• Hallo,

    gar nicht so leicht die Stelle für Ungewöhnliches zu finden.

    Mit leicher Ausrüstung für Zander ( nur einer ab 60cm) oder Hecht(1:60cm) fuhr ich gestern Abend mit Boot auf die Talsperre Bautzen hinaus.
    Gewitterstimmung, etwas Regen und Oh,

    da habe ich doch das ENDSPIEL verpasst!!!

    Bis zum Dunkel werden waren an Kraut und Weiden im Flachwasser keine Bisse zu bekommen.

    Danach suchte ich quer über den See mit Echolot nach Futterfisch und Zandern, bis ich eine Erfolg versprechende Stelle gefunden hatte.

    Schon nach wenigen Würfen (nur Kunstköder erlaubt) hatte ich einen gewaltigen Anbiss mit sehr viel Wiederstand an der Leine.

    Vielleicht ein Wels?

    Eine gute 3/4 Stunde bekam ich den Fisch trotz aller Anstrengung nicht an die Oberfläche.

    Doch dann erkannte ich den Fisch der an der Angel hing,

    er war ein Graskapfen von etwa 125-130cm und 35-40kg.
    Na gute Lust, und der Köder hing auch noch dicht an der Rückenflosse,so konnte er mit wir machen was er wollte.
    nach weiteren 15 Minuten riss die die Schnur sammt Köder ab.Oh ,oh, Oh

    Meine Hoffnung auf einen Zander hatte ich noch nicht aufgegeben.
    So montierte ich einen neuen Köder an einer anderen Rute mit stärkerer Schnur auf der Rolle.

    Wieder nach nur wenigen Würfen bekam ich den nächsten Fisch an die Angel.

    Nach 15 Minuten Drill konnte ich diesen Fisch in das Boot heben.
    (wieder kein Zander,Ärger Ärger)

    116cm, 27Kg

  • Hallo Haui,

    das Endspiel war bis auf die Demütigung der Pizzabäcker eher langweilig. Da ist doch so ein Brocken von Fisch deutlich intressanter. Auch wenn der echt hässlich ist.

    Hat der den gebissen oder hing der auch wieder an der Rückenflosse oder ähnliches ?

    Und wie möchtest du ihn zubereiten ? Um ihn im Ganzen in die Pfanne zupacken dürfte er zu groß seien.

    Mfg

    Daniel

  • daniel gebissen hat er wohl kaum, sind ja Filtrierer.
    Ist aber nicht so selten dass die beim Spinnfischen außen
    gehakt werden....

    Übringes is das kein Graskarpfen sondern ein Mamorkarpfen
    oder Silberkarpfen.

    Gruß
    Flo

    "Wer fischen will muss freundlich sein!"

    • Offizieller Beitrag

    moin.

    .. genau Floste..


    .. es ist der Zooplankton-fresser, der Marmorkarpfen..

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?ti…=20101222163556


    .. der Silberkarpfen ist etwas anderst und hat ähnliche lieblingsspeisen wie der graskarpfen..


    http://de.wikipedia.org/wiki/Silberkarpfen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Graskarpfen


    .. marmorkarpfen putzen leider das zooplankton weg und
    das ist ein wertvoller bestandteil für die aufzucht von jungfischen ..

    gruß rüdl

  • rüdl Das mit den Silberkarpfen höre ich so zum ersten
    mal.
    Graser sind Pflanzenfresser, klare Sache, und lassen sich
    auch fangen Mais, Boilies etc
    Silberkarpfen und Mamorkarpfen sind Filtrierer und filtern
    Phyto und Zooplankton aus dem Wasser, wäre mir neu
    dass sich Mamor und silberkarpfen in der Nahrung unterscheiden.
    Hast du dafür irgendwelche Quellen?

    In meinen Vereinsgewässern schwimmen einige rumm und man
    sieht sie sehr häufig dicht unter der Oberfläche mit offenem Maul
    durchs wasser schwimmen. Noch nie hab ich einen beim Fressen
    fester Nahrung beobachtet und es wurde auch noch keiner damit
    gefangen, außer durch Spinnfischer die sie versehentlich außen gehakt
    haben, was wie schon gesagt schon ab und an mal vorkommt...
    Sind ja auch riesen U-boote teilweise jenseits der 100 Pfund

    Gruß
    Flo

    "Wer fischen will muss freundlich sein!"

    • Offizieller Beitrag

    moin..


    .. der silberkarpfen stellt sich in jungen jahren auf pytoplankton um und bleibt dabei ..

    .. der marmorkarpfen hat als hauptsächliche leibspeise das zooplankton ..


    .. kannst du in kurzer form nach lesen unter:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Marmorkarpfen
    Zitat WIkI:
    ... Der Marmorkarpfen wurde wie der Silberkarpfen und der Graskarpfen zur Bekämpfung von Wasserpflanzen eingeführt, oftmals unter dem Sammelbegriff „Ostasiatische Pflanzenfresser“. Bald stellte man allerdings fest, dass der Marmorkarpfen zu diesem Zweck nicht geeignet ist, da er sich hauptsächlich von Zooplankton ernährt, das er aus dem Freiwasser filtert...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Silberkarpfen

    Zitat WIkI:
    ..Nach dem Verzehr des Dottersacks ernährt sich die Brut zunächst von Zooplankton. Ab einer Größe von etwa fünf Zentimeter erfolgt die Umstellung auf Phytoplankton. Die Kleinstpflanzen werden über die, zu einem feinen Netz verwachsenen, Kiemenreusendornen ausgefiltert..


    .. BEIDE Arten sollte man NICHT in einheimische Gewässer ausetzen !


    .. das gilt übrigens auch für den Graskarpfen ;)


    gruß rüdl

  • rüdl
    Ok dann haben wir nur aneinander vorbei geredet.
    Mich hat irritiert dass du gesagt hast Graser und Silber-
    karpfen hätten ähnliche Nahrung.
    Du meintest wohl dass sich beide pflanzlich ernähren,
    aber der eine filtert ja nur pflanzliches Plakton(Silberkarpfen)
    während der andere wirkliche Wasserpflanzen frisst und nicht
    filtert(Graser).
    Deswegen sind Graser auch auf normalem Wege fangbar
    und die beiden anderen nicht.

    Der Satz in Wikipedia "Bald stellte man allerdings fest, dass der Marmorkarpfen zu diesem Zweck nicht geeignet ist, da er sich hauptsächlich von Zooplankton ernährt, das er aus dem Freiwasser filtert..." ist auch etwas irreführend,
    denn gegen Kraut und ähnliches nützt der Silberkarpfen
    auch nichts , nur gegen Kleinstpflanzen(algen) die im Wasser
    schweben.

    "Wer fischen will muss freundlich sein!"

  • Petri zum dem Fisch haui!!!!
    Bei diesem kleinen Beifang, kann ich deine Entäuschung verstehen, dass du keinen Zander gefangen hast... :cheers: ;)

    Mit dem Endspiel hast du nicht allzuviel verpasst. Die Spanier waren das dominierende Team, auch wenn die Italiener kurz nach der Halbzeit am Anschlusstreffer dicht dran waren. Ansonsten war das Spiel mehr oder weniger fest in spanischer Hand...

    LG BMW

    Ich kam, sah und traute meinen Augen nicht

  • Hallo,

    das Verwertbare vom Marmorkarpfen ist inzwischen in Tiefkühlschrank und Räucherofen verteilt worden. Mal sehen ob das Fleisch schmeckt, hatte ja schon einmal so einen ähnlichen Burschen, der war sehr gut im Geschmack.
    Jetzt war es aber ein anderes Gewässer in dem der Fisch lebte.

    Leider hatte sich die ursprüngliche Annahme der positiven Wirkung dieser Fische auf die Algenbildung in Gewässern nicht bestätigt. Eher das Gegenteil wird durch sie bewirkt. Durch das Ausfiltern des Zooplanktons beseitigen sie die Stufe der Nahrungskette ( Wasserflöhe) die direkt von den kleinen Algen lebt und kurbeln damit, und durch ihre Ausscheidungen, die Algenbildung in den ohnehin nährstoffüberladenen Gewässern zusätzlich an.

    Der Fisch war sehr dicht am Maul gehakt. Hechten, Zandern oder Dorschen die dicht am Maul oder aber auch irgendwo am Körper gehakt werden unterstellen wir doch auch nicht die Absicht nur Plankton fressen zu wollen?

    Bislang sind auch noch keine Meldungen aus D über eine Vermehrung im
    Freiland bekannt,oder? (Karpfenplage in den USA)

    Gruß Haui006

  • Hallo,

    nach kurz zur Verwertung des Fisches.

    Wie zu erwarten war ist das Fleisch zum sehr großen Teil ausgesprochen fett.
    Heilbutt und Aal sind dagegen geradezu mager.

    ABER

    In eine kräftige Räucherlauge eingelegt und Geräuchert schmeckt das Fleisch ausgezeichnet. Da das Fleisch sehr weich ist, möglichst kleine Stücke auf der Haut liegend räuchern
    Etwas Räucherfisch wird noch zu Suppe verarbeitet.

    Gruß Haui006

  • Hallo,

    freut mich das du den Brocken einer sinnvollen Verwertung zugeführt hast .

    Und nun zu meiner obigen Frage zurück, da man immer wieder hört das Marmor/Gras/Silberkarfpen kleine (Kunst)-Köder inhalieren . Deswegen wollte ich wissen ob es in diesem Falle auch so war und der Fisch im Mundwinkel gehakt wurde oder ob der Fisch eben irgendwo anders hing .

    Mfg

    Daniel

  • Danielsu83,

    leider habe ich auch bei sehr genauem betrachten des
    Magens keine Fische oder Fischteile erkennen können.

    Sonst vertrete ich auch eher die Theorie, dass Marmorkarpfen reine Planktonvertilger sind, da aber der Fisch nur wenige Zentimeter neben dem Maul gehakt wurde, ist meine Glaubensfestigkeit in der Sache sehr ins Wanken geraten.
    Vielleicht ist es auch nur eine Abwehrreaktion auf den Krach des Köders?

    „Hau ab, lass mich in Ruhe.“ Oder „Friss nicht so dicht neben mir, das ist mein Futter“

  • Petri zum "Zander" :cheers:

    habe gestern einen Graser beim Störansitz auf Räuchermatjes gefangen...komische Tiere...

    Aber nen Stör gabs auch.Gefangen auf Friko vom Aldi! Die Fische scheinen im mom ent echt durch zu drehen :piep: :piep: :-))

    Petri
    Sven

    Grundelfeedermeister :angler:

    Einmal editiert, zuletzt von zandersven (4. Juli 2012 um 07:33)