moin zusammen,
hier in MV wird momentan recht heiß über die mögliche Erhöhung des Entgeltes für die Ostseekarte diskutiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass demnächst die Jahreskarte für die östliche Ostsee bzw. für das Angeln in der Ostsee in MV anstatt 20,- /Jahr bald 40,- € im Jahr kosten wird, ist meiner Ansicht nach recht hoch. Mich persönlich berührt das ehrlich gesagt auch recht wenig. Da ich sehr viel im Süden Deutschlands unterwegs bin und insbeondere am Rhein bin, zahle ich dort für eine Jahresangelkarte 70,- €. Da jammer ich auch nicht. Soll ich also künftig 40,- € für die Ostsee berappen müssen, dann soll es mir auch egal sein.
Natürlich stellt sich mir auch die Frage, warum die Erhöhung erfolgen soll. Die Gründe suchend, habe ich unter anderem etwas gefunden, was auch aus Gebühren bezahlt wird - das Projekt Riffe in der Ostsee.
Wen es interessiert, kann unter http://angelfreund.osmardorow.de/Abschlussbericht_RIFF_2012.pdf einen Einblick in zwei interessante Forschungsprojekte erhalten. Viel Spaß damit !
Das Projekt Riffe in der Ostsee
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Hallo Osmar
Ich finde , wenn das Geld in die Projekte fliest , ist das schon ok .
Wenn ich mir anderswo verschiedene Gastkarten kaufe komme ich aufs Jahr
gerechnet teurer . Aber meist geht vieles am eigentlichen Zweck vorbei und in ohnehin schon
vollen Taschen .

Ansonsten sind das recht interessante Projekte die da anstehen
Gruß Sylvio
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Moin
Wenn die Gelder die erhoben werden Zweckgebunden verwand werden"siehe Dänemark"ist es OK
Sollte es aber nur eine einnahme Quelle Zum Kassen füllen sein, nein Danke!
Gruss Jochen

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- Offizieller Beitrag
moin..
hm.. eigentlich gehört die Küste mit zu den freien Gewässern;
aber LEIDER wird derlei altes Recht immer weiter unterwandert .... zBsp. durch Verpachtungen vom Staat an Verbände; Vereine, dergl. ..
.. das heisst, auf der einen Seite sind solche Förderungen für Flora und Fauna in
den Küstenbereichen natürlich schön an zu sehen und haben auch sicher ihre Erfolgsmeldungen.... aber auf der anderen Seite ist es eine Frechheit altes Recht einfach außer Kraft zu setzen
um letztlich mit JEDER Pfütze Geld zu scheffeln .... ich bin der Meinung,
es sind genug Fördergelder vorhanden und genug Fördertöpfe an-zapf-bar,
deswegen ist eine Erhöhung auf das DOPPELTE mehr als eine Frechheit !!!.. die Finanzierung über die Anglerschaft beschränkte sich lediglich auf eine Studie 1994-1995;
aktuell fließen laut der Informationen, keine Gelder von den Anglern in das Projekt... Aktuelle Förderung:
2002-2008
„Erhöhung der fischereilichen Wertigkeit von Seegebieten vor der Küste Meck-lenburg-Vorpommerns
durch die Errichtung künstlicher Unterwasserhabitate.
Aufbau eines Großriffs im Fischereischutzgebiet Nienhagen“
Finanzierung: Landesmittel (25%) und Mittel der EU
(FIAF, 75%)Chronologie des Projektes
http://www.landwirtschaft-mv.de/cms2/LFA_prod/…_38/von1-58.pdf.. ehrlich gesagt wäre es auch unverschämt,
wenn nur die Angler finanziell herhalten müssen,
damit die Fischerei (gesponsert) absahnen kann ..
.. das ganze Projekt ist sehr vielschichtig ausgelegt und
bedient Wirtschaftliche- sowie Forschungs-interessen auf verschiedenen Ebenen.
.. für zukünftige Aquakulturen sicher ein wichtiger Schritt nach vorne... Das Projekt als solches finde ich bisher gelungen,
eine re-finanzierung über die Anglerschaft (sofern das tatsächlich so ist?) find ich daneben
gruß rüdl
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moin rüdl,
Zitat.. Das Projekt als solches finde ich bisher gelungen,
eine re-finanzierung über die Anglerschaft (sofern das tatsächlich so ist?) find ich danebe
da gehe ich mit Dir natürlich mit; das Anliegen meines Beitrages war es, aufzuzeigen, dass es durchaus Projekte gibt, die uns Anglern auch helfen, wie dieses, auch wenn es nicht aus Gebühren finanziert wird.
Zitathm.. eigentlich gehört die Küste mit zu den freien Gewässern;
aber LEIDER wird derlei altes Recht immer weiter unterwandert ..
im Osten war das Angeln in der Ostsee auch schon zu DDR-Zeiten entgeltpflichtig. Sehr wahrscheinlich ist im Zuge der Wende die aus alten Zeiten geltende Regelung übernommen worden. Bot sich sozusagen an. Jedenfalls haben wir hier nach der Wende schon immer unsere Ostseekarte kaufen müssen.
Generell sehe ich es so, dass man nicht immer alles für "low" erwarten kann. Und generell wird es wohl immer so sein, dass der eine eine Erhöhung für unverschämt empfindet und ein anderer eben nicht.
Allerdings würde ich dann auch den Preis für den Tourischein mindestens verdoppeln.

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... das Anliegen meines Beitrages war es, aufzuzeigen, dass es durchaus Projekte gibt, die uns Anglern auch helfen, wie dieses, auch wenn es nicht aus Gebühren finanziert wird.
Na, und das ist Dir ja gelungen - mal jenseits der Diskussion "wieviel Gebühr von wem" (obwohl die natürlich auch keinesfalls überflüssig ist).
War jedenfalls interessant zu lesen, und m. E. ein positiver Denkansatz: Es wurde und wird genug kaputt gemacht - der Flora und Fauna unter Wasser mal unter die Arme zu greifen, ist eine erfreuliche Angelegenheit!
MAX
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- Offizieller Beitrag
Moin Angelfreunde,
ist ja alles schön und gut, das mit der Erstellung von künstlichen Riffen
in der Ostsee. Hätte man damals auf die Steinefischerei verzichtet, bräuchte
man jetzt nicht neue Riffe aufbauen. Daß sie auch aus Mitteln der Fischerei-
abgabe gefördert werden, ist auch okay. Nur was ist, wenn man dort ein
Schongebiet einrichtet ?Mit Petri Heil
Flunder -
moin Jürgen,
ZitatNur was ist, wenn man dort ein
Schongebiet einrichtet ?
um das Riff herum, das ist logisch, darf natürlich nicht gefischt und nicht geangelt werden.
ZitatHätte man damals auf die Steinefischerei verzichtet, bräuchte
man jetzt nicht neue Riffe aufbauen
da es hier im Forum sicher viele Angelfreunde gibt, die mit dem Begriff der "Steinfischerei" nichts anfangen können, zunächst dazu eine Erklärung:
Bei der Steinfischerei wurden Schiffe über die Fundstellen von großen Steinen in Tiefen bis zu 20 m positioniert. Ein Helmtaucher wurde zum Grund heruntergelassen, der eine große Zange um die Steine legte, die dann auf das Schiff gehievt wurden. Besonders viel erfolgte die Steinfischerei in der westlichen sowie östlichen Ostsee betrieben, weil es in dieser viele von der Eiszeit angetriebene Steine gab.Jürgen, wir wissen ja, dass in der Vergangenheit viele Fehler in Sachen Umwelt gemacht wurden. Heute auch noch. Das schließt doch aber nicht aus, durch solche Riffe zunächst das Verhalten der Fische an sich weiter zu studieren und eventuell mit den Ergebnissen dafür Sorge zu tragen, dass sich Bestände erholen oder sogar mehr Fische sich in Richtung unserer Gewässer bewegen, weil der Lebensraum für sie optimiert wird. Natürlich hat das Ganze dann auch wieder einen Haken. Sicher würden wir uns über mehr Dorsch in der Ostsee freuen, jedoch was ist dann mit den Arten, von denen sich der Dorsch ernährt ? Werden diese dann nicht wieder in Gefahr gebracht ? Ich meine, unsere Anglermeinung ist zunächst immer auf unsere Interessen ausgerichtet, also viele Fische fangen zu können. Denken wir da nicht manchmal auch recht kruzfristig ?
Es ist aus meiner Sicht nicht störend, wenn also gewisse Gebiete nicht beangelt werden dürfen, wenn dort im Sinne der Erhaltung der Art Studien durchgeführt werden. Diese sind ohnehin zeitlich begrenzt.