Unglaublich !!

  • Hallo Leute,


    hat jemand die aktuelle Esox (Zeitschrift) gelesen ? Dort wird gleich auf der ersten Seite von einem sehr interessanten Experiment berichtet.
    Da ich keinen Scanner da habe und das bestimmt auch gegen das Copyright verstosen würde, fasse ich mal frei zusammen:

    Seit 1975 werden Experimente bzw. Studien durchgeführt, um zu klären ob Fischer Ihre Intelligenz vererben.

    Konkret:

    Es wurden in einem Teich 4 Jahre lang Barsche beangelt. Die gefangenen Fische wurden jeweils markiert.
    Nach 4 Jahren wurde der Teich abgelassen und festgestellt, dass einige über 20 mal an den Haken gingen, und einige überhaupt nicht.
    Man hat dann die schlauen Fische von den nicht so schlauen getrennt und jeweils getrennt. Den Nachwuchs der beiden Gruppen hat man dann wieder zusammen in einen Teich gesperrt und beangelt. Auch der Nachwuchs der schlauen Fische ging gar nicht oder weniger oft an den Haken als der Nachwuchs der weniger schlauen Fische.
    Das Ganze würde über 20 Jahre hinweg wiederholt.

    Provokante Thesen bzw. Fazits:
    - Allein durch Angeln können Fische kaum ausgerottet werden.
    - Wenn alle Angler jeden Fisch mitnehmen, sind irgendwann nur noch die Schlaumeier übrig und die Angler haben ein Problem !


    Was denkt Iht darüber ?


    Grüße
    Fopper

    Wenn Angeln einfach wäre, dann würde es Fußball heißen !

    Einmal editiert, zuletzt von Fopper (3. Juni 2009 um 22:38)

  • Zitat

    Original von Fopper
    Was denkt Iht darüber ?

    Hmm, klingt alles sehr logisch, also wünsch ich mir mehr dumme Fische. ;) Nein Spaß beiseite, ich glaube, es wäre ohne diese "schlauen Fische" echt langweilig.

  • Hallo,
    ich glaube nicht das man hier von Intelligenz sprechen kann, sondern von einer anderen Theorie die da heißt L D S.
    Lerne
    Durch
    Schmerz

    Diese Theorie läßt sich auch auf den Menschen übertragen, oder warum glaubst du warum es so viele Wiederholungstäter gibt die immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Soll heißen: Manche lernen es nie. :-)) :-)) :-))

    Gruß
    Ralf

    Delirant isti Romani

    Danke Jungs auf die nächsten 50

    Einmal editiert, zuletzt von fussballhummer15 (4. Juni 2009 um 07:58)

  • Hi Ralf,


    die LDS-Theorie stimmt hier eigentlich nicht, denn die schlauen Fische gingen ja nicht an den Haken und haben demnach auch nie "Angelschmerz" erlitten.
    Selbst wenn die Schlauen auch einige Male an den Haken gegangen wären, stellt sich die Frage, wie sie diese Erlebnisse in so kurzer Zeit an Ihre Nachkommen weitergeben.
    Zudem kommen noch Faktoren wie z.B. Futterneid, der bei denen wohl nahezu der Vorsichtigkeit weicht.


    Gruß
    Fopper

    Wenn Angeln einfach wäre, dann würde es Fußball heißen !

  • Hi Hummer,


    das ist jetzt aber eine gewagte These. Dann geben die Schlauen die Tipps aber nur Ihrem eigenen Nachwuchs, oder ?

    Grüße
    Fopper

    Wenn Angeln einfach wäre, dann würde es Fußball heißen !

  • Hi Fopper,

    wieso gewagte These? Man hat ja kürzlich auch rausgefunden, dass das Wallerholz keine Fresslaute sondern Kommunikationslaute imitiert. Wieso sollten andere Fische nicht miteinander reden?
    Gruß
    Ralf

    Delirant isti Romani

    Danke Jungs auf die nächsten 50

  • Hoffentlich fängt man in unserem See nur schlaue Fische,
    dann werden die Dummen bald die Seeherrschaft erlangen
    un reihenweise dem Angler erliegen :-] :rolleyes:

  • Zitat

    Original von fussballhummer15
    Hi Fopper,

    wieso gewagte These? Man hat ja kürzlich auch rausgefunden, dass das Wallerholz keine Fresslaute sondern Kommunikationslaute imitiert. Wieso sollten andere Fische nicht miteinander reden?
    Gruß
    Ralf

    naja, Kommunikationslaute sind das eine, das gibts ja auch z.B. bei Hirschen, die dann rufen "wer will mit mir poppen".
    Da gibt es vielleicht ne Hand voll, die bei manchen Tieren mehr oder weniger ausgeprägt sind.
    Wenn die so ausgeprägt wären, dann würde ja der erste Barsch an die anderen kommunizieren, dass sie vorsichtig sein sollen. Dann wäre nach dem ersten, den man zurücksetzt Schluss.

    Mir leuchtet Deine Argumentation noch nicht ganz ein. Der Wels erzählt ja auch nicht im See herum, dass die anderen Abstand von Booten halten sollen, auch wenn er wie Du sagst mit Lauten kommuniziert.

    Gruß
    Fopper

    Wenn Angeln einfach wäre, dann würde es Fußball heißen !

  • moin,
    könnte es sein, dass dieser Artikel am 1.April veröffentlicht wurde ?

    Aber mal im Ernst.
    Ich denke, dass es sich hierbei eher um ein instinktives Verhalten handelt. Dieses resultiert sehr wahrscheinlich auch noch aus dem Unvermögen des Anglers einen richtigen Biß zu erkennen und/oder zum richtigen Zeitpunkt einen entsprechenden Anhieb zu setzen und/oder nicht ausreichend Geduld zu haben, den Anbiß abzuwarten.

    Meine Erfahrungen mit Rotfedern , Rotaugen und Barschen besagen, dass diese Fische recht vorsichtig anbeißen bzw. auch recht viel Spaß daran zu haben scheinen, mit dem Köder zu spielen. Da wird zaghaft am Wurm oder der Made gezupfelt. Der unerfahrene Angler wartet nicht und setzt zum falschen Zeitpunkt den Anhieb. Der Fisch entweicht.

    Ich habe das auch schon bei jungen Forellen erlebt. Dazu gab es schon einmal Bilder von mir. Ich nannte sie damals "Vorläufige Gefangennahme". Da haben junge Forellen zwei, dreimal, obgleich sie am Haken waren, immer wieder zugebissen. Der Fresstrieb war offensichtlich größer, als die "Todesangst".

    Ich erkläre dieses Ergebnis unter anderem auch damit, dass eventuell der eine , sogenannte "kluge Teil" der Fische, offensichtlich eher das natürliche Futter im Wasser findet, während der andere Teil dem Angler zum Opfer fällt.

    Das ist natürlich keine wissenschaftliche Erklärung. Aber an "Intellekt" bei Fischen kann ich einfach nicht glauben.

  • Zitat

    Original von Osmar
    Aber an "Intellekt" bei Fischen kann ich einfach nicht glauben.

    Nee - an den glaube ich auch nicht, das habe ich hier auch schon mehrfach zum Ausdruck gebracht. Fischgehirne sind nicht dazu in der Lage, was man Intelligenzleistungen nennen könnte.

    Die Metapher mit dem Hirsch, der zum Poppen aufruft, war natürlich köstlich :gut , aber der Vergleich hinkt gewaltig: Schließlich handelt es sich beim Rotwild um hoch entwickelte Säugetiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten, was Rudel und die Dominanz von Alphatieren (Platzhirschen) deutlich zeigen.

    Ohne unsere Lieblinge schlechtreden zu wollen: Allein ihre Instinkte bewegen sie mitunter zu Erstaunlichem, das steht fest. Aber sie haben nie darüber nachgedacht, und sie erzählen es auch nicht ihren Enkeln ... ;)

    MAX

  • Das stimmt natürlich. Aber vergleichen kann man das trotzdem nicht. Rotaugen wählen keinen "Chef", und Barsche auch nicht.

    Schwärme, so auch die faszinierenden Sardinen, haben anscheinend ihre "Gesetze" - aber auch das nur instinkt- bzw. genetisch gesteuert.