auf-laufendes Wasser; Wasserspiegel niedrig oder hoch.. .. ?
    .. etc etc.



    FAZIT:
    .. ohne einen direkten Vergleich
    ( der eigenen Buchführung )
    von Angeltage/Angelzeiten und dergl.
    zu den Vorjahren,
    kann man keine solche Aussagen treffen ;-)



    Also keine Angst, es wurden nicht weniger Fische
    nur das Wetter 2016 war lange nicht so einladend :rolleyes:



    Gruß rüdl

  • Moin rüdl


    Es ist doch jedes Jahr das selbe... Es sind immer die gleichen Monate wo es nicht so gut läuft und dies sind nun mal die wärmsten Monate im Jahr. Logischer Weise ist dann das Wasser auch am wärmsten. Vergleich doch mal die Fressgewohnheiten der Fische bei warmen und bei kaltem Wasser. Sehen wir uns doch mal den Nährstoffgehalt bzw den Sauerstoffgehalt der Gewässer im Sommer an. Hoher Nährstoffgehalt, weniger Sauerstoffgehalt. Logisch,dass die Fische dann träge irgendwo rumgammeln anstatt zu jagen bzw zu fressen. Und sobald es wieder kühler wird und es gelegentlich regnet kommt auch wieder mehr Sauerstoff ins Wasser und die Fische werden wieder aktiver.


    LG Olli

  • Hmm...also bei mir z. B. läufts gerade im Sommer normalerweise gut mit Zander, Juni - August sind für mich die Top-Monate am Kanal. Auffällig auch bei den Grundeln...im Sommer beissen die Viecher wie verrückt, ab Herbst wenn das Wasser kühler wird hat man hier eigentlich Ruhe. Dann gibts aber auch Fische, die bei Hitze nicht so recht wollen und in eine Sommerstarre verfallen können.


    LG

  • Moin Olli,


    .. darüber .. :

    .. sollten wir nochmal reden ;-)


    .. irgendwie hast du alle Kombinationen/Möglichkeiten genannt und miteinander "verwürfelt";
    also alles da.. nur .. ich kann dir so nicht zustimmen ;-)


    Für die ganzen Weisfisch-, Karpfen-, Wels-, Aal-, -Angler sind die warmen Monate alles andere als Langweilig.
    Im Gegenteil, die Viecher sind agil und es lässt sich fast zeitlich planen, wann sie am jew. Gewässer beißen ;-)
    Die Raubfische fressen sich die Wampe voll, sind nicht so agil und munter wie in ihrer "Wohlfühl-Temperatur"
    aber die wollen auch nicht hungern bzw. können nicht nur faul "inner Sonne" liegen.




    "Vergleich
    doch mal die Fressgewohnheiten der Fische bei warmen und bei kaltem
    Wasser."


    .. tun wir jetzt mal ;-)
    -> bei Wärme steigt der Stoffwechsel auch bei Fischen
    .. fehlender Sauerstoff/ Änderung des Ph-wert hingegen dämpft das Fressverhalten
    .. ein Gewässer hat mehrere Sauerstoff-reiche und -arme Zeiten pro 24h
    .. ein Graskarpfen schaltet den "Turbo" ab 28°C ein und legt dann erstmal ne "Nummer" aufs Parket;
    während die Forelle hier schon seit 20°C 'rumjammert und bei ebay O²-Flaschen bestellt.
    .. Brassen fressen dir im Moment den Futterplatz schneller leer als du nach-füttern kannst;
    also ist WÄRME hier nicht der "Beiß-Killer" ;-)
    Fazit: .. jeder Fisch hat eine andere "Wohlfühltemp. + und einen Wohlfühl-Sauerstoff-Gehalt"


    "Sehen wir uns doch mal den Nährstoffgehalt bzw den
    Sauerstoffgehalt der Gewässer im Sommer an.
    Hoher Nährstoffgehalt,
    weniger Sauerstoffgehalt."


    .. tun wir's ;
    .. SO nicht .. ;-)
    .. Nährstoffe (NPK) die im Gewässer (gelöst) sind, die sind solange da drin,
    bis sie von Pflanzen als Nahrung konsumiert werden (gelöste Nährstoffe)
    das können Algen oder auch andere (Wasser-) Pflanzen sein.
    Die sterben irgendwann ab ( Algen haben kurze Zyklen); diese Biomasse sinkt auf den GEwässerboden;
    da sammelt sich Schicht für Schicht .. und mit viel Glück bleiben die in den Pflanzen gebundenen Nährstoffe
    im Schlamm und werden nicht wieder freigesetzt


    Sauerstoff- und Nährstoff- Gehalt kannst du nicht wirklich über diesen Zusammenhang "scheren".
    Richtig wäre; warmes Wasser kann weniger O² speichern ;-)
    Ein Forellensee kann viel Sauerstoff und viel Nährstoffe enthalten -->wird zur grünen Pfütze, weil die Algen sich an den Närhstoffen bedienen.
    Dasselbe geht auch OHNE Nährstoffe (Alpensee) aber mit dem selben Sauerstoffgehalt --> da lassen sich allerding weniger Nährtierchen produzieren.
    Du kannst zwei Seen haben, beide dieselbe Temp., beide haben den selben Sauerstoffgehalt; aber nur der See mit den gelösten Nährstoffen wird Algengrün.




    "Logisch,dass die Fische dann träge irgendwo
    rumgammeln anstatt zu jagen bzw zu fressen."


    .. vielleicht eine sensible Art;-)
    i.d.R. müssen Fische fressen und wenn Fische in Bewegung bleiben müssen
    (Strömung/Fluß/Bach), dann brauchen sie auch Nahrung,
    auch wenn die neue Wassertemperatur jedes-mal eine Anpassung bedarf ..
    .. einige Fischarten werden munter wenn es kühler wird.. andere dagegen werden dabei träger ..




    "Und sobald es wieder kühler
    wird und es gelegentlich regnet
    kommt auch wieder mehr Sauerstoff ins
    Wasser und die Fische werden wieder aktiver."


    Hm, also Regen bringt nur bedingt Sauerstoff in ein Gewässer ;-)
    Je mehr Regenwasser über Gräben; Wiesen ins Gewässer läuft, desto beschi**ener wird der Sauerstoffgehalt.
    Die Nähstoffe die dabei anrollen, die werden mehr, aber in Sachen Sauerstoff gehts bergab.
    Wasser in Gräben, das solange da " 'rumsteht", bis es beim nächsten Regenschauer dem nächst größeren Gewässer zuläuft
    ist "tot". Selten, dass ein solcher Graben viele Pflanzen enthält, die viel Sauerstoff ins Wasser abgeben.
    Überall wo viel stehendes Wasser durch einen ordentlichen Regenschauer eingeschwemmt wird, da ist erstmal Flaute.
    Ob das an den Aerosolen, dem Staub, dem nicht idealen PH-Wert von 4,7-5 liegt
    oder was auch immer?.. kalter/warmer Regen, .. keine Ahnung,
    aber zuviel Regen verändert erstmal die Suppe in der die Fische schwimmen ,-)



    Wie auch immer;
    .. wir waren die letzten 2 Wochen auf 2 großen Veranstaltungen
    und die Kollegen haben mehr als genug Fische raus-ge-zaubert ;-)


    Am Wetter liegt es deffinitiv nicht ;-)



    Gruß rüdl

  • Tja... Dann ist es eben so...


    Habe das ganze verallgemeinert und nicht auf die einzelnen Fischarten bezogen.


    Hier, rund um Braunschweig ist es auf jeden Fall so, dass im Hochsommer kaum was beißt. Woran liegt es dann? Sind die Fische vielleicht im Urlaub? :P



    LG Olli

  • Servus Zusammen,


    dieses Jahr war bisher eins meiner erfolgreichsten Jahre auf "groß" Brassen... Ich war beruflich bedingt deutlich weniger am Wasser als die letzten Jahre, hab aber mehr als doppelt so viele Brassen gefangen in nur 6-7 Angeltagen, sonst war ich eher 10-13 Tage am Wasser auf Brassen. Meine bisher größte Brasse mit 57 cm und 2,94 kg war auch dabei, die Biester wachsen wie blöde...


    Forellen liefen dieses Jahr zugegebener maßen schlecht, naja ich war nur 4-5 mal und wir hatten des tolle Hochwasser hier in Reutlingen, darauf wurden die Bäche komplett ausgegraben und "Wetterfest" gemacht... kurz um die Hotspots sind neu zu entdecken -> Nächstes Jahr dann...


    Was Raubfisch angeht, geht's jetzt erst los. zeitlich war es einfach nicht drin. Ein schlechteres Jahr wird's trotzdem nicht werden. Ehrgeiz und Zeit bringen immer Fisch mit sich.


    Unterm Strich läuft es wie immer Brassen/Rotaugen sehr gut, Raubfisch und Karpfen eher verhalten. Das liegt aber eher an mir und meiner Angelvorlieben :rolleyes:


    Grüße Dirk

  • moin..


    Olli, ..
    .. vermutlich musst du nur (mal) komplett "umdenken" im Sommer ..



    Leider weiss ich jetzt auch nicht WO du so überall angelst und auf welche Fischart(en);
    klar hingegen ist jedoch; es macht einen Unterschied,
    ob man vorwiegend an tiefen Seen angelt oder z.Bsp. in einem Fluß ..


    Eine stehende und tiefe Pfütze hat ihre Tücken,
    weil da gerne mal stärkere Sauerstoff- & Temperatur -Unterschiede
    eine Rolle spielen.. ein Thema dazu.. die "Sprungschicht" ..
    .. hier fängt man die Weisfische/Karpfen meist an/bei den flachen/warmen Uferstellen ..


    Eine flache, fast gleichbleibend tiefe Pfütze ist da einfacher zu befischen,
    da gibt es im Sommer kein " da hab ich ZU TIEF unten geangelt"; die Temp. ist da fast überall gleich und
    schwankt nur gering durch den Einfluß von Wind oder Schattenreihen durch Bäume


    Bsp.; wenn du einen flachen Tümpel zum Beangeln hast, dann
    beobachte mal, wie im Wechsel der Jahreszeiten die Fische sich
    nach dem Wind richten; da kommt es oft vor, daß der Wind das warme Wasser
    auf eine Seite drückt / bzw. hochzieht und da geht im Frühjahr die Aktivität los.
    Anderst bei den abkühlenden (ost-, nord-ost-, -Winden), dabei geht oft auch mal gar nichts :-(


    Im Sommer, wenn die Wassertemp. eigentlich kaum schwankt, richtet sich
    das Verhalten mehr nach der Nahrung; wo finde ich als Fisch was ..
    oder wo drückt der Wind mir die schwebende Nahrung (Blütenstaub/Samen/dergl.) hin.


    Fische suchen ist dabei oft entscheidender
    als das Futter *blind* reinwerfen
    und einfach warten bis vielleicht ein Fisch vorbei kommt ;-)


    Wie auch immer Olli,
    lass den Kopf nicht hängen.
    "Krall" dir einen anderen Kollegen,
    der sichtbar Fische raußzieht und schau dir einfach "fehlendes" ab; ;-)
    - welcher Köder,
    - wo angelt der,
    - wie tief ist es da im Vergleich zum restl. Gewässer
    - welche Methode
    - welche Fischart(en) zieht er da rauß .. ..
    - etc.


    .. merken.. nachmachen.. eigene Erfahrungen sammeln
    und alles wird gut.. äh.. "fischig" :-)


    Gruß rüdl

  • Moin
    Das merkwürdige an der ganzen Sache ist die, Fisch ist genug da nur man bekommt sie nicht ans Band.
    Es schmatzt im Kraut ohne Ende. Räuber sieht man in die Fischschwärme stoßen. Ich glaube fast es herrscht
    ein Nahrungsüberangebot, deshalb sind die Fische auf unsere Köder nicht angewiesen und können es sich leisten
    wählerisch zusein. so extrem wie dieses Jahr habe ich es noch nicht erlebt.


    Gruß Zandy

  • Hallo Rüdl,


    Deine Ausführungen sind ja sehr ausführlich und gut rüber gebracht. Grundlegend sind sie nach meiner Überzeugung
    und Erfahrung auch richtig.


    Ist alles logisch und müßte alles so sein.... aber das wichtigste dabei hast Du vergessen....... :mahn:


    oooooooooooooo WISSEN DIE FISCHE DAS ALLES AUCH ???? ooooooooooooo



    :-)):-)):-)):-P:-P:-P:-)):-)):-)):rolleyes::rolleyes::rolleyes:



    LG Olaf

  • Flunder

    Dorsche machten sich von Anfang an rar. Je wärmer das Wasser wurde,
    um so mehr gingen auch die Plattenfänge zurück.
    Obwohl beim Dorsch der Schwund in der westlichen Ostsee fast zur
    Katastrope wird.

    Ein altes Sprichwort besagt, in den Monaten mit "R" fängt man Dorsch besser in der Ostsee als in den anderen Monaten demnach warte mal den SeptembeR- ApRil ab dann wird das auch wieder was mit dem Dorsch :angler: ;-)
    Ich war viele Jahre sehr oft oben, ob für Hering, Maischolle, Hornfisch oder Flunder aber Dorsch kahm tatsächlich nur in diesen Monaten an den Haken bis auf die Kleinen die erst noch das Datum lernen :-P


    All
    Dieses Jahr gibts von meiner Seite aus leider nicht viel zu berichten, nach einem Bootsunfall (umgekippt) im Mai mit Verlust meiner kompletten Ausrüstung die jzt ganz ganz nah bei den Fischen liegt :kotz , habe ich meine Karte nicht weiter verlängert und es erst zu August wieder geschafft mir neues Equipment zu beschaffen und nun auch erst die Raubfischkarte zugelegt.
    Erster Angeltag letztes We waren dann 2 Barsche und ein enflohener Hecht und um ehrlich zu sein...
    Das schreit nach meeeehr :thumbsup:


    lg.
    Samba

    Jeder Tag ist ein Angeltag, doch nicht jeder Tag ist ein Fangtag

  • Moin,


    bei mir ist es dieses Jahr auch eher zäh. Habe im Vergleich zu den Vorjahren bei weitem nicht so viele massige Forellen an der Angel. Ist teilweise schon erstaunlich wie oft grössere Exemplare da sind (im Wasser gesehen, bei Sprüngen beobachtet, etc) aber trozdem nicht anbeissen wollen. Dafür klappt es eigentlich ganz gut mit Barschen und Hecht in diesem Jahr.


    Ist aber sowieso jedes Jahr wieder ein wenig anders, so nimmt man es halt wie es kommt. Und man weiss ja nie, was wir die nächsten Monate noch so aus dem Wasser zeihen ;-)


    lg Luki

  • Hi rüdl


    Habe mich wohl zu sehr mit dem Hecht beschäftigt daß ich die anderen Fische ganz vergessen habe...


    Sorry wenn ich mit meiner Aussage nicht ganz richtig lag. Sind halt Dinge, die mir so beigebracht wurden. Aber nu konnt ich noch was dazulernen.


    LG Olli


  • Zumindest was meine Aalfänge angeht, führe ich seit gut 20 Jahren Buch darüber.
    Natürlich werden langfristig gesehen die Aalfänge in Mittel-und noch viel mehr in Süddeutschland drastisch runtergehen.
    Ich glaub darüber sind sich auch nahezu alle Angler und auch Fischer einig.


    Dieses Jahr ist aber schon etwas merkwürdig und regt mich mehr zum Nachdenken an wie je zuvor.
    Dabei schieb ich es auch nicht aufs Wetter oder andere Einflüsse, denn letztes Jahr wars eigentlich auch nicht großartig anders, nur daß die Fänge dieses Jahr (nicht nur meine, sondern eher allgemein) extrem rückläufig sind.


    Es gibt mir schon arg zu denken, wenn selbst in einem großen Fluss wie der Elbe nahezu keine Aalfänge südlich des Geesthacher Wehrs mehr verzeichnet werden.
    Ein Biss in 20 oder mehr Ansitzen gleicht einem 6er im Lotto.
    Übrigens betrifft das auch den MLK hier in Sachsen-Anhalt...eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen quer durch Deutschland.


    Nun könnte man sich darüber Gedanken machen, woran das liegt.


    - Ist es das Wehr selber, was nicht mehr überwunden wird?
    - Sind es Angler und Fischer, die die oberhalb bereits soweit dezimieren, daß nur noch sporadisch Fische das Wehr überwinden?
    - Ist es bedingt durch den Wanderzyklus der Aale, daß manche Jahre deutlich weniger wieder zurückkommen?
    - Liegt es am Nahrungsangebot, an Konkurrenz oder auch Feinden wie dem Kormoran?
    - Passen sich die Fische möglicherweise an Klimawechsel an und wandern nicht mehr soweit ins Land rein?



    Das Wehr selber kann man sicherlich erstmal ausschließen. Es steht seit über 50 Jahren da und Fische konnten es bis auf eine einzige Ausnahme (ausgestorbene Elb-Wanderquappe) immer überwinden.


    Sicher wirds mal Jahre geben, wo Angler und Fischer oberhalb des Wehres mal mehr rausholen und weniger runterkommt. Das allein wird aber keineswegs dafür sorgen, das es so plötzlich und drastisch ausfällt wie dieses Jahr.
    Dazu müßte man wohl einige Jahre verfolgen um Tendenzen zu erkennen die darauf zeigen würden. Ich für meinen Teil würde diesen Punkt erstmal ausblenden.


    Die Wanderung der Aale ist ein Punkt, über den wir nahezu nichts wissen. Das ist so ein Punkt über den ich oft nachdenke, inwieweit durch klimatische Schwankungen, Bebauungen, Verlandungen usw. dieser doch sehr lange Zyklus im Leben der Aale diesen möglicherweise nachhaltig beeinflusst.
    Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß es manche Jahre gibt (wie zb dieses gerade), wo es weit weniger Wanderungen zurück zu den heimatlichen Gewässern gibt...vielleicht sogar gar keine.
    Vielleicht wandern die Fische klimatisch bedingt im Laufe der Zeit auch nicht mehr soweit bis zu ihren eigentlichen Gewässern, sondern verbleiben küstennah.
    Etwas ähnliches lässt sich seit Jahren auch bei diversen Zugvögeln beobachten, die entweder gar nicht mehr wegfliegen, oder nicht mehr das Mittelmehr überqueren.
    Da werden sicherlich auch bei Wanderfischarten Paralelen feststellbar sein.


    Das Nahrungsangebot ist denk ich mal kein Faktor dafür, denn diese ist definitiv vorhanden.
    Zudem sind Aale nicht bis aufs kleinste Detail spezialisiert was die Nahrungsaufnahme angeht.
    Konkurrenz bin ich mir nicht sicher, ob die überhaupt vorhanden ist, bedingt durch den Lebensraum der Aale.
    Was Feinde angeht, sieht die Sache sicher wieder anders aus.
    Starken Kormoraneinflug lässt sicher sicher lokal mal dingfest machen, aber nicht generell.
    In Sachsen-Anhalt sind wir davon eher weniger betroffen. Ich hab beispielsweise an der Elbe noch nie einen gesehen.
    Speziell die Elbe hat aber einen Feind, den die Aale ganz sicher fürchten dürften...den Wels.
    Anfang der 90er besetzt und auch einige Jahre geschützt um die Wiederansiedllung zu ermöglichen, entwickelte sich dessen Bestand nachweislich so drastisch, daß vor einigen Jahren jegliche Art von Einschränkungen für den Welsfang komplett aufgehoben wurde. Sprich kein Schonmaß, keine Schonzeit, keine Fangmengenbegrenzung mehr.
    Angler sind hierzulande dazu angehalten, gefangene Welse auch nicht mehr zurückzusetzen, dies gilt speziell für die Elbe und Nebengewässer.
    Interessanterweise wurden in den letzten 5 Jahren deutlich vermehrt kleinere Exemplare (bis 60cm) gerade beim Aalfischen gefangen, mancherorts bis zu 10 Stk. in recht kurzer Zeit.
    Da ist definitv direkte Konkurrenz da und auch ein unmittelbarer Feind, der auch vor großen Aalen (zb wanderungswillige Blankaale) nicht halt macht.
    Seltsamerweise wurden dieses Jahr eher wenig kleinere Welse gefangen und auch nicht in diesen Mengen...trotzdem tendieren die Aalfänge hier in meiner Heimat ander Elbe nahezu gegen null.
    Möglicherweise sind das auch Auswirkungen, die bereits ihre Geschehnisse vor einigen Jahren hatten, wir aber erst jetzt mitbekommen.


    Auch die Veränderung der Elbe ansich wird sicherlich eine Rolle spielen. Das kann man dieses Jahr sehr deutlich beobachten anhand der Zanderfänge, die ebenfalls massiv zurückgehen hier.
    Der Fluss scheint sich schneller wie man glauben mag zu verändern.
    Er wird deutlich klarer, fördert damit langfristig das Hechtaufkommen und drückt den Zander nach hinten wie es schon vor 100-130 Jahren so war.
    Die Population der Wollhandkrabben steigt seit der nicht mehr vorhandenen Industrie und dessen Einleitung chemischer Stoffe in den Fluss mit Beginn der 90er Jahre stetig an.
    Ich kann mich noch an Zeiten vor der Wende erinnern, da waren die Krabbler noch eher selten.
    Hinzukommt die stetige Erwärmung, Verminderung von einlaufendem Schmelzwasser im Frühjahr und auch die quasi nicht mehr vorhandene Schifffahrt.
    Der Fluss war nie der tiefste hier, in den letzten Jahren lässt sich aber deutlich erkennen, daß der Fluss immermehr zu einem flachen Rinnsal im Sommer wird, mancherorts sogar komplett verlandet.


    Ich denke dies wird ein ganz entscheidener Faktor sein, warum speziell Aale zunehmend hier Seltenheitswert genießen und wir irgendwann diese Fische nicht mehr hier vorfinden.




    Bei stehenden Gewässern ist die Lage sicherlich eine andere.
    Irgendwann sind die Fische soweit dezimiert, daß man die verbliebenen an einer Hand abzählen kann und die sich logischerweise dann auch schwerer fangen lassen. Ohne Besatz ist da irgendwann Schicht im Schacht.



    Da ich wie eingangs erwähnt, seit Jahren darüber Buch führe, kann ich gern darüber mal etwas statistisch auswerten für die letzten 10 Jahre.


    2006: Ansitze: 108 Fänge: 71 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 33/18/5/1
    2007: Ansitze: 110 Fänge: 67 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 32/4/2/0
    2008: Ansitze: 92 Fänge: 58 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 12/17/9/4
    2009: Ansitze: 96 Fänge: 63 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 8/19/21/3
    2010: Ansitze: 21 Fänge: 15 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 7/2/2/0
    2011: Ansitze: 30 Fänge: 9 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 1/3/1/1
    2012: Ansitze: 72 Fänge: 24 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 4/1/4/1
    2013: Ansitze: 94 Fänge: 18 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 3/1/1/0
    2014: Ansitze: 95 Fänge: 26 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 9/5/3/1
    2015 Ansitze: 102 Fänge: 17 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 1/4/1/0
    2016 Ansitze: 69 Fänge: 1 Aal ü70/ü80/ü90/ü100: 0/0/0/0



    Was die Gewässer aus dieser Statistik angeht, so halten sich stehende wie fliessende etwa die Waage. Verwendete Köder gehen etwa 70% auf KöFi und 30% auf Tauwurm, wobei auf Tauwurm bis auf sehr wenige Ausnahmen nur Aale unter 70 gefangen wurden. Alles ab ü80 sind ausnahmslos Fische die auf KöFi gefangen wurden.
    Bei Interesse kann ich auch gern noch mehr dazu anführen, wie zb Wasserstände, Mondphasen, Niederschläge, Bewölkung, Temperaturen usw. ;)

    Was ist der Unterschied zwischen Latein und Anglerlatein? Latein ist eine tote Sprache, im Anglerlatein wachsen die Fische aber noch.