- Offizieller Beitrag
Unterschriftenaktion gegen Kormoran
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niclas -
29. Januar 2013 um 16:55
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Hallo alle,
ein Thema, dass wir wahrscheinlich nicht neutral angehen, geschweige denn neutral lösen können oder werden.Ausrotten ist auf jeden Fall kein Weg.
Lasst uns nicht den Fehler machen, den die Bundis, Petas und andere Naturschützer machen und lassen wir den Naturschutz nicht mit der Wasseroberfläche, von unten gesehen enden, wie die aufgeführten Gruppierungen ebenfalls, zu mindestens teilweise schon, von oben gesehen, über der Wasseroberfläche mit dem Naturschutz aufhören.
Der Kormoran, heimisch oder nicht mal dahin gestellt, ist ein Lebewesen wie jedes andere auch und gehört auch zur Natur, auch wenn es uns nicht so recht in den Kram passt, da es vermeintlich in Konkurrenz zu unseren Fangerfolgen steht. Un, unwidersprochen in einigen Gebieten und Gewässern eine Bedrohung für die heimischen Fischarten darstellt.
Eine Bedrohung, die aber eigentlich nur durch die schon durch uns Menschen angerichteten Schäden an der Natur, eine Bedrohung werden kann.Hätten wir Menschen unsere Lebensräume nicht dermaßen überzogen ausgeweitet und durch Verbauungen und Verschmutzungen der Gewässer diese nicht so nachhaltig geschädigt wie es der Fall ist, würden die Kormorane nicht weiter auffallen und wir würden sie auch nicht als Bedrohung der Fischbestände
Hätten wir noch die Aalbestände wie vor 20 oder 30 Jahren, würden kaum Fotos von Aalfressenden Kormoranen in Angelzeitschriften abgedruckt werden. Aber ist der Kormoran Schuld, dass die Aale wohl in wenigen Jahren ausgestorben sein werden? Meiner Meinung nach nicht, den ein Kormoran wird keine tausende Glasaale täglich fressen können um satt zu werden. Die Ursachen des Aalrückganges haben wir uns selbst zuzuschreiben, auch wenn jeder nun betroffen den Kopf schütteln wird, weil er ja selbst nichts dazu beigetragen hat, das die Bestände Rückläufig sind. Der einzelne nicht, aber die Gesamtzahl aller schon.
Fakt ist, dass egal wie der Mensch in die Natur eingreift, es geht voll in die Hose. Beispiele gibt es ja genug.
Angefangen von den Rehen und Wildschweinen im Wald, die auf Grund fehlender Fressfeinde nur noch durch "regulierendes" Eingreifen der Menschen, scheinbar im Zaun gehalten werden können.
Lachse die einst heimisch waren und zwar in Mengen, dass sie kaum noch einer essen mochte, werde nun mit einem riesen Aufwand aufgezogen, in der Hoffnung in ein paar Jahren wieder heimische Lachse fangen zu können. Was aber durch diese ganzen Zuchterfolge langfristig wieder für Schäden den anderen Gewässerbewohnern zu schaffen macht, darüber denkt heute keiner.
Die Aufzuchtstationen Offshore, von Naturschutzverbänden mit fraglichen Umweltzertifikaten ausgerüstet, ebenso wie Pangasius, Skampi und Co, werden uns allen noch viele Probleme bereiten, wenn man nur an den Einsatz der Antibiotika bei der Aufzucht denkt.
Dem Wolf gerade wieder auf dem Weg in Deutschland in einigen wenig besiedelten Gebieten wieder Fuss zu fassend, soll es wenn es nach dem einen oder anderen Landwirt geht, schon wieder an den Kragen gehen, da hier oder dort wohl einmal ein Schaf von einem Wolf gerissen wurde.
Ein Bär der sich vor Jahren von Italien kommend über die Alpen nach Deutschland wagte, überlebte den Versuch nur wenige Wochen.
Fischotter, nicht in jedem Gewässer anzutreffen, sollen wenn es nach den Wünschen mancher Gewässerbesitzer geht, auch wieder an den Kragen gehen, weil sie ja den einen oder anderen Fisch fressen.
Ebenso wie dem Bieber, der sich wieder in einige Gewässern ansiedelt, da er dort Schäden anrichtet.
Wer rottet denn den Menschen aus, frag ich mal ganz provokant. Der müsste doch schon längst auf Nullbestand gebracht worden sein, wenn es nach den Schäden ginge die er mit der Natur anrichtet und doch nicht zur Verantwortung gezogen wird.
Meine Denkweise und Einstellung gegenüber dem Kormoran hat sich in den letzten Jahren total geändert. Von nur ein toter Kormoran ist ein guter Kormoran, weg zu mehr Toleranz für den schönen schwarzen Fischer.
Wieso dies, werdet ihr Euch fragen.
Ich habe es eindrucksvoll erlebt an der Ostsee in DK.Dort wurden noch bis Mitte der 90ziger Jahre die Küste an der Ostsee mit sogenannten Bundgarnen, welche mehrere hundert Meter vom Strand bis in die tieferen Regionen der See reichten, hermetisch dicht gemacht um Makrelen und andere Fische zu fangen.
Diese Bundgarne standen in Abständen von ca. 500 – 800 m und endeten weit ab vom Strand in großen Netzkesseln, von ca. 20 m im Durchmesser bei einer Wassertiefe von ca. 5 m. Folge davon, es war fast unmöglich vom Strand aus Fische zu fangen, weder Makrelen, Hornhechte, noch Meerforellen, da die Fischer Tonnenweise die Fische aus den Netzkesseln holten.
Dann kamen die Kormorane in Massen und besetzten die Bundgarne, aufgereiht wie die Perlen auf einer Kette. Sie ließen sich das einfache Jagen der gefangen Fische in den Netzkesseln nicht entgehen. Am Anfang wurden die Vögel noch vereinzelt abgeschossen, aber kaum waren die Boote der Fischer weg, kamen sie wieder und jagten weiter und beschädigten bei der Jagd einen Großteil der Fische, die sie nicht fangen konnten so schwer, dass auch die Fischer diese nicht weiter verkaufen konnten.
Folge davon war, dass es für die Fischer unrentabel wurde, die Arbeit mit den Bundgarnen weiter zu betreiben. Weniger Einnahmen, bei größeren Aufwendungen, das brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Netze vergammelten und wurden dann Zug um Zug abgebaut. Die Fischer gingen wieder ihrem ursprünglichen Fischfang, mit Netzen und Reusen nach.
Die Kormorane verschwanden ziemlich schnell, dafür kamen die Fische jetzt wieder ungehindert an den Stränden entlang und man hat jetzt wieder realistische Möglichkeiten vom Strand aus Erfolgreich zu sein, mit der Angel.
Ich bin nicht für das totale Jagdverbot auf Kormorane wie es in NRW ausgerufen wurde, von der dortigen Regierung bei der Machtübernahme. Bin aber auch nicht für das Gnadenlose vernichten dieser Vögel, wie es auch hier von dem einen oder anderen gerne gesehen würde.
Ich bin eher für einen guten Mittelweg. Gezielte, nachhaltige, angepasste Aktionen um einen verträglichen Bestand an Kormoranen zu erhalten. Mit gezielten Aktionen, wie zum Beispiel den Aufscheuchaktionen der Vögel während der Brutzeit, wie am Bodensee praktiziert in den letzten Jahren, welche ein auskühlen der Eier mit sich bringen, hat dort zu einer Reduzierung der Bestände an Brutpaaren geführt.
So kann schon einiges erreicht werden um den Bestand der Schwarzfischer auf ein verträgliches Maß zu bringen.
Wir können nicht nur Schwarz oder Weiß haben, es gibt auch viele Graustufen dazwischen.
GvH Rainer
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Rainer, das nenne ich: Nachgedacht!
Ich ziehe meinen Hut!
MAX
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An mehreren Tagen im letzten Jahr beobachtete ich beim Angeln meine fantastische Umwelt, unweit vom Nordostseekanal befischen wir ein Landschaftsschutzgebiet mit mehreren Biotopen und direktem Zufluss zum NOK................
Was sich dort an Vögeln aller Art rumtreibt, sprngt jetzt den Rahmen.........Fische ohne Ende..............doch kein Kormoran
für den wäre das "Tischlein deck dich"..................Ein Highlight dieser Gegend ist ein brütendes und Junge aufziehendes Seeadlerpaar...........die Wächter der Lüfte sind den Kormoranskis wohl nicht geheuer 
Ich glaube das es einfache und wirksame Methoden gibt, das "Gleichgewicht" in der Natur wieder herzstellen, wenn man nur wollte............
Aber ein europerweiter Genozid kann von mir nicht per Unterschrift unterstützt werden................
gruß degl
P.s. bei der Gelegenheit: einen Dank an die "Seeadlerbewacher"......jeder von euch sollte das Bundesverdienstkreuz bekommen
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@ Rainer
sehr schön zum Ausdruck gebracht
MfG Sascha
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moin,
Zitat.. der kormoran wandert seiner Nahrung hinterher, ist der fisch "alle" ?.. dann geht es auf zu neuen Gewässern..
Genau
! und deshalb muss an anderer Stelle reguliert werden. Da wo überflüssig viel Fisch gefangen wird ! -
1 Kormoran = 750 Gramm fisch pro Tag
1,6 Mio Kormorane = 1200 Tonnen fisch pro Tag
1200 Tonnen fisch pro Tag = 2,6 Mio Fische pro JahrOk es währ nur fair wenn wir auch 2.6 Mio. Kormorane töten dürfen oder ihnen löschen in den Bauch stechen wie sie es auch bei Fischen machen .
Das ist meine Meinung ,was sagt ihr dazu .
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Jahresfischkonsum des Menschen derzeit bei ca. 17 Kg.
Weltbevölkerung derzeit 7,1 Milliarden
ergeben 120700000000 kg Fisch pro Jahr, die dem Menschen zum Opfer fallen.
Gerade in Asien werden Haie wegen ihrer Flossen, die ihnen bei lebendigem Leibe abgeschnitten werden und die Fische dann ins Meer zurückgeworfen werden, wo sie elendig verenden. Auch Asiaten sind Menschen. Übrigens liegt die SChätzung für die Menge an so grausam gequäten Fischen zwischen 10 und 100 Mio Tieren pro Jahr.
Aber was macht das schon. Hauptsache der Kormoran kommt uns bei solchen Zahlen nicht in die Quere!!!!
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Hallo Udo
Du hast in deinem Berechnungen leider vergessen die prozentuale Aufklärung der "Hautfarbe" mitzuteilen
Der Kormoran hat ein schwarzes "Federkleid"
Hallo "Der Ludl"
Zitat.....:"Ok es währ nur fair wenn wir auch 2.6 Mio. Kormorane töten dürfen oder ihnen löschen in den Bauch stechen wie sie es auch bei Fischen machen".....
Wie vielen anderen müsste man deiner Meinung nach "in den Bauch stechen"
Ich glaube schon,dass du mit deiner Meinung fast alleine da stehst
Gruß kurier
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Alles anzeigen
1 Kormoran = 750 Gramm fisch pro Tag
1,6 Mio Kormorane = 1200 Tonnen fisch pro Tag
1200 Tonnen fisch pro Tag = 2,6 Mio Fische pro Jahr
Ok es währ nur fair wenn wir auch 2.6 Mio. Kormorane töten dürfen oder ihnen löschen in den Bauch stechen wie sie es auch bei Fischen machen .
Das ist meine Meinung ,was sagt ihr dazu.
Was ich von deiner Meinung halte ? Primitiver geht es immer.
Wer solch einen Bullshit von sich lässt hat meiner Meinung nach,das "Leben" weniger verdient als ein Tier.
Halte dir immer vor Augen der Mensch ist das Gierrigste "Raubtier" auf den Planet Erde und zugleich der Größte Feind der Natur und aller Bewohner wo sich nicht das Wort Mensch hinter verbirgt.
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Hallo Marcel
Passende AntwortGruß Hans
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1 Kormoran = 750 Gramm fisch pro Tag
1,6 Mio Kormorane = 1200 Tonnen fisch pro Tag
1200 Tonnen fisch pro Tag = 2,6 Mio Fische pro JahrOk es währ nur fair wenn wir auch 2.6 Mio. Kormorane töten dürfen oder ihnen löschen in den Bauch stechen wie sie es auch bei Fischen machen .
Das ist meine Meinung ,was sagt ihr dazu .
Ich finde diese Äußerung schon ziemlich extrem. Sicher ist es nicht toll, wenn Fische angehackt werden und dann umsonst sterben, aber der Kormoran ist auch nur ein Tier und handelt nach Instinkt. Er will uns oder die Fische sicher nicht damit ärgern
Von daher ist das schon etwas daneben wenn man schreibt "Löcher in den Bauch stechen...), praktisch als "Vergeltung"Ansonsten sehe ich es auch so das in bestimmten Gebieten etwas reguliert werden sollte. Regional gesehen kann der Vogel schon Schaden anrichten. Global gesehen ist das logischerweise nur der "heisse Tropfen"
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1 Kormoran = 750 Gramm fisch pro Tag
1,6 Mio Kormorane = 1200 Tonnen fisch pro Tag
1200 Tonnen fisch pro Tag = 2,6 Mio Fische pro Jahr
Ok es währ nur fair wenn wir auch 2.6 Mio. Kormorane töten dürfen oder ihnen
löschen in den Bauch stechen wie sie es auch bei Fischen machen .Das ist meine Meinung ,was sagt ihr dazu .
Hallo,
mal ganz von allen sonstigen Werten des Inhalts abgesehen, ist es doch recht
eigenartig eine Gleichung aufzustellen, bei der auf der einen Seite der
Gleichung von Tonnen Fisch pro Tag die Rede ist und auf der anderen Seite der
Gleichung wird von Stück Fisch im Jahr geschrieben.Rechnerisch wird es dann ganz interessant, denn 1200 Tonnen mal 365 Tage ergebe
doch nach Adam Riese 438 000 Tonnen oder 438 Millionen Kilogramm. Woher kommen
da bitteschön plötzlich 2600000 Stück ( 2,6 Mill.) Fische in die Gleichung?In den meisten Veröffentlichungen zum Kormoran wird aber auch ein Fischverzehr
von 300 bis 400 Gramm Fisch pro Tag und Kormoran angenommen.Übrigens
438000000 Kg: 2600000 Stück= 168,41 Kilogramm je von Kormoran gefangenen
Fisch. Einem wirklich außerordentlich beachtlichen Stückmasse, das schaffen
sonst nur sehr vereinzelt Welse.Also bitte Vorsicht wenn ein Kormoran mit so einem „Fischchen“ im Schnabel angeflogen
kommt, wenn er den verliert, ist jeder getroffene Kleinwagen platt wie nach der
Schrottpresse.
Gruß Haui006
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Moin,
mal ganz abgesehen von den "rechnerischen Merkwürdigkeiten", dieser Beitrag von "Ludl" hat Eure / unsere negative Beurteilung mehr als verdient.
Ich bin sicher, jeder hier wird auf seine Weise - mehr oder weniger aufgeregt - gegen eine weitere Ausbreitung des Kormorans oder treffender sogar für seine Dezimierung sein, aber gar so dreist und platt wollen wir es dann doch nicht.
Danke für Eure Tierschutzargumente, trotz aller (berechtigter!) Kormoran-Feindlichkeit.
MAX
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Moin !
Wenn ich mal zum Vergleich folgendes lese:
http://www.swr.de/nachrichten/rp…1224854/7up7oo/
verstehe ich das Zögern hierbei nicht. In der Jagd wird sogar eine Schonzeit ausgesetzt. Und vergleiche ich einmal die betroffenen Tiere, viel mir diese Entscheidung relativ schnell aus im Bezug zu den Kormoranen, für dessen "Abschuss" man erst Unterschriften sammeln muss. Versteht mich bitte nicht falsch, ich genieße es, Kormorane zu beobachten ebenso wie z.B. die Kraniche. Und ich hoffe auch, dass dies so bleiben wird. Jedoch ist eine Bestandsverminderung der Kormorane ebenso notwendig, wie es bei dem angegebenen Artikel bei Wildschweinen gegeben ist.
Ich bin mir hierbei den anatomischen Unterschied beider Tierarten bewusst, mir geht es dabei eher um das Prinzip

Viele Grüße
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Hallo Wayne!
Gutes Beispiel!
Deine Sichtweise finde ich auch in Ordnung, weil: Differenziert und nachgedacht.Interessante Überschrift, mit der man nicht hinter dem Berg halten sollte:
"Jäger wollen keinen Krieg gegen Wildtiere"Den will ich auch nicht!!!
Der Kormoran ist zu einem unübersehbaren Problem geworden, und Fakt ist, dass eine weitere Zunahme der Bestände nicht hingenommen werden kann. Dennoch sollte klargestellt werden, dass die "Vernichtung" einer Art von verantwortungsvollen Menschen nicht gefordert werden darf, und "Kriegs-" oder "Ausrottungs"-Szenarien völlig fehl am Platze sind. Eine Frage des Sprachgebrauchs!
Aufhören darf der Protest allerdings nicht.....
MAX
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Ja einssiebzig, den will hoffentlich keiner.
Vielleicht hilft hierbei "Gleichgewicht statt Ausrottung"? Seine Ausrottung wurde verhindert, die Art somit erhalten. Daher hoffe ich, nur noch von Bestandsreduzierungen zu hören. Alles Andere wäre schließlich unverantwortlich.
Ich bin wirklich gespannt, wie dieses Thema weiterhin behandelt wird.
Viele Grüße
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Entscheidend ist, dass hier der größte Teil der Mitglieder sehr vernünftig mit dem Thema umgeht.
Wir sind uns fast alle einig, dass man hier mit Weitblick rangehen muss.Wir Menschen sind nciht ganz unschuldig an dieser Situation und es kann auch nicht sein, dass wir hier im Kormoran nur unseren Feind sehen.
Am sinnigsten wäre es, wenn man Lösungen findet, die den Bestand auf natürliche Weise in einem akzeptablen Bereich hält.
Ob das langfristig möglich sein wird, kann ich nicht sagen, das ich da nicht der Fachmann bin. -
