damals / heute - heute / damals

  • da geh ich gestern so in meinen Keller und schau ob ich noch alle Angelsachen beisammen habe. ich setzte mich in meinen Sessel und schaute so auf die großen und kleinen Kisten und Kästchen mit dem ganzen equipment. Man,- dachte ich, wieviel Platz das alles in Anspruch nimmt. Wieviel Geld ich in alles investiert habe und wieviel Zeit alleine fürs Aufräumen und sortieren drauf geht.
    Warum brauche ich so furchtbar viel krams und unsere Eltern ( Großeltern) sind mit Stock , Schnur, Haken und Wurm losgezogen und hatten auch Spaß am Angeln? - UND ..... witzigerweise haben unsere Großväter auch etwas gefangen. Ohne Bissanzeiger, ohne High Tech Schnur und Rute, ohne power Wirbel und ohne super Gummifisch.
    Hatten kaum Gepäck zu transportieren . Sahen nicht aus als wären sie zu Hause rausgeflogen. :D
    Ob ich ( wir) alles zu ernst nehmen? ?-(

  • Ernst nehmen Hm ich denk mal nicht Weil ich glaub kaum mit ein Stock und ein bisschen schnur konnte man ja auch nicht weit werfen und stöcker brechen ja ein bischen leichter weil die sich ja nicht "Dehnen" oder wie das heißt :)

  • Es ist halt ein Entwicklungsprozess....

    Wenn ich an meinen ersten Golf denke....

    Es weder einen rechten Außenspiegel, noch gab es eine getrennte Anzeige für den Blinke rechts/links. Drehzahlmesser? Was war das?

    Ganz zu schweigen von der Klima!
    Hatta? Neee, hatta nich!

    Intervall für den Scheibenwischer???? Doch nich son modernen Kram!

    Oder in den 70gern....
    Gurt? Oh Gott, doch nicht im Fahrzeug fesseln....Kopfstützen??

    Gut, dass sind nun auch Sachen, die bei einem Unfall schützen.

    Aber die Verhältnisse haben sich auch geändert. Anfang der 70er war die Verkehrsdichte geringer...

    Früher war vielleicht auch mehr Fisch drin....

    Heute will z.B. jeder einen großen Flachbildfernseher!
    Gucken kannst du auch auf nem Kleinen, aber es macht halt mehr Spaß vor einer großen Glotze zu sitzen.

    So ist es auch beim Spinnangeln....es macht halt mehr Spaß, mit einer leichten Carbonrute zu fischen, als mit nem schweren Knüppel!

    Vieles hat zu einer Erleichterung geführt. Aber es gibt sicher auch viele Dinge, die einfach nur auf dem Markt sind, weil die Nachfrage da ist.

    Wenn du einen neuen Artikel auf den Markt bringst, mit viel Werbung und Versprechungen, dann sind wir Angler es, die daran glauben und es kaufen.

    Elektronische Bissanzeiger lass ich liegen...brauch ich nicht.
    Hab meine Selbstgebastelten, die mir viel besser gefallen.

    Gut, inzwischen mit LED, weil die heller sind, als ein Knicklicht.
    Aber immer noch einfach und preiswert.
    Auch brauche ich keinen Totschläger aus Mahagoni mit handgedrehtem Messingkopf...

    Ein Knüppel oder der Messerknauf geht ebenso!


    Man muss nicht alles Neue und Moderne haben, aber vieles ist eben auch zeitgerecht angepasst.

    Und durch die Nutzung haben wir einen nicht unerheblichen Anteil an der Weiterentwicklung von allen Dingen....

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Hallo,


    hab ich mir auch schon gedacht, wenn man angeln geht und der Nachbar vorbeischaut, fragt er warum man denn ausziehen muss :D Klar gehts auch mit Stock und Schnur.. aber man hat frühers auch zum Haus bauen keinen Kran gehabt und und und... In der Angelbranche gibt es auch den "Wandel der Zeit"...


    @ Dark Dragon -->
    Naja man darf ja nicht nen 1cm dicken Ast nehmen sondern schon einen dickeren, da bricht dir jede Rute früher als der Ast! Beim Auswerfen "lädt" sich die Rute auf, das wird der Ast nicht machen... Und man fängt auch wenn man 2 Meter vom Ufer entfernt angelt...

    Einmal editiert, zuletzt von Domi (3. August 2010 um 14:02)

  • Hallo!
    Na ja- für jede Fischart braucht man eine spezielle Rute obwohl der Fisch
    ja nicht weiß was darauf steht :D
    Wir Angler aber gehen mit der Zeit - wir wollen uns doch den Anderen
    gegenüber keine Blösse geben -also wird gekauft was die Geldbörse her gibt.
    Stellt sich der Erfolg nicht spätenstens nach dem 3ten Ansitz ein -steht es in der Kellerecke und man greift zum alt Bewährten zurück. Egal- aber man
    hat es! :D
    Ja --man muß mit der Zeit gehen - die Fische lernen schließlich auch dazu -werden immer vorsichtiger und mittlerweile gibt auch es mehr Angler als
    Fische und ohne High tec-Gerät ist es nicht möglich den l etzen Fisch zu
    überlisten oder. ?-(

    Gruß Oldman

    Wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist,
    wirst du feststellen das man Geld nicht essen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Oldman (3. August 2010 um 17:06)

  • Zitat:Hatten kaum Gepäck zu transportieren . Sahen nicht aus als wären sie zu Hause rausgeflogen. :D

    Na so ganz stimmt das auch nicht. Das eigentliche Gerät bestand zwar nur aus zwei Vollglasruten 1,80m und 2,10m mit zwei Stationärrollen. der Rest passte in einen Rucksack. So wars vor fast 50Jahren, als ich Jungangler war.Aber, weil damals noch das Angeln mit lebendem Köderfisch erlaubt war, kam noch ein 10l-Eimer voll Wasser mit den KöFi dazu. Der Eimer hing am Lenker des Fahrrades, denn wenn er auf dem Gepäckträger wäre, dann gäbe es einen nassen Ar...Auf dem Gepäckträger einen Riesen-(Klepper?)-Regenmantel. Dünne wie heute gab es nicht. Das mit dem Eimer am Lenker war sehr unbequem und hinderte beim Fahren,. Schlimmstenfalls schlug er ins Rad und man lag -neben seinen KöFis- auf der Strasse.
    Mit Blinker war es vom Gerät nicht anders als heute: Rute, Rolle, Kunstköder, Kescher und Kleinkram.
    Aber weil es keine Zelte und Karpfenliegen gab, haben wir Laubhütten gebaut und im Gras gelegen und die Zeit genossen, denn -siehe Datum- damals waren Sommerferien.
    Das mit den zwei Rute gab es schon damals! Und wer heute zu viel mit sich rumschleppt ist selbst schuld. Mir reichen zum Raubfischangeln zwei dreiteilige 3,60m-Ruten, die mit Rollen in ein Futteral passen, wo auch noch ein Angelschirm reingeht. Rest ist im Rucksack und die Hand ist frei für einen Klappstuhl.