Anleitung zum Brandungsangeln

  • [autor=Oldman]17.01.2008[/autor]


    Anleitung zum Brandungsangeln!


    Leckeren Salzwasser-/ Meeresfisch angelt man üblicher Weise vom Boot / Kutter aus.
    Doch vielen Angler ist so ein Boot / Kutter nicht geheuer oder aus gesundheitlichen Gründen
    (Seekrankheit) trotz einiger Wundermittel aus der Apotheke – nicht möglich.


    So bleibt nur noch die Möglichkeit den Fisch vom Ufer aus nachzustellen.
    Mit der Spinnrute den Meerforellen und Hornhechten und mit der Brandungsrute den
    dorschartigen Fischen und den Plattfischen .
    Im Herbst bis zum Frühjahr kommen die Fische zum Laichen an Deutschlands Küsten.
    Die beste Angelzeit beginnt mit dem Einbruch der Dämmerung und endet am frühen Morgen.
    In dieser Zeit kommen die Fische zum Fressen nahe ans Ufer.
    Jetzt schlägt die Stunde der Brandungsangler.


    Ausrüstung:


    Kleidung:
    Da die Brandungsangelei nicht gerade in der schönsten Jahreszeit stattfinden, ist unbedingt
    winddichte, wasserfeste, warme Kleidung /Schuhwerk erforderlich.
    Ein warmes Getränk sollte auch nicht fehlen.



    Die schönste Angelei macht keinen Spaß wenn man friert.
    Gegen andere Wetterunbilden –Wind und Feuchtigkeit von oben, bietet ein gut abgespanntes
    Schirmzelt -Schutz.


    Ruten:
    Zum Einsatz kommen Brandungsruten – diese Ruten haben eine Länge von 3,60 - 4,50 m und
    ein Wurfgewicht bis 250 gr.
    Die Rutenlänge richtet sich nach der Statur und dem Geschick des Anglers.


    Rollen:
    Die Rollen für das Brandungsangeln sollten See-/Salzwasserfest sein. Eine
    große Übersetzung haben. Mindestens 200 m 40 er Schnur fassen. Eine gute
    Schnurverlegung,am besten „Kreuzwicklung“ sowie eine konische Spule, sind die Vorraussetzung
    für weite Würfe.


    Schnur:
    Der Durchmesser der Hauptschnur (Mono) sollte von 0, 25 bis 0, 40mm betragen und mindestens
    200m lang sein. Die Schlagschnur (0,40 -0,60 mm Durchmesser) – ca. 10m lang- wird der
    Hauptschnur vorgeschaltet und muss der enormen Fliehkraft, welche am Anfang beim Auswerfen auf
    der Schnur lastet, standhalten.
    Spezielle Schlagschnüre gibt es im Fachhandel.


    Bleie:
    Beim Brandungsangeln werden Bleie der unterschiedlichsten Formen
    von 100 gr. – 200gr verwendet, Das verwendete Gewicht und die Form des Bleies richtet sich nach
    der Stärke der Brandung damit dieses nicht an das Ufer gespült wird.Birnenblei lassen sich an weitesten werfen..
    Bei sehr starker Brandung kommen dann so genannte Krallenbleie zum Einsatz. Das sind Bleie mit
    Stahldrähten, welche sich auf den Grund festkrallen, aber bei Zug vom Ufer aus nach hinten weg biegen.


    Vorfach:
    Das Vorfach besteht aus einer 1,5m bis 2m langen Hauptschnur .Der Durchmesser ist gleich der Schlagschur.
    An den Enden sind Vorrichtungen (Wirbel mit Karabiner oder Ösen) zum befestigen an der Schlagschnur und
    des Wurfgewichtes (Bleies) angebracht.
    An dieser Hauptschur sind dann im Abstand vom ca.60 cm die eigentlichen Vorfächer mit dem Haken meistens
    2 Stck. angebracht.
    Diese Vorfächer sind-direkt in die Hauptschnur geknotet -an Abstandshalter, welche an der Hauptschnur
    angebracht wurden,eingehängt oder gar als Laufvorfächer befestigt.
    Zusätzlich werden diese Vorfächer noch mit Auftriebs-/Lockperlen verziert,um den Köder über Grund zuhalten
    bzw. um eine Lockwirkung zu erzielen.Fertige Vorfächer der verschiedensten Art sind preisgünstig im Fachhandel
    zu erwerben.


    Bissanzeiger:
    Als Bissanzeiger finden Aalglocken mit einem Knicklicht kombiniert, Verwendung.So ist in derDunkelheit leicht
    zu erkennen auf welcher Rute ein Biss erfolgte.
    Ein Einhängebissanzeiger mit Knicklicht zeigt zuverlässig Fallbisse an.



    Rutenhalter:
    Stabile, standsichere Dreibeine dienen beim Brandungsangeln als Rutenhalter. Durch zusätzlich an gebrachtes
    Gewicht, wie ein Sandsack, kann die Standsicherheit noch erhöht werden. Die Dreibeine können universiell
    angewendet werden.




    Des weiteren finden spezielle Einzelrutenalter, welche in den Sand gerammt werden,
    Verwendung. Dieses ist aber nur bei Sandstrand möglich.


    Weiteres nützliches Gerät:
    Angelschirm-/zelt, Sitzgelegenheit, Kühlbox
    Abschläger zum Betäuben des Fisches , Messer zum Kehlen, Hakenlöser-/Arterienklemme Taschen- Kopflampe,
    Wurmnadel , Eimer, Lappen/Handtücher sowie ein Behältnis mit Klein- und Ersatzmaterial.


    Köder:
    Der Köder ist in der Regel -der Wattwurm ,es können aber auch Seeringelwürmer,Krabbenfleisch und Heringsfetzen
    verwendet werden


    Link - Der Wattwurm


    Link-Der Seeringelwurm


    Bevor es zum Angeln geht müssen die Köder – wie schon gesagt,in der Regel Wattwürmer-
    besorgt werden. Diese kann man selbst mühsam sammeln (pümpeln) oder beim Angeldealer
    kaufen. Für eine Nacht benötigt man ca. 60 Wattwürmer, welche sich im feuchten Zeitungspapier
    eingewickelt oder im Eimer mit etwas Salzwasser ohne Probleme ein bis zwei Tage/ Nächte halten..
    Am Strand wird dann erst einmal eine Erfolg versprechende Stelle gesucht und die Rutenhalter an
    gewünschter Stelle aufgestellt und die Ruten montiert. Nun wird ein Vorfach
    an die Hauptschnur befestigt und deren Ende dann ein Wurfgewicht. Das Gewicht und die
    Form richtet sich nach der Stärke der Brandung des Wellenganges.
    Nun werden die Haken mittels einer Wurmnadel mit Wattwürmern bestückt.
    Nach dem das geschehen ist, wird mit ein paar Schritten Anlauf so weit wie möglich ausgeworfen.
    Bei Nacht sollte grundsätzlich nur der Überkopfwurf zur Anwendung gelangen, um ein ungewolltes
    Stolpern oder Stürzen zu vermeiden.


    Oft müssen Weiten bis zu 100m erreicht werden um den Fisch zu finden. Dieses ist meistens
    bei ablandigen Wind der Fall. Bei auflandigem Wind passiert es oft, dass der Fisch überworfen wird.
    Der Fisch steht also näher zum Ufer hin.
    Angelt man mit 2 Ruten so empfiehlt es sich, das eine Rute möglichst weit rausgeworfen und
    die 2.Rute näher zum Ufer hin, platziert wird.
    Sind die Köder ausgeworfen befestigt man die Bissanzeiger und stellt die Brandungsruten
    aufrecht in die/an den Rutenständer.Anschließend kurbelt man die Schnur stramm, damit
    möglichst wenig der Schnur im Wasser ist. Dadurch wird verhindert, dass die Wellen allzu stark an
    der Schnur zerren und eine Bisserkennung erschweren.


    Mindestmaß für den Dorsch ist 38 cm,
    für die Flunder--z.Zt kein Mindestmaß in S-H,
    im NOK--25cm


    Mitarbeit:Flunder
    Bilder:Addi Hit/Oldman

    Watt wär`n wa ohne Wattwurm??


    SAV Kanalfreunde Kiel e. V.


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    Wieder auf der Insel: ... gebucht vom 24. 04. 21 bis 30. 04. 21

    wir haben abgesagt.


    Der Müll muss mit !!!



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