Anfängerglück ;o)

  • Moin Gemeinde,

    zur Einleitung mal ein vorkommnis meines ansonsten recht ereignislosen Arbeitstages:
    Ein Arbeitskollege kommt in der Früh mit einem anderen Kollegen angetrabt, das Handy in den Fingern..... klar ich weiss dass der jüngere kollege seit diesem Jahr die Pappe hat, und es war wochenende..... ergo es gibt fangfotos ;o)

    Was dann geschah, nennt man bei uns "vom Glauben abfallen"
    War der Angelneuling ( ca. 25 Jahre alt ) an fronleichnam (*räusper* also letzten donnerstag *g*) auf Hechtjagd los. Wollte ansitzen und sieht dann ganz zufällig ne "kleine" Fluke aus dem wasser. Er schnappt sich seine 15 € rute mit samt 10 €rolle und recht dünner (mehr wusste er selber nicht ) monofiler schnur. Uraltblinker, den er geschenkt bekam und warf in richtung der flosse.
    Um das ganze weniger dramatisch zu schildern......Biss.....

    Und am Ende präsentierte er heute stolz das Fangfoto..... Esox lucius 1,35 m und ziemlich genau 20 kg.


    Gut nachdem mein doofes gesicht sich etwas entspannte, fettes gratulieren und schulterklopfen, mit dem Hinweis......ab jetzt werden die fische nur kleiner......

    Wie ist es euch denn so ergangen an eurem "Karrierestart" ??? Eher bescheiden bis unglücklich, oder puschte da gleich mal ein nettes fischlein ?

    Ich persönlich kann behaupten, als ich im rechtlichen graubereich *zwinker* angefangen hab, war ich erfolgreicher als die ersten Jahre mit Pappe ;o)

    Gruß da Harry

  • Sachen gibts :-D.
    Da sieht man mal wieder, dass man nicht dass teuerste Shimanoequipment braucht sondern auch billiges Tackle ausreichen kann.

    Ich hatte auch nen tollen Start, zwar nicht ganz so toll wie dein Kollege mit dem Hecht, aber für mich wars damals richtig fett.
    Mir wurde damals gesagt, ich solle eine Feederrute rauslegen. Gut, ich habe dann ne alte Hechtrute ausgeliehen bekommen und mir wurde gezeigt wie man eine Feeder monitert (ganz einfach xD). Die Feeder lag dann etliche Stunden draussen und ich habe auf der seite 5m entfertn Sonnenbarsche gestippt und meinen Setzkescher gefüllt :-D. Gegen Nachmittag machts plötzlich nen Ruck und meine "Feeder" kippt über den ersten Faulenzer ins Wasser. =>BRassen
    Für mich wars damals der absolute Wahnsinn. Ich war so von dem großen Fisch angetan, dass ich den sogar mitgenommen habe :rolleyes:. Die Gräten waren nicht das Problem, sondern der modrige Geschmack.
    Also nie wieder, aus dem Alter bin ich raus ;)


    Gruß
    Chris

  • Hallo zusammen :)

    Mein erster Fisch war ein Barsch von genau 30cm, gefangen 1986 im Sommer im Broye-Kanal in
    der Schweiz, da ich damals noch keine Fischereiprüfung hatte.
    Gebissen hatte er auf einen 3er Mepps Black Fury um die Mittagszeit.
    Das Gerät stammte vom Flohmarkt (grüne 1,80m Vollglasrute mit ner uralten Rolle ohne Schnurlaufröllchen.)
    und hatte zusammen grade mal 6 DM gekostet.
    Es war übrigens...ohne Witz...mein allererster Angeltag zusammen mit einem Arbeitskollegen,
    der mich mitgenommen hatte.

    Zwei Wochen später....mein zweiter Angeltrip überhaupt...gings wieder
    mit meinem Kollegen an den besagten Kanal.
    Ich kann mich noch genau dran erinnern, dass es ein verdammt heißer Sommertag war.
    Die Ruten lagen auf Grund, beködert mit Wurm und wir im Schatten, bestückt mit kaltem Radler :D
    In der größten Mittagshitze meldete sich meine kleine grüne Rute mit einem zaghaften Bimmeln.
    Der Anhieb fühlte sich wie ein Hänger an, zuerst ging gar nichts.
    Dann kam Leben in die Rute....und was für ein Leben!
    Ein völlig unerfahrener Angler kämpfte mit einem anscheinend tollwütigem Irgendwas am Ende der Schnur.
    Irgendwann zerrte ich dann mit schweißnassem T-Shirt meinen ersten Aal an Land.
    Armdick und 87cm lang brachte er knapp 1300g auf die Waage.

    Anfängerglück ist die wirksamste "Einstiegsdroge" in das Hobby Angeln.
    Man wird sofort abhängig....sozusagen "angefixt"... :D

    Gruß
    Norbert

    Es gibt zwei Dinge, die man nicht ändern kann: Die Frauen und das Wetter.
    Also warum darüber aufregen?

    Fehmarn vom 11.12.2022 - 15.01.2023:thumbup:

  • moin Harry,
    was Hecht betrifft, erging es mir, wie dem Angelfreund, von dem Du berichtet hast.
    Ich wußte damals noch nicht einmal richtig, wie ich den Köderfisch anbringen mußte. Das hat dann mein Kumpel für mich erldedigt.

    Mein erster Hecht war auch so ca. 1,30 m lang und hatte 17 kg. Im Bodden bei Ribnitz-Damgarten (MV) gefangen. Ich habe dann aufgehört zu angeln und mich um die Versorgung der weiteren 5 Angelfreunde gekümmert ( Grill, Glühwein, Bier etc.). Die konnten gar nicht begreifen, dass ich nicht mehr weiter angelte. Ich sagte damals nur: "ich habe vorgelegt. Jetzt seid Ihr Profis dran".
    Kannst Dir ja vorstellen, dass die das nicht besonders lustig fanden. Zumal auch keiner von ihnen ein solches Exemplar an diesem Tage fangen konnte.

    Aber seit der Zeit habe ich keinen richtig großen Hecht mehr gefangen. Bei Zander erging es mir ebenfalls so bis heute. Ich kann damit leben.

  • Hallo,


    naja Anfängerglück, als ich noch in jüngeren Jahren an unseren Teichen geangelt hab, hat man immer einen Karpfen gefangen... Als ich dann vor einem Jahr in den Verein eingetreten bin, hab ich am Anfischen über 10 Karpfensatzis gefangen, da haben sie alle dumm geschaut :-))


    Zählt ja dann auch als Anfängerglück :gut

    Das man als Anfänger solche Fische fangt, liegt wohl daran, dass man sich damit einfach nicht auskennt, wie man den Köder am Haken zieht, usw...
    Vielleicht beißen die Fische deswegen gerne :gut

  • Hallo Harry,

    ich persönlich hatte nie so extreme Anfangserlebnisse.

    Zwar kann ich mich noch duster dran erinern, das ich mit Vater und Onkel an der Treen fischen war, als ich so ungefähr um die 8 war.

    Die benden Erwachsen hatten lebende Köderfische schwimmen und wollten Hechte fangen. Ich durfte zum Zeitvertreib mit einer kleinen Spinnrute, Vollglas, sauschwer für unsere heutigen Verhältniss und einem kleinen Spinner von DAM Feißiges Liesschen, wurde der genannt, Wurfübungen machen. Als dann ein Hecht von rund 6 Pfund anbiss, es war der einzige an dem Tag.

    Aber dafür durfte ich einmal peinlich berührter Zeuge eines solchen extremen Anfängerglück sein.

    Mein Freund hatte zu seinem Urlaub in DK auch seinen Bruder, mit Famillie mitgenommen, der mit Angeln aber auch nichts am Hut hatte.

    Damit sein Bruder uns nicht beim Bootsangeln laufend störte mit Hängern und so, kam mein Freund Jochen damals auf die verhängnisvolle Idee, ihm eine alte vergammelte Makrele auf eine ebenso veraltete Rute zu ködern und diese dann auf mit schwerem Blei auf Grund zu legen.
    Mit der Aufflage, er solle die Rute gut festhalten und immer schön im Blick haben während wir mit Wattwurm angelten auf Grund.
    Wir angelten und fingen Dorsche so um die 2-3 kg und aucheoin paar Platte, nicht viel aber wir freuten uns.

    Bis der Bruder anfing hektisch zu werden und mit der Rute rumschlenktere wie narrisch. :-))

    Wir dachten er hätte einen Hänger, mussten aber schnell erkennen, das es wohl ein großer Fische war, den die Rute bog sich gewaltig. ?-(

    Jochen wollte nun die Rute übernehmen, aber da hatte er nicht mit dem Wiederstand seines Bruders gerechent, der nun den großen Unbekannten langsam aber stetig dem Boot näher brachte.

    Als sich das Monstrum von Dorsch an der Oberfläche zeigt, den um einen solchen handelte es sich, blieb uns wohl der Mund offen stehen. ?-(

    Später in der Fischhalle des Hafens gewogen brachte das Tier ein Gewicht von etwas über 23 kg auf die Waage.

    Soviel zum Anglergück, wobei wir dann in dem Urlaub das Wort Anglerkönnen sehr bald nicht mehr hören konnten :evil:

    GvH
    Rainer

    Der scih immer für Anfänger freut, wenn sei mal was gutes fangen.


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel