• Nach kurzer Nacht ging es los. Nicht das jetzt jemand auf dumme Gedanken kommt. Ich war halt nur später im Bett, musste noch ein paar Sachen erledigen.

    Morgens um 5 Uhr saß ich im Auto. Dies betone ich hier, da Max und Tino das sonst nicht glauben würden (da habe ich es nicht ganz geschafft).
    Kurz über die Bahn und 15 Min. später kam ich am vereinbarten Treffpunkt an. Mein Bruder war schon da (er zu früh, ich pünktlich). Der Fußweg kam mir diesmal kürzer vor, was wahrscheinlich an der herrlichen frischen Luft lag. Am Abend zuvor habe ich eine Rute nach Max´s supereinfach-Methode zusammengebaut, die zweite wollte ich dann am Wasser zusammenstellen. Je nach dem was so los ist.

    Am Platz angekommen, nur Kescher bereitgelegt und die erste Rute ausgeworfen, Maden als Köder. Nun wollte ich mich der zweiten Rute widmen. Ich habe mich noch nicht ganz umgedreht gehabt, da fragte mich mein Bruder wo denn die Pose sei. Weg! Nach nicht mal 20 Sek. Persönlicher Rekord! Anhieb gesetzt, Fisch weg. Pech (habe ich gedacht).
    Rute reingeholt, Maden drauf und wieder raus damit. Gleiche Stelle, gleich wieder weg. So was hab ich noch nie erlebt. Gut, jetzt kann man sagen, der hat ja nicht so viel geangelt, sodass er auf noch nicht so großen Erfahrungsschatz zurückblicken kann. Stimmt genau, würde ich dann Antworten. Was bei meinem Bruder aber anders aussieht und er bestätigte mein Unglauben. Das ging ungelogen fast 20 Minuten so. In der ganzen Zeit konnte ich meine zweite Rute nicht fertig machen. Matthias hat seine auch schon drei mal eingeholt und dabei zwei Fisch gelandet. Bei mir war es immer noch nicht ein Fisch, dafür habe ich mehr Bisse gehabt, gefühlte 20. Als ich schon am Verzweifeln war guckte sich mein Bruder die Montage und die Maden mal genauer an. Sein Urteil: Montage gut, Maden gut, aber falsch aufgezogen. So macht man das (von hinten in den Rücken, um dann vorne durch die Augen wieder raus zu kommen). Also schien es doch kein Pech, sonder eher Unvermögen gewesen zu sein, oder wie es mal ein Fußballer sagte: Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.
    Also zog ich die Maden anders (richtig) auf. Nach fast fünf Minuten hatte ich den ersten Fisch gelandet. Der Bann war also gebrochen.
    Bald darauf wurde es merklich ruhiger. Zeit für ein Photo vom Angelplatz und up´s hatte ich ja in der ganzen Aufregung fast vergessen, die zweite Rute herrichten.


    Mit zwei Ruten fischst sich halt besser. Oh was hatte ich gute Laune. Schade dass Max und Tino nicht dabei waren (oder besser so? Die hätten ja noch mehr rausgeholt und ich hätte wahrscheinlich wieder nichts gefangen?).

    Nach einer kurzen Zeit hatten wir beide wieder ein paar Bisse. Wir holten insgesamt sieben Fische aus dem See, das hat uns gereicht. Es soll ja auch noch nächstes Mal Spaß machen.
    Ein etwas anderen Fisch holte mein Bruder aus dem Wasser. Was das für eine Sorte ist, konnten wir nicht bestimmen, da bist du gefragt.


    Auf dem Bild kommen die Farben leider nicht zur Geltung. Oben war er rötlich bis rosa, mittig grün-gelb und untern war er gold-gelb.

    Gegen 9.00 Uhr fingen wir an einzupacken.

    Was ich persönlich von dem Morgen mitgenommen habe?
    Ganz klares: Wann gibt es das nächste Mal?! Es hat mal wieder so viel Freude bereitet am Wasser zu sein und dann auch noch was zu fangen. Echt klasse, hatte ich fast vergessen wie das so ist.

    Was ich vermisst habe?
    Außer Max und Tino (mit den war ich an gleicher Stelle schon mal) nichts, was aber nichts gegen andere Forumsmitglieder die ich schon mal getroffen habe geht, euch habe ich persönlich nur kurz am Kanal in Lirich gesehen. So ein Treffen wird sich bestimmt wiederholen, hoffentlich kann ich dann auch mal.

    Der Fischgott hat es diesmal gut mit mir (auch mit meinem Bruder) gemeint.

    Für die Erfahrungen und Tipps von euch und im praktischem Sinne besonders von Max bin ich sehr dankbar, somit erklärt sich auch die Überschrift.
    Ein weiterer Dank gilt AOT-Stefan, ohne ihn hätte ich keine Photos im Bericht gehabt. Da muss ich auch mal dran Arbeiten.

    In diesem Sinne wünsche ich allen weiter gute Fänge und alles Gute.
    Philipp

    Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins

    (Seneca)

  • Hi Philipp :)

    Schöner Bericht und Petri heil zu euren Fängen!
    Den "Kollegen" auf dem zweiten Bild sieht man im Allgemeinen nicht so gerne in den Gewässern.
    Es scheint ein Sonnenbarsch zu sein und die vermehren sich bei guten Bedingungen rasend schnell.
    Sie stürzen sich auch auf alles, was auch nur einigermaßen fressbar erscheint.
    Dazu gehört leider auch Laich von anderen Fischen und auch deren Brut.
    Er ist farblich ein wundershcöner Fisch, aber leider gehört er eigentlich nicht hier unsere Gewässer....


    Gruß
    Norbert

    Es gibt zwei Dinge, die man nicht ändern kann: Die Frauen und das Wetter.
    Also warum darüber aufregen?

    Fehmarn vom 11.12.2022 - 15.01.2023:thumbup:

  • Was für eine Überschrift - welch Schmeichelei :rolleyes:

    Nee, schöner Beitrag. "Etwas fangen ohne Max" - sozusagen. Geht doch!

    @ Duke & Rest

    Jawohl, das ist ein Sonnenbarsch. Tummeln sich dort seit 20 Jahren, wurden beim Aufkauf von Talsperrenwasser (mit Besatz) eingeschmuggelt. Nach Auskunft eines Kollegen vom Stadtverband haben die einheimischen Raubfische diese Burschen aber gut im Griff: Klares Wasser, leichte Beute. Wird wohl stimmen, ich hatte seit 2007 keinen mehr an der Leine.

    MAX