• Der Mensch hat noch einen natürlichen Jagdinstinkt. Die Frauen weniger, es sei denn, shoppen zählt man dazu. :D

    Da das natürliche Jagen immer mehr eingeschränkt wird, bleibt es gar nicht aus, dass solche Angelbassins entstehen.

    Wenn es der Befriedigung des Instinktes dienlich ist, ist es besser, als wenn die Leute dummes Zeug machen.

    Dem Fisch ist es eigentlich egal, aus welchem Wasser er in der Pfanne landet.

    Aus anglerischer Sicht wäre mir es zuwider, an einem Schwimmbecken zu stehen.
    Mir fehlt die Natur. Am Bassin wäre der Pfurz des Nachbarn vielleicht noch 'natürlich', aber das muss ich nicht unbedingt haben.
    Dazu die kreischenden Kinder....'Ich hab eine, ich hab eine!!!!!'


    Andererseits möchte ich solche Angler nicht an meinen Gewässern neben mir haben, also sollen sie lieber in der Badeanstalt bleiben.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Wie schon häufig von mir geschrieben, ein Jeder sollte das machen wozu er Lust verspürt, auch wenn ich und einige Andere hier, dieses Tun nicht für Gut heißen. In solchen Zusammenhängen sage ich immer, ich kann Vieles verstehen, muss jedoch kein Verständnis dafür aufbringen.

    Was die Meisten von uns unter „ Angeln“ verstehen wurde ja schon deutlich. Sich bei dieser Tätigkeit in der Natur zu bewegen ist eine Aussage, welche immer wieder zu lesen ist. Fast zwingend ist dann, dass der Fisch sich frei in Natur befindet.
    Nehmen wir jetzt den FoPu kann man Natur noch gelten lassen, aber Freiheit ist dort schon ein zweifelhafter Begriff.
    Im Swimmingpool ist von Freiheit keine Rede mehr. Von Natur ebenso wenig. Folglich ist es absurt das Wort „ Angeln“ in dieser Umgebung überhaupt zu benutzen.

    Ein wesentlicher Punkt des Angelns wurde noch gar nicht angesprochen. Es ist die List, also das Herausfinden mit welchem Köder mein Zielfisch zu überlisten ist. Wir sollten also mit unserem Köder so nah wie möglich der natürlichen Nahrung sein um den Fisch angeln zu können. Der Spinnfischer sucht nach der richtigen Farbe, der Größe und entscheidet zwischen Blech und Gummi um den Fisch zu überlisten. Der Fliegenfischer bindet stundenlang um das natürliche Insekt so genau wie möglich nachzuahmen. Der Karpfenangler ist wohl immer noch auf der Suche nach der richtigen Rezeptur für den Boily.
    Auch diese List ist an diesen Fischentnahmestellen, fehl am Platz, denn eine natürliche Nahrung ist den Fischen dort unbekannt.

    Also fahre ich mal wieder an einen FoPu, werde ich mir von dort Forellen für die Tiefkühltruhe holen, nicht angeln, wenn ich welche bekomme. Fangen brauche ich sie auch nicht, denn sie sind ja bereits gefangen.

  • Hallo zusammen,

    @ Klaus

    sei mir nicht böse, aber wenn man deine Beiträge so liest, beschleicht mich manchmal
    das Gefühl einem Wanderprediger auf verlorenem Posten zu zu hören, der Angeln als
    Religion versteht. Nimm das ganze nicht so bierernst, angeln soll auch Spaß machen,
    und jeder hat so seine eigene Vorstellung von Spaß. Der eine freut sich über einen
    gefangenen Fisch aus dem SaBo, der andere erfreut sich an einem Fisch aus der freien
    Natur. Wieder andere fahren bzw. fliegen 1000de Km um dem Fisch des Lebens nach
    zu stellen. Bei dir ist es halt das Überlisten des Fisches in freier Natur mit selbstgebundenen
    Fliegen.
    Ich sag immer, leben und leben lassen. Und das gilt für alle Bereiche des Lebens.

    Also entspanne dich und genieße das Leben, es ist zu kurz um sich über solche Sachen
    auf zu regen.

    .

    In diesem Sinne

    tight lines

    Detlev ( Rheinangler ) :angler:

    ---------------------------------------------------------------------------------------------
    Ich habe keine zwar Lösung, aber ich bewundere das Problem ! :gut
    ---------------------------------------------------------------------------------------------


    Fehmarn, seit dem 12.01.2021 dauerhaft ! :cheers: :angler:

  • Moin Detlev,

    doch, ich werde es auch weiterhin ernst sehen. Nicht Deine Ausführungen, die nicht (wie gewünscht), aber das Bild welches wir in unserer Gesellschaft durch unser Auftreten vermitteln. So ganz allein stehe ich da nicht auf weiter Flur, auch unser Jürgen ( Flunder) versucht mit seinem Aufruf ( der Müll muß mit ) beharrlich zum guten Ruf der Angler beizutragen.
    Unsere Enkelkinder könnten davon profitieren, wenn irgendwann einmal, das Hobby Angeln in der Gesellschaft Anerkennung erfährt, da erkannt wird, dass von den Anglern viel Positives für die Natur getan wird und nicht alles nur auf das Fangen von Fischen reduziert wird. Nur so können Angelverbände gleichberechtigt an einem Tisch mit Abgeordneten und Naturschutzverbänden sitzen und unsere Interessen auch einen Nachdruck verleihen.

    Dem Ansehen der Angler in der Gesellschaft kann leicht Schaden zugeführt werden, sei es der Müll an den Gewässern, oder auch Praktiken wie Anfangs erwähnt.

    Nein Aufregen tue ich mich nicht, ich würde es nur begrüßen, wenn wir vermitteln würden“ dies hat mit unserem Hobby nichts zu tun“.

  • Hallo!
    ich lese mit einem schmunzeln - doch beteiligen an solchen oder noch anderen Disskusionen in einem Forum das mache ich schon lange nicht mehr.

    Warum --- sie führen zu nichts!

    Gruß Oldman

    Wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist,
    wirst du feststellen das man Geld nicht essen kann.

  • Moin Herbert

    Die meisten Diskussionen führen zu nichts.
    Aber wenn wir diese Diskussionen nicht mehr führen, dann wird es recht ruhig in einem Forum.....

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Die Japaner betreiben diese Art des Angelns schon viele Jahre, sehr erfolgreich (sprich Umsatzträchtig)

    Ebenso wie man dort das Skifahren in der Halle als Volkssport aus Ermangelung von natürlichen Möglichkeiten in der unmittelbaren Nähe des Wohnortes betreibt.

    Und es werden immer mehr Freizeitaktivitäten, die auch bei uns in irgendeiner Form in Hallen abgehalten werden. Ob es nun das Gokartfahren in stinkigen Hallen, das Klettern an künstlichen Betongriffen, das Golfen an Simulatoren, oder das Hallebskifahren im Sommer auf künstlich erzeugten Pisten oder sonstige Freizeitbeschäftigungen sind, wie in diesem Fall das Angeln in Hallen ist, diese Trends lassen sich wohl nicht mehr aufhalten. ?-(

    Da können wir noch so sehr den Kopf schütteln und anzweifeln, ob man im Bezug auf das Fische fangen, dies als Angeln bezeichen kann, sollte, oder eher nicht. Fakt ist, die Fische werden geangelt (Auszug Wikipedia: Unter Angeln oder Sportfischen versteht man die Ausübung der Fischerei mit einer Handangel), ob es uns persönlich nun in diesem Rahmen zusagt oder nicht.

    Ob jemand diese Art des Angelns betreibt, muss letztlich jeder mit sich selbst ausmachen. Solange solche Möglichkeiten geboten werden, werden Sie auch genutzt, wie man ja am Beispiel des Forellenpuffs Weseloh sieht.

    Zwischen den beiden Varianten, dem in der Natur liegende Fopu, oder diesem doch eher steril anmutende Angelpool erkenne ich eigentlich keinen gravierenden Unterschied, bis auf den das der Fopuangler Wind und Wetter ausgesetzt ist, gegenüber dem Poolangler.

    Den betroffenen Fischen wird es gelinde gesagt gleich sein, wo sie ihr, durch unnatürliche Aufzucht geprägtes, Leben beendet bekommen.

    Solange das Raubtier Mensch mit irgendeiner Idee Geld verdienen kann und die Marktbedürfniss deckt (Hallenangeln = trocken, sauber, unabhängig von Temperaturen, Regen, Niederschlag, dank künstlicher Beleuchtung unabhängig von Tages und Nachtzeiten) werden wir noch so manche für uns unvorstellbaren Dinge erleben. Aber wer will die Entwicklung unserer Gesellschaft aufhalten.

    Das wir Angler gut daran tun uns in der Öffentlichkeit positiver dar zustellen dass ist unzweifelhaft.

    Das solche "Errungenschaften" wie dieses Poolangeln nicht gerade dazu beitragen ,die naturverbunden Angler auch als aktiven Teil des Naturschutzes positiver da stehen zu lassen, ist mindestens ebenso unzweifelhaft. Ich denke das es dies ist was Klaus zum Ausdruck bringen möchte.


    GvH Rainer


    .

    Das


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel