Urlaub in Norddänemark - Tipps für Angler und deren Familien

  • Petri Heil alle zusammen, oder auch knæk og bræk!


    Knæk og bræk, so begrüßen sich die Angler in Dänemark, aber eigentlich genügt ein einfaches Hej zur Begrüßung.


    Ich möchte Euch unsere zweite Heimat die Nordspitze Dänemarks -Nordjütland etwas näher bringen und werde Euch sofern es meine Zeit zulässt, hier mit hoffentlich nützlichen Informationen versorgen können.
    Nach und nach, so habe ich es mir zumindest vorgenommen, werde ich diesen Bericht erweitern und in oder während meines Urlaub und bei meinen sonstigen Aufenthalten in Dänemark mit entsprechenden Fotos erweitern.


    Urlaub in Norddänemark - Tipps für Angler und deren Familien


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    Ich werde in den kommenden Wochen und Monaten, je nach dem wie es meine Zeit zulässt, hier einen kleinen Leitfaden mit Anregungen, Empfehlungen, Adressen für Angler, welche im Urlaub nach Nordjütland in Dänemark reisen möchten, erstellen.


    Dieser kleine Leitfaden wird aber auch Ratschläge für die mitreisende Familie enthalten, also Querbeet alles was für die Urlauber in dieser landschaftlich schönen Region irgendwie hilfreich und nützlich sein kann.


    Da ich hier oben fast zu Hause bin und fast jeden Stein kenne, werde ich mich auf die Region zwischen Hirtshals am Skagerrak, von da aus weiter Richtung Norden nach Skagen, wo das Skagerrak ins Kattegat wechselt, an der Nordspitze Dänemarks gelegen und über Frederikshavn nach Såby an der Ostseeküste wieder in Richtung Süden liegend, vorarbeiten.




    Teil 1 Allgemeines zum Angeln in dänischen Gewässern




    Angelerlaubnis


    Zum Angeln in Dänemarks Gewässern wird, auch in den Küstengewässern, von allen Anglern über 18 und unter 65 Jahren das sogenannte Fisketegn (Angelschein) benötigt. Für die Put und Take-Seen bestimmt der Eigentümer der Anlage, ob ein Fisketegn benötigt wird oder nicht. Sollte es Pflicht sein an einer Anlage, ist es in der Regel dann dort auch erhältlich.


    Das Fisketegn ist als: Tagesschein für 40,- DKK*, oder als Wochenschein für 130,- DKK*, sowie als Jahresschein für 185,- DKK* erhältlich. Also genau nachrechnen, die Gültigkeit beginnt immer mit dem Tag der Ausstellung des Fisketegn (Beispiel 24. Juli – 23. Juli des folgenden Jahres) und ist nicht auf das Kalenderjahr begrenzt. Somit an sich ein Jahresschein.


    Weitere Informationen unter http://www.fisketegn.dk.


    *Stand der Preise 1. Januar 2012


    Das Fisketegn ist in der Regel in allen Postämtern, sowie in einigen Touristenbüros und zum Teil auch an Bord von einzelnen Angelkuttern erhältlich. Nachfolgend sind die regionalen Bezugsquellen aufgeführt:


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    Mindestmaße


    Mindestmaße im Süßwasser


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    Mindestmaße im Salzwasser- Brackwasser (evtl. auch in Süßwasserbereich vordringende Arten)


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    Nordsee ist das Seegebiet von Deutschland bis Hanstholm, dort trennt eine gedachte Linie nach Norden dann die Nordsee vom Skagerrak.
    Skagerrak ist das Seegebiet von Hanstholm bis Skagen, dort trennt eine gedachte Linie nach Norden das Skagerrak vom Kattegat.
    Kattegat ist das Seegebiet von Skagen bis nach Korshage/Spodsberg, wo eine Linie in östlicher Richtung dann das Kattegat von der Ostsee trennt.
    Südlich von Korshage/Spodsberg beginnt das Seegebiet der Ostsee und der Belte. Wobei dieses Seegeebiet und die Belte wiederum in die Fanggebiete 22 bis 32 aufgeteilt sind


    *Abhängig vom Fanggebiet.


    Quelle: Bekanntmachung der dänischen Fischereidirektion Nr. 1143 vom 1.12.2008.




    Schonzeiten


    Schonzeiten im Salzwasser


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    Schutzzonen


    Beim Angeln an Dänemarks Küsten sind auf jeden Fall die Schonzonen um Mündungen von Bächen und Flüssen einzuhalten. Hier gilt folgende Regelung:


    Um alle Bach- und Flussmündungen über 2 Meter Breite bei der Einmündung in die See, ist eine Schutzzone mit einem Radius von 500 m eingerichtet, in welcher nicht geangelt werden darf.


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    Darüber hinaus darf in der Zeit vom 16. 09. bis einschließlich 15.03. auch an Einmündungen unter 2 Meter Breite nicht geangelt werden! Regional können, an einzelnen Fluss/Bachläufen, zusätzlich geltende Schutzzonen eingerichtet werden.


    Genaue Informationen zu den jeweiligen Schutzzonen erhält man auf der Seite http://www.fredning.fd.dk


    Dort gibt es eine Kartenübersicht über gesamt Dänemark, in welcher man durch klicken auf das Fischsymbol, am jeweiligen Bacheinlauf die genauen Abstände sieht und mit der Option Maßband genau ausmessen kann.




    Abstände beim Fischen mit der Angel oder beim Trolling bzw. Schleppfischen


    Beim Fischen mit der Angel ist von ausgelegten Netzen und Reusen ein Mindestabstand von 75 m einzuhalten.


    Das Gleiche gilt auch beim Trolling bzw. Schleppfischen. Beim Trolling bzw. Schleppfischen ist außerdem ein Mindestabstand von 100 m zur Küstenlinie einzuhalten. Diese Küstenlinie bezieht sich auf die Küstenlinie, welche bei Niedrigwasser entsteht.




    Teil 2 Hochseeangeln - Kuttertouren


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    Sehr beliebt und bei den Touristen an vorderster Stelle steht dort im nördlichsten Zipfel Dänemarks das Meeresangeln von den zahlreichen Kuttern im Skagerrak oder im Kattegat, sowie an den zahlreichen Molen und Stränden.


    Bei guten Verhältnissen, den Wind und Wellengang betreffend, laufen aus den Häfen das gesamte Jahr über zahlreiche Kutter aus, um unzählige Angler aus allen Regionen Europas in die Fanggebiete zu bringen. Die Vielzahl der Angler kommt aus Dänemark, Deutschland, Norwegen, Holland, Schweden und Frankreich, aber auch andere Nationen sind immer wieder vertreten.


    Im Laufe der Zeit werden hier die Berichte und Informationen über die folgenden Häfen und die darum liegenden Regionen gegeben, so daß mit der Zeit hier ein hoffentlich interessantes und aussagefähiges Sammelwerk entsteht, das dem einen oder anderen Sportsfreund die Region am nördlichsten Zipfel Dänemarks näher bringt.


    • Hafen Hirtshals – Region Hirtshals
    • Hafen Skagen – Region Skagen
    • Hafen Ålbæk – Region Ålbæk
    • Hafen Strandby – Region Strandby
    • Hafen Fredrikshavn – Region Frederikshavn
    • Hafen Sæby – Region Sæby


    Ich bin kein Däne und auch dort nicht beheimatet, aber bedingt durch meinen Beruf führt es mich mehrmals im Jahr dort in diese Region, in welcher ich dann auch meinen Urlaub verbringe. Und das spricht nicht gegen dieses schöne Stück Erde, wo alles recht nah beieinander liegt.


    Skagerrak und Kattegat treffen sich ganz oben im Norden Dänemarks und in dem beschrieben Gebiet ist man innerhalb von wenigen Minuten von einer Landesseite auf die andere gewechselt. Also Nord und Ostsee sozusagen im Minutentakt.




    Sehenswertes im Umfeld von Hirtshals


    Informationen über die Region Hirtshals erhält man beim


    Hirtshals Touristbureau
    Nørregade 40
    DK-9850 Hirthals
    Tel. +45 5989 42 220
    Fax +45 99 84 45 820
    touristbureau@hirtshals-tourist.dk
    http://www.hirtshals-tourist.dk


    Für die Familie ist im Umfeld einiges zu sehen und zu erleben, weite Badestrände locken ebenso wie eine wunderschöne Natur. Die mitreisenden Ehefrauen können sich, wenn die schlechtere Hälfte beim Angeln ist, derweil bei einem Einkaufsbummel in der Fußgängerzone die Zeit vertreiben. Hier in Hirtshals ist, wie auch in den anderen Städten der Region, fast das ganze Jahr über Ausverkauf (Udsalg) in den Boutiquen und Geschäften.


    Zahlreiche Restaurants laden zum Verweilen an.


    Der Leuchtturm auf der Düne, südlich des Campingplatzes, ist zu besichtigen. Von oben aus, 63 m über der See stehend, hat man bei klarem Wetter eine enorme Fernsicht über das Skagerrak und das Landesinnere.


    Im Sommer gibt es Feste die in den überall ausliegenden Informationsblättern angekündigt werden. Besonders zu erwähnen ist hier das alljährliche Fischfestival, welches am letzten Juliwochenende diverse Attraktionen bietet.


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    Sehenswert für alle ist auch das Nordsee Ocenarium in Hirtshals. Hier besteht die Möglichkeit für die ganze Familie, das Unterwasserleben im Meer zu erleben. Das große Seehundbecken sowie das größte Meerwasseraquarium in Dänemark, wenn nicht sogar in ganz Europa, hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern. Für Angler ein Anziehungspunkt dürfte das große Zentralbecken sein, wo man die Fischarten, die sich im Gewässer um Hirtshals tummeln, beobachten kann (Link: http://www.nordsoenoceanarium.dk)


    Südlich von Hirtshals liegt die Wanderdüne Rubjerg Knude, welche durch Wind und Erosionen an der Seeseite immer weiter abbricht. Während auf der Landseite die Düne immer weiter Richtung Osten wandert. Ein einst auf der Düne stehender Leuchtturm ist inzwischen fast zu zwei Dritteln vom Sand der Düne verschluckt worden und es ist eine Frage der Zeit, wann er ganz unter dem wanderenden Sand versinkt.


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    In den letzten Jahren erlangte hier auch die Mårup-Kirche eine traurige Berühmtheit. Diese Kirche, welche in der Nähe von dem sehenswerten Örtchen Lønstrup etwas südlich von Hirtshals gelegen, ganz oben auf der Düne, stand, drohte in die Nordsee zu stürzen und dort für ewig zu verschwinden.


    Im letzten Moment wurde die Kirche abgetragen und wartet nun darauf, an einer anderen Stelle wieder aufgebaut zu werden. Die Gebeine, welche neben der Kirche auf einem kleinen Friedhof begraben waren, wurden inzwischen auf dem Friedhof von Lønstrup beigesetzt, bis auf ein paar Gebeine die nicht mehr gerettet werden konnten, und die in die Nordsee stürzten.


    Ein paar Kilometer weiter südlich ist man auch für einen ganzen Tag gut aufgehoben, überhaupt, wenn man Kinder im Alter von 5 bis 95 oder älter dabei hat :-)


    Ich spreche von dem Fårup Sommerland bei Saltum, welches auch ich, trotz meines inzwischen doch schon fortgeschrittenen Alters, immer gerne wieder besuche. Hier wird dem Besucher noch einiges geboten, wo er selbst was tun kann, und sich nicht nur irgendwelchen Fahrgeschäften übereignet. Auch das riesige Badeland mit den großen Wasserrutschen ist einen Besuch wert. Aber das muss man selbst gesehen und probiert haben, um fest zustellen, ob man Spaß daran hat (Link: http://www.faarupsommerland.dk).




    Hafen Hirtshals - Region Hirtshals


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    Hirtshals steht mit der Anzahl der Kutter, welche aufs Skagerrak fahren, unangefochten an der Spitze in diesem Landstrich. Liegen doch hier gerade in der Urlaubszeit sehr viel Kutter vor Anker, die ansonsten in anderen Regionen Dänemarks oder Deutschlands ihre Touren anbieten. Mehr Kutter sind eigentlich nur noch in dem ca. 120 km südwestlich liegenden Hanstholm anzutreffen während des Sommers.


    Auf die unter deutscher Fahne fahrenden Kutter möchte ich hier nicht eingehen, da diese in der Regel Mehrtagesfahrten anbieten, welche von Deutschland aus gebucht werden, und die als Mehrtagesfahrten in die nahe gelegenen Fanggebiete des berühmten Gelben Riffes oder auf dänisch „Gule Rav“ auslaufen. Dass diese Kutter hier oben von den einheimischen Fischern nicht gerne gesehen werden, ist kein Geheimnis.


    Doch zurück zum Thema. Waren es in den 70ern nur vereinzelte Kutter, die von hier ausliefen, sind es jetzt stellenweise 10 und mehr Kutter, welche von hier aus aufs Skagerrak fahren. Der Kampf um den angelnden Kunden ist hart geworden und so kommt es immer wieder vor, dass Kunden die bereits telefonisch auf einem Kutter gebucht haben, von anderen Kutter Kapitänen abgeworben werden, wenn früh morgens die anderen Kapitäne noch nicht auf ihrem Schiff sind.


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    Stand 16.09.2012 . Die Kutter MS Fio, MS Fyrhom und MS Mile haben zurzeit den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen komplett eingestellt! Wie es mit den Kuttern weiter geht steht zurzeit nicht fest.


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    Übersichtskarte von Hafen Hirtshals, mit freundlicher Genehmigung der Hafendirektion Hafen Hirtshals.


    Die Anlegestellen der Kutter 1-5 befinden sich jetzt auch im Vestbassin. Kutter 6 liegt im Vestbassin.


    Berichtigung: Inzwischen wurden von der Hafendirektion die Anlegestellen aller Angelkutter in das Vestbassin verlegt.


    Da hier die Parksituation etwas schlechter ist, empfiehlt es sich schon recht frühzeitig nach geeigneten Parkmöglichkeiten Ausschau zu halten.


    Eine verbindliche, frühzeitige Anmeldung auf dem Kutter seiner Wahl ist auf jeden Fall empfehlenswert. Auch ein Rückruf am Abend vor der geplanten Tour beim Kapitän macht Sinn, weil dieser dann schon mit großer Sicherheit weiß, ob die Tour stattfindet, oder eventuell doch wegen schlechter Witterung ausfällt. Das erspart dann unter Umständen eine unnötige Anfahrt mit allem, was damit verbunden ist.


    Ob ausgefahren wird oder nicht, entscheidet die Windrichtung und die Windgeschwindigkeit und natürlich der Kapitän. So wird bei ablandigen Winden noch bis zu 12 m/s (Bft 6) ausgelaufen. Kommt der Wind jedoch von See, bleiben die Kutter ab 10 m/s (Bft5) meistens im Hafen, wenn nicht abnehmender Wind vorausgesagt wurde.


    Sollte es so sein, das der Skipper die Tour absagt, macht man sich mit seiner Familie am besten einen schönen Tag und freut sich schon mal auf die nächste Ausfahrt. Man sollte sich immer vor Augen halten, die Skipper leben von den Einnahmen dieser Touren und würden nicht aus einer Laune heraus die Tour einfach mal so absagen, es liegt dann auch ein Grund dazu vor. Auch wenn es für Binnenländer vom Festland her betrachtet nicht so schlimm aussieht. Ist der Kutter bei stürmischem Wetter erst mal aus dem Windschatten des Landes heraus, sieht es sehr oft ganz anders aus.


    Leider macht sich in den letzten Jahren die Unsitte breit, dass verschiedene Sportfreunde sich telefonisch auf mehreren Kuttern anmelden, um somit sicher zu gehen, dass Sie eventuell auch einen Platz haben, wenn der eine oder andere vernünftige Kapitän aus Witterungsgründen nicht ausläuft. Was diese Sportfreunde aber nicht bedenken, ist, dass dann der Skipper anderen Teilnehmern, welche anfragen, absagen muss, weil sein Limit vermeintlich ausgeschöpft ist. Und dass er zum Teil dann nur mit wesentlich weniger Teilnehmern als geplant ausfahren muss. Wenn er mangels Masse dann nicht sogar am Morgen der Tour die Ausfahrt absagt, weil die Mindestteilnehmerzahl nicht zusammen kommt.


    Dies wird über kurz oder lang dazu führen, dass eine Anmeldung nicht mehr ohne die Zahlung des Fahrpreises im Vorfeld oder am Abend vor der Ausfahrt möglich sein wird. Ob dieser Betrag dann von allen Kapitänen auch komplett zurück erstattet wird, wenn tatsächlich eine Tour wegen schlechter Witterung abgesagt werden muss, lassen wir mal dahin gestellt. Bei einigen Kuttern passiert dies ja heute schon, überhaupt, wenn Reisen mit Kuttern aus Deutschland im Vorfeld gebucht werden. Oder es gibt zumindest lange Wartezeiten, bis das Geld zurücküberwiesen wird von den Reedereien.


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    Entsprechend der festgelegten Ablegezeit lohnt es sich für den Teilnehmer einer solchen Ausfahrt, entsprechend zeitig am Schiff zu sein und nicht erst auf den letzten Drücker zu kommen. Somit hat man die Möglichkeit der Platzwahl und kann in aller Ruhe seine Gerätschaften fertig machen, bevor es dann bei der Ausfahrt gegen Wind und Wellen unter Umständen etwas feuchter und ungemütlicher wird. Diese Zeit kann man dann besser gemütlich und trocken unter Bord oder innerhalb des Kutters verbringen.


    In der Regel bieten die Kutter in Hirtshals Ausfahrten mit zwischen 4 - 14 Stunden Dauer an. Nach Absprache können aber auch längere Ausfahrten gebucht werden, wenn zum Beispiel Vereine oder private Gruppen hier eine gemeinsame Ausfahrt für Ihre Mitglieder arrangieren wollen.


    Die Preise liegen je nach Art und Ausfahrtdauer sowie Personenzahl zwischen 250 und 800,- DKK pro Person. Ich selbst bin schon mit allen Kuttern von Hirtshals aus mitgefahren. Mein persönlicher Favorit bei den Kuttern ist allerdings das MS Tinker. Allerdings bin ich hier nicht neutral, da mich mit dem Skipper Anders Lund eine langjährige Freundschaft verbindet.


    Die kürzeren Touren - „Küstentouren“ oder in den Sommermonaten „Makrelentouren“ (4-6 Stunden) - finden in der Regel in einen Bereich mit einer Wassertiefe von 20 bis 45 m in Küstennähe statt. Die Fahrzeit zu den Fanggebieten beträgt dann so um die 45 - 60 Minuten, abhängig von Wind und Wellengang.


    Bei diesen Touren werden ganzjährig hauptsächlich Dorsch, Köhler, Leng, Wittlinge gefangen. Plattfische sind über sandigem Grund immer zu fangen. Im Frühjahr besteht regelmäßig die gute Möglichkeit, Seewolf, Pollak, sowie Seehasen an den Haken zu bekommen.


    Später zum Sommer hin sind dann Makrelen in Massen, aber nicht mehr in der Größe wie früher, sowie Bastardmakrelen und auch vereinzelt Hornhechte als Beifang zu verzeichnen.


    Ebenso bleiben in den Sommermonaten auch sehr oft Tintenfische an den Haken hängen. Aber da der Artenreichtum in diesem Teil der Nordsee glücklicherweise immer noch sehr hoch ist gehen mit schöner Regelmäßigkeit auch immer wieder andere Fischarten wie Petermännchen, Lippfische, Knurrhahn, Seeskorpione, Rotbarsche, Seehecht, Schellfisch sowie diverse Plattfischarten an die Angel.




    Fanggerät


    Pilkruten:
    100 - 300 g Wurfgewicht oder leichte Pilk und Spinnruten 30 - 100 g Wurfgewicht, je nach Vorliebe und praktizierter Angelart.


    Rollen:
    je nach bevorzugter Angelart, leichte bis mittlere Multirollen, oder mittlere bis schwerere Stationärrollen, mit entsprechender Monoschnurr von 0,5 - 0,6 mm oder entsprechend geflochtener Schnur. Beim Einsatz von leichten Pilkern, Blinkern, Jigs an Spinnruten wird auch schon gerne mal mit etwas dünnerer Schnur gefischt, 0,25 -0,4 mm oder entsprechender geflochtener Schnur. Dies mit entsprechend vorgeschalteter Schlagschnur, in etwa doppelter Rutenlänge.


    Köder:
    je nach Vorliebe Pilker von 50 - 300 g, Blinker von 30 - 50 g, entsprechende Vorfänger, sowie vermehrt in den letzten Jahren auch verstärkt Gummifische an entsprechenden Jigs. Das Gewicht wird der Strömung und dem Wind angepasst. Bei starker Drift empfehlen sich schlanke Pilker oder auch Blinker, mit dünnerer Schnur zu fischen, da diese der Drift nicht so viel Wiederstand bieten und somit schneller absinken.


    Bei Naturködern haben sich Krabben, Wattwürmer, Ringelwürmer, Fischfetzen, Sandaale, Heringe, oder Makrelen als Köder bewährt, welche dann mit entsprechenden Bleien, auf Jigs, oder anderen Systemen auf die gewünschte Tiefe gebracht werden. Hier hängt das Gewicht der Bebleiung von der Angelart, sowie den Strömungs- und Windverhältnissen ab.


    Bei den längeren „Gule Rav“ Touren (8-14 Stunden, Fahrzeit ca. 3 Stunden) liegt das Ziel der Fahrt auf dem „Gelben Riff“, welches sich vor der nördlichen Küste Dänemarks langzieht und mit Tiefen von 50 bis weit über 150 Meter einen noch guten Fischbestand und Artenreichtum aufwartet.


    Auch Wracktouren werden von dem einen oder anderen Kutter angeboten. Bei diesen Touren werden in der Regel die gleichen Arten wie bei den Küstentouren gefangen, nur zum Teil auch in kapitalen Größen.


    Fanggerät: Ruten (100 - 500 g WG), Rollen (mittlere bis schwerere) und Schnur (0,5-0,7 Mono oder vergleichbare Geflochtene ). In der Regel etwas stärker als bei den Küstentouren, hier kann das Wurfgewicht bei den Pilkruten auch schon mal bei 500 g liegen und Pilker auf Grund der stärkeren Strömung und des tieferen Wassers auch mal bis in den Bereich von 500 g erforderlich machen. Auch Ruten und Rollen von 20 bis 50 lbs kommen hier schon mal zum Einsatz.


    Ich habe bei den Küstentouren die Feststellung gemacht, dass der Urlaubsanlger bei diesen Ausfahrten mit seinem normalen Hochseegeschirr, wie er es auch in heimischen Gewässern einsetzt, gut zu Recht kommt, wenn es dementsprechend gepflegt und in Schuss ist.


    Bei Wracktouren sollte man dann auf stärkeres Gerät zurückgreifen, sowohl bei den Ruten als auch bei den Rollen und Schnüren. Allerdings kommt es auch darauf an, ob diese Touren dann auch tatsächlich ihrem Namen Ehre machen und an tief liegende Wracks führen, an den auch richtige Knaller an den Haken gehen.


    Meistens ist dies der Fall, wenn solche spezielle Ausfahrten von Gruppen oder Vereinen gebucht werden und das ganze Schiff chartern, welches dann auch bei entsprechend gutem Wetter sehr weit raus fährt. Hierbei empfiehlt es sich, auf Haken direkt an den Pilkern zu verzichten und lieber mit entsprechenden Vorfängern zu fischen, oder mit Naturköder an Systemen, welche dann über dem Wrack geführt werden.


    Die verwendeten Haken, Wirbel, Vorfänger und auch die Schnur sollten eine gute Qualität aufweisen, sowie robust verarbeitet sein und bei dem geringsten Ansatz von Abnutzung ausgetauscht werden. Auf die Fanggerätschaften, Köder und Methoden wird hier zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer eingegangen.




    Wissenswertes zum Kutterangeln


    Zwar ist auch vor Hirtshals ein Rückgang im Fischbestand zu verzeichnen, jedoch steht die Chance immer noch recht gut, einen richtig großen Fisch, oder auch mal mehrere gute Fische an Bord zu holen. Wobei es auch hier nicht unbedingt gern gesehen wird, wenn jeder Fisch mitgenommen, oder maßlos Fleisch um jeden Preis gemacht wird. Die Mindestmaße sollten unbedingt eingehalten werden.


    Kleidung


    Ungeachtet der ausgewählten Tour sollte man dementsprechend angebracht gekleidet sein. Dies empfiehlt sich auch besonders bei den längeren Touren. Man sollte immer einen guten Overall, entsprechende Stiefel sowie eine windbeständige Kopfbedeckung dabei haben, oder zumindest wasserabweisende Klamotten, auch wenn die Sonne scheint und die Temperaturen recht hoch sind. Ausziehen kann man immer was, wenn es tatsächlich warm bleibt über die Ausfahrt hin.


    Sehr oft schlägt das Wetter gerade auf der Nordsee recht schnell um und die bis dahin gemütliche Ausfahrt kann bei auffrischendem Wind und zunehmenden Seegang sowie entsprechendem kühlen Wetter sehr schnell für den zu leicht bekleideten Teilnehmer in einem Fiasko enden. Besonders dann, wenn er nicht über die entsprechende Bekleidung verfügt, die sowohl gegen Kälte, wie auch gegen Nässe schützt. Touristenbekleidung, kurze Shorts, T-Shirts, Sandalen sind nicht zu empfehlen.


    Leihgerät


    Leihgerät für mitfahrende Kinder oder Familienangehörige, ist in mehr oder minder guten Zustand auf den Booten vorhanden. Auch sind Pilker, Vorfänger, etc. käuflich erhältlich, allerdings nur in beschränkter Auswahl. Tiefgefrorene Krabben, welche zum Teil gratis oder käuflich abgegeben werden, sind auch erhältlich.


    Eis zum Kühlen


    Genügend Eis zum Kühlen des Fanges ist in der Regel kostenlos auf den Kuttern in den entsprechenden Eisbehältern immer ausreichend vorhanden. Allerdings sollte man während einer persönlichen Angelpause, während die anderen noch fischen, nicht auf die Idee kommen, Eis holen zu wollen, denn meistens sind die Eisbehälter so angeordnet am Schiff, dass die anderen Angelkollegen, sofern sie am Angeln sind, belästigt werden, was schon des Öfteren für Disput gesorgt hat. Man sollte die Angelpausen während des Verlegens abwarten, dann stört man die anderen nicht. Im Gegenteil, man erhält dann auch oftmals Unterstützung, da die Eisbehälter zu der Zeit sehr oft genutzt werden.


    Getränke an Bord


    Die Mannschaft bietet Getränke zum Verkauf an. Bier und Alkohol ist rückläufig, da die Kapitäne hart in die Pflicht genommen werden. Stößt einem alkoholisierten Fahrgast während der Ausfahrt ein Unglück zu, kann das zum Entzug des Patentes führen. Angetrunkenen Anglern wird von den guten Kapitänen inzwischen die Mitfahrt verweigert, auch wenn diese von den angetrunkenen Personen bezahlt war.


    Ausnehmen von Fischen


    Auf den Kuttern wird angeboten, die gefangenen Fische von an Bord befindlichen Helfern gegen ein angemessenes Trinkgeld ausnehmen und filetieren zu lassen. Ansonsten sind genügend Reinigungsplätze an Bord, wo man einen Fang selbst versorgen kann. Dass diese Plätze nach dem Säubern der Fische auch wieder vom Verursacher gereinigt werden, davon sollte man eigentlich ausgehen können. Leider ist dem nicht so, Schweine gibt es leider auch im Bereich der Angler und man sollte sich auch nicht scheuen, den Sportsfreund darauf hinzuweisen, seinen Schit zu beseitigen, es sei denn, dass man Lust dazu hat, seine Fische im Schit des schweinischen Vorgängers zu versorgen.


    Die Ausstattung der Kutter ist in der Regel gut, es befinden sich genügend Behälter zum Aufbewahren der Fische sowie Gaff und Landehilfen an Bord. Für ein geeignetes Behältnis zum Transport des Fanges ins Ferienhaus muss selbst Vorsorge getragen werden. So empfiehlt es sich, entsprechende Kühltaschen, Boxen, Tüten, Beutel oder Eimer mit an Bord zu bringen.


    Toiletten und Seekrankheit


    Die Kutter sind mit Toiletten ausgerüstet, allerdings sind diese oft sehr klein und nicht geräumig. Es empfiehlt sich, hier in der Kombüse seiner dicken Übersachen zu entledigen. Wenn möglich, sollte man sich vor Beginn der Ausfahrt entleeren, dann bleibt einem der Striptease im Schiff erspart. Männliche Angler haben bei einer kleinen Notdurft den weiblichen Anglerinnen gegenüber einen großen Vorteil, wenn das Schiff nicht gerade dicht an dicht besetzt ist.


    Sollte man von der Seekrankheit heimgesucht werden, ist es sehr sinnvoll, sich direkt über die Reeling zu entleeren. Hier können Verschmutzungen schnell mit einem Schlauch über Bord gespült werden. Auf keinen Fall sollte man um „Jörrrggg" zu rufen, die Toiletten im Inneren des Schiffes aufsuchen. Das führt zum Stress mit dem Skipper, da die Säuberung von Erbrochenem in diesen engen Räumlichkeiten für die Smutjes schon eine Zumutung ist. Außerdem wird auch der Zustand des Betroffenen durch den Weg in das Innere des Schiffes noch zusätzlich verschlechtert.


    Vorbeugend helfen eine gute, leichte sowie eine Essensgrundlage mit geringem Salzanteil am Vortag. Auch wenig oder gar kein Alkohol sowie Verzicht auf Kaffee und zeitiges ins Bett gehen am Abend vor der Tour kann unterstützend wirken. Zum Frühstück sollte man gut, aber ausgewogen essen, reicht die Zeit dazu nicht aus, sollte man ein entsprechendes Frühstück mit aufs Schiff nehmen. Auch Tabletten gegen Reisekrankheit sollen helfen. Auch Ingwer in Tablettenform hilft bei Personen die zu Seekrankheit neigen.


    Hat eine die Übelkeit überkommen, sollte man sich Mitschiffs aufhalten, da hier der Wellengang am geringsten zu spüren ist, und versuchen, mit den Augen einen festen Punkt an der Küste zu fixieren, sofern man diese sieht. Viel frische Luft ist sinnvoll, den Innenraum des Kutters sollte man meiden. Auf keine Fall sollte man lesen, oder sich mit Arbeiten beschäftigen, die eine hohe Konzentration erfordern, wie das Binden von Vorfächern oder das Bereitmachen von Angelgeräten. Dies lenkt zwar durch die Augen ab, aber der Körper erfährt sehr viele Bewegungen, die das Hirn alle verarbeiten muss und das verschlimmert die Situation.


    Falls man sich bereits übergeben hat, sollte man, wenn zur Hand, säureregulierende Wirkstoffe einnehmen. Diese besorgt man sich am besten im Vorfeld, wenn man weiß, dass man anfällig ist bei Seefahrten.


    Als Mitangler ist man gut beraten, das Geschehen neben sich in solch einem Fall zu ignorieren und sich mit diesem Thema gedanklich nicht zu sehr zu beschäftigen. Ich habe einmal vor Skagen erlebt, wie mit Ausnahme von mir und zwei weiteren Anglern an Bord alle anderen nach „Jörrrggg“ riefen. Und das nur, weil sich vorher fast alle intensiv um eine vierköpfige Familie bekümmert hatten, die sich nacheinander, angefangen beim Kleinsten, übergeben hat.


    Sicherheitsstandards


    Was den Sicherheitsstandard betrifft, verfügen die Kutter über eine zeitgemäße Ausrüstung, wie diese auch vom Gesetzgeber vorgegeben wird. So sind genügend Rettungsringe oder Seenotinseln an Bord, die im Notfall schnell einsatzbereit gemacht werden können. Es schadet nichts, wenn man sich an Hand der Bilder auf den Seenotrettungsinseln einmal einen Überblick verschafft, wie diese funktionieren.


    Ausfahrten mit kleineren Booten


    Im Mellembassin 3 oder im Seesporthafen, welcher neben dem Forhavnsbassin an der Mole liegt, besteht für Angler unter Umständen auch die Möglichkeit, gegen angemessene Beteiligungen an den Ausfahrtkosten, bei einem der Einheimischen mit einem kleineren Boot rauszufahren. Dazu sollte man am besten mal nach Feierabend dort vorbeischauen und mal die Bootsbesitzer ansprechen.


    Die Bootsbesitzer nehmen gerne mal einen Gast mit, um Benzinkosten zu reduzieren. Hierbei sollte man sich aber auch davon überzeugen, dass die nötigen Sicherheitsausrüstungen auf den Booten vorhanden sind und auch genutzt werden können (Schwimm-Rettungswesten, etc.). Und auch darauf achten, dass das Wetter beständig ist, sonst kann dies auf der Nordsee ein gefährliches Unterfangen werden.




    Die nächsten Fortsetzungen werden die Möglichkeiten der Hochseefischerei in den Häfen Skagen, Åalbek, Strandby, Frederikshavn und Såby beinhalten.


    Gvh
    Rainer



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    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


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  • Was lange währt, wird endlich weitergeführt.


    Vor zwei Jahren habe ich mit meinen persönlichen Angelinformationen über die Angelmöglichkeiten in Norddänemark angefangen um nun endlich an den Weihnachtstagen meinen Bericht zu vervollständigen, zumindest Teilweise.


    Hier nun die Fortsetzung meines Berichtes über die Angelmöglichkeiten von Kuttern aus den restlichen Häfen dort im Norden Dänemarks
    Leider hat sich in den letzten Jahrzehnten der Fischbestand im Norden Dänemarks, wie anders wo auch, nicht zum positiven entwickelt. Dies ist auch Ursache dafür, dass von den meisten Häfen hier, mit Ausnahme von Hirtshals keine organisierten Hochseetouren mehr durchgeführt werden.


    Aber wir wären nicht Angler, wenn wir nicht doch eine Möglichkeit finden würden um an den Fisch zu kommen. Für mich sind die Gewässer dort um Norddänemarks Küste immer noch eine Schatztruhe, was den Artenreichtum angeht, auch wenn die richtig großen Kaliber dort nicht mehr so häufig gefangen werden. Da es immer sehr aufwendig ist ein großes Boot alleine Seetüchtig zu machen und der große Aufwand sehr häufig nicht im Verhältnis zu dem Ergebnis liegt, bin ich immer bemüht für eine kurze Abendausfahrt und Touren in der Ostsee auf andere Möglichkeiten zurück zu greifen, die auch sehr häufig einfacher zum Fangerfolg führen.


    Fortsetzung Teil 2 Hochseeangeln – Kuttertouren


    Skagen Hafen und Region Skagen


    Die in Dänemark am nördlichsten gelegene Hafenstadt Skagen hat sich in den letzten 20 Jahren zur Tourismuspilgerstadt Nr. 1 in Dänemark entwickelt. In Skagen stellt der Tagestourismus fast rund ums Jahr die Haupteinnahmequelle für die meisten der ansässigen Geschäfte dar. Das besondere Flair der gemütlichen Hafenstadt, die klare Luft und die dort einzigartigen Lichtverhältnisse sowie die Tatsache, dass jeder Däne, aber auch jeder Tourist, der etwas auf sich hält einfach mal mit einem Fuß im Skagerrak stehen will, während sein anderer bereits im Kattegat steht, haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Dieses einmalige Erlebnis, dass zwei Meere zusammenstoßen ist an der Nordspitze Dänemarks, in Greenen, welches ca. 3 Kilometer nördlich von Skagen liegt zu erfühlen und zwar dort wo Dänemark endet.


    Dieses enorme Aufkommen der Tagestouristen sowie die zurückgehenden Fänge im Kattegat haben dazu geführt, dass von Skagen aus in den letzten 8 Jahren keine, oder nur noch sehr selten Kutter zum Hochseeangeln rausgefahren sind. Selbst zu Zeiten, als dort noch Fisch genug an den Haken ging und das im zum Teil recht anschaulichen Größen, fuhr in der Regel nur ein Kutter und das auch nur recht unregelmäßig aus dem Hafen, obwohl die Witterungsverhältnisse in Kattegat um einiges stabiler sind wie die auf dem Skagerrak. Aber die anders gelagerten Interessen der Touristen haben hier im Hafen nie zu der großen Nachfrage geführt, wie in den vielen anderen Häfen dort oben.


    Seit dem Sommer 2010 versucht wieder ein Kutter Kapitän dort oben im Norden mit seinem Kutter „Nordsøen“ sein Glück, allerdings nur sehr sporadisch in der Zeit vom Juni bis zum August.2010, in der restliche Jahreszeit bietet der Kapitän Kuttertouren vom seinem Heimatstrand in Fjerritslev aus an. Wie ich inzwischen gerade hörte, hat er wohl seine regelmäßigen Ausfahrtsbemühungen in Skagen wieder eingestellt und wird dort wohl nur noch selten anzutreffen sein, da er jetzt wohl seinen Auslaufpunkt in den Hafen nach Hanstholm verlegt hat.


    Wenn er denn noch aus Skagen ausläuft ist der Treffpunkt für Hochseeangler in Skagen der Anlegeplatz des Kutters direkt am Kai hinter der Auktionshalle 1 im Hafen Skagen. Die Touren die dort angeboten werden gehen täglich von Sonntags bis Freitag jeweils einmal von 9:00 bis 14:00 Uhr und von 16:00 bis 21:00 Uhr. Samstags bietet der Skipper eine lange Tour an von 5:00 bis 17:00 Uhr. Die Kosten für die Touren belaufen sich für die 5 Stunden Tour auf 350,- DKR und für die Samstagstour auf 850,- DKR pro Teilnehmer (Stand Sommer 2010). Anmeldung erfolgt über das Turistbüro Skagen unter 0045-98 441377 oder direkt beim Kapitän über Mobiltelefon 0045 23237814, weitere Informationen auch unter http://www.northsea-fishing.eu


    Da ich selbst noch nicht mit dem Kutter rausgefahren bin, kann ich auch keinen Erfahrungsbericht über den Kutter und die Fanggebiete die er anläuft abgeben. Aber nach seiner Werbung bietet er wohl hauptsächlich Wracktouren am Morgen und Makrelentouren am Abend an.


    Da in den letzten Jahren dort in Skagen eigentlich die Hochseeangelei eingestellt wurde, musste ich andere Möglichkeiten suchen um von Skagen aus auf die See zu kommen. Aber was wären wir Angler ohne eine gewisse Hartnäckigkeit. So gibt es für die interessierten Hochseeangler, welche ein paar Tage länger in dieser erlebenswerten Region ihren Jahresurlaub verbringen immer noch die Möglichkeit auf das Kattegat raus zu fahren. Zwar ist dies mit etwas mehr Aufwand verbunden als zum Beispiel in Hirtshals, aber die Artenvielfalt, sowie die vielen vor Skagen liegenden Wracks und die doch recht stabile Wetterlage auf den im Windschatten Dänemarks liegenden Meeresteil entschädigen hier oft für den zu treibenden Aufwand.


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    Nordspitze Dänemarks, mit fischträchtigen Buhnen, rechts Hafen Skagen mit den Molen


    Ein Teil der Fotos und Karten mit freundlicher Genehmigung http://www.skagen-tourist.dk , http://www.havnskagen.dk, http://www.frederikshavnhavn.dk


    Für all die Angler, welche einen gewissen Aufwand nicht scheuen und nicht Kotaktscheu sind, empfehle ich die Homepage des in Skagen ansässigen Hochseeangel Club aufzusuchen http://www.skagen-havfiskeklub.dk und sich dort unter dem Menüpunkt „Havtours Program“ mal umzusehen. Hier sind die vom Verein geplanten und organisierten Touren aufgeführt, mit Preis, dem Hafen von welchem abgelegt wird und dem Seegebiet in welches die Tour führen wird. Bei Interesse an einer Teilnahme, einfach die über dem Tourprogramm angegebene Rufnummer anwählen und sich mit dem Verantwortlichen für die Tour telefonisch in Verbindung setzen und seine Anmeldung bestätigen. Dies sollte spätestens bis zum Montag vor der geplanten Tour geschehen. Empfehlenswert ist es dann am Vorabend vor der geplanten Tour zwischen 18-19 Uhr noch mal nachzuhören, ob die Tour auch stattfindet. In der Regel kommt man hier mit der deutschen Sprache recht gut zu Recht.


    Die Ausfahrten führen mit angemieteten Kuttern von Berufsfischern, entweder auf den Fladengrund östlich von Skagen, vor der schwedischen Küste gelegen, nicht mit dem Fladengrund vor der norwegischen Küste 100-250 m Tiefe zu verwechseln. Am Fladengrund sind Wassertiefen zwischen 5-35 m anzutreffen und wenn der Fisch beißt, ist es meistens Dorsch, so in der Größenordnung 2-5 kg, es sind dort auch schon Exemplare von bis zu 15 kg gelandet worden. Auch Seehechte und Köhler, sowie Plattfische gehen immer wieder an den Köder. Diese der Küste Schwedens vorgelagerte Untiefe ist auch ein bekanntes Fanggebiet für Dornhai und im Mai – Juni werden hier Seewölfe bis zu 8 kg erbeutet. Der Fladengrund wird in ca. 2 Stunden Fahrzeit erreicht wird. Andere Zielgebiete welche von Skagen aus angelaufen werden sind Hertas Flag 9- 30 m, Groves Flag 10-30 m, Pighajshullet (Dornhailoch)35 m, oder Rødfiskepletten 20m, welche alle südöstlich Richtung Læsø liegen. Auch an den unzähligen Wracks, welche die Nordspitze Dänemarks umgeben wird immer gerne gestoppt.

    Da die Vereinstouren in der Regel nicht ausgebucht sind, freut man sich wenn Angler mitfahren, die keine Vereinsangehörigen sind, aber allein durch ihre Anwesenheit am Bord dazu beitragen, dass die Preise für die Ausfahrt überschaubar bleiben. Zwar zahlt man 50,- DKK mehr als die angegebenen Preise, aber damit ist die Ausfahrt in der Regel günstiger, als die Ausfahrten mit professionellen Kuttern.


    Eine gute weitere Möglichkeit aufs Wasser zu kommen bietet ein Besuch des im südlichen Hafenteil gelegenen Sportboot.- und Freizeitfischer Hafen. Hier trifft man bei günstiger Witterung immer wieder auf Bootsbesitzer, welche gegen Beteiligung an den Benzinkosten gerne mal Angelkollegen mitnehmen.


    Diese ortsansässigen Angler kennen das Revier sehr gut und finden schon nach recht kurzer Ausfahrt lohnende Stellen, wobei hier hauptsächlich Dorsch und im Sommer Makrelen gefangen werden, oder wenn es Wurmangler sind, auch ganz gute Plattfische an die Grundmontage gehen.


    Die Stadt Skagen und das Umfeld hat den nichtangelnden Familienangehörigen einiges zu bieten.


    Neben dem Shopping im Zentrum der langen Einkaufsstraße im Zentrum der Stadt biete es sich auch an die Nordspitze Dänemarks zu besuchen. Daneben bieten die in Skagen ansässigen Gallerien und Museen zahlreiche Möglichkeiten die Freizeit zu verbringen.


    Neben dem Skagen By- og Egnsmuseum www.skagen-bymus.dk , in welchem einiges über die Fischerei, das Rettungswesen und die Seefahrt zu erfahren ist, bietet das Naturhistorische Museum www.naturmuseum-skagen.dk, etwas südlich von Skagen gelegen einen Überblick über das Tierleben und die Natur um Skagen herum.


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    Das By - og Engmuseum bietet in der Saison auch Touren mit dem Museumskutter Hansa an, bei welchen sich die nichtangelnden Familienmitglieder auch mal die frische Seeluft auf einem Kutter um die Nase wehen lassen können, ohne beim Angeln zu stören. Von diesem Kutter werden fast wöchentlich Naturexkursionen unternommen, in deren Verlauf mit dem Netz diverse Meeresbewohner an Bord gezogen werden.


    Auch die größte und höchste Wanderdüne Europas, Raabjerg Mile im Süden Skagen gelegen, ist besonders für Familien mit kleineren Kindern eine besondere Attraktion, auf welcher man sich bei gutem Wetter viele Stunden mit Sandhüpfen und Ersteigen von hohen Sandbergen auf der mehreren Quadratkilometer großen Sandwüste, die Zeit vertreiben kann.

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    Raabjerg Mile Europas größte Sandwüste, ein tolles Erlebnis für die ganze Familie


    Die zahlreichen Fischgeschäfte und Restaurants, welche direkt am Hafen, oder an der nicht weit entfernten Einkaufsstraße liegen laden nicht nur zu guten, zum Teil recht preisgünstigen und frischen Fischgerichten ein, auch die international geprägte Stimmung durch die Bootsbesatzungen aus vielen Herren Länder, welche man hier live erleben kann, trägt dazu bei, das man hier viele interessante Stunden verbringen kann.


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    Fischauktion in Skagen, nur etwas für ausgeschlafene


    Wer ein Frühaufsteher ist, kann in den direkt am Hafen gelegenen Auktionshallen auch einmal einer Fischauktion beiwohnen und sehen wie viel Fisch in Skagen immer noch angelandet und gehandelt wird. Nur sollte man im Bezug auf Gesten und Handbewegungen recht vorsichtig sein, bevor man später Eigentümer eines ganzen Lastzuges voller Fische ist.


    Das Touristenbüro Skagen steht seinem Besucher in der Saison fast rund um die Uhr zur Verfügung, im Vorfeld kann man seinen Besuch unter www.skagen-tuorist.dk schon einmal planen bzw. auch unter der Rufnummer +45 98 44 13 77 Kontakt aufnehmen.



    Aalbæk Hafen und Region Aalbæk


    Aalbæk ist ein kleiner, gemütlicher Fischereihafen an der Ostküste, ca. 30 km südlich von Skagen gelegen. Eine regelmäßige Ausfahrmöglichkeit mit Kuttern welche das nördliche Kattegat befahren gibt es hier nicht. Die einzige Möglichkeit hier auf die See rauszukommen, ergibt sich auf Anfragen bei den Nebenerwerbsfischern (Freizeitfischer), welche in der Regel am Abend rausfahren um Ihre Netze auszustellen.


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    Gemütlich geht’s zu am Aalbæk Havn


    Da die Fischgründe in nicht zu weiter Entfernung vom Strand liegen, sind die Stellen nach relativ kurzer Fahrzeit erreicht.


    Anlaufstelle für Anfragen ist das links vom Weg zum Hafen liegende Bundgarnhuset in welchem immer zur vorgerückten Stunde einige einheimische Fischer einen gemütlichen Schnack halten und dabei auch das eine oder andere Bier trinken. Einer diese Fischer kennt immer jemand, der am Abend auch mal einen Touristen mitnimmt, gegen Beteiligung an den Benzinkosten versteht sich. Ansonsten trifft man so ab 16:00 Uhr oder auch am frühen Morgen immer einige ältere Fischer direkt an den roten Holzbuden am Hafen, die direkt neben dem kleinen Parkplatz liegen.


    Die Ausfahrt gehen dann meistens in Richtung der ca. 5 SM südöstlich von Aalbæk gelegenen 2 Steinhaufen (Kragskov Rav), welche ca. 3,5 SM vom Strand entfernt in der Aalbækbucht liegen und in deren Umfeld die Fischer ihre Stellnetze auf Sandgrund auslegen um hier bevorzugt, den Schollen oder anderen Plattfischen nachzustellen.


    Nachdem die Netzte ausgelegt sind, nutzen die Fischer von ihren kleinen Booten selbst gerne die Möglichkeit an diesen Steinhaufen ihre Pilkrute zum Einsatz zu bringen um den einen oder anderen Dorsch, oder auch andere Fische auf die Schuppen zu legen.


    Werden die Steinhaufen exakt angefahren und liegt die Trifft richtig, hat man speziell am nördlichen der beiden in den Abendstunden gute Chancen Dorsche mit Stückgewichten von bis zu 5 kg und darüber zu erwischen. Die Wassertiefe steigt hier an der Seeseite vor dem nördlichen Steinhaufen von 15 bis auf 7 Meter an. Das kleine Riff selbst zieht sich über eine Länge von ca. 50 m hin, bevor es zur Landseite wieder auf bis zu 12 m abfällt. Am etwas südlichen gelegenen Steinhaufen, der rund 300 m näher zum Strand hin liegt sind die Aussichten nicht ganz so gut, allerdings steigt hier in den Abendstunden gerne mal eine Meerforelle auf einen tief geführten, schlanken Blinker ein. Auch hat man hier mit etwas Glück, die Möglichkeit Tümmler und Seehunde zu beobachten die sich hier sehr häufig aufhalten, besonders bei auflandigem Wind und glatter Wasseroberfläche.


    Ansonsten sind auf den umliegenden Sandgründen immer wieder Plattfisch, vor allem aber Schollen und mit viel Glück ab und zu auch mal ein Steinbutt zu fangen. Die Steinbutte beißen kleine Blinker welche mit Bleigewichten versehen direkt über dem Grund geschleiften werden. Während sich die Schollen mit Vorliebe auf Watt.- oder Sandwürmer stürzen. Die Größen liegen so um 20 bis 40 cm, ab und an auch mal bis um die 50 cm, wobei dies aber leider nicht mehr die Regel ist wie noch vor einigen Jahren.


    Auch Hornfische und Makrelen sind in den Abendstunden im Sommer hier immer regelmäßige Gäste und könne mitunter auch direkt in Strandnähe gefangen werden.


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    Farm Fun in Aalbæk, bringt Spaß für alle Kinder


    Für die Familie mit kleinen Kindern bietet die knapp einen halben Kilometer südlich von Aalbæk gelegene „Farm Fun“ direkt am Jerupvej (E3) viel Spaß und Abwechslung für die Kleineren www.farmfun.dk.



    In Aalbæk selbst bietet das Restaurant „Gammel Kro“, im Sommer jeweils dienstags Abends einen „Landliggerfest“ an, bei dem am offenen Feuer mehrere Spannferkel gegrillt werden und jeder soviel essen kann, wie er schafft. Der ortsansässiger Musiker Fischer Thomas mit Harmonika spielt dazu dänische Lieder auf, welcher er auch gesanglich begleitet. Im Juli und dem ersten Samstag im August wird jeden Samstags in der Zeit von 11:30 bis 13:00 Uhr auf dem an der Hauptstraße liegenden Marktplatz von der in Aalbæk ansässigen Fischfabrik Launis, ein Heringsbuffet gesponsert, an welchem sich jeder gratis bedienen darf.


    Das Touristenbüro Aalbæk steht jedem Besuch mit Rat zu Verfügung und gibt die gewünschten Auskünfte Es ist unter www.skagen-tuorist.dk zu erreichen oder man kann unter der Rufnummer +45 98 44 13 77 Kontakt aufnehmen.


    Strandby Hafen und Region Strandby


    Noch im letzten Jahr (2009) hat man in Strandby die Möglichkeit mit einem Kutter in der Zeit 8:00 bis ca. 20:00 Uhr zum Angeln auszulaufen. Aber so wie es aussieht hat der Kapitän wohl mangels Nachfrage die Ausfahrten eingestellt, zumindest konnte ich ihn in diesem Jahr 2010 nicht mehr unter seiner Rufnummer erreichen, eigentlich Schade, den er fuhr die recht nahe an der Küste liegenden Stellen in kurzer Zeit (1 Stunde) an und die Fänge waren auch recht passabel.



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    Strandby Hafen aus der Vogelperspektive


    Daher bietet die kleine Hafenstadt zurzeit keine organisierten Hochseetouren an. Die einzige Möglichkeit auch hier sein Glück auf dem Wasser zu finden ist es am Wochenende oder am Abend bei den Einheimischen am Hafen anzufragen und es dort mal zu probieren. Auch hier ergibt sich immer wieder die Möglichkeit mit einem kleineren Boot oder Kutter mitzufahren. Hauptfische sind hier in Küstennähe, Dorsch, Wittlinge, Köhler und Schollen, im Sommer auch recht zahlreich Hornhecht, Makrele und in den letzten Jahren massenweise Petermännchen, anderer Fischarten wie Lachs und Meerforelle gehen auch immer wieder mal an den Haken, aber sind nicht unbedingt der Standardfang. Um die Insel Hirsholm, welche hier dem Festland direkt vorgelagert ist, sind die Aussichten auf gute Aale und Meerforellen sehr gut.


    Der Hafen von Strandby galt lange Jahre bei dänischen Aalanglern als Geheimtipp. In lauen Sommernächten wurden hier sehr häufig Schlängler in Größen bis zu 80-100 cm gefangen. Zwar hat auch dies in den letzten Jahren nachgelassen, aber im Hafen, speziell an der Südseite, dort wo die Kutter Ihren Beifang entleeren, gibt es bei günstiger Witterung immer noch Aal an den Haken. Wobei die Köder nicht unbedingt am Grund angeboten werden sollte. Der Aal geht hier im Mittelwasser sehr gerne auf treibende tote Fischchen. Das Hafenbecken hat hier bis 6 m Wassertiefe.


    Im letzten Jahr wurde mit dem Ausbau des Hafens begonnen. Manbaut hier eine größere Marina und somit wird der Hafen aufgewertet und in den nächsten Jahren wahrscheinlich einem Teil der Segler von Skagen als Anlaufhafen dienen, wenn es dort wieder mal zu voll ist. Hier in Strandby steckt man zurzeit viel Geld in den Hafenausbau und das speziell, um seefahrende Touristen mit Ihren Booten anzulocken. Aber auch den mit dem Auto anreisenden Sommerfrischlern soll einiges mehr geboten werden, als das Hafenfest und der Pferde und Krämermarkt, welche jedes Jahr im August dort am Hafen oder im Umfeld des Städtchens stattfinden.



    Frederikshavn Hafen und Region Frederikshavn


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    Nördlicher Teil des Frederikshavner Hafen von oben


    Obwohl die Gewässer vor Frederikshavn aus Sicht der Angler immer noch sehr interessant sind und auch auf Grund des doch recht steinigen Untergrundes einen großen Arten.- und Fischreichtum verzeichnen gibt es in Frederikshavn leider, seit dem der Skipper Freddy aus Gesundheitsgründen die Hochseeangelfahrten mit seinem Kutter Hirsholmen eingestellt hat keine organisierten Hochseeangelfahrten mehr. Wobei Ausnahmen immer mal wieder die Regeln bestätigen, so konnte man sporadisch in den letzten Jahren immer mal wieder den recht kurzzeitigen Versuch beobachten, das Kapitäne ihre Kutter für kurze Zeit zu Angeltouren vermieteten, aber halt nichts dauerhaftes, oder gar beständiges.

    Und da der Haupthafen ansonsten auch kein Becken für Sportboote oder Freizeitfischer besitzt und nur die beruflichen Seefahrt dort beheimatet ist, gibt es wenn man kein Boot besitzt, kaum eine Möglichkeit von Frederikshavn aus auf die See zum Angeln hinaus zu kommen.

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    Rønnerhavn nördlich davon liegt eines der besten Meerforellenreviere im Umfeld


    Zwar gibt es nördlich vom Haupthafen noch eine kleine Hafen, den „Rønnerhavn“, der etliche kleine Sportboote beherbergt, aber hier hatte ich noch nie das Glück eine private Mitfahrgelegenheit zu finden.


    Das Gleiche gilt auch für den etwas südlich von Frederikshavn gelegene „ Søsporthavn“, in dem viele Boote beheimatet sind, zum größten Teil allerdings Segelboote, deren Eigner nicht viel mit Angeln am Hut haben. Aber Versuch macht ja auch klug und so habe ich in diesem Jahr am letzten Ferientag einen Angler im Søsporthavn kennen gelernt, der nach kurzem Gespräch spontan anbot, mich gerne auf seinem Boot zum Angeln mitzunehmen. Er sei froh darüber wenn jemand dabei ist, da er nicht gerne alleine rausfährt. Ich werde bestimmt irgendwann auf sein Angebot zurück kommen.


    Die Stadt Frederikshavn, die als Handelsstadt mit ihren zahlreichen Supermärkten und Geschäften vom Fährverkehr, den Tagesgästen aus Schweden sowie den zahlreichen Touristen lebt, die von hier aus in die nördlichen Länder Schweden und Norwegen übersetzten verfügt über ein große Fußgängerzone, mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten für die mitreisenden Frauen, wobei die Fußgängerzone gerade in einer Umbruchphase ist und dort im nördlichen Teil zahlreiche Läden leer stehen.


    An Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt das alte Herrengut Bangsbo www.bangsbo.com , zu welchem ein botanischer Garten sowie ein Tierpark gehören. Das Herrengut Bangsbo liegt an der Bangsboå, einem kleinen Bachlauf, der in die Ostsee mündet und durch eine wunderschöne Landschaft fließt. Wer im Winter/Frühjahr an die Bangsboå kommt kann mit einigem Glück, in den künstlich angelegten Laichstrecken die Meerforellen beim Laichgeschäft beobachten. Vom Aussichtspunkt Pikkerbakken, welcher 500 m südöstlich vom Bangsbo Herrengut liegt, hat man bei klarem Wetter eine sehenswerte Aussicht über die Stadt Frederikshavn, den Hafen sowie die angrenzende Ostsee.


    Wer etwas von der Besatzungszeit erfahren und den Befestigungsanlagen sehen möchte, die durch die deutsche Wehrmacht hier angelegt wurde ist im Bangsbo Fort mit dem angegliederten Bunkermuseum richtig.


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    Der Palmenstrand Tummelplatz für Jung und Alt


    Frederikshavn dürfte glaube ich die einzige Stadt in Dänemark sein, die über einen echten Palmenstrand verfügt, welcher einen beim Anblick der unzähligen Palmen zumindest gedanklich in südliche Gefilde versetzt. Weitere Informationen zu Frederikshavn unter www.visitfrederikshavn.dk.



    Såby Hafen und Region Såby


    Im Hafen von Såby besteht die Möglichkeit in der Zeit vom Mai. bis zum Oktober jeweils am Sonntag früh um 5:00 Uhr mit dem Kutter Seadog zu einer 5 Stunden dauernden Angelfahrt auf die Ostsee rund um Såby zu starten. Nähere Informationen und Anmeldung unter 0045 29801438 oder unter http://www.seadog.dk . Die fünf Stunden dauernde Tour kostet 420,- DKR. Es kommen hauptsächlich Dorsch und Makrele an Bord, aber auch andere Fischarten werden regelmäßig gefangen. Buchungen unter www.seadog.dk



    Mit dem gleichen Boot kann man mittwochs auch zu einer Seehundsafari aufbrechen um dann mit Fernglas und Foto bewaffnet auf Seehundjagd zu gehen.


    Der alte Teil des Städtchen Såby, welcher sich vom Hafen bis an das Zentrum der Kleinstadt erstreckt ist sehenswert. Ansonsten bietet Såby noch ein altes Schloss und eine schön angelegte Gartenanlage an. Durch Såby, schlängelt sich der gleichnamige Fluss, der als Laichgewässer für Meerforellen bekannt ist und das gesamte Jahr über mit guten Fängen von sich reden macht.


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    Alte Mühle in Såby, direkt vor dem Wehr ist Angeln nicht gestattet


    Alle diese Städte Hirtshals, Skagen, Aalbæk, Standby, Frederikshavn und Såby liegen recht dicht beieinander und sind mit dem Auto innerhalb von rund einer halben Stunde untereinander zu erreichen, ab Frederikshavn gerechnet.


    Neben der Möglichkeit mit dem Kutter von diesen Standpunkten aus auf die See zu gelangen bieten sie aber auch noch dem urlaubendem Angler die Möglichkeit des Molenangelns von den jeweiligen Molen an. Doch dazu mehr im in Kürze folgenden Teil 3 Hafen und Molenangeln.


    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


    5 Mal editiert, zuletzt von HAVÖRED ()

  • Teil 3 Molen und Hafenangeln in Nordjütland


    Hier nehmen die Jahreszeit, die Tageszeit, sowie die Witterung und die Temperatur des Wassers und der Luft sowie der Sauerstoffgehalt und die Strömung des Wassers großen Einfluss auf die zu erwartenden Fänge.


    Hält sich der Fang von den Molen und in den Hafenbecken während den Sommermonaten bei hochsommerlichen Temperaturen eher in Grenzen und beschränkt sich hauptsächlich auf nur wenige der nachfolgend aufgeführten Häfen, so ist in den anderen drei Jahreszeiten zum Teil mit recht guten Fangergebnissen zu rechnen. Wobei ich die Häfen und die Molen von Skagen und Frederikshavn bevorzuge, da hier auch während der Sommermonate immer wieder mal mit einer Überraschung zu rechnen ist, sowohl was die Fischart, aber auch was die Größe der Fänge betrifft. Allgemein ist allerdings auch hier festzustellen, dass die Fänge in den letzten Jahren auch zurück gegangen sind, speziell in den Sommermonaten macht sich dies sehr bemerkbar.


    ACHTUNG – VORSICHT richtiges Verhalten beim Molenangeln und Hafenangeln

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    Nördliche Mole Haven Frederikshavn. Genügend Platz für Angler, aber Betreten auf eigene Gefahr!


    Seit diesem Jahr ist der Zugang zu der Nordmole in Frederikshavn durch eine Absperrung gesperrt. Außerdem weisen Schilder darauf hin, das das Betreten des Hafengeländes vor der Mole verboten ist. Zwar wird zurzeit noch ein, bzw. beide Augen zugedrückt wenn dort einer angelt. Aber wie lange dies Bestand hat steht nicht fest laut Hafenverwaltung!


    Da die Molen in der Regel aus großen Steinbrocken aufgeschüttet sind und diese auch nicht immer ganz fest liegen und auch trotz ihrer Größe schon mal kippen, ist besondere Vorsicht geboten wenn man sich auf die doch zum Teil recht langen Wege bis zu den Molenköpfen aufmacht, oder die zum Teil gut befestigten Wege im Innenbereich der Häfen verlässt um über die Molenwand zu steigen. Auch die Rutschgefahr ist nicht zu unterschätzen, da gerade die Steine in Wassernähe sehr oft von schmierigen Algen überzogen sind. Warnschilder sollte man unbedingt beachten und sich nicht leichtsinnig darüber hinweg setzen. Kommt es wegen der Missachtung von Warnungen zu Unfällen, sind die dänischen Behörden nicht zimperlich und belasten demjenigen der dadurch in Gefahr gekommen ist, sämtliche Bergungskosten.

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    Südlicher Molenkopf in Hirtshals, Betreten verboten


    Sobald man die befestigten Verbauungen und Weg in den Hafeninnenanlagen verlässt begibt man sich auf eigene Gefahr auf die Molen und ist dort auch selbst verantwortlich, wenn etwas passiert. Man hört und liest hin und wieder von Anglern, die beim Weg auf die unbefestigte Mole abrutschen, stürzen und sich dabei mehr oder minder schwere Verletzungen zuziehen. Eigentlich auch kein Wunder wenn man sieht wie voll bepackt manche Angler den Weg auf die Molenköpfe antreten. Beide Hände mit Eimern und Ruten gefüllt habe sie bei einem Sturz keine Möglichkeit mehr sich abzufangen und schlagen dann in den meisten Fälle ungebremst auf, wenn mal ein Stein nachgibt, oder sie ausrutschen.


    Wenn man Kinder dabei hat, sollte man sich auf die befestigten Molenbereiche in Hirtshals, Skagen, Frederikshavn und in Såby beschränken. Ein gutes Schuhwerk, mit rutschfester Sohle sollte auch bei warmen Temperaturen im Sommer Pflicht sein


    Beim Angeln in den Hafengebieten ist zu beachten, dass diese Häfen zum Teil recht stark durch Berufsverkehr (Fischerei, Fischereibetreibe, Werftverkehr und Fährbetrieb, etc.) tangiert sind, daher kann es überall beim Angeln zu Einschränkungen kommen, da die Schifffahrt und alle beruflichen Tätigkeiten dort Vorrang haben. Auch sind die Häfen in vielen Bereichen durch Firmengelände stark eingeschränkt und man sollte sich vorher informieren, ob man auf dem einen oder anderen Gelände Angel darf, da die Firmengelände dort nicht unbedingt eingezäunt, und die Arbeitsbereiche dort als solche nicht unbedingt kenntlich gemacht sind. Allerdings sollte man Verbotsschilder, die es auch dort in den Häfen und auf den Molen sehr vereinzelt gibt unbedingt beachten.

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    Innerer Molenkopf in Hirtshals, gut anzufahren, Wassertiefe ca. 8-10m


    Fanggerät:


    Da die Angelindustrie diesen Anglertyp noch nicht auf der Rechnung hat und es „noch“ keinen reinen Molenangler gibt, haben sich die handelsüblichen Angelruten welche auch an den heimatlichen Gewässern beim Angeln Verwendung finden, für den hauptsächlich im Jahresurlaub auf der Mole angelnden Urlauber recht gut bewährt.


    Wer öfter zum Molenangeln fahren wird, ist gut beraten wenn er sich über die Anschaffung von dementsprechenden Material Gedanken macht. Und sich Ausrüstungsmäßig den doch schwereren Wurfgewichten anpasst die hier öfter speziell in den kälteren Jahreszeiten bei entsprechendem Wellengang und Strömung zum Einsatz kommen und sich dann eventuell Brandungsruten mit 100 – 250 g Wurfgewicht, zulegt. Je nach Vorliebe und praktizierter Angelart reichen unter Umständen auch leichte bis mittlere Grundruten, sowie Spinnruten mit 20-50 g oder mehr Wurfgewicht. Letztlich ist es abhängig davon welcher Fischart man nachstellt und wie weit man dazu werfen muss um die Fangplätze zu erreichen.

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    Nördlicher Molenausläufer in Frederikshavn, vorsicht Steine sind glatt und rutschig


    Rollen: je nach bevorzugter Angelart, leichte bis mittlere Multi-, oder Baitcaster Rollen, oder auch Stationärrollen, mit entsprechender Schnurfassung für Monoschnurr von 0,2 - 0,4 oder entsprechend geflochtener Schnur.


    Beim Einsatz von leichten Pilkern, Blinkern, Jigs an Spinnruten oder beim Angeln mit Schwimmern wird auch schon gerne mal mit etwas dünnerer Schnur gefischt 0,20 -0,30 Mono oder entsprechender geflochtener Schnur. Dies zum Teil mit entsprechend vorgeschalteter Schlagschnur, in etwa doppelter Rutenlänge.


    Kunstköder: je nach Vorliebe kleinere Pilker oder schlanke Blinker von 10 – 50 g, entsprechende Vorfänger, sowie vermehrt in den letzten Jahren auch verstärkt Gummifische an den entsprechenden Jigs. Das Gewicht wird der Strömung und dem Wind angepasst. Bei starker Trift, empfehlen sich schlanke Pilker oder auch Blinker, mit dünnerer Schnur zu fischen, da diese der Trift nicht so viel Wiederstand bieten und somit schneller absinken. Auch Fliegenruten kommen zum Einsatz da die Fischerei nicht nur auf Meerforellen oder auf ausgebüxte Regenbogenforellen, sondern auch auf Hornhechte, Makrelen und Meeräschen mit der Fliegenrute Erfolg bringt.


    Je nach Fischart werden leichte Blinker/Pilker mit mehreren darüber geschalteten Vorfängern; vorzugsweise beim Makrelen, und Heringsangeln in silbern glänzender Ausführung mit nicht zu großen Haken, verwendet. Wobei hier die Länge des Vorfanges, der Landungsmöglichkeit angepasst nicht zu lang gewählt werden sollte. Es sei den man steht ganz vorne auf dem Molenkopf und kann die Fische hochheben.


    Bei Naturködern haben sich Krabben, Wattwürmer, Ringelwürmer, Fischfetzen, Sandaale, Heringe, oder Makrelen, zum Teil ganz oder auch in Streifen geschnitten als Köder bewährt, welche dann mit entsprechenden Bleien, auf Jigs, oder anderen Systemen auf die gewünschte Tiefe gebracht werden. Hier hängt das Gewicht der Bebleiung von der Angelart, der Wassertiefe, sowie den Strömungs.- und Windverhältnissen ab.

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    Nördlicher Molenkopf in Hirtshals, hier dürfen leider nur Möwen fischen


    Über das Landen größerer Fische sollte man sich vorher Gedanken machen, da selbst Kescher mit langen Stielen oft nicht bis zur Wasserlinie reichen. Spezialisten haben sich zum Landen großer Fische von den hohen Hafenmauern oder Molenköpfen aus alten Fahrradreifen, welche mit einem feinmaschigem Netz überspannt sind, Kescher gebastelt, welche sie schon vor dem auswerfen der Angeln an der Mole herablassen um dann eventuell größere Fische darüber zu führen und diese somit sicher zu landen. Einen sicheren Standplatz in Nähe der Wasserlinie findet man kaum, da durch die zum Teil doch recht hoch auflaufenden Wellen, welche auch auf die Mole auflaufen, etwas mehr Abstand zum Wasserspiegel ratsam ist. Sollte man doch höher über dem Wasser stehen empfiehlt es sich die Schlagschnur entsprechend länger auszufertigen um dann damit eventuell den ausgedrillten größeren Fisch anheben zu können, was aber immer mit einem gewissen Risiko des Fischverlustes verbunden ist.


    In den letzten Jahren sieht man auch immer häufiger, meistens Fliegenfischer bei entsprechendem Wetter in Baily Booten vor den Molen paddeln. Da dies auf Grund der oft schnell umschlagenden Witterung, der Strömung und dem Wellenschlag der Schiffe nicht ungefährlich ist, sollten die Sportfreunde die dieses betreiben sich äußerst vorsichtig verhalten. Am besten mit einer Langleine zur Mole hin abgesichert und nie alleine. Auch sollten diese bei Anzeichen von Witterungsänderung sofort an Land gehen. In den großen Häfen ist dies grundsätzlich Untersagt und man sollte es auch unterlassen bevor man sich damit Ärger einhandelt. Auch in den kleineren Häfen wo nicht sofort der Hafenmeister diesem Treiben ein Ende bereitet, sollte man darauf verzichten, da sowohl die Berufs Schifffahrt, als auch die Sportschiffer nicht unbedingt damit rechnen, das dort einer im Gummireifen durch den Hafen treibt.


    Was man sonst noch benötigt sind Eimer, Kühltaschen oder Baumwollbeutel um den Fang zu aufzubewahren. Im Sommer eine gute Kopfbedeckung die vor der Sonne schützt, genauso wie eine Pol Brille, welche die Augen schützt und entsprechend der Witterung angepasste Kleidung natürlich. Priest und Messer, sowie Lösezange sind unentbehrlich. Aber auch ein paar richtig dicke Lederarbeitshandschuhe habe ich inzwischen dabei. Grund sind die in großer Zahl an den Ostseehäfen hier oben anbeißenden Petermännchen.

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    Nicht ganz ungefährlicher, farbenfroher Ostseebewohner - aber er schmeckt lecker.


    Waren diese Beifänge früher nur Recht selten, sind diese wohl auf Grund der in den flachen Gewässern fehlenden Fressfeinde für die Brut jetzt so häufig zu fangen, dass es ohne richtig gute, fest Lederarbeitshandschuhe recht beschwerlich ist, diese Fische schnell und sicher vom Haken zu lösen und auf Minuten langes rumdrehen, und balancieren der Fische, wie man es leider immer wieder sieht habe ich keine Lust. Da ist es schneller und sicherer mit den richtig dicken festen Lederhandschuhen schnell von der Schnur über den Kopf am Fisch entlang nach hinten gleitend, fest zuzupacken, mit dem Priest den Fisch zu betäuben, ihn waidgerecht zu töten und dann in aller Ruhe den Haken zu lösen.


    Angelarten:


    Die Angelarten werden wie auch die Ausrüstungsgegenstände von der Fischart geprägt, die gerade Saisonal gefangen werden kann.


    Grundangelmethoden:


    Plattfischen, Dorschen, Köhler, Leng, Petermännchen, Aalen, Aalmuttern, etc. wird mit dem am Grund angebotenen Köder nachgestellt. Die Montagen sind hier sehr vielfältig und reichen von einfachem Grundblei Montagen mit einem oder zwei größeren Haken, bis hin zu den sehenswertesten Montagen mit Kugeln, Spinnerblättern, etc. Hier sind dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt, wobei sich hier oft etwas weniger Tannenbaum als mehr fängig erweist.


    Schwimmermethode:


    Mit Naturködern, Fischfetzten an der Pose wird auch gerne im Mittelwasser treibend den Fischarten Makrelen, Hering, Hornhecht, Seehecht, Petermännchen nachgestellt. Mit einer kleinen Brotflocke am leichten Schwimmer oder an der Wasserkugel lässt sich wenn gerade da auch schon mal eine Meeräsche überlisten. Mit Sbirolino oder Wasserkugel sieht man in den letzten Jahren auch den einen oder anderen Spezialisten den Meerforellen und den aus Forellenzuchten entwichenen Salmoniden nachstellen.


    Blinkern - Pilkern – Spinnen:


    Mit diesen Kunstködern kann recht vielseitig die Fischerei auf fast alle zu fangenden Fischarten ausgeübt werden. Vom Dorsch bis zum Hornhecht lässt sich da fast alles fangen. Wobei hier die einzelnen Angelarten sehr unterschiedlich ausgeübt werden. Der eine Sportsfreund bevorzugt, das Ruckende einholen von leichten Pilkern mit Vorfängern, die er mehr oder minder regelmäßig auf den Grund absinken lässt. Der andere bevorzugt, das schnelle Einkurbeln des Köders, ob Spinner, oder Blinker oder Wobbler, etc. im Mittelwasser um die eine oder andere Forelle, Makrele, oder auch einen Seehecht zu überlisten. Auch hier gibt es keine allgemein gültige Anleitung, die Erfahrung muss jeder für sich machen.

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    So könnte das Material aussehen


    Fliegenfischen:


    Auch mit Fliege, Streamer, etc. lohnt sich speziell auch in den Hafenbecken immer wieder ein Versuch. Das Spektrum der damit zu fangenden Fische ist ebenso breit gefächert, wie bei den anderen Angelarten.


    Molen- und Hafenangeln in Hirtshals

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    Hirtshals Hafenplan, Zugang auf die Außenmolen nicht gestattet!


    Da in Hirtshals die beiden äußeren Molen durch Drahtverbauungen gegen ein Betreten gesichert sind besteht hier nur die Möglichkeit von den in der Hafeneinfahrt liegenden Molenköpfen aus zu angeln. Die Wassertiefe liegt hier bei rund 8-12 m. Hauptfischarten sind hier im Sommer Makrelen, Hornhechte und in den Abendstunden auch mal der eine oder andere Dorsch, ansonsten Plattfische, Allmuttern und auch vereinzelt Aale. Ab und zu wird auch mal eine Meeräsche gefangen und die eine oder andere Meerforelle verirrt sich in das Hafenbacken, dies ist aber eher nicht die Regel sondern ein Zufall.


    In den einzelnen, im südlichen Teil des Hafens gelegenen Hafenbecken (Tiefe von 3 bis 8 m) werden je nach Saison auch schon mal ein paar Heringe, ansonsten aber auch Aale und Plattfische gefangen. Wobei ich in der ersten Augustwoche 2010 einem Angelkollegen aus Finnland zusehen konnte der es um die Mittagszeit herum, am Kai vor den Fischkühlhäusern, in kürzester Zeit auf eine beachtliche Anzahl Schollen und einige Butts brachte, die in der Größe alle so um die 25 - 35 cm lagen. Köder waren kleine Wattwurmteile.


    Molen und Hafenangeln in Skagen


    Karte des Hafens Skagen wird in Kürze eingefügt


    Hier sind beide äußeren Molenköpfe nur schlecht begehbar, wobei bis auf den nördlichen Molenkopf schon einen recht langen Anmarschweg in Kauf nehmen muss. Dieser lohnt sich eigentlich nur, wenn der Wind aus nordöstlicher Richtung auf die Mole drückt.


    An die südliche Mole kommt man zwar wesentlich leichter, vor allem recht nahe mit dem Auto heran, aber hier weisen Schilder vor dem Molenkopf darauf hin, das das Betreten des Geländes nicht zulöässig ist. Zwar werden auch hier zurzeit noch Beide Augen zugedrückt, aber wie lange das ist noch fraglich. Die Mole an der Südseite des Hafens, welche über eine lange Strecke direkt neben einer Zufahrtsstraße liegt ist ohne Einschränkungen zu beangeln. Aber vorsicht hier gibt es große schlecht begehbare Steine.


    Die Wassertiefen liegen jeweils bei ca. 9-10 Meter Tiefe, das gilt auch für die Hafenbecken im Hafen selbst, welche Tiefen von 5-9 Meter aufweisen. Siehe dazu auch die Tiefenkarte. Ansonsten kann man noch recht Problemlos von den Innenmolen angeln, sollte aber darauf achten, dort sein Auto nicht im Weg zu parken.

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    Skagen nördliche Mole, nur sehr schwer und nach langem Anmarsch zu erreichen.



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    Skagen südliche Außenmole, Anfahrt bis ca. 20 Meter vor den Molenkopf möglich( siehe oben).


    An Fischarten sind hier hauptsächlich je nach Jahreszeit zu fangen Makrele, Hornhecht, Aale, Aalmuttern, Heringe, Dorsche und Wittlinge sowie Plattfische. Vereinzelt werden auch Meerforellen und Meeräschen gefangen, diese zum Teil aber auch in den Hafenbecken, beziehungsweise in der Hafeneinfahrt selbst. Hier konnte ich vor zwei Jahren beobachten wie zwei Jugendliche fast zeitgleich zwei Meeräschen auf Brotflocken fangen konnten, dann war der Spuck vorbei.

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    Angelnde Touristen in der Hafeneinfahrt von der südlichen Mole aus.



    Molenangeln in Aalbæk

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    Beschaulicher Hafen in Aalbæk


    An den beiden Molen Wassertiefe ca. 3-5 m in diesem beschaulichen Hafenstädtchen tut sich in den Sommermonaten leider nicht mehr sehr viel. Vereinzelt werden hier im Sommer einige Makrelen und auch Hornhechte gefangen, ansonsten geht ab und zu mal direkt vor der Steinpackung ein Aal oder auch eine Aalmutter an den Haken.


    Die Plattfische die hier tagsüber erbeutet werden lohnen das auswerfen nicht, da diese von der Größe her oft nicht einmal annähernd das Mindestmaß erreichen. Mit einigem Glück fängt man von den beiden begehbaren Molenköpfen, oder auch im Vorhafen ca. 5 m tief auch mal eine Meerforelle, dies aber vorzugsweise im Spätherbst bis Frühjahr.


    Im Sommer besteht die Möglichkeit hier im Hafenbecken auch mal eine Meeräsche zu erbeuten, wenn man die Augen aufhält und auf entsprechende Fischbewegungen an der Wasseroberfläche bei westlichen Winden im Hafenbecken achtet.

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    Kinder beim Angeln auf Plattfisch und Aalmuttern von der südlichen Mole des Aalbæk Hafens



    Molen und Hafenangeln in Strandby

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    Luftaufnahme vom Strandby Hafen, im Vordergrund die nördliche Mole die weit in die See reicht.


    In Strandby bieten sich sowohl die Außen-, als auch die Innenmolen zum Angeln an. Von den Innenmolen aus, sowie in Teilen des Innenhafens werden recht gute, Aale sowie mittlere Aalmuttern und Plattfische, zum Teil aber auch Meeräschen gefangen. Die Aale gegen Abend kurz vor den Steinaufschüttungen. Oder in der Nacht im Hafenbecken wo der Industriefisch angelandet wird. Industriefisch – eine nette Umschreibung für die Jungfische die Tonnenweise zu Hühnerfutter verarbeitet werden und die nicht mehr ab wachsen und sich ihrerseits vermehren können.


    An der Südlichen Mole (Wassertiefe zur See ca. 4 – 6 m), auch zum Strand hin (Wassertiefe 1 - 4 m) ist die Aussicht eine Meerforelle, zu erbeuten größer als an der nördlichen Mole (Wassertiefe ca. 4 - 8 m). Auch wird an der südlichen Mole oft mal die eine oder andere aus einer Zucht, welche an der Elling Å liegt welche ganz in der Nähe in die Ostsee mündet, ausgebüxte Regenbogenforelle erwischt. Welche wenn sie etwas länger in der See lebt auch schon mal eine ganz schöne Gegenwehr zeigt und geschmacklich auch nicht zu verachten ist.


    Ansonsten fängt man an den beiden Molen Plattfische, in kleineren bis mittleren Größen. In den Sommermonaten oft Makrelen und auch Hornhechte. Dorsche werden sehr oft erst am Abend in etwas besseren Abmessungen von der Molenkopf der nördlichen Mole gefangen, wobei hier die Obergrenze im Sommer so bei max. 50 cm liegen dürfte, in den Wintermonaten habe ich aber auch schon mal einen mit 79 cm an den Haken bekommen.


    Bei Windstille, was auch ab und zu mal vorkommt, lohnt es sich in den verschieden Hafenbecken (Wassertiefe von 2 – 8 m) auch nach Meeräschen Ausschau zu halten. Diese Fischart bietet, wenn man dann eine an den Haken bekommt eine tolle Gegenwehr und liefert einen guten Drill. Dass diese Fische auch recht schmackhaft sind sei nur am Rande erwähnt. Ansonsten sind die Molen hier, wie auch alle anderen immer für eine Überraschung gut.


    Ach ja eins muss ich noch erwähnen, in den letzten Jahren haben hier, speziell in den Sommermonaten, wie auch an den anderen Molen der Ostseehäfen von Skagen bis Såby und auch an den Stränden hier, die Fänge von Petermännchen enorm zugenommen. Es vergeht kaum ein Angeltag ohne einige dieser farbenfreudigen, aber auch nicht ganz ungefährlichen Fische an den Haken zu bekommen. Also Vorsicht und entsprechende massive Arbeitshandschuhe aus Leder bereit halten.


    Molen und Hafenangeln in Frederikshavn


    In Frederikshavn ist nur die nördliche Mole zum Angeln begehbar (allerdings weisen Schilder daraufhin das es nicht gestattet ist das Hafengelände hier zu betreten - bisher werden aber für Anlger noch beide Augen zugedrückt) da die südliche zu einem Militärgebiet gehört und somit nicht zu erreichen ist.

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    Steinaufschüttung vor dem nördlichen Hafenbereich, gute Meerforellenstrecke, aber oft eingenetzt.


    Die Wassertiefe vor der nördlichen Mole beträgt bis zu 8 Metern und der Grund ist in der Regel sandig mit einzelnen Steinbänken davor. Vor dem nördlich der eigentlichen Mole liegenden Steinaufschüttungen zwischen den vier Windrädern und dem Hafen befindet sich das Boser Rav, ein kleines ca. 30 -40 m langes Riff, welches durch Steinaufschüttungen entstanden ist, welches bei niedrig Wasser auch zu sehen ist.

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    Das nördlich vom der Mole liegende Boser Rav, immer für eine Überraschung gut.


    Es befindet sich in Wurfweite ca. 80 - 100 m vor der Steinaufschüttung und hier gibt es hin und wieder gute Meerforellenfänge zu verzeichnen. Sehr oft, ist aber das Riff leider von Netzen umstellt, so dass es dann fast nicht zu beangeln ist.

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    Boser Rav nördlich vor dem Hafen liegendes, künstlich aufgeschüttetes Riff.


    An der südlich davon liegenden eigentlichen Hafenmole sind ebenso wie an denen in Skagen mit etwas Glück gute Fische zu erbeuten. Wobei die Hauptangelzeiten mit der Aussicht auf größere Fänge auch hier außerhalb der Sommermonate liegen. Aber auch in den Sommermonaten kann man hier in den Abendstunden Dorsche bis zu 2 Kg erbeuten, daneben gehören Makrelen, Hornhechte sowie Heringe, Plattfische, Petermännchen, Aalmuttern, Aale sowie ab und zu Meeräschen und auch Meerforellen zu den Fischen die erbeutet werden.

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    Blick vom nördlichen Molenkopf Richtung Norden


    Der Hafen Innenbereich ist im Sommer immer einen Versuch wert. Speziell mit der Fliegenrute, aber auch am Schwimmer, mit kleinem Haken am leichtem Vorfach und einer Brotflocken daran lässt sich eine der sich doch zu bestimmten Zeiten recht zahlreich in den Hafenbecken tummelnden Meeräschen erbeuten.

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    Blick in den Innenhafen, im Hintergrund links die Trockendocks von Orskov


    Mit etwas Glück kann man auch einen, der vereinzelt in den Hafenbecken den Heringsschwärmen nachstellenden Seehechten an den Haken bekommen und dies in Größen bis zu 70 cm. Wobei hier die Region vor den beiden Orskov Trockendocks das Hauptfanggebiet ist.


    Im Hafeneinlauf besteht immer dann Fangmöglichkeiten, wenn gerade eine Schiff eingelaufen ist und das Wasser aufgewirbelt wurde. Dort wird dann Futter freigespült und vom Sog betäubte Kleinfische treiben dann kurzzeitig im Wasser und sind somit Beute für so manchen Räuber im Oberwasser.


    Wenn viele Angler am Molenkopf ihr Glück probieren, was auf Grund des langen Weges aber nur selten vorkommt, sollte man sich rechtzeitig mit diesen Abstimmen. Man hat dann die Möglichkeit, falls ein größerer Fisch anbeißt, diesen in den Innenhafen zu drillen, um ihn dann dort über die direkt neben dem Molenkopf liegende Treppenanlage sicher landen zu können.

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    Hier hat man direkt am Molenkopf im Innenhafen auch die Möglichkeit einen großen Fisch sicher über die Treppenanlage zu landen

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    Molen Angler kurz vor Sonnenuntergang, links Fangebiet See, rechts Fanggebiet Hafen



    Allerdings muss man aufpassen, wenn die doch recht großen Schiffe einlaufen, dass man sein Gerät rechtzeitig in Sicherheit bringt um einen Komplettabriss zu verhindern.

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    Fähre beim Einlaufen in die Hafeneinfahrt, so Nahe das man fast danach greifen könnte


    Etwa 3 Kilometer vom Hafen Frederikshavn in Richtung Strandby, liegt der Rønnerhavn, ein kleiner Seesporthafen der vor einigen Jahren dort künstlich angelegt wurde. Um die Zufahrt in diesen flachen Seesporthafen zu gewährleisten wurden dort zwei Molen in die Ostsee eingebracht, an welchen innerhalb des Molen, direkt vor den Algenbänken am Abend immer mit einigen Aalfänge zu rechnen ist.

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    Rønnerhavn, kleiner Seesporthafen, mit Aussichten auf Aal und Meerforelle in der Nähe


    Nördlich von der nördlichen Mole liegt ein sehr gutes Meerforellengebiet. Allerdings muss man hier sehr darauf achten, dass man nicht in dem Schutzgebiet am Einlauf der Elling Å fischt. Das Schutzgebiet ist durch eine Holzpfosten mit einem gelben Feil markiert, der Pfeil weißt in die Richtung des Schutzgebietes und hier ist fischen absolut verboten, das gesamte Jahr hindurch!

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    Luftbild Rønnerhavn von vor 10 Jahren, zwischen der nördlichen Mole und dem Schutzgebiet der Elling Å, speziell in den Monaten Oktober bis März gute Meerforellenfänge möglich.



    Molenangeln in Såby


    Da dieser Hafen mir zu weit südlich liegt und ich dort eigentlich nur zum Fischessen, bzw. in den Monaten Oktober bis März an der Såby Å hinfahre (darüber berichte ich zu einem späteren Zeitpunkt wenn die Flüsse und Bäche der Region dran sind), berichte ich über ihn um die Abgrenzung zum Süden hinzubekommen.


    Auf Grund der an der nördlichen Mole in die Ostsee mündenden Såby Å ist nur die südliche Mole zum Angeln freigegeben, die nördliche gehört zum Schutzgebiet der Einmündung der Såby Å und ist zum Angeln gesperrt. Von der südlichen Mole lassen sich in der Sommerzeit hauptsächlich Plattfische in kleineren Größen fangen, die Wassertiefe vor der Mole liegt bei bis 3 - 4 m. Makrelen, Hornhechte gehen auch ab und zu an die Angel, Dorsche nur in kleineren Größen und dies nur in den Abendstunden. Wie es in den anderen Jahreszeiten verhält darüber fehlt mir leider die Kenntnis. Auch Meerforellen werden hier manchmal in guten Größen erbeuten, aber dies mehr zum Herbst hin und im Frühjahr, wenn die Fische zum Aufstieg die Såby Å aufsuchen, bzw. nach dem Laichgeschäft wieder in die See ziehen. Wobei man allerdings darauf achten sollte, dass farbige Meerforellen umgehend wieder zurück gesetzte werden sollten. Auf jeden Fall lohnt sich aber der Versuch bei starken westlichen Winden direkt im Hafenbecken auf Meerforellen zu angeln. Neben kleinen geth ab und zu auch mal eine gut maßige an den Haken.


    Was ich aber auf jeden Fall empfehlen kann, wenn man dort hinkommt ist zum einen ein echtes dänisches Eis, am Kiosk, der direkt der Brücke welche über die Såby Å führt liegt. Und was man unbedingt mal machen sollte. Sich ein Fischbüfett bei Jensen direkt am Hafen gelegen gönnen. Ich habe nirgendwo bisher nie solch ein reichhaltiges und gut bestücktes Fischbüfett genossen wie hier. Allerdings empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Tisch zu reservieren. Wenn man frühzeitig dran ist und mit 8 Personen kommt, erhält man auf Anfrage vielleicht auch einen Tisch direkt an der Fensterfront von wo man eine tolle Aussicht auf die Såby Å, sowie auf die Ostsee hat.


    Ein Teil der Fotos und Karten mit freundlicher Genehmigung http://www.skagen-touristik.dk , http://www.havnskagen.dk , http://www.frederikshavnhavn.dk

    Als nächstes werde ich den Bereich Strandangeln in Angriff nehmen und dann zum Abschluss noch die Flüsse, Bäche und zum Abschluss die Put + Take Gewässer in dem nördlichen Bereich Dänemarks behandeln.
    Aber dies wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, ich hoffe nicht, dass es zu lange dauern wird.


    GvnH
    Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


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