Unverändert auch für 2023 gilt weiterhin das Baglimit für einen Dorsch pro Tag in der westlichen Ostsee

  • Hallo zusammen,


    bestimmt nicht überraschend, aber für den einen oder anderen doch interessant.

    Bei der Sitzung der EU Fischereiminister am 17.11.2022, wurde beschlossen, dass auch weiterhin das Baglimit für nur einen zu entnehmenden Dorsch pro Tag und Angler unverändert beibehalten wird.


    Das Thema ein generelles Verbot für Schleppnetzfischerei einzuführen, wurde nur von dem dänischen Minister Rasmus Prehn ins Gespräch gebracht, aber abgelehnt.


    Somit bleibt Dänemark das einzige Land, welches ab 1.Januar 2023 in größeren Gebieten der Ostsee ( im Großen und Kleinen Belt, im Langelandsbelt, sowie im Südfünischen Inselmeer) das fischen mit Schleppnetzen nicht mehr erlaubt.



    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


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  • Ich hab ehrlich gesagt etwas anderes erwartet... dass wir ein Baglimit von 0 bekommen! Wie soll sonst noch ein Fisch in den Netzen landen???


    In den Kühlhäusern lagern doch bestimmt Fischbestände, die für 2 Jahre reichen. Schließlich hat man die ja entnommen, ohne das die Nachfrage da war.

    Erst mal aufbrauchen und erst dann wieder ein Fangschiff ablegen lassen.


    Bei Geld gegen Vernunft gewinnt leider immer das Geld!

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

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  • Somit bleibt Dänemark das einzige Land, welches ab 1.Januar 2023 in größeren Gebieten der Ostsee ( im Großen und Kleinen Belt, im Langelandsbelt, sowie im Südfünischen Inselmeer nicht mehr erlaubt.)

    GvH Raine

    Ich habe das nicht verstanden.

    Wer erlaubt was oder auch nicht ?

    Liebe Grüße vom Niederrhein
    Petermaennchen

  • Hallo Wollebra,


    eigentlich gute Ratschläge, ABER.


    Bornholm Ostküste und Dorsch, kannst du getrost vergessen, den Dorsch gibt es um Bornholm nicht mehr.

    Ein bekannter von mir, der dort auf der schönen Insel wohnt, hat letztes Jahr sein Boot, mit dem wir schon oft zum Dorschangeln rausgefahren sind verkauft, da er seit drei Jahren "NICHTS" mehr fängt an Dorsch.


    Die Ostsee ist in den östlichen Gebieten, faktisch DORSCHFREI.


    Dafür haben die Polen jahrelang gesorgt, da es für sie keine Beschränkungen gibt.


    Auch vor der schwedischen Ostseeküste sieht es ähnlich aus. War es dort früher schon dürftig mit Dorschen, liegt wahrscheinlich am niedrigen Salzgehalt in der östlichen Ostsee, ist es dort heute wie bei uns. Kein Dorsch mehr da, oder jedenfalls nicht in den Mengen, dass sich das Angeln darauf lohnt.


    Auch in Norddänemark, Ostsee, ist es mit Dorsch schlecht bestellt. Da muss man an die Westküste um noch etwas Dorsch u fangen, wobei in direkter Küstennähe, wird auch fast nur noch Kleinzeug gefangen. Daran sind die hohen Preise für Schiffsdiesel Schuld. Wie ich in diesem Jahr bei einer Angeltour von Hirtshals aus sehen konnte, zogen an dem Tag dort 11 große Fischkutter keine 300 m von der Küste entfernt ihre Netze durchs Wasser. Und das geht schon seit langer Zeit so, wie mein Freund Anders mir erzählte.


    Fuhren diese Kutter früher noch Meilenweit raus auf die Nordsee raus, bis weit vors gelbe Riff, wollen Sie Geld sparen und beschränken sich auf das Fischen kurz vor der Küste. Zwar gibt es dort an den Wracks , noch ein paar schöne Fische, weil die Kutter da ihre Netze nicht auslegen, aus Angst sie zu zerstören, oder zu beschädigen, aber rund um die Wracks wir kräftig gefischt, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch die an den Wracks, die großen weggefangen wurden.


    Kleine Dorsche 15-30 cm, gibt es dort noch Massenweise, da diese durch die Maschen der Netze flüchten können.


    Somit wird es immer schwieriger noch große Dorsche zu fangen. Wenn, dann muss man schon weit hinauf in den Norden. Norwegen, Färör Insel, oder so. Aber man sollte sich beeilen, denn auch dort explodiert der Dorschbestand nicht. Und da dort inzwischen Fischer aus vielen Nationen ihre Netze dort durchziehen, ist es nur eine Frage, wie lange es dort den Dorsch noch in den Größen und Mengen gibt, wie zur Zeit.


    Zwar liegt die Norwegische Küstenwacht dort ständig auf der Lauer, aber sie dürfen die Fischerboot, welche dort unberechtigt ihre Netze durchziehen, ja nicht versenken.



    GvH

    Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


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  • Allerdings bleibt anzumerken, das schon 2020 ein 2-Jahres Baglimit für die westliche Ostsee beschlossen war.........mir kommt es so vor als wenn einige dachten, das würde irgendjemand kippen. :mahn:


    Bestimmt wird es eher stillschweigend verlängert, denn der Dorsch ist immer noch WECH und selbst die Lütten, die ich kürzlich fing, brauchen noch 1-2 Jahre um einen kleinen Bestand aufzubauen..................vor 2025 sollten wir nicht hoffen auf ein Ende des Baglimits und ehrlich, bei all den Diskusionen und der "Volkklore" aus früheren Zeiten........der Dorsch ist bis auf weiteres weg und nur der "MENSCH" kann dafür sorgen, das er wieder zurückkommt, auch wenn es uns und anderen nicht gefällt............. :(:(:(


    gruß degl

  • .der Dorsch ist bis auf weiteres weg und nur der "MENSCH" kann dafür sorgen, das er wieder zurückkommt, auch wenn es uns und anderen nicht gefällt.............

    Solange die Schleppnetzte weiter durch die Ostsee gezogen werden, wobei trotz größerer Maschenweiten, immer noch genug Kleine zwischen den Großen zerquetscht werden, solange wird sich der Bestand nicht erholen.

    2025 mag dein Traum sein, aber wir werden eine Erholung des Bestande nicht mehr erleben. Dafür sorgt die Fischindustrie.

    Und noch immer wird nur ein Teil frisch verkauft, der andere Teil verschwindet für 2 Jahre in den Kühlhäusern.

    Natürlich muss man auch Reserven schaffen... aber wenn man einfach mal 2 Jahre keinen Dorsch fängt...


    Aber ich widerhole mich...


    Natürlich hängen Arbeitsplätze dran. Aber ohne Fisch sind die auch weg.


    Und es ist immer das Gleiche: Die Fischer jammern, dass ihre Existenz bedroht ist. Dabei haben sie sich Jahrzehnte die Netze überfüllt.

    Die Schuld schieben sie von sich, weil... sie durften ja...

    Die Politik verweist auf die Institute, die für die Bestandserfassung verantwortlich waren...

    Dabei hat die EU immer wieder die vorgeschlagenen Fangmengen ignoriert und nach oben geschoben...


    Und das sicher absolut uneigennützig! Ich lach mich wech...


    Millionen hat man diesen Instituten zukommen lassen und tut es noch immer, doch wenn sie ihre Ergebnisse vorlegten, hat man sie ignoriert.


    Das ist so, als beauftrage ich einen Gärtner, mir für 10 Riesen einen naturnahen Garten anzulegen.

    Als er fertig ist, gehe ich bei und reiß die Hälfte wieder raus, um die Fläche zu betonieren!

    Und das rechtfertige ich dann damit, dass meine Nachbarn erstmal nichts mehr Platt machen dürfen!


    Und dann klopfe ich mir auf die Schulter, dass ich was gegen das großflächige Betonieren unternommen habe!


    Manchmal kann man nicht soviel fressen, wie man kotzen muss

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

    Einmal editiert, zuletzt von Addi ()

  • Allerdings bleibt anzumerken, das schon 2020 ein 2-Jahres Baglimit für die westliche Ostsee beschlossen war.........mir kommt es so vor als wenn einige dachten, das würde irgendjemand kippen. :mahn:


    Bestimmt wird es eher stillschweigend verlängert, denn der Dorsch ist immer noch WECH und selbst die Lütten, die ich kürzlich fing, brauchen noch 1-2 Jahre um einen kleinen Bestand aufzubauen..................vor 2025 sollten wir nicht hoffen auf ein Ende des Baglimits und ehrlich, bei all den Diskusionen und der "Volkklore" aus früheren Zeiten........der Dorsch ist bis auf weiteres weg und nur der "MENSCH" kann dafür sorgen, das er wieder zurückkommt, auch wenn es uns und anderen nicht gefällt............. :(:(:(


    gruß degl

    Hallo Degl,


    ich klaube kaum, dass jemand ernsthaft damit gerechnet hat, dass die Fischerei Minister das Baglimit irgendwann kippen werden.


    Inzwischen wird bei deren jährlich stattfindend Sitzungen das Thema Baglimit zwar aufgerufen, aber wie ich erfahren habe, im Schnelldurchgang durchgewunken.


    Die Quoten für die Fischer, den Dorsch betreffend wurden nicht gesenkt, Dafür wurden die Quoten für Scholle um 25 % angehoben.


    Wir als Angler, zumindest diejenigen welche an der Küste angeln, können für das kommende Jahr noch froh sein, dass ein Angelverbot auf Heringe nicht schon in diesem November beschlossen wurde.


    Die von dir angedachte Beendigung des Baglimites in 2025 wird es sicher auch nicht geben. Da hilft es auch nicht, das zur Zeit viele kleine Dorsche vorhanden sind. Die haben doch kaum eine Chance groß zu werden, wenn die Fischerei Minister sich nicht bald zu einem kompletten Fangverbot für Dorsch für die Fischer in der Ostsee durchringen.


    Wir können uns in Deutschland soviel unnütze Ausgaben leisten (siehe z.B. Bürgergeld) da sollte es doch auch möglich sein, die paar noch vorhanden Fischer in Ruhestand zu schicken.


    Nur so hätte der Fischbestand, (nicht nur der, der Dorsche) eine Chance sich wieder langsam zu erholen.


    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


  • Moin.


    Ich möchte ja nicht der Spaßverderber sein aber ein aufheben des Baglimits sehe ich auch in den nächsten Jahren nicht für uns Freizeitfischer. Dazu müsste ein Umdenken stattfinden zu unseren Gunsten und das wird meiner Meinung bei der jetzigen Regierung nicht eintreten. Da wird lieber einer Sinkende Schleppnetz und sonstigen Fangflotte gutes Geld hinterher geschmissen in dem Wissen das sich eh nichts ändert.

    Vielmehr werden alle anderen Fischbestände bis zu ihrem Niedergang auch noch befischt. Mit voller Zustimmung der Verantwortlichen. :cursing:<X

    Gruss von der Soeste Jochen. :angler:


    Bekannte Adresse Klausdorf 01.05.- 0805 2022:laola:






    Wenn ihr auch die Klage gegen die Fischereiabgabe unterstützen wollt


    Siehe hier http://www.anglerdemo.de/ verwendungszweck Klage Fischereiabgabe

  • Ich möchte ja nicht der Spaßverderber sein

    Bist du nicht... das sind die Verantwortlichen. Und das schon seit vielen Jahren.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Moin.


    Ich möchte ja nicht der Spaßverderber sein aber ein aufheben des Baglimits sehe ich auch in den nächsten Jahren nicht für uns Freizeitfischer. Dazu müsste ein Umdenken stattfinden zu unseren Gunsten und das wird meiner Meinung bei der jetzigen Regierung nicht eintreten. Da wird lieber einer Sinkende Schleppnetz und sonstigen Fangflotte gutes Geld hinterher geschmissen in dem Wissen das sich eh nichts ändert.

    Vielmehr werden alle anderen Fischbestände bis zu ihrem Niedergang auch noch befischt. Mit voller Zustimmung der Verantwortlichen. :cursing:<X

    Ich habe ja schon länger um das Thema mitgeschnackt, aber noch keinen Verantwortlichen kennen gelernt, der von sich aus gesagt hätte: Ich übernehme die Verantwortung :zunge::zunge::zunge: im Gegenteil alle zeigen mit den Fingern auf "die Anderen" und stimmen dann in den Gremien ab............. :piep:


    Der Fischer, der sein "Geschäft" betreibt wird immer von den Kosten (Bank, Liegegebühr, Treibstoff und Einkommen etc.) getrieben und er wird NIE von sich aus sagen, das er mitträgt am Niedergang des Fischbestandes (genau wie ich als Brandungsangler nicht) und seit Anfang der 80ziger beobachte ich (lebe ja seitdem näher dran), das immer wenn ein Boot mehr anlandet, dann die Großhandelspreis sinken und sich das zum Nullsummenspiel entwickelt...............


    Erst als immer deutlicher wurde, das der Fischbestand der Ostsee zu kollabieren droht, setzte der "Verteilungskampf" ein und die ausgetauschten Argumente wurden immer abstruser . Und alle Vorstellungen und/oder Ideen zur Bewältigung des Problems..........naja ihr wisst es ja ;);)


    Ich sollte letztens für 1 Kg Zanderfilet (frisch) 45€ bezahlen...........mal sehen, wann es keine Zander mehr gibt :(


    gruß degl


    gruß degl

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    Und noch immer wird nur ein Teil frisch verkauft, der andere Teil verschwindet für 2 Jahre in den Kühlhäusern.

    Natürlich muss man auch Reserven schaffen... aber wenn man einfach mal 2 Jahre keinen Dorsch fängt...

    mal eine blöde Halb-Off-Topic-Frage: wie lange ist Fisch denn lagerbar? Kaufe ich den als TK im Supermarkt, ist er doch i.d.R. nur ein paar Monate haltbar, ggf. auch kürzer, aber halt auch nicht ewig. Kühlen die ihre Kühlhäuser so extrem runter, dass 2 Jahre möglich sind oder ist der TK-Aufdruck nur so kurz, da der Fisch schon so lange anderswo gelagert wurde?


    Passt natürlich nicht zum spannenden Baglimit-Thema, fragte ich mich aber als Mitleser.

  • Man spricht davon, dass man Fisch 6, bis max. 8 Monate einfrieren kann... Fette Fischarten nur die Hälfte der Zeit!

    Das passt natürlich nicht zu den Daten, die auf den Verpackungen stehen.

    Denn bei unverarbeitetem Fisch muss das Fangdatum angegeben sein.

    Und da habe ich oft schon gesehen, dass dies 2 Jahre zurück lag!!!


    Einen interessanten Artikel dazu HIER


    Nun stelle dir vor, du hast verarbeiteten Fisch, wie Schlemmerfilets oder bei Kindern beliebte Fischstäbchen...

    Das Fangdatum muss hier nicht deklariert werden. Da frage ich mich doch, was die EU sich mal wieder für einen Schwachsinn hat einfallen lassen.

    Es ist doch egal, ob der Fisch eine Panade erhält oder nicht... Als Verbraucher will ich doch wissen, wie alt dieser Gammelfisch ist.

    So hat die Industrie in Fernost doch jede Möglichkeit, zu lang gelagerte Ware mit ein paar Zutaten zu versehen, um den Schweinkram in den Handel zu bringen.

    Diese Ötzi's müssen nicht schlecht sein, aber ein Radiergummi hat mehr Vitamine!


    Es heißt ja auch, dass man aufgetaute Ware nicht nochmals einfrieren soll. Wird aber ja doch gemacht in der Industrie!


    Wenn wir frischen Fisch kaufen, der im Angebot ist, dann auch gleich etwas mehr, um ihn einzufrieren. Dabei frage ich immer nach, ob der Fisch frisch oder aufgetaut ist und hoffe, dass der Händler mir hier keinen Lügen auftischt.


    Denn ich habe es auch schon gehabt, dass ich auf dem Markt frischen Seelachs gekauft und zu Hause beim Auspacken gemerkt habe, dass er leicht nach Ammoniak roch.


    Dies habe ich auch schon gehabt, nachdem ich frisch vakumierten, eingefrorenen Fisch im Vakubeutel aufgetaut habe. Seitdem öffne ich den Beutel und taue den Fisch in kaltem Salzwasser auf. Das geht dann auch recht schnell.


    Aber wir kommen weiter vom Thema ab...

    Denn es bleibt dabei...

    Fisch, der so lange lagert, wurde schlicht und einfach zu viel und unnütz aus dem Meer gefischt.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

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    Moin,..


    .. so vieles an Themen ist "d'rin",
    in dieser Diskussion um den Dorsch vor der Küste ..


    .. " Schuld hat der.. Schuld haben die.. Schuld sind ..etc." ..


    >> das übliche Geplänkel <<


    STREITEN, ? .. wer die letzten <°)))))>< fangen darf ..



    Aber kein Wort über; ..
    - den Rückgang der Nahrung;
    - sinkende Sauerstoffwerte;
    - höhere Wassertemperaturen;
    - erhöhte Algenmassen;
    - zuviel Düngemitteleintrag als Fracht aus dem Süßwasser;
    .. etc.


    .. eine ganze Menge dergleichen Umstände sprechen dafür,
    daß der Dorsch in kühlere, Sauerstoff- & Nährstoff-reichere Gewässer abwandert.
    Solange sich die Mischung, aus den oben angef. Fakten, nicht ändert, wird sich
    für den Dorsch nichts ändern.


    Da ist es letztendlich sch*** egal, ob die letzten Gräten mit Netz oder Haken angelandet werden.


    Streiten wir uns hier echt wegen "wer darf den letzten fangen" ??


    Vielleicht sind wir auch nur zu bequem & zu faul; ??, .. so ein gegenseitiges schwarzer Peter hin- & herschieben
    ist einfacher, als sich mit den Veränderungen der Wasserqualtität, vor den Küsten auseinander zu setzen.



    Eines wurde jedoch irgendwo erwähnt, in der "Schuld"-Diskussion hier; der Fisch "steht" jetzt weiter draußen;
    also dort, wo die Erwärmung der flachen Küstennahen Bereiche, keine Rolle spielt.


    Der Fisch hat es kapiert .. ;)



    Ob der Mensch den selbst "verbockten" Planet rückwirkend ändern/verbessern kann ??
    Eher nicht, .. die Lavine ist losgetreten .. der Dominoeffekt lässt sich mit "Beton & Bagger" nicht aufhalten.
    Prozesse, die über ein Jahrhundert hinweg gehen, sind bei der Aufmerksamkeitsspanne in der heutigen Zeit
    gar nicht mehr vermittelbar. Einschränkungen & Verzicht >auf was auch immer< sorgt selbst in Pandemien
    für lautes empören und das Geschreih nach "Freiheit" zeugt doch von der gnadenlosen Dummheit von uns Zweibeiner ..


    .. das ist pures "Schwarz sehen"? .. k.A. ob man das so einfach sehen kann,
    schaut euch um, KEINER will von seinem erklommenen "Luxus-roß" absteigen und
    so leben wie Opa & Oma oder deren Eltern ..
    .. und wir sind mittlerweile an der 8 Milliarden Grenze angekommen..


    8 Milliarden Zweibeiner, "die denken sie könnten irgendwie.."
    .. oder die eingeredet bekommen; "sie könnten alles erreichen & haben .."

    Jeder will seinen "Status" behalten & am besten wäre,
    man muß nichts / viel ändern an diesem bequemen Leben ..


    -- wie auch immer ..


    Die Erwärmung der Küstengewässer wird keiner aufhalten können;

    die letzten Jahre brachten alle in die Ost- bzw. Nordsee einlaufenden Flüsse
    weniger & wärmeres Wasser mit sich.
    Die Konzentration an Düngemittel und sonstigen Frachten wurde damit nicht weniger,
    aber reaktiver (wärmer) & in weniger Wasser gelöst ..
    .. die Aufheizung der flachen Bereiche in Küstennähe, durch längere Wärmeperioden
    & an sich wärmere Sonnentage tun das übrige ..


    Ein Sonnensegel im All, das zwischen Erde & Sonne entfaltet wird,
    dann einen "Schatten" auf die Nördliche Halbkugel wirft und diese abkühlt .. .. ..

    .. gedacht & geistig geplant sind solche Vorhaben schon mal..


    .. aber, wer traut sich, der Menschheit zu sagen
    " es geht nicht mehr anders, wir müssen "künstlich" für schnelle Abkühlung sorgen" ?


    .. k.A. ob dieses Projekt jemals umgesetzt werden kann/darf; aber traurig ist doch,
    wir zweibeiner als Masse, sind zu ego, zu doof uns selbst zu begrenzen ;)


    Viell. krempelt ja die Erde alles nochmal um ..



    gruß rüdl

  • Du hast vollkommen Recht, rüdl. Der Natur ist es egal, was aus uns wird.

    Ist im Tierreich genauso... Wenn sich eine Art so stark vermehrt, dass sie für sich nicht mehr genug Nahrung findet, verhungern sie oder werden durch Krankheiten dezimiert.

    Der Vorteil des Tieres ist es, dass es sich darüber keine Gedanken macht. Es ist einfach so!


    Wir werden uns schon selbst begrenzen... Also nicht ich mich, sondern andere den Anderen.

    Sei es durch Krieg oder andere Strategien, die die Nahrungskonkurrenten auslöschen.



    Und auch wenn der Rückgang des Dorsche mehrere Ursachen hat:


    Warum wurde immer mehr gefangen, als von den Instituten vorgeschlagen und vor allem immer mehr gefangen, als benötigt wurde???


    Das ist nun einmal Fakt.

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

  • Tja Rüdl,


    so ist es, viele Faktoren tragen dazu bei das der Dorschbestand abnimmt.


    Da aber die Temperatur und damit verbunden die Erwärmung der Ost und Nordsee, schon seit einigen Jahre ansteigt, kann das nicht alleine der Grund für den Dorschrückgang sein. Denn vor 5-8 Jahren gab es ja noch Dorsch und da waren die Temperaturen in den Küstengewässern auch schon angestiegen.


    Der Rückgang der Nahrung, ist leider und jetzt muss ich die Schuld wieder den Fischern in die Schuhe schieben, denn sie fangen ja auch den Futterfisch für die Dorsch in großen Mengen raus.


    Der Düngemitteleintrag in die Küstengewässer ist in den letzten Jahren zwar etwas zurück gegangen. Hier könnte aber wesentlich mehr getan werden. Wie zum Beispiel es unser Nachbarland Dänemark uns vormacht. Dort dürfen die Landwirte, in dem Bereich wo Gewässer in ihrem Land fließen, seit 2 Jahren nicht mehr düngen. Das hat zwar, als dies eingeführt wurde zu großen Diskussionen bei den betroffenen Landwirten geführt, die statt zu düngen, nun einen breiten Streifen zwischen ihrem Ackerland und den Gewässern der Natur überlassen müssen ohne dort düngen zu dürfen.


    Gegen das vermehrten Algenaufkommen und den sinkenden Sauerstoffwert haben wir wenig entgegen zu setzen, genau wie gegen die ansteigenden Temperaturen. Wenn wir da was bewirken wollen, müssen wir die Zeit zurück drehen. Auf Fabriken, sowie Autos, Motorräder und sonst was komplett verzichten. Also eine Zeitreise zurück in die Steinzeit.


    Dem Dorsch hilft das momentan alles recht wenig. Denn um alles Rückgängig zu machen, was die Natur, das Wasser und die Luft negativ beeinflusst dauert es Jahrzehnte.


    Da hilft das Festkleben von ein paar durchgeknallten Klimaaktivisten auch nicht viel.


    Das es zu viel viele Menschen auf der Erde gibt ist so. Da würde vielleicht die in der letzten Zeit so oft erwähnte Atombombe von Herrn Putin schlagartig zu einer immensen Verringerung beitragen.


    Oder eine große Naturkatastrophe, die sicher irgendwann auch einmal kommen wird in der Zukunft.


    Eins dürfte uns allen klar sein, wenn wir Menschen nicht mehr auf dem Planet Erde leben, wird die Natur innerhalb recht kurzer Zeit alles selbst regulieren und sich alles zum besseren wenden.


    Aber ungeachtet dessen, daran das der Dorschbestand so abgesackt ist, ist nicht Degl, mit seiner Brandungsangel Schuld, auch ich habe mit meinen überschaubaren Dorschfängen keine nennenswerten Anteil am Rückgang.


    "Schuld" daran sind einzig und allein unsere Politiker und die Fischer. Und das ist Fakt, ungeachtet der anderen negativen Auswirkungen, die du aufgezählt hast.


    Warum untersagen die Politiker den Fischern nicht den Einsatz von Schleppnetzen?

    #Warum werden die Fänge und die Rückwürfe auf der See nicht strenger kontrolliert

    Warum schickt man die paar verblieben Fischer nicht in den Ruhestand?

    Warum werden die Fangquoten nicht an das angepasst was die Wissenschaftler schon seit Jahren fordern?


    Warum, warum, warum?


    Das wäre auf jeden Fall einfacher zu bewerkstelligen, als:


    - Die Klima Erwärmung und damit die Erwärmung der Gewässer zu stoppen. Da würde das von die favorisierte Sonnensegel vielleicht etwas helfen, aber es würde wahrscheinlich auch die Hitze und die Abgase auf der Erde zurück halten und ob dann die Temperatur sinken würde???


    - Den Rückgang der Nahrung der Nahrung zu stoppen.

    - Die sinkende Sauerstoffwerte aufzuhalten und wieder nach oben zu bringen.

    - Die erhöhten Algenmassen zu verringern.

    - Den Düngemitteleintrag als Fracht aus dem Süßwasser zu verringern.


    - Sowie noch viele anderen Dinger, die am Rückgang der Fischbestände Anteil haben.

    Eine Lösung für all diese Probleme, wäre toll, aber die wird keiner von uns Einzelnen bewerkstelligen können.


    Rüdl, wo hast du gelesen, dass die Fische weiter draußen stehen?


    Die halten sich nach wie vor noch in der Küstennähe auf. Nur dort wird ihnen in den letzten Monaten auf Grund der gestiegenen Treibstoffkosten extrem nachgestellt von den Fischern, die sich längere Ausfahrten in weiter ab gelegenen Fanggebiete nicht mehr leisten können. Vielleicht zum Vorteil für die Dorsche.


    Glücklicher Weise sind die großen Fabrikschiffe der Fischer heute in der Lage, durch entsprechendes stoppen und beschleunigen dafür zu sorgen, das zumindest ein Teil der Jungfische aus den Netzen geschwemmt wird, bevor das Netz eingeholt wird. Das konnte ich 2 SM vor Hirtshals merken, wo ich noch nie so viel kleine Dorsche an der Angel hatte (15 - 30 cm) wie in diesem Jahr.


    Auf jeden Fall bleibt es spannend, wie sich das alles noch entwickeln wird.


    Ob das Baglimit irgendwann wieder, als doch nicht letzte Weisheit abgeschafft wird, geht mir gelinde gesagt am A.... vorbei.


    Ich persönlich wäre eh für ein komplettes Fangverbot von Dorschen, sowohl für Fischer aber auch für uns Angler. Aber wenn dann aber auch ohne Ausnahme. Das würde dem Dorschbestand zumindest etwas helfen.


    GvH Rainer


    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben wenigstens ein bisschen mehr Spiel


    Einmal editiert, zuletzt von HAVÖRED ()

  • Hier ein Beitrag vom NDR:


    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/Aus-fuer-Dorsch-Hering-Co-Die-Ostseefischerei-in-der-Krise,dasx30488.html


    Und hier wird gesagt: Schuld hat die Überfischung... seit Jahrzehnten wird mehr rausgeholt, als nachwächst!

    Ich freue mich, wenn es regnet.

    Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.


    Karl Valentin, deutscher Humorist * 4.Juni 1882; † 9.Februar 1948

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    Moin,..


    Zitat

    Rüdl, wo hast du gelesen, dass die Fische weiter draußen stehen?

    .. wurde schon mehrfach in div. TV-Sendungen mit den Zusammenhängen erklärt ..

    .. hier ein Abklatsch zum Lesen;


    Klimaflüchtling Kabeljau: Ein Fisch wandert aus
    Er ist einer unserer beliebtesten Speisefische: der Kabeljau. Doch wenn sich die Nordsee durch den Klimawandel weiter erwärmt, könnte es mit ihm bald vorbei…
    www.br.de


    .. oder auch lesbar..

    "Dorade kommt, Dorsch verschwindet.."


    In Ostsee wandern andere Fischarten ein
    Fische aus dem Süden machen sich in nördlichen Gewässern breit, weil diese wärmer werden. Sardinen oder Doraden könnten die Ostsee erobern, der Dorsch…
    www.n-tv.de


    - - - - -


    .. oder man schaut einfach in den heimischens Stall;

    .. hier (35km vor Bremerhaven) haben sich bisher
    noch NIE die Karpfen vermehren können, weil
    die Pfützen im Mai / Juni einfach noch zu kalt waren..

    .. in den letzten 4 jahren hatten wir nun schon 2 x das Vergnügen von
    Massenhaft aufkommenden Kärpflingen ..

    .. ebenso häufig stellen sich die Fischsterben in der Zeit Juli / August ein;
    also wenn es lange Zeit windstill ist und das Wasser auf 24°C++ angewärmt ist ..

    In der ALGENZEIT quasi; .. oberste Wasser"schicht" wird tagsüber mit Sauerstoff geflutet
    und mangels Umwälzung kommt unten bei den "Abbau-Bakterien" nichts an O² an ..

    .. die Kette des Abbauprozesses von organischem Material wird unterbrochen;
    .. die Fische sammeln (atmen) die Gifte ein .. ENDE ..


    Karpfennachwuchs kann was "schönes" sein; .. dient hier höchstens den Kormoranen als Snack .. :rolleyes:


    Zitat

    "Die Klima Erwärmung und damit die Erwärmung der Gewässer zu stoppen. Da würde das von die favorisierte Sonnensegel vielleicht etwas helfen, aber es würde wahrscheinlich auch die Hitze und die Abgase auf der Erde zurück halten und ob dann die Temperatur sinken würde???"

    .. dieses gedachte "Sonnensegel" würde die Sonneneinstrahlung auf div. Erdteile verhindern / abmildern;
    über all die Folgen sind sich die Wissenschaftler
    auf dem Gebiet noch nicht einig, aber das Prinzip wäre eine partielle Eiszeit erzeugen.

    Problem, der dumme Mensch würde heizen.. heizen.. heizen.., damit sein Arsch nicht abfriert ;)

    .. was nützt da eine neue 500m hohe (Süßwasser-)Eisschicht am Nordpol; wenn der Energieverbrauch
    rund um den Erdball weiter zunimmt und "geheizt" wird wie doof ? ..
    (.. bloß keine "Schaufel" mehr anfassen; nur noch "Knöpfchen und Hebelchen" drücken;
    also alles mit Energiefressern die mechanisch, .. elektrisch, .. hydraulisch, .. funktionieren ..)


    .. die Temp.-ausgleichenden Winde, Strömungen, etc. würden wohl auch stärker & zunehmend aktiver ..


    Sinn würde so etwas nur machen, wenn man das *Ding* installiert und dann den Schlüssel dazu wegwirft.

    Zwangsabkühlung ohne Reset-Schalter ;) .. wenn dann von 8 Milliarden am Ende (so in 40-200 Jahren) ca.
    10.000 Zweibeiner übrig bleiben, dann reicht das für einen "Neustart" von "sie nannten sich intelligenter"..


    Wir, als Menschen in der Masse, sind zu bequem & zu faul uns selbst zu hinterfragen und
    um dann event. alle eigenen Vorteile auf zu geben..
    Da muß erst Mama Natur ordentlich ruckeln, rumqualmen oder so ein Brocken aus dem All vorbei-schrammen.


    Die ganzen "Systeme" in dem jeder Zweibeiner so d'rinsteckt, sind mit keiner radikalen "anderen Richtung" kompatibel ..

    .. schaut man auf das Theater in D; .. da sind nicht mal 16 Bundesländer unter einer Flagge in der Lage,
    ein einheitliches Konzept zu "fahren"..

    Lächerlich ist das alles; .. "Wahlzettel-abhängige", die weder in D, noch in der EU,
    geschweige auf dem Planeten sich jemals einig werden können.


    Die kriegen event. ein große Party organisiert,
    wenn plötzlich ein großer Brocken aus dem All vorbei kommt
    und der Treffer zu 95% feststeht..


    Was hat das ganze Klima-Quatsch-Gerede denn bisher gebracht ?
    Da werden Gelder an die Wand gefahren, ohne daß es irgend ein verbindliches Ergebnis gibt.

    Spinner wie Trump & Putin dürfen die Finger in den Medien haben und
    die ganze Welt "umrühren" für ihre Zwecke .. egal was & wer dabei draufgeht.

    .. mal ehrlich, was ist Fortschritt,
    wenn man sich immer noch mit solchen geistigen Pfeifen rumärgern muß ?

    Schlimmer noch, wie kann es sein; daß sich Demokratien am Tisch nicht einig werden können (wollen)
    aber solch vereinzelte Pfeifenköppe wie in Nordkorea, Rußland, etc. den lauf der Dinge steuern können?


    Wie kann es sein, daß die Bildung im eigenen Land so in' "Ar***" gefahren wird;
    daß es soviel geistige "Splittergruppen" hervorbringt; daß die ein U für ein A halten
    und eine geistige Verbohrtheit an den Tag legen, als hätten sie nie FREI Erfahrungen sammeln dürfen ?


    .. egal, .. "so geht das nicht" ..
    sagte das Murmeltier und verschwand wieder im Bau .. :)



    gruß rüdl