Strom aus Wasserkraft ist nicht grün....

  • moin Udo,
    da hast Du aber wieder einmal voll dem Sarkasmus den freien Lauf gelassen :-))

    Nur ein zwei oder vielleicht auch drei Anmerkungen:
    die in den Wüsten fehlenden Solaranlagen haben aus meiner Sicht folgende Gründe:

    Die Anlagen der jetzigen Generation sind in der Herstellung recht kostenintensiv und auch noch sehr energieintensiv. Würde man diese also in Afrika aufstellen wollen, hätte man sehr wahrscheinlich keine Abnehmer dafür. Die Scheichs haben andere Energieträger und die afrikanische Bevölkrung kann den Strom aus Solarenergie nicht bezahlen.
    Ein weiterer möglicher Grund ist auch der, dass es den Solaranlagenbauern bewußt ist, dass ihre Kollektoren in der sengenden Sonne der Wüste recht bald im Dutt wären. Untersuchungen in Europa haben gezeigt, das die Solaranlagen nach spätestens 10 Jahren an Kapazität verlieren. Nach 15 Jahren liegt die Kapazität bei max. 85 %. Ursache die Zellen schmelzen durch die Sonneneinstrahlung.

    Aber das wird sich recht bald ändern. Ich gehe davon aus, dass auch in diesem Bereich angestrengt geforscht wird und die Solarenergie mehr an Bedeutung gewinnen wird. Hoffentlich.

    Recht hast Du, Energie kann man nicht speichern. Umso wichtiger ist es, die Netzkapazitäten auszubauen und die Netze freizugeben. Ein Windpark in der Nähe einer Gemeinde macht auch für die Bevölkerung viel mehr Sinn, wenn die Gemeinde direkt von diesem Windpark mit Strom versorgt wird. Dieser würde dann preiswerter sein, als der Strom, der zunächst in die Leitungen der Monoploe eingespeist werden muß.

    Was den VDSF betrifft und seine Umbenennungbetrifft:
    Nun ja, dem Kind einen anderen Namen geben, ändert an sich nicht viel. Die Meinung der Tierschützer wird sich nicht ändern. Auch die der sogenannten Ökos nicht. Ganz nebenbei müßte der Verband erst einmal lernen kontinuierlich zu arbeiten und er müßte zunächst von der Politik ernst genommen werden, was ja nicht der Fall ist. Auch hat die Vergangenheit gezeigt, dass sowohl der VDSV als auch DAV, die ja eine Vereinigung anstreben, wie es heißt, sich dadurch ausgezeichnet haben, dass sie im Wenigtun viel getan haben.

    Zum Schluß: natürlich sind die Ökos recht anstrengend und schießen zuviel über das Ziel hinaus. Nur muß man auch anerkennen, dass deren Aktivitäten zumindest eines bewegt haben: es ist inzwischen ein anderes Umweltbewußtsein entstanden. Nicht ganz unwichtig, denke ich.
    Also hacke mal nicht so sehr auf ihnen rum :D

    Gruß
    Osmar

    Einmal editiert, zuletzt von Osmar (9. März 2009 um 09:19)

  • Also meibn Fachgebiet sind erneuerbare Energien, Ökostrom etc. nicht, trotzdem will ich mal was beitragen. Wenn was falsch sein sollte, lass ich mich gern berichtigen, man lern ja nie aus.

    Ich habe das Gefühl, dass von Seiten der "Umweltschützer" sehr oberflächlich an die Sache herangegangen wird. Da wird propagiert, dass Strom durch Sonne die beste Lösung sei.
    Das Problem mit den Photovoltaikanlagen wird aber meiner Meinung nach vertuscht. Fakt ist, dass die Herstellung dieser Anlagen ein überaus hohes Maß an Energie verbraucht. Bis diese Energie sich dann wieder beim Betrieb der Anlage amortisiert hat, ist die Anlagen dann auch schon wieder so alt, dass man sie austauschen muss.
    Anscheinend ist die Herstellung dieser Anlagen neben dem hohen Energieverbrauch auch so noch sehr Umweltschädigend. ( ich schreib anscheinend, weil ich es nur in einem TV- Bericht gesehen gehört habe und ob das genau stimmt kann ich nicht belegen. Vielleicht kann jmd mehr dazu sagen)

    Über Windenergieanlagen wurde hier ausreichend diskutiert. Ich denke aber auch, dass man die Argumente dagegen nicht unbedingt als belanglos oder abgedroschen abtun sollte. Bin aber davon überzeugt, dass solche Anlagen beim heutigen Stand der Dinge wahrscheinlich die beste Alternative sind.

    Dann gibts noch solche Energiegewinnungsanlagen im Meer ich glaub die nennen sich Gezeitenkraftwerke.
    Da frag ich mich, ob es nicht sein kann, dass durch diese Anlagen, die Fische im Meer sehr gestört werden oder auch Wale werden doch sicherlich in ihrem inneren Sonar dadurch gestört, so dass es eine Erklärung für gestrandete Wale sein könnte.

    Ganz großes Thema sind ja Energiesparlampen. Dass aber bei der Herstellung derselben Quecksilber verwendet wird scheint egal zu sein.
    So wird jetzt empfohlen, dass man beim Platzen einer solchen Lampe den Raum sofort gut durchlüften soll, damit das Quecksilber keinen größeren Schaden bei den im Raum befindlichen Personen hervorruft.
    Absurd ist auch, dass in vielen Orten und Ämtern (bei mir in der Gengen so) jetzt alle Lampen auswechselt und Energiesparlampen einsetzt.
    Die alten Glühbirnen werden weggewschmissen.
    Wo ist da bitte der Umweltschutz? wenn man noch funktionierende Lampen austauscht und wegwirft? Sinnvoller wäre es doch, immer dann zu wechseln wenn die alten kaputt sind.
    Aber wqas ist schon sinnvoll?!

    Der Ausstieg aus dem Atomstrom ist eine Sache für sich.
    Da wird in den letzten Jahren ein Atomausstieg vorangetrieben und AKW abgeschaltet ohne dabei die Konsequenzen zu überdenken.
    Die Abschaltung erfolgte weil Atomstrom nicht sicher ist.
    Gut die Gefahren sind natürlich hoch bzw. die Konsequenzen bei einem Gau beträchtlich.
    Aber die AKWs in Deutschland gehören bzw. gehörten zu den sichersten der Welt. Hat das jmd interessiert, als man anfing die Akws abzuschalten? nein.
    Problem ist aber, dass durch die Abschaltung bzw. das Herunterfahren in Deutschland der Strom nicht ausreichte ubnd man so von Frankreich und Polen Strom kaufte. Tja und Frankreich und Polen produzierten den Strom für uns in ihren Atomkraftwerken. Das irrsinnige ist, dass deren Sicherheitsstandards weit niedriger sind wie unsere. Und mal im ernst, wenn eines der AKWs in Frankreich oder Polen hochgeht, dann sind wir genauso betroffen oder glaubt jemand der Rhein hält die atomare Verseuchung auf? Ich frag mich da echt warum wir unsere Sicherheit nicht solange selbst in die Hand nehmen, mit unseren AKWs, mit unseren Sicherheitsstandards, bis es wirkliche Alternativen gibt die die gesamte Stromversorgung gewährleisten können.

    Alles in allem wird immer nur eine Seite hervorgehoben und richtig aufgeklärt wird nichts.
    Meiner Meinung nach könnte man viel effektiver zu einem sinnvollen Ergebnis für Mensch und Natur kommen, wenn alle Fakten auf den Tisch gelegt werden um dann gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Leider gibts zu viel Lobbyismus.

    Schmitti

    --- Wir können alles außer Hochdeutsch ---

  • Zitat

    es geht hier nicht um meinen Blutdruck, sondern darum, dass Argumente aufgeführt werden, die nahezu fast lächerlich sind. Behauptungen werden aufgestellt, die keineswegs bewiesen sind. Das betrifft insbesondere auch den Infraschalll. Es gibt keinerlei empirische Daten darüber, dass die Bevölkerung Schaden nimmt durch Infraschall in Bereichen, wo Windkraftanlagen stehen. Oder kannst Du das Belegen ?

    Verdammt osmar...nun lies doch erstmal richtig, was ich geschrieben habe.
    Nirgendwo steht, dass irgendwelche Bevölkerung Schaden durch Infraschall ausgehend von Windkraftanlagen nimmt.

    Zitat

    Infraschall kann auf das Nervensystem wirken und zu Unruhezuständen führen.
    Man geht aber davon aus, dass die Infraschallwirkung ab einem Abstand von 400m nicht mehr relevant ist.

    Ich habe ja geschrieben, dass bereits nach 400m nichts mehr wahrzunehmen ist, sprich dieses
    Argument selbst entkräftet...was willst du also?
    Das war der Anlauf für die OffShore-Auswirkung des Infraschalls.
    DU dagegen hast ja geschrieben, dass Infraschall überhaupt nicht auf den Menschen wirkt...und das ist lächerlich!


    Zitat

    Außerdem werden die Rotorblätter heute farblich so behandelt, dass es kaum noch einen Schattenwurf gibt.

    Dies war deine erste Aussage.

    Zitat

    Weiter behauptest Du, dass durch die neue Farbgebung die Reflexion und der Schattenwurf keineswegs beeinflußt werden.
    Lieber Norbert. Dafür gibt es Gutachten von seriösen, unabhängigen Gutachtern, die Deine Behauptung widerlegen.

    Dies war deine zweite Aussage...

    Es streitet keiner ab, dass der Reflexionsgrad einer Oberfläche durch entsprechende Farbgebung stark reduziert werden kann.
    Das habe ich NIE behauptet!
    Das versuchst du mir grade unterzumogeln...schäm dich! ;)
    Ich habe behauptet, dass der SCHATTENWURF dadurch nicht vermindert werden kann und das ist auch so!
    Durch einen Rotorflügel geht kein Licht, also wirft er einen Schatten, egal mit was er angemalt wurde....PUNKT!
    Jetzt fummelst du da noch die Reflexion mit rein, dabei sind das zwei völlig unterschiedliche Paar Stiefel.
    Oder muss ich hier auch noch nen Physikvortrag über optische Dichte schreiben? :rolleyes:
    Lies es bitte selber nach ;)

    Zitat

    Ich argumentiere nur dagegen, da die Argumente, die Du aufführst, inzwischen derart abgedroschen sind, dass sie z.B. in den Gemeinden eigentlich gar keine Rolle mehr spielen.
    .......
    Uns so ganz nebenbei werden durch diesen Wirtschaftszweig Arbeitsplätze gesichert, erhalten vor Ort ansässige Unternehmen Aufträge etc. p.p.

    Da merkt man, dass jemandem das Hemd näher als die Hose ist :D
    Genauso abgedroschen wie die Argumente gegen die Nutzung der Wasserkraft
    und auch die spielen bei den Gemeinden keine Rolle mehr, da Wasser-Kraftwerke
    ja Arbeitsplätze sichern und Steuern bringen.
    Trotzdem bringst du diese Toleranz so an dieser Stelle nicht auf.
    osmar...du bist befangen :-D....was verständlich ist, denn wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

    Gruß
    Norbert

    Es gibt zwei Dinge, die man nicht ändern kann: Die Frauen und das Wetter.
    Also warum darüber aufregen?

    Fehmarn vom 11.12.2022 - 15.01.2023:thumbup:

  • Interessante Diskussion bisher :)

    Um nochmal speziell auf Wasserkraft zurückzukommen:
    Es könnte weit weniger blutig zugehen, wenn der Schutz der Fische und Wasserlebewesen im Allgemeinen wirklich ernst genommen werden würde!

    Wasserkraftschnecken zB. sind heute fast genauso effizient wie Turbinen!
    Mit solchen und ähnlichen Modellen könnte Hunderttausenden von Aalen und anderen Fischkas die Zerstückelung erspart bleiben!!
    Siehe -->HIER<--

    Aber nein, die Energiekonzerne wollen die 2% Restleistung auch noch unbedingt ausschlachten, koste es was es wolle :evil:
    Außerdem sei das ja alles viel zu teuer und die Umrüstung bestehender Anlagen gar nicht realisierbar und die Energieversorgung würde zusammenbrechen, zudem hängen ja ach so viele Arbeitsplätze davon ab, ob man eine fischschonende Anlage baut oder ein groß angelegtes Häckselwerk :rolleyes:
    Lieber den Lobbyisten das Geld in den A**** stopfen, als in Lösungen zu investieren, die vielleicht alle Parteien zufrieden stellen könnten...
    Ne, da könnte man echt :kotz

    Gruß
    Matze

    Der schlechteste Angeltag ist besser als der schönste Arbeitstag

    Einmal editiert, zuletzt von fishingmatze (9. März 2009 um 10:22)

  • moin Norbert,

    Zitat

    denn wessen Bot ich ess, dessen Lied ich sing.

    einigen wir uns darauf, dass das in jedem Falle so ist. :D

    ALLERDINGS WÜRDE ICH AUCH FÜR EIN UNTERNEHMEN DER ATOMENERGIETECHNIK NICHT ARBEITEN: DA WÜRDE ICH DANN GANZ;GANZ STILLSEIN !

    Gruß
    Osmar