Köder: Marke Eigenbau!

  • Seit ich 5 bin, bin ich begeistert beim schnitzen und bauen von Sachen.

    Angeln und Basteln/Bauen lässt sich natürlich hervorragend kombinieren, besonders natürlich, wenn man Raubfischangler ist, so wie ich. Ich finde es immer schön zu sehen, wenn Leute sich Köder selbst bauen und wollte deshalb jetzt euch fragen: welche Köder habt ihr schon gebaut?

    Ich kann ja mal den Anfang machen, mit eiem halb fertigen Wobbler/Jerkbait (Ich bin mir noch nicht ganz sicher) Ich bin mir auch nochnicht sicher, ob es ein 1 oder 2-teiliger Köder werden soll.

    So ging es voran: Vom Bild zur Zeichnung zum Rohling:

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    Der Köder misst 14,5cm.

  • Geht doch, einfach neue Rute oder mit leichten Schwung werfen.

    Gruß Stefan

    Wenn einer eine Ansprache hält, müssen die anderen schweigen - das ist deine Gelegenheit. Missbrauche sie.

    (Kurt Tucholsky (1890 - 1935 dt. Schriftsteller)

  • Seit ich das geteilt habe, ist mir wieder etwas Entscheidendes zur Porosität der Holzfasern eingefallen. Wenn dein Lack nach einer Attacke auch nur den kleinsten Mikroriss hat, dringt Wasser ein und verändert sofort die interne Bebleiung, was den Lauf komplett ruiniert. Um meine Köder nach einem Ausflug schonend zu trocknen, ohne das Holz anzugreifen, wickle ich sie in ultrameichen Stoff. Das ist eigentlich wie bei meinen langen Haaren, da nutze ich Accessoires von diesem Shop, der Schlafhauben aus Satin zum Schutz der Haare vor Reibung anbietet, und das Textil ist perfekt, um Feuchtigkeit aufzusaugen, ohne hängenzubleiben. Kurz gesagt: Trag ruhig drei Schichten Klarlack auf!

  • marcowagner21 , ich denke, es kommt auf das Produkt, die Eigenschaften(was soll es bewirken) an.

    Dazu noch das Material, die Verarbeitung des Rohlings, Gelenke einbauen, Beschwerung und die Fertigstellung, schleifen, grundieren, lackieren.

    All dieses benötigt Zeit zum verbauen und zum trocknen bzw. Aushärten. Eine zeitliche Angabe ist hier schwer zu treffen.

    VG Stefan

    Gruß Stefan

    Wenn einer eine Ansprache hält, müssen die anderen schweigen - das ist deine Gelegenheit. Missbrauche sie.

    (Kurt Tucholsky (1890 - 1935 dt. Schriftsteller)

  • Also bei mir hat es ungefähr einen Nachmittag gedauert (samstag), bis ich so weit war:

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    Nach einem weiteren Tag (Sonntag) war ich dann so weit:

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    Natürlich dauert es ein bisschen, bis man bereit für die Bebleiung ist, weil man das Holz ja lackieren muss, um es im Wasser perfekt auszubleien. Natürlich spielt es auch eine wichtige Rolle, wie erfahren man mit Werkzeugen ist, bzw. welche man zur verfügung stehen hat. Eine Bandsäge ist Zb. beim aussägen der Grundform extrem Hilfreich.

    Ich bin jetzt gerade mit der Grundfarbe(silber) fertig und werde jetz genauer malen.

  • Ok, deine erste Zwischenprüfung zum lackieren gerade so bestanden.?(

    Beurteilung eines Maler- und Lackierermeister.;)

    Gruß Stefan

    Gruß Stefan

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    (Kurt Tucholsky (1890 - 1935 dt. Schriftsteller)

    • Offizieller Beitrag

    Tolles Projekt und spannend mitzuverfolgen :thumbup: Mega-aufwändig, aber ein schönes Herzblut-Projekt und gute Möglichkeit, verschiedene Hobbys zu kombinieren.

    Dann drück ich mal die Daumen, dass er sich auch als fängig erweist und vor allem: dass du mit dem Ding keinen Hänger hast und die Arbeit mehrerer Tage für die Katz war!

    Bin gespannt, wie es weitergeht bis zur Finalisierung :thumbup:

  • Jetzt gebe ich mal meinen Beitrag...
    Ich finde den Köder Mist.... er fängt all 'meine' Hechte weg! ;):P;):P

    Ich bastle meine Köder auch selbst. Entweder Meerforellenwobbler oder auch Fliegen als Beifänger (Springerfliege) oder am Sbiro.
    Und es macht unheimlich viel Spaß...
    Und wenn man mit einem selbstgebauten Köder Erfolg hat, fühlt man sich gleich 10cm größer!;)

    Eine Idee von mir: Man nehme Sperrholz und säge die Fischform 3x aus (linke, rechte Seite und Mittelteil). Im Mittelteil könnte man Aussparungen sägen (im Rückenbereich vllt 3 längliche, im unteren Bereich ein längliches Loch).
    Man klebt dann ein Seitenteil auf, füllt in die oberen Aussparungen kleine Metallkugeln und in die Untere Bleistreifen als Gewicht). Natürlich muss man für die Ösen (ich würde Edelstahldraht nehmen) noch Löcher bohren und diese einkleben. Dann die andere Seite aufkleben und in Form schleifen. Es wäre jetzt nur eine Idee, einen entsprechenden Körper herzustellen.

    Auch hatte ich mal mit dem Gedanken gespielt, einen 2-teiligen Wobbler zu basteln und als 'Gelenk' dieses flache, weiße Kunststoffband zu verwenden, wo manche Verpackungen mit zugeschnürt sind. Bin aber noch nie dazu gekommen und kann daher auch nicht sagen, ob das funktioniert.

    Da meine Köder eher klein sein, verwende ich Epoxydharz, im englischen 'Resin'.
    Das kann man nicht nur gießen, sondern auch zum Kleben verwenden oder als harte Lackschicht.
    Pinsel mit Nitroverdünnung reinigen, bevor das Zeug ausgehärtet ist.

    Zurzeit verwende ich UV-Harz. Besonders zum schnellen Kleben ist es prima, da mittels UV-Lampe das Zeug innerhalb von Sekunden härtet.
    Damit mache ich auch Augen... Ein rundes Stück aus einer Holofolie ausgestanzt und aufgeklebt. Ein schwarzer Lackpunkt und vllt sogar noch ein weißer Glanzpunkt. Nachdem das Trocken ist, kommt ein Tropfen UV-Lack drüber, Lampe an und fertig.


    Für eine Bemalung habe ich schon mehrere Sachen verwendet/ausprobiert:
    - Aluklebeband: Das Zeug klebt irre... allerdings bekommt man es auf Wölbungen nicht gänzlich faltenfrei aufgeklebt. Man kann es aber mit einem glatten Rundstab sehr gut andrücken. Die Linien, die dabei entstehen erzeugen aber auch interessante Lichtbrechungen.
    Mit transparentem Farblack (oder verdünnten Lacken/Farben) kann man das dann farblich noch gestalten oder mit dünnen Permanentstiften Zeichnungen aufbringen und man hat immer noch einen leichten metallischen Glanz nach der Abschlusslackierung.

    Kein Airbrush!? Nimm ein Stück Schaumstoff oder Schwamm und tunke ihn in eher feste Farbe. Betupfe damit die Flächen. Nimm nur wenig Farbe auf, lasse die erste Schicht antrocknen und wiederhole es. So bekommst du Farbabstufungen oder -übergänge auch ohne die Spritzpistole hin.

    Man könnte deinen Fisch von einem Bild ausdrucken, jedoch etwas größer, als der Köder. Mit Tapetenkleister einpinseln und warten, bis das Papier weich genug ist und dann auf den Fisch kleben... Abschließend lackieren.

    In Bastelläden bekommt man oft feine Glitzerpulver. Auch die kann man gut auftragen.

    Und nicht vergessen: Die fertig gekauften Köder sehen zwar oft aus, wie Original. Aber sie sollen eher den Angler zum Kauf ansprechen und nicht den Fisch zum Anbeißen. Die der Köder soll als Beute reizen. Von daher muss der nicht aussehen, wie aus dem Laden.
    Es sind halt 'künstliche' Köder!
    Und sollten sie nicht funktionieren, dann hat man nicht nur dazu gelernt, um es beim nächsten besser zu machen, sondern auch die Angelfreie Zeit sinnvoll genutzt.

    Halt uns also weiter auf dem Laufenden...

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

    Einmal editiert, zuletzt von Addi (13. Mai 2026 um 13:55)

  • Vorhin gerade herings-und Krabbensalat gegessen... Die beiden 'Pötte' waren u.a. mit einem perforiert aludeckel verschlossen.

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    Diesen musste man auch gut auf den Köder kleben können. Mit Permanentmarker kann man farbliche Akzente setzen. Und mit diesem uv Epoxy einen festen Schutz auftragen.

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    Durch die Perforierung bekommt entstehen gute reflektionen.

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    (Kommt hier auf dem Foto nicht ganz so rüber)


    Vllt ein Tipp für die optische Gestaltung.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948