Was macht eine Meerwasserrolle aus? Schnurkapazität? Habe ich alles?

  • Hallo!


    Am Samstag will ich mir bei Askari meine erste Ausrüstung kaufen, die in Norwegen erstmals zum Einsatz kommen soll.


    Ich habe mich nun durch diverse Online-Shops gefräst, um einen Überblick über das Angebot zu erhalten. Bei einigen Rollen wird ausdrücklich auf die Meerwassertauglichkeit hingewiesen, bei anderen nicht, obwohl sie vermutlich ebenfalls dafür geeignet sind.


    Ich frage mich nun, ob nur Meerwasser drin steckt wo auch Meerwasser drauf steht oder gibt es andere Kriterien für die Meerwassertauglichkeit?


    Die andere Frage ist, ob ich auf eine Rolle, die z. B. für Schnur mit einem Durchmesser mit 0,4 mm angegeben ist, auch 0,3 mm Schnur aufspulen kann und so mehr Schnur darauf passt? Gibt es da vielleicht mechanische Probleme?


    Vielleicht könnt Ihr auch mal einen Blick auf meine Einkaufszettel werfen? Ich will in Norwegen ausschließlich vom Ufer, bzw. mal vom Ruderboot aus im Fjord angeln. Die Fische sollen nicht allzu groß sein, sondern sich innerhalb von 1 - 2 Tagen von 2 Personen auffuttern lassen ;-) :


    - Rute 2,5 - 3 Meter lang, Wurfgewicht 100 +/- 50 gr.
    - Salzwasserfeste Stationärrolle, min. Kapazität für 200 Meter 0,3 mm geflochtene Schnur
    - Gaff
    - Fischtöter klein
    - Fischtöter groß
    - großer, solider Kescher
    - Hakenlöser
    - Lösezange
    - Aaltöter(?)
    - Rachenperrer
    - Filetiermesser, evtl. Messerset
    - div. Köder (leichte Pilker, Wobbler, Gummifische)
    - mehrere Vorfächer
    - Schnur, inkl. einer Ersatzrolle
    - Kiste um den ganzen Krempel zu verstauen
    - Futteral für die Rute


    Für alles zusammen möchte ich 100 - 150,- € ausgeben, wenn erforderlich, greife ich aber auch etwas tiefer in den Geldbeutel. Evtl. lege ich mir noch eine günstige Combo für Forellen zu.


    Ich bedanke mich schon jetzt für Eure Antworten!


    Viele Grüße,


    Oliver

  • Oliver.


    Was hälst du davon, wenn wir zusammen zu Askari fahren?.
    Und eine Rute habe ich noch für dich, die du haben kannst da ich sie nur einmal benutzt habe ein altes ruten Futterral ist auch noch vorhanden.


    Will mir auch noch eine neue rute der Black Bull Serie zulegen.


    Mfg Marcel.

    Leben heißt auch Risiko, große Ziele, große Opfer, Garantien gibt’s nirgendwo.
    Keiner, ist besser als der andere, denn der Tot wartet aufjeden....

    Einmal editiert, zuletzt von ForellenFighter ()

  • Hallo,
    ich bin nicht so der Profi auf dem Gebiet, kenne aber viele die dort regelmässig Angeln und ich glaube, deine Gerätevorraussetzungen sind etwas "klein" gewählt! ;-)
    Du willst zwar nur kleine Fische haben, aber wer versichert dir, dass nicht ein riesen Brocken einsteigt!? Die fische wissen nicht, was für eine Rute du oben hast! ;-)
    Evtl. würd ich mir 2 Ruten kaufen, eine etwas schwerere Spinnrute und eine Pilkrute, dasselbe gilt für die Rollen.


    Als Rute würde ich, der kosten wegen, eine DAM Onliner Light Pilk oder Boat 250 nehmen.
    Die Rolle solltest du ne Nummer größer Wählen, denn die muss schon was aushalten! Und guck dir mal bitte die Modelle an, die 200m 0,30m Schnurfassung haben! ;-) Damit würd ich nichtmal auf Sprotten gehen! :-D
    Ich würd ne DAM HPN 665 nehmen, die ist genauso groß wie die 680, hat aber etwas weniger Schnurfassung. Darauf würd ich 300m 30er Geflochtene Spulen und den rest mit billiger Mono unterfüttern oder das 680er Modell nehmen und die voll machen mit 50er Mono.
    Ich würd eine Ersatzspule (metall) mit 0,20er Geflochtener fürs Spinnfischen bespulen und die andere (Kunsstoff) mit 50er Mono (oder dickere Geflochtener) fürs Pilken vom Boot.


    Du mußt natürlich nicht diese Modelle nehmen, es soll nur ein Wegweiser sein, für dass was du ungefähr brauchst. Die Daiwa Opus oder Powercast gefallen mir auch ganz gut!


    Wirklich salzwasserfest ist eigentlich keine Rolle in der Preisklasse, man sollte IMMER sofort nach Ankunft im Hafen das Gerät mit Süsswasser gründlich abspülen!!! Auch die Köder, Messer, Kescher usw.!


    Bei dem restlichen Kram kannste ja nicht soviel falsch machen! ;-)


    Mal gucken was unsere Meeresprofis dazu sagen! :-D


    Gruß
    Lücke

  • Zitat

    Original von ForellenFighter [...] Was hälst du davon, wenn wir zusammen zu Askari fahren? [...]


    Gerne - da hatten wir ja ohnehin darüber gesprochen. :-D Ich schicke Dir gleich mal eine PM.


    Ich hoffe aber trotzdem auf einige Antworten, um so meinen Kenntnisstand zu verbessern...



    luecke3.0:


    Vielen Dank für Deine Antwort - die hilft mir schon ein gutes Stück weiter. Über die DAM Online light pilk bin ich auch schon gestolpert, sie steht bereits auf meiner Wunschliste. Meine Frage mit der Schnurgröße hat Du mir ebenfalls beantwortet - ich kann also auch problemlos dünnere Schnur wie angegeben aufspulen.


    Die Produkte von DAM wären mir sowieso sehr sympatisch - zum Einen, weil sie mir superschnell ihren Katalog zugeschickt haben, zum Anderen weil man ja auch durchaus mal Produkte von einem deutschen Unternehmen kaufen kann. ;-) Ich muss allerdings gestehen, dass die Preise der Askari-Hausmarken schon sehr verlockend sind... :-D


    Viele Grüße,


    Oliver

  • neandertaler
    Klar kann man andere Schnurdicken auf Rollen machen! Besonders Dünnere geht immer, man braucht halt nur mehr! ;-)


    Bei den Askari Hausmarken kannst du bei den Ruten eigentlich auch nicht viel falsch machen, bei den Rollen wär ich vorsichtiger! ;-) Ich bin da nicht so ein Fan von! Und wenn man die Preise mit den günstigen DAM Artikeln vergleicht, sinds oft nur ein paar Euro.
    Wie gesagt, bei den Rollen solltest du nicht zu billig werden, 40€ sollte man schon mindestens in eine gute Rolle investieren! -> Es zahlt sich später aus! :-D


    Gruß
    Lücke

  • luecke3.0


    Ich habe gerade mal nach den DAM-Rollen geguckt - meinst Du die DAM Quick HPN 665 FD oder die DAM Quick HPN 665 FS? Die FS-Variante ist nur einen Tick teurer, beide liegen aber noch mitten im "Wohlfühlbereich" ;-)


    Mich wundert nur, dass keine der beiden als "salzwassertauglich" ausgewiesen ist!? Bist Du Dir sicher, dass ich sie trotzdem am Meer benutzen kann?


    Die "FS" gibt es leider nicht im Askari-Onlineshop, ich habe deshalb mal mit der FD gerechnet. Das Ganze sieht jetzt so aus:


    • 2 x Schnur DAM Damyl Imperial Performance Braid geflochten, 105639.85.585, Länge m: 250, orange 0,31 mm, 28,40 Kg, EUR 24,95 / Rolle
    • 1 x DAM Onliner Light Pilk 108773.85.585, 300 cm, Wurfgewicht 80-180 gr., EUR 15,95
    • 1 x DAM Quick 665 FD, 115201.85.585, 100m / 0,65 mm, Übersetzung 3,8 : 1, EUR 49,95
    • Summe: 115,80 €


    Vorausgesetzt, die Preise sind im Laden die gleichen wie im Onlineshop, gehen davon am Samstag dann noch 10% runter.


    Mit 150,- € wird es wohl nix, unter 200,- € werde ich aber vermutlich bleiben...


    Viele Grüße,


    Oliver

  • Hallo Oliver,
    FS heißt FreeSpool, das ist also ne Freilaufrolle, die brauchst du nicht! FD bedeutet Front-"irgendwas" jedenfalls ist das ne Frontbremsrolle.


    Ich kann dir nur raten die Preise in Katalog, Online-Shop und Laden zu vergleichen! Am besten (günstigsten) läuft man mit ner Online-Shop Bestellung, denn da sind oft Artikel heruntergesetzt die im Katalog oder Laden teurer sind! Bei wichtigen Artikel solltest du aber vorher die Verfügbarkeit erfragen (ServiceHotline)!
    Das Problem ist, das oft die Läden nicht so üppig ausgestattet sind wie das Versandlager oder wie es der Katalog vermuten lässt! ?-(


    Schreib mal ob du alles bekommen hast!


    Wozu brauchst du denn 2x Schnur? Du kannst dir die Rolle doch bei Askari gleich bespulen und dabei mit billiger Mono unterfüttern lassen, dann brauchst du die nicht voll mit der teuren Geflochtenen zu bespulen! ;-)


    Gruß
    Lücke

  • Zitat

    Original von luecke3.0 [...] Wozu brauchst du denn 2x Schnur? Du kannst dir die Rolle doch bei Askari gleich bespulen und dabei mit billiger Mono unterfüttern lassen, dann brauchst du die nicht voll mit der teuren Geflochtenen zu bespulen! ;-) [...]


    Ähhh... ich dachte, dass man eine Ersatzschnur dabei haben sollte, falls die eigentliche Schnur beschädigt wird!? Wobei, wenn ich es mir recht überlege - wenn, dann reißt ja das Vorfach... Auch gut, schon wieder 25,- € gespart. :-D


    Dass ich die Rolle bei Askari gleich bespulen lassen kann, wusste ich nicht. Das macht den Gang in den Laden natürlich noch angenehmer. Weil ich die Ausrüstung unbedingt bis nächste Woche benötige und mir den Krempel möglichst vorher ansehen will, ist mir der Kauf im Laden aber sowieso lieber, auch wenn es vielleicht einige Euros teurer ist.


    Viele Grüße,


    Oliver

  • Moin , moin Neandertaler,


    jetzt möchte ich Dir mal eine Gerätezusammenstellung für das leichte Angeln in Norwegen vorstellen.


    Ich achte bewußt nicht auf den Preis, wohl aber auf die Qualität des Gerätes.


    Zuerst zu den Ruten:


    Zum Fischen von Land aus genügt eine Spinnrute mit bis zu 80 gr. Wurfgewicht.
    Die solltest Du auf jeden Fall mitnehmen, denn es macht wahnsinnigen Spass einen Köhler oder Pollak mit so leichtem Geschirr zu bändigen.
    Meine Empfehlung hier ist die
    Kogha Crownlake Spinn in 3,00 mtr. WG. 40 - 80 Art.Nr.93936 Seite 16 im Katalog Herbst/Winter 2008.


    Als Rolle kommt da ein 4000er, salzwasserfestes Modell zum Einsatz.
    Etwa die Abu Garcia Stealth 4000 #114697 Seite 125


    Als Schnur kommt für mich nur die Corastrong Zoom 7 0,18 mm in betracht.


    Warum diese Zusammenstellung: Die Rute fische ich selbst seit einiger Zeit und sie hat auf Hitra ihr Können gezeigt. Geiler Prügel. :-D


    Die Rolle passt optisch und qualitativ 100 % zu der Rute. Die große, sehr feinfühlige Bremse lässt sich optimal einstellen, so das auch die richtig Großen mit der Rute bezwungen werden können.


    Die Schnur in dem Durchmesser trägt 14,5 kg. Also mehr als eine 50 lbs.-Rute tragen kann bevor sie bricht.


    ----------------------------------------------------------------------------------------------


    Zum Pilken geht meine Empfehlung klar zur Kogha Power-Pilk mit einem WG von 60 - 180 gr. Gibt es in 2,70 und 3,0 mtr.
    Diese Rute ist einfach unkaputbar, hat ein supergefühl und eignet sich hervorragend für das mittelschwere Pilken.


    Rolle: Abu Garcia Stealth 6000. Ja Du liest richtig, die gleiche Rolle nur ne Nummer größer.


    Schnur: siehe oben.


    Ich selbst fische auf Hitra sogar nur die Light-Pilk, aber da braucht es schon einiges an Gefühl für Belastungsgrenze und Bremseinstellung der Rolle.


    - Rute 2,5 - 3 Meter lang, Wurfgewicht 100 +/- 50 gr.
    - Salzwasserfeste Stationärrolle, min. Kapazität für 200 Meter 0,3 mm geflochtene Schnur
    - --------------------------nein----------Gaff
    - ------------------------- nein----------Fischtöter klein
    - ---------------------------ja-------------Fischtöter groß
    - ---------------------------ja-------------großer, solider Kescher
    - ---------------------------nein----------Hakenlöser
    - --------------------------ja--------------Lösezange
    - ---------------------------nein---------Aaltöter(?)
    - ---------------------------nein---------Rachenperrer
    - ---------------------------ja------------Filetiermesser, evtl. Messerset
    - --------------------------ja--div. Köder (leichte Pilker, Wobbler, Gummifische)
    - --------------------------viele---------mehrere Vorfächer
    - --------------------------ja------------Schnur, inkl. einer Ersatzrolle
    - -------------------------ja---------Kiste um den ganzen Krempel zu verstauen
    ----------------------------ja-------- Futteral für die Rute


    Ich hoffe Dir ein bisschen weitergeholfen zu haben.


    PS.: :mahn: mit dem Ruderboot auf den Fjord ist ein absolutes no no. Das geht gar nicht. :mahn:


    Wenn Du weitere Fragen hast, beantworte ich sie gerne. Speziell zum Thema Köder und Angelart.


    Wünsch Dir auf jeden Fall allzeit stramme Leinen.

  • Oliver
    Als ERsatzschnur würde ich evtl. nicht so eine teure mitnehmen oder zur Not solls in Norwegen ja auch Angelläden geben! ;-)
    Oder wie gesagt gleich die Ersatzspule voll machen oder für beide Angeltechniken die selbe Schnur nehmen, so wie fisherman es vorschlägt.


    Vielleicht solltest du das mit dem Bootsangeln gleich verwerfen wenns keine Möglichkeiten gibt und dir nur ne schwere Spinnrute holen?



    fisherman
    Da lag ich mit den Eigenschaften der Geräte gar nicht so falsch, hab ähnliches Gerät im Keller liegen, komme aber nie nach Norwegen ?-( höchstens mal auf die Ostsee. :rolleyes:


    Jetzt frag ich mich nur, wofür werden diese ganzen "Bootsknüppel" bis 500g WG u.ä. benötigt? Da gibts doch auch Strömungen, ich hab gehört, das da Bekannte von mir mit 800g Gewicht gefischt haben!


    Gruß
    Lücke

  • Hallo fisherman,


    vielen Dank auch für Deine umfassende Antwort! Insbesondere für Deine Einschätzung zum erforderlichen Zubehör. Unter dem Strich liegen Deine Pilk-Variante und die von luecke3.0 auf einem preislich ähnlichen Niveau - ich sehe mir das am Samstag einfach mal an. Gerade fiel mir noch auf, dass Askari auf seine Hausmarken 5 Jahre Garantie bietet. Auch wenn diese Produkte tatsächlich kaum oder überhaupt nicht günstiger wie z. B. DAM sind, spricht das natürlich für sie.


    Meinst Du denn, dass ich wirklich 2 Ruten für Ufer und Boot benötige? Eigentlich dachte ich, dass ich eine leichte Pilk-Rute mit 0,3 mm Schnur auch für das Ufer benutzen kann!?


    Ich kaufe mir die Ausrüstung erst einmal nur für diesen einen Urlaub und werde sicherlich auch nur alle paar Tag mal angeln gehen. Ob und wie ich meine Angelkarriere danach fortsetze, werde ich erst danach sagen können.


    Ich will also nicht am falschen Ende sparen, die Ausgaben aber schon auf das Nötige beschränken. Eine anständige Einsteigerausrüstung eben, bei der es mir notfalls aber auch nicht leid tut, wenn sie nach den 3 Wochen im Keller verstaubt...


    Zitat

    Original von fisherman [...]
    PS.: :mahn: mit dem Ruderboot auf den Fjord ist ein absolutes no no. Das geht gar nicht. :mahn: [...]


    Keine Sorge - ich lasse mich vor Ort beraten. Außerdem habe ich den "Sportbootführerschein See", so dass ich mir sicherlich auch mal ein Motorboot ausleihen könnte. Das müsste dann aber schon mit einer kleine Rundfahrt verbunden sein - für ein oder zwei Fische lohnt sich das wohl eher nicht. ;-) Da probiere ich es dann doch lieber vom Ufer aus. :angler:


    Viele Grüße,


    Oliver

  • Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber Rutentechnisch von Land würde ich ne 3,6m Telerute mit ner kleinen Rolle nehmen, 30er mono drauf und ne schwere Pose ran bzw. garnix ausser zwei Fette Wirbel als Wurfgewicht und einen Haken. Fischfetzen ran und, werfen und an der leicht gespannten Schnur runter sacken lassen. Bringt Pollack ohne Ende. Nimm das billigste was Du kriegen kannst. Die Sachen sind danach eh Schrott egal ob teuer oder Billig. Und 60-80g WG sind auch gut. Geht dann zur Not auch auf Grund. Brandungsvorfächer einpacken und auf dem Markt Reker (Krabben) oder Krepsehaler (Krebsschwänze) als Köder Kaufen bzw. Fischfetzen. Bringt vor allem Knurrhahn, Rochen, Aal und Platte.


    Zum Pilken würde ich schon mehr Geld ausgeben Für Wassertiefen so bis 60m eine gute Pilkrute mit so round about 90g Wurfgewicht. Ne Meeresrolle ran. 300m 30er Schnur Fassungsvermögen sind gut. Ich epfehl was von Ryobi, muss aber jeder selbst wissen.


    Schnur, entweder 35er mono mit hoher Tragkraft und geringer Dehnung oder ne 18er Dyneema. Lass Dir nicht so einen teuren Mist wie Fireline oder sowas aufschwatzen. Dyneema reicht völlig für Norge.


    Wenn es tiefer, z.B. auf Leng geht brauchst Du natürlich was völlig anderes, aber ich denke mal das hast du nicht vor.


    Obwohl. Ich hab schon mal gesehen wie ein Kollege einen Leng auf Pose hatte.


    Ein paar Pilker so ab 30 bis 150 Gramm und ein paar Vorfächer, am Besten ganz einfache Naturködervorfächer. Da kann man auch einen Twister oder Oktopus rauf stecken. Wichtig: Keep it simple.
    Den Bunten Kram kannst Du eigentlich alles in die Tonne treten. Kostet nur unnötig Geld und ab 30m Wassertiefe sind eh keine Farben mehr zu sehen.


    Das einzige an Beifängern was ich empfehlen kann, sind Makks in rot/ gelb/ grün und große Makrelenvorfächer, aber die mit echter Fischhaut. Die anderen taugen nix.


    Die Makks um zu testen welche Farbe gerade geht und die Makrelenvorfächer sind ein super Seelachs- Köder.


    Mit dem Ruderboot auf den Fjord ist aber ein absolutes no-go. Viel zu gefährlich.
    Leih Dir lieber ein Motorboot. Ein kleines Kamoy mit 10 PS kostet so um di 50 Euro die Woche. Und Schwimmweste nicht vergessen. Die Norweger sind da nicht zimperlich. Ohne Weste auf dem Wasser kostet 6000 Kronen wenn nichts passiert. Wenn was passiert bezahlst Du im E-Fall einen Hubschraubereinsatz und zwei SAR- Boote nebst Personal, und das bringt richtig Spass.


    Gruss


    Jan

  • Schweriner.


    warum sollte man die Pilker und co nicht in einer bestimmten Tiefe sehen?
    Ich denke mal die Hersteller bringen nicht umsonst Japan Rote Twister und andere diverse sachen raus.

    Leben heißt auch Risiko, große Ziele, große Opfer, Garantien gibt’s nirgendwo.
    Keiner, ist besser als der andere, denn der Tot wartet aufjeden....


  • @Lücke.


    jepp war schon eine ganz gute Empfehlung für einen Nicht-Norge-Fahrer. ;-)


    Du fragst wozu die hohen Wurfgewichte.Das frage ich mich auch, denn wer wirft schon einen 500 gr. Pilker. Den läßt man einfach nur ab. Ist mit den schweren Bleien beim Naturköderangeln genau so.


    Bei den richtigen Bootsruten wird im Übrigen eine lbs.-Angabe gemacht.


    12 - 20 lbs
    20 lbs
    30 lbs
    50 lbs


    Damit ist nicht das Wurfgewicht gemeint, sondern die Schnurklasse die optimal zur Rute passt.


    Was die meisten Leute vergessen, ist die Tatsache, dass eine Angelrute nur ein gewisses Gewicht tragen kann. Selbst gute 50 lbs. Ruten brechen wie ein Ast wenn man da zB. 15 kg ranhängt.
    Darum auch meine Empfehlung zur Schnur und je dünner die Schnur, desto weniger Wiederstand in der Stömung und schwupp kommt auch ein 200 gr. Pilker bis zum Grund. :-D

  • Hej neandertaler,


    wo Meerwasser drauf steht, ist auch Meerwasser drin, zumindest gilt dies für das Wasser selbst, welches ja sehr agresiv ist.


    Ganz gleich welche Rute, Rolle Du Dir zulegst, Du solltes auf jedem Fall nach jedem fischen, die Rute, die Rolle und alle benutzten Zubehörteile mit Süsswasser gründlich abspülen, sonst hast Du auch an sogenannten "seewasserbeständigen" :rolleyes: Rollen nicht richtig lang Freude.


    Ich nehme mir nach dem Angeln in Salzwasser auf jeden Fall genügend Zeit um meine Utensilien gut abzuspülen. Bei meinen Multis nehme ich die Spulen raus und spüle die Rollen gut unter und im Süsswasser ab. Dannach lege ich sie zum trocknen hin. Wenn die Rolle trocken ist, nehme ich Ballistol und reibe damit die Rolle gut ab und setze dann anschließend die Spule wieder ein.


    Bei der Schnurr schneide ich die ersten 10 m nach jedem Bootsangeln ab, da diese in der Regel angegriffen und in der Oberfläche beschädigt ist und entsorge diese. Dannach ziehe ich ettliche m Schnurr von der Spule und lasse diese in einen mit Frischwasser gefüllten Eimer gleiten, damit auch aus der geflochtenen Schnurr, die Salzkristalle rausgespült werden, dann wickle ich die Schnurr wieder auf.


    Mindestens einmal in der Woche nehme ich die Rolle auseinander und fette und öle die entsprechenden Stellen gut mit harz und säurefreiem Fett, bzw Öl. Meine Rollen haben mir es bis jetzt durch stetige Funktion gedankt.


    Mit den Ruten verfahre ich ebenso, abspülen, trocknen und mit Balistol leicht einreiben, auch an den Steckverbindungen. Einzig die Handgriffe lasse ich beim ölen aussen vor. Vor dem nächsten fischen reibe ich dann bei Steckruten die Steckverbindungen mit einem Tuch so gut es geht trocken, damit sich die Rutenteile nicht so leicht verdrehen.


    Meine jeweiligen Pilker, Blinker, bestücke ich immer erst direkt vor dem Einsatz mit Haken nach Bedarf, dadurch verhängen die sich nicht so in der Kiste. Nach dem fischen entsorge ich dann die verwendeten Haken in der Regel, da diese meistens fertig sind. Die Piker selbst wasche ich auch ab und lasse sie trocknen, dadurch halten die Ösen und die rostfreien Sprengringe ewig.


    Wenn Du Dir Billigkram zulegst, ist es vielleicht nicht ganz so ärgerlich, wenn dann bei der nächsten Nutzung im nächstenJahr nichts mehr funktioniert. Aber wenn Du etwas mehr Geld anlegst, wozu ich Dir raten würde, bist Du auf jeden Fall gut beraten, Deine Ausrüstung auch gut zu pflegen.


    Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine gute Einkaufstour und dann anschließend viel Erfolg im Norden.


    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


  • Zitat

    Selbst gute 50 lbs. Ruten brechen wie ein Ast wenn man da zB. 15 kg ranhängt.


    Hej fishermann,


    da würde ich aber die Rute zu meinem Händler zurückbringen. ;-)
    Denn bei 50 lbs sollte eine gute Rute eigentlich eine Last von bis zu 22,679 kg aushalten können ohne zu brechen.


    GvH


    Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


  • Moment, hat das mit den Pfund (lbs) Angaben nicht einen anderen Hintergrund?
    Ich kenne das eigentlich nach dieser Formel: Link


    Jedenfalls ist es z.B. bei Karpfenruten, würde mich wundern, wenns da bei Bootsruten schon wieder was anderes gibt.
    Hab mich damit aber noch nicht auseinandergesetzt, da meine "schwersten" Ruten (Brandungs-, Pilk- und Wallerruten) auch noch in Gramm angegeben sind.


    Gruß
    Lücke

  • hallo Neanderthaler,


    Du solltest vor allem zunächst auf die Ratschläge von Fishermann, Havöred und Schweriner hören, weil die offensichtlich schon in Dänemark und Norwegen wirklich zum Angeln waren. Alles andere ist recht theoretisch ( mal freundlich ausgedrückt ).


    Gruß
    Osmar

  • Hi..........................


    und verlass dich nicht darauf,das Norwegen Angelläden Hat............
    Natürlich hat es die ;-),aber die Preise :-P :-P


    Ich weiß nur von meinem Nachbarn,der seine Multi nach abriss dort neu bespulen mußte................dreifacher Preis,wie hier,da kommt wohl was zusammen ;-)


    gruß degl


  • Moin Rainer,


    und der Händler würde Dich dann lachend vom Hof schicken. ;-)


    Bei Meeresruten ist die lbs. -Angabe auf die optimale Schnurklasse gemünzt und nicht auf die 90°-Aktion bei einer waagerecht gehaltenen Rute.
    Da diese viel härter, steifer und kürzer sind, ist eine 90°-Aktion kaum vorstellbar.
    Sorry, aber so ist das nun mal. :cheers: