Schnurpaket dreht sich auf der Spule

  • Hallo Angelfreunde,


    heute war ich mal wieder am Kanal (NOK) bei Rendsburg.
    Es lief auch ganz gut. Nur ein eisiger blies von West.
    Dann plötzlich Hänger. Ich zieh und kurbel, kurbel. Nichts
    ging irgendwie mehr. Bremse etwas fester angezogen. Doch
    es brachte nichts-- die Schnur drehte sich auf der Rollenspule.
    Keine Schnuraufnahme. Ich bekam den Hänger los. Also mit
    der Rolle war kein Fischen mehr möglich. Aber man hat ja
    eine Ersatzspule mit. Versucht die Ersatzspule zu montieren.
    Hää, ging aber nicht. Dann mal die Rollenbezeichnung angeschaut
    EXAGE 4000 FD, Ersatzspule EXAGE 4000 FC. Die passen nicht
    zusammen. Die Bohrung in der EXAGE 4000 FC ist etwas kleiner,
    paßt somit nicht auf die EXAGE 4000 FD.
    Damit hatte sich die Angelei erledigt.
    Zu Hause im Keller die Schnur von der 4000 FD abgespult. Dann
    ein Stück Fahrradschlauch abgeschnitten und auf die Spule gezogen.
    Auf diese Gummischicht die Schnur wieder aufgespult. Die sitzt jetzt
    "bombenfest".
    Und sowas mir als "altem Hasen". Wahrscheinlich hat sich die Schnur,
    ist Geflochtene, auf der Spule irgendwie gesetzt, sodass sie lockerer
    wurde und auf der Spule bei Zug durchdrehte.
    Werde die anderen Spinnrollen auch noch überprüfen.


    Was soll ich zum Wetter sagen--Regen, Schneeregen, Graupelschauer,
    Sonnenschein.


    Unten--in der Gegend war ich.


    Mit Petri Heil
    Flunder

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    3 Mal editiert, zuletzt von Flunder ()

  • N'Abend Jürgen,


    du hast beschrieben es war ne geflochtene, wusstest du nicht das grundsätzlich bevor du das Garn aufspulst, dass man ein paar Wicklungen (paar Meter) monofile davor setzt.


    Ist ein Trick, fast aller Spinnangler, ............aber tröste dich, mir ist das auch passiert, als ich das erste Mal mit einer geflochtenen Schnur geangelt habe.


    Bloß bei mir ist das auf einem Dorschkutter passiert, kannst dir ja vorstellen, dass Gelächter war groß. :thumbsup:


    Mein Kumpel hat denn Abhilfe geschaffen und erzählte woran das liegt.


    Gruß Jürgen

    Ich grüße alle Angler die nach Fisch stinken und sich Schwimmhäute zwischen den Fingern wachsen lassen !

  • Hi Jürgen,


    son Sch.... vor viele Jahre gehabt. Biß und keine Bremse.... als der Spulenknoten knallte und tschüß sagte dämmerte es woran das liegt.
    Was fürn Flossenträger das war nie gesehen.


    Seitdem kommen 50 cm Mono vor und seitdem keine Probleme auch nicht bei Großfisch (brauchen nicht mehrere Meter sein). Schlaufe in das Mono und so auf die Spule legen das die sich beim Einkurbeln zuzieht. Das Ende natürlich ans Braid binden. Dafür gibts verschiedene Knoten. ( http://www.angelknotenpage.de/ )


    Gibt Fehler die macht man nur einmal :cheers:


    Gruß
    Wolfgang

  • Ist mir noch nicht passiert aber ich muss wohl einige Spulen nachrüsten.


    Habe in der Vergangenheit bei meinen mit geflochtener bespulten Rollen die ersten 150 Meter mit 20 bzw. 23 er (aus Fehlkauf) geflochtener und dann mit der eigentlichen Schnur Stärke bespult.


    Werde also 5-10 Meter Mono als erstes aufspielen und dann mit geflochtener weiter.
    Obwohl, die sich zuziehende Schlaufe habe ich nicht kapiert.

    Liebe Grüße vom Niederrhein
    Petermaennchen

  • Hi Jürgen,


    manchmal reicht es schon, das die Geflechtschnur nass wird um sich unter Last auf einer glatten Metallspule zu drehen...........aber du hast ja schon die richtige Maßnahme ergriffen............. :gut


    gruß degl

  • Hallo,


    eine Lage Klebeband auf dem glatten Spulenkern schafft auch Haftung für die
    Wicklung. Ansonsten die Geflochtene von Grund auf unter Spannung aufwickeln.
    Zum Beispiel: die gesamte Schnur um zwei entfernt stehende Bäume legen
    und mit hoher Spannung auf die Spule aufspulen. Das zeigt von Anfang an ob die
    Wicklung unter Zug durchrutscht und verhindert das Einschneiden der Schnur bei
    kräftigem Drill.


    MfG
    Haui006

  • moin..


    .. yupp, sowas passiert mit geflochtener genau EINMAL in einem Angler-Leben
    und dannach ist immer ein Stück Mono (als erstes um den Spulenkern gewickelt)
    bevor die Geflochtene d'rauf kommt..



    Betreff:

    Zitat

    Lage Klebeband auf dem glatten Spulenkern

    .. lieber nicht ;-)


    .. je nach Klebeband (Pazertape/Malerkrepp/Isolierband/Tesafilm/..)
    hat man schmierigen Sch*** auf Spule & Schnur;
    .. bei Hitze verläuft der klebrige Kram bis weit in die Schnur oder
    der Kleber wird trocken/kristalliert .. :bad


    .. da man
    -für die ersten Wicklungen auf der Spule-
    (fast) jede alte Mono hernehmen kann,
    sollte man auf die Sauerei mit den Klebebändern verzichten ;-)
    .. einfach eine selbst-zu-ziehende Schlinge an einen Rest MONO machen
    und 'rauf auf die Spule .. dann die GEFLOCHTENE d'ran-ge-knüpft und
    .. und .. und .. voll-spulen ;-)



    .. lasst die Mono gleich ein paar cm länger;
    GRUND:
    .. sollte die Geflochtene mal *zicken* bzw. nach ein paar Jahren
    fasrig oder verblichen sein,
    dann wird einfach umgespult ..
    .. die "gebrauchte" Geflochtene quasi "umdrehen";
    das Benutzte nach innen an die MONO
    und den bisher unbenutzen Teil nach außen .. :-)




    gruß rüdl

    .. ich hätte angeln gehen sollen ..

    Einmal editiert, zuletzt von rüdl ()

  • Hallo,


    dann gibt es auch noch Großhändler mit Eigenmarken, die ihren Herstellern ganz
    exakt vorschreiben wie ein Produkt aussehen soll.


    Wenn also so ein Händler seine Hersteller anweist etwas an Spulenkernen zu
    verändern (mehr Rauigkeit o. Anhängepunkt) um die Produkte weiterhin
    abzunehmen, dann wird sich die Sache sehr wahrscheinlich in naher Zukunft
    ändern. Etliche Diskussionen hat es hier ja bereits dazu gegeben.



    MfG



    Haui006

  • Gibt es doch schon ne ganze Weile.


    Bei etlichen Rollen findet man doch heutzutage Spulen mit einer eingelassen Gummischürze.
    Die macht nichts anderes wie eben jenes Durchdrehen zu verhindern.
    Das funktioniert auch sehr gut.


    Der Haken bei solchen Rollen ist dann eher die Ersatzspule, denn die hat fast nie die oben genannte Gummischürze.
    Zumindest hier muß man dann halt wieder Mono vorschalten.

    Was ist der Unterschied zwischen Latein und Anglerlatein? Latein ist eine tote Sprache, im Anglerlatein wachsen die Fische aber noch.

  • Hallo Angelfreunde,


    habe eben ein, zwei Bilder gemacht von dem Gummi-Überzug.



    Fahrradschlauch, auf Breite der Spulenweite ein Stück
    Gummi abschneiden, eventuell noch etwas zuschneiden



    der Gummi-Ueberzug auf der Spule, dann wie oben beschrieben
    die Schnur fest darauf spulen.
    Müsste jetzt halten.


    Ja, es gibt einige Rollen mit so einem Gummi-Überzug,
    doch die meisten haben den nicht. Also muss man sich
    selbst helfen.


    Mit Petri Heil
    Flunder

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  • meine Sicherung gegen Durchrutschen (zur Demo mit einer 50lbs Schnur). Normal reicht 0,35 selbst für größte Rollen .
    Mehr als 50cm Mono noch nie genommen. Selbst auf meine 18000er Stationär kommt es nicht zum Durchrutschen.
    Da reicht eine einfache Schlinge die sich schon beim Aufspulen fest zieht. Wichtig nur das die Schlinge in der richtigen Richtung aufgelegt wird. Bei Schnurwechsel läßt sich die Schlinge im Gegensatz zu andere Spulenknoten einfach lösen ohne mit Messer oder Schere am Spulenkern zu hantieren.



    p.s. die Spule ist von einer alten Schrottrolle die ich mal zur Wartung hatte.
    Unterm Mono ist alles korrodiert. An der Spule meiner Saragosa 8000 hatte ich auch mal eine Korrosionstelle auf dem Spulenkern. Gut gesäubert und den Spulenkern zweimal mit Klarlack eingepinselt. Danach nie wieder passiert auch wenn die Schnur lange auf der Spule war.
    Das leidige Thema "Galvanische Korrosion" in Angelrollen sollte ein Extrathema sein. Aber dafür haben wir mit Rainer einen richtigen Spezialisten im Board. Werde ihn mal anschreiben ob er dazu einen Thread aufmacht. Hatte mit ihm zu dem Thema mal einen Schriftverkehr der für mich hoch interessant war.


    Gruß
    Wolfgang

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  • meine Sicherung gegen Durchrutschen (zur Demo mit einer 50lbs Schnur). Normal reicht 0,35 selbst für größte Rollen .
    Mehr als 50cm Mono noch nie genommen. Selbst auf meine 18000er Stationär kommt es nicht zum Durchrutschen.
    Da reicht eine einfache Schlinge die sich schon beim Aufspulen fest zieht. Wichtig nur das die Schlinge in der richtigen Richtung aufgelegt wird. Bei Schnurwechsel läßt sich die Schlinge im Gegensatz zu andere Spulenknoten einfach lösen ohne mit Messer oder Schere am Spulenkern zu hantieren.



    Danke,
    dann geht es am Wochenende in den Keller zum Umrüsten.

    Liebe Grüße vom Niederrhein
    Petermaennchen

  • sorry, noch was wichtiges vergessen


    macht die blau markierte Schlaufe bitte so groß das die wenigstens auf der Hälfte des Spulenkerns aufliegt. Dann verklemmt die sich besser als eine kleine Schlaufe!

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    Bali die Insel der Götter

  • Ich hatte diese Problem noch nie...obwohl es eigentlich -gerade als Anfänger- schnell passieren kann.
    Allerdings habe ich auch noch nie Geflochtene ohne Monounterfütterung auf der Spule.


    Muss aber sagen, dass die Idee mmit dem Schlauch sehr gut ist.
    Im Heimwerkermarkt gibt es aber auch 'Gummilacke', in dem man die Griffe von Zangen pp eintauchen kann oder den Hammerstiel anpinselt.
    Damit müsste man doch auch eine Spule anmalen können, sprich eine Gummilackschicht auftragen.
    Die sitzt dann so dicht drauf, dass kein Wasser unterlaufen kann, welchces dann den Alukern korridieren lässt.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Hallo Wolfgang,


    das mit der galvanischen Korrosion muss man ernst nehmen und
    sollte bei jedem Schnurwechsel geprüft und eventuell beseitigt
    werden.


    Mit Petri Heil
    Jürgen

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